Mittwoch, 10. August 2011

Italia, Ignoranz und der McDonald's-Einheitsbrei

Eigentlich schade, dass wir Europäer die Sprache unserer Nachbarländer mittlerweile so sehr ignorieren. Ich habe gerade beruflich mit Italien zu tun und finde es echt traurig, dass die kein Deutsch und ich kein Italienisch kann, so dass wir auf das übliche Rudimentär-Englisch ausweichen müssen, den weltweiten Sprachgleichmacher und Kulturnegierer.
Das ist so, als ob es keine regionalen Gerichte mit zahllosen Feinheiten mehr git, sondern nur noch McDonald's. Noch schlimmer: Dieser Trend scheint sich zu verstärken. Ich dachte mit vier Sprachen (darunter das verbindende Latein) läge ich am unteren Rand der Skala. Aber mittlerweile sprchen ja selbst die Anwohner in Grenznähe oft die Sprache des Nachbarn nicht mehr, Jugendliche können nur noch Englisch, wenn überhaupt. Dabei sind Sprachen nun wirklich nicht schwer zu erlernen, wenn man sie denn aktiv spricht. Vielleicht mal ein Grund, zumindest mit Italienisch anzufangen, mal gucken, was bis ans Lebensende dann noch dazukommt...

11 Comments:

At 11 August, 2011 01:45, Anonymous House meint...

Sei froh, dass sie wenigstens Englisch konnten - das ist bei Italienern nicht selbstverständlich, wie ich in meinem Toskanaurlaub feststellen durfte ;)

 
At 11 August, 2011 09:35, Blogger Mick meint...

Dafür kannst du jetzt besser italienisch.

 
At 21 August, 2011 17:25, Anonymous Anonym meint...

Bei meinem letzten Toskanaurlaub konnte ich tatsächlich meine Russischkenntnisse aufbessern.

 
At 21 August, 2011 18:38, Blogger Mick meint...

wie das?

 
At 23 August, 2011 00:53, Anonymous Anonym meint...

der knackpunkt ist "aktiv sprechen" ich hatte mal angefangen Japanisch zu lernen (Grammatik is recht einfach, Vokabeln lernen normal, neuer Zeichensatz is halt lernintensiv). Dummerweise habe ich das bissl Wissen was ich hatte recht schnell wieder vergessen weil ich einfach niemanden hatte zum reden/üben.

 
At 23 August, 2011 07:51, Blogger Mick meint...

Es geht ja auch um die Sprache unserer lieben Nachbarn, die wir vernachlässigen, und nicht irgendeine Sprache von irgendwo. Dadurch verlieren wir leider den kulturellen Bezug zu denen und quasseln alle so ein doofes Kinderenglisch miteinander Natürlich sollte man sich auch eine Sprache aussuchen, zu der man einen Bezug hat. Japanisch passt ja nun so gar nicht zu unserer Kultur oder der unserer Nachbarn...

 
At 24 August, 2011 09:30, Anonymous Anonym meint...

... es gibt bei Cornelsen einen "Turbo-Kurs" für Italienisch der wirklich empfehlenswert ist; "Fit in Italienisch" funktioniert auch mit dem Ting-Stift!

 
At 26 August, 2011 08:59, Blogger Christoph meint...

Mi piace!

 
At 04 September, 2011 16:09, Anonymous Anonym meint...

Kulturen gehören ins Museum oder in die Petri-Schale.

 
At 04 September, 2011 16:32, Blogger Mick meint...

Stimmt schon, Kultur ist nicht jedermanns Sache...

 
At 05 September, 2011 10:37, Anonymous Anonym meint...

Bitte nicht gleich wieder so patzig, Mick!

Unterschiedliche Sprachen haben sich nicht deshalb entwickelt, weil die Leute es toll fanden, anders zu grunzen als die Primaten hinter der nächsten Hügelkette.

Sprachbarrieren sind lästig und schufen/schaffen jede Menge Probleme. Also reicht es doch, einerseits den lokalen Dialekt zu sprechen, sich global aber in einer Weltsprache zu verständigen.

Die meisten kulturellen Erungenschaften, die irgendwann mal nützlich waren, landeten auf dem Müllhaufen der Geschichte.
Irgendwann hat sich ein Ahn von mir auch entschlossen, den ererbten Faustkeil eines noch weiter zurückliegenden Vorfahren wegzuwerfen, weil das Ding eh' nur noch Staub ansetzte.

Ein kultureller Verlust an Vielfalt ist es hingegen, wenn z.B. von 100 Fernsehsendern 99 eh' das gleiche Programm senden. Da nützt es auch nichts mehr, wenn es unterschiedlich untertitelt oder synchronisiert ist.

 

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