Mittwoch, 29. Juni 2011

Ein paar warme Worte...

Liebe Spielehersteller,
auch wenn ihr es gern gebetsmühlenartig wiederholt: Wir sitzen NICHT im selben Boot mit Euch. Wir verkaufen Hefte, ihr Spiele. Unsere Kunden kaufen zwar eure Spiele, aber deshalb kann uns euer Wohlergehen trotzdem weit am Ar... vorbeigehen. Wenn ihr pleite seid, kommt eben irgendwer anderes. War immer so, bleibt immer so!

27 Comments:

At 29 Juni, 2011 13:35, Anonymous Gorn meint...

Worauf ist das jetzt speziell bezogen Mick? Gibts da nen aktuellen Anlass den ich nicht kenne?

 
At 29 Juni, 2011 13:56, Blogger Mick meint...

Würde mich sehr wundern, wenn du den Anlass kennen würdest ;)
Nee, das ist nur eine der goldenen Regeln unserer Branche. Man kann sie nicht oft genug in Erinnerung rufen.

 
At 29 Juni, 2011 14:57, Anonymous Choplifter meint...

Word, Mick

 
At 29 Juni, 2011 16:27, Anonymous playdude92 meint...

Sollten Spielemagazine darüber berichten, wenn die Industrie schlecht mit ihren Angestellten umgeht so wie im Fall von L.A. Noire (100 Wochenstunden für bis zu 3 Wochen, Beleidigungen, ständig geforderte Überstunden, deutlich über 60 Stunden durchschnittliche Wochenarbeitszeit)? Das fände ich nähmlich schon.

 
At 29 Juni, 2011 17:27, Blogger Mick meint...

Widerspruch! Wir berichten über Spiele, nicht über die Arbeitsbedingungen. Vor allem dann nicht, wenn man das mit einigermaßen zu rechtfertigem journalistischem Aufwand kaum recherchiert bekäme. Modemagazine schreiben ja auch nichts über Kinderarbeit in Indien. Das sind Themen für politische Magazine.

 
At 29 Juni, 2011 17:35, Blogger Gabumon meint...

und um die Hefte zu Verkaufen müssen die Magazine Kritisch sein

Ohne Rücksicht auf die Leute die am Spiel gearbeitet haben, die können uns Spielekäufern nämlich ziemlich egal sein wenn der Titel einfach Murks ist...

Übrigens sehen das auch die Programmierer und Designer so, nur die Manager nicht *hust*

 
At 30 Juni, 2011 02:29, Anonymous Anonym meint...

Wie läuft das eigentlich so bei Spielemagazinen Mick? Werden da auch manchmal Bestechungsgelder der Entwickler oder Publisher angenommen bzw. abgelehnt? Bzw. gibt es das überhaupt, dass eine Firma besticht, damit die Bewertung besser wird?

 
At 30 Juni, 2011 07:43, Anonymous Alien426 meint...

> Werden da auch manchmal Bestechungsgelder der Entwickler oder Publisher angenommen bzw. abgelehnt? Bzw. gibt es das überhaupt, dass eine Firma besticht, damit die Bewertung besser wird?

Ich glaube das läuft wenn überhaupt, dann subtiler. Vielleicht Preview-/Review-Events in Luxushotels oder Exklusiv-News für die Vorstellung das nächsten Projektes. Und ausserdem gehts ja auch gut anders herum: Wenn ihr unser Spiel nicht "anständig" bewertet, bekommt ihr in Zukunft keine Testmuster, Screenshots, Interviews etc. (wie jüngst beim Duke und der Redner Group).

 
At 30 Juni, 2011 08:33, Blogger Mick meint...

@anonym: womit sollten die uns denn bestechen? Überleg doch mal, das wären dann ja Summen, die den Verkauf des Spiels nicht mehr lohnend machten. Antwort:nö, machen die nicht.
@Alien: in sehr sehr wenigen Fällen sind mir tatsächlich schon mal Lieferboykotts des einen oder anderen Herstellers untergekommen. Allerdings nie wegen der Wertungen. Aber das hält nie lange an, und beeinflusst die Wertung eh nicht.
Generell verstehe ich echt nicht, wieso gerade uns immer wieder Bestechlichkeit unterstellt wird. Niemand wirft das der Autobild vor, oder der Audio... Ich glaube, da gibt es wirklich völlig falsche Vorstellungen davon, wie unsere Branche funktioniert. Wer sich kaufen lässt schreibt Mist, und wer Mist schreibt, hat bald keine Leser mehr. Und ohne Leser, kein Heft und letztlich auch keinen Job.

 
At 30 Juni, 2011 08:50, Blogger Mick meint...

Ich sag euch mal was die "Hauptstrafe" für eine schlechte Wertung ist: Ein längeres Telefonat mit Publisher und/oder Entwickler. Das verläuft je nachdem besser oder schlechter. Doch das war's dann auch! Und oft, eigentlich sogar meistens gibt's gar keinedirekte Reaktion auf die Wertungen. Auch Publisher haben andere Dinge zu tun...

 
At 30 Juni, 2011 11:56, Blogger Der Imperator meint...

Danke für den kleinen aber feinen Einblick, Mick.
Im Titel könnten auch "warme" durch "wahre" ersetzt werden. ^^

 
At 30 Juni, 2011 12:24, Blogger Mick meint...

@Imperator: gern geschehen. Ist ja auch alles kein Geheimwissen. :-)

 
At 30 Juni, 2011 13:13, Anonymous Killerloop meint...

@Mick: Thema "Bestechlichkeit": Kalr bist Du viel tifer in der Branche drin als alle anderen hier zusammen, aber ich weiss nicht recht, ich habe gewissen Probleme damit, mir vorzustellen, daß dem Ubisoft oder EA eine 70% "naja..." Wertung für Ihren AAA Titel einfach so hinnehmen. Da steckt einfach zu viel Geld dahinter. Denke auch das da viel gedreht wird, grade bei der GS hat man in letzter Zeit den Eindruck das Wertungen auf Krampf über die 80% gehievt werden. ODer Gothic 3, hätte nie nie nie in dem Zustand über 60 % bekommen dürfen. Aber es hing ziemlich viel von dem Spiel ab für Jowood, so das dieses verbugte Biest trotzdem über 70 bekommen hat. Pff... Aber wie gesagt, ich bin da totaler Laie, wenn Mick sagt es bleibt ohe folgen wenn GS oder PCPlayer Modern Warfare 3 mit 72 % bewerten würde dann wird das schon so sein.

Regards

Killerloop

 
At 30 Juni, 2011 13:29, Anonymous Anonym meint...

Mhhh...ich denke genau so sehen das die Publisher auch: Ob die Verlage nun sterben oder nicht, die Must-Have-Titel verkaufen sie auch ohne Presse-Untertstützung und die Tests haben mittlerweile kaum noch Einfluss auf die Verkäufe.

Und ganz persönlich interessiert mich noch: Wen meinst du mit "wir" - bei welchem Spieleverklag arbeitest du zur Zeit?

 
At 30 Juni, 2011 14:00, Blogger Mick meint...

@Killerloop: Das könntest du ja jedem Test-Magazin vorwerfen. "Würde VW" den Verriss ihres neuen Golfes einfach so hinnehmen?" "Erträgt Sony den Verriss ihres neuen 3D Fernsehers?" "Kann Michael Bay mit dem Spiegel-Verriss von SPON leben?" Und wen müssten die denn dann alles bestechen? Den Chefredakteur, den Redakteur, den Verlagsleiter? Und das von allen Magazinen zusammen plus Internet? Glaubst du wirklich, das würde einfach so funktionieren? Und ein Sprung in die Realität: Es gab genug Verrisse von großen Titeln, die dir eigentlich das Gegenteil beweisen sollten.
@Anonym: Ich arbeite derzeit für verschiedene Verlage, mal Computec, dann IDG oder für das Publishing Office Jörg Langer. Mit wir meine ich uns, die Leute, die in unserer schönen Branche arbeiten.

 
At 30 Juni, 2011 14:19, Anonymous Killerloop meint...

@Mick: Hm, ich denke da wird schon Druck ausgeübt auf die Verlage. Verschwörungstheorie: EA sagt "ja, ok, ihr seid die ersten in Deutschland die Modern Warfare 4 sehen und testen könnte, aber eine 80+ ist dafür schon drin, gell? Sonst könnt ihr euch das nächste Testmuster im Laden kaufen."
Dazu brauche icht nicht die Ganze Verlagshirarchie zu "bestechen",
und: könnte sich im hart umkämpfen Spielezeitungsmarkt eine Zeitung leisten als letzte die Große Modern Warfare 4 Story zu bringen bloß wie sie eben 72 statt der "geforderten" 80+ gegeben haben? Ich weiss nicht recht. Im GS Forum haben einigen den Eindruck das da Wertungen komisch hingebogen werden, dann gib es eben 10 Punkte für sound bloß damit man irgendwie über die 80 kommt oder so. Das gleicht Beispiel von Testmustern könnte man sich auch für Anzeigenkunden denken, ich meine wenn eine Zeitung aus eine 70 für nen AAA Titel gibt und der Publisher angepisst ist und eine Doppelseitige Anzeige weniger Schaltet, das tut, denke ich, richtig weh.

Wie gesagt, die Wahrheit kennt nur der Chefredakter oder Verlagsleiter. Oder der Publisher. :-)

Regards


Killerloop

 
At 30 Juni, 2011 14:54, Blogger Mick meint...

und wie kommst du darauf? Hast du Kenntnisse, die ich nicht habe? Warum hältst du uns alle für Betrüger? Und wenn wir Betrüger sind, warum kaufst du dann noch Hefte oder verschwendest deine Zeit unsere Artikel zu lesen? Also ich würde das nicht tun, wenn ich so denken würde. Und nein, die Wahrheit kennt jeder, der in dieser Branche arbeitet, das ist kein Geheimwissen. Eine Doppelseite Anzeige mehr oder weniger ist übrigens kein Beinbruch. Sowas geht bis zum Redschluss eh immer hin und her. Die sind sowieso nie fix...

 
At 30 Juni, 2011 14:55, Blogger Mick meint...

Kleiner Tipp noch: Nicht immer überall nur Verschwörung vermuten. Das Leben ist meist viel viel simpler gestrickt.

 
At 30 Juni, 2011 15:47, Anonymous Killerloop meint...

Tja, ich lese die Spielepresse (print & Online) eigentlich nur zum reinen zeitvertreib. Wirklich was auf die bewertung geben tu ich schon lange nicht mehr. Ich denke auch nicht "ihr" alle betrüger seid, aber denke nach wie vor das es da schon gewisse, ähm, Zwänge und Mechanismen gibt denen man sich da fügen muss. Mir liegen natürlich keine Infos vor die Du nicht hast, ganz klar, ich bin nur Konsument. Vielleicht hast Du aber auch Recht und es geht alles mit rechten Dingen zu, ich werd' es nie erfahren. :-/

 
At 30 Juni, 2011 16:37, Anonymous Anonym meint...

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At 01 Juli, 2011 13:11, Anonymous Anonym meint...

mick ist ja selber in der branche drin, wenn er sagen würde das ist alles betrug, könnte er bei diesen magazinen nicht mehr als freier Redakteur mitwirken und sich somit ja "selbst verraten".

 
At 01 Juli, 2011 17:42, Blogger Mick meint...

wie wäre es, wenn du dir einfach mal die Logik meiner Argumente einfach mal ins Hirn sacken lässt, und dann mit dem Argument des "Verrats" vergleichst...

 
At 01 Juli, 2011 22:49, Anonymous Micha meint...

Die Tatsache, dass oft Wertungen als zu hoch empfunden werden, liegt meiner Meinung hauptsächlich daran, dass das Wertungspektrum nicht ansatzweise ausgeschöpft wird. Selbst ein völlig katastrophaler Titel erhält doch meistens noch Wertungen von 50% aufwärts. Allerdings spricht die Annahme von "unredlichem" Vorgehen ohne auch nur die geringsten Hinweise oder Kenntniss von Interna eher für Paranoia als alles andere ;)

 
At 04 Juli, 2011 14:43, Blogger Mick meint...

@Anonym1 und 2: Ihr scheint tatsächlich zu glauben, nur weil ich seit fünf Jahren als freier Redakteur arbeite, wäre ich irgendwie vom Informationsfluss abgeschnitten. Das ist absolut nicht so. Es gibt nur wenig, dass ich nicht früher oder später mitbekomme. Das ist schließlich ein elementarer Teil meines Jobs und für mich und meine freien Kollegen überlebenswichtig, zu wissen, wo der Hase langläuft. Dabei erfahren wir, die mit mehreren Verlagen zu tun haben meist deutlich mehr, als festangestellte Redakteure, die sich meist nur im eigenen Unternehmen auskennen.
@Anonym1: Du scheinst zu vergesen, was der sogenannte "kurze Dienstweg" ist. Viele der Leute, die du heute "Chef" nennst, oder die dir als unerreichbare Geschäftsführer bekannt sind, nenne ich Freunde oder alte Kollegen, mit denen ich natürlich im regelmäßigen Kontakt stehe. Und ja, da spricht man ab und zu auch über solche Dinge, ganz informel. Deshalb: Ich weiß sehr genau, wie es aktuell zugeht und wies vor 20 Jahren war.
Ach ja: Schade, dass du deinen Namen nicht nennen willst, das halte ich echt für feige. Wenn du magst, schick mir die Info an mickschnelle@gmx.net. Verschwiegenheit natürlich garantiert, aber ich weiß es immer gern, mit wem ich es zu tun habe.

 
At 08 August, 2011 19:52, Anonymous Anonym meint...

Waren hier nicht jüngst nicht noch 66 Beiträge? Immo sind's 28...

 
At 08 August, 2011 20:17, Blogger Mick meint...

ja, wollte Spam löschen, habe dabei aus Versehen einige Beiträge gelöscht...

 
At 09 August, 2011 08:30, Anonymous Bierkiste meint...

Oh, Schade daß das "versehentlich" alles verschwunden ist, dabei hatte sich doch hier grade so eine lustiger
Dialog, oder wie immer man das nennen möchte, entsponnen der es wert gewesen wäre ihn für die Nachwelt aufzuheben. Aber wie das nun mal so ist beim Aufräumen... tjajaja...

 

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