Freitag, 4. Dezember 2009

Avatar-Gewinnspiel









Preisfrage: Wer findet den Deppenapostroph? Der Gewinner möge sich bei Ubisoft melden... obwohl ich glaube, daß es für Korrekturen jetzt zu spät ist...

12 Comments:

At 04 Dezember, 2009 20:36, Blogger Flo_the_G meint...

Das ist aber kein Deppenapostroph wenn man "James Cameron's Avatar" als Eigennamen deklariert. ;P

 
At 04 Dezember, 2009 21:40, Blogger Mick meint...

genau das ist der Fehler. Entweder müsste es "James Cameron's Avatar The Game" heißen, oder "James Camerons Avatar Das Spiel". Entweder deutsch oder englisch. Mischmasch geht nicht und wirkt eben auch reichlich blöd. Auf den Gedanken bin sicherlich nicht nur ich gekommen. Wobei ich es natürlich auch reichlich dämlich finde, wenn jemand so eitel ist und unbedingt seinen Namen vor den Filmtitel setzt- Oder aus Angst, sonst könnte sich keiner dafür interessieren. Von dem daraus resultierend sperrigen Spieletitel mal ganz abgesehen.

 
At 05 Dezember, 2009 18:12, Blogger Lord Quinex meint...

Bitte? Wie kann sich irgendwer denn noch gegen das wunderbare, allmächtige Denglish-Gemisch wehren?

Und ich denke, das merkt wohl kaum einer...

 
At 05 Dezember, 2009 18:23, Blogger Neon meint...

Soweit ich das verstehe ist ein Apostroph zur Abgrenzung des Genitiv-s doch schon seit ein paar Jahren erlaubt. Siehe amtliches Regelwerk:

http://rechtschreibrat.ids-mannheim.de/rechtschreibung/regelwerk.html

§97 Man kann den Apostroph setzen, wenn Wörter gesprochener Sprache
mit Auslassungen bei schriftlicher Wiedergabe undurchsichtig sind.

[...]

E: Von dem Apostroph als Auslassungszeichen zu unterscheiden ist der gelegentliche
Gebrauch dieses Zeichens zur Verdeutlichung der Grundform eines
Personennamens vor der Genitivendung -s oder vor dem Adjektivsuffix -sch:
Carlo’s Taverne, Einstein’sche Relativitätstheorie

 
At 05 Dezember, 2009 20:50, Blogger Mick meint...

aber nur wenn man die sogenannte "Rechtschreibreform" zulässt. Das passiert eben, wenn politisch motiviert für vollendetes Chaos gesorgt wird. Und verdeckt ganz hervorragend Bildungsmängel, indem man einfach alles zuläßt, wenn es nur genügend Idioten falsch machen. Es bleibt aber schlicht und ergreifend der Deppenapostroph, bei dem sich jedem Freund der deutschen Sprache die Nackenhaare sträuben.

 
At 06 Dezember, 2009 13:36, Blogger bd_1979 meint...

Finde ich eigentlich nicht so schlimm, ist heute sogar fast üblich und nach neue Rechtschreibung okay (ob man dies akzeptiert oder nicht).
Die hätten sich halt die Übersetzung der letzten Zeile sparen sollen - wenn denglisch , dann bis zur Vollendung.
Deppenapostroph ist für mich so sachen wie "Die besten Hit's"

 
At 06 Dezember, 2009 13:46, Blogger bd_1979 meint...

"Und verdeckt ganz hervorragend Bildungsmängel, indem man einfach alles zuläßt, wenn es nur genügend Idioten falsch machen"
Ich habe auch eine Rechtschreibschwäche, glaube aber nicht dass es unbedingt ein Problem der Bildung ist - die Regeln sind meiner Meinung nach zum Teil einfach unlogisch und inkonsequent (sage ich mal als mathe- und technikafiner Mensch).
Der angedeutete Zusammenhang zwischen Bildungsmängel und Idioten ist aber "gewagt" ;-).
Ausserdem ist die deutsche Sprache stetig im Wechsel: Der gute Carl F. Gauß hat damals noch ganz anderes Deutsch verwendet - so wie auch Schiller und Goethe. War meiner Meinung nach ein wenig konsequenter.

 
At 06 Dezember, 2009 14:01, Blogger Mick meint...

@bd: und wieso dann nicht konsequent Deutsch? Ich verstehe sowieso diesen Wahn nicht, daß einige Leute glauben unsere schöne sprache auf Teufel komm raus auslöschen zu wollen.
zu bildungsmangel: Du willst doch wohl nicht bestreiten, daß der Depenapostroph in den vornehm formuliert "bildungsfernen Schichten" (ich nenne die kurz einfach Idioten) weiter verbreitet ist, als bei Menschen, die lesen und Schreiben gelernt haben. Wenn ich deine Argumentation weiter denke, warum dann nicht einfach gar keine Regeln mehr aufstellen? Jeder schreibt wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Dann haben wir wieder Verhältnisse wie vor Konrad dudens Tagen, dessen großes Verdienst es ja gerade war, daß er unsere Sprache vereinheitlicht hat. Aber idese stete Änderung um der Änderung willen ist schon eine sehr deutsche Krankheit. Bei einem Engländer oder Ami löst du nur Kopfschütteln aus, wenn du denen erzählst wieviel Zeit und Geld darauf verwandt wird, z. B. das Esszett auszumerzen. Und völlig ohne Grund. Kein Schwege würde das Å anschaffen zu wollen. Kein spanier würde sich das Satzzeichen am Anfang des Satzes nehmen lassen. Nur wir verwenden Unsummen darauf permanent was zu ändern und zwar solange, bis niemand mehr weiß, was noch gilt und jeder schreibt wie er will. Dei Anfänge siehst du jetzt schon, es wird noch schlimmer werden.

 
At 06 Dezember, 2009 14:02, Blogger Mick meint...

@bd: und wieso dann nicht konsequent Deutsch? Ich verstehe sowieso diesen Wahn nicht, daß einige Leute glauben unsere schöne sprache auf Teufel komm raus auslöschen zu wollen.
zu bildungsmangel: Du willst doch wohl nicht bestreiten, daß der Depenapostroph in den vornehm formuliert "bildungsfernen Schichten" (ich nenne die kurz einfach Idioten) weiter verbreitet ist, als bei Menschen, die lesen und Schreiben gelernt haben. Wenn ich deine Argumentation weiter denke, warum dann nicht einfach gar keine Regeln mehr aufstellen? Jeder schreibt wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Dann haben wir wieder Verhältnisse wie vor Konrad dudens Tagen, dessen großes Verdienst es ja gerade war, daß er unsere Sprache vereinheitlicht hat. Aber idese stete Änderung um der Änderung Willen ist schon eine sehr deutsche Krankheit. Bei einem Engländer oder Ami löst du nur Kopfschütteln aus, wenn du denen erzählst wieviel Zeit und Geld darauf verwandt wird, z. B. das Esszett auszumerzen. Und völlig ohne Grund. Kein Schwede würde das Å abschaffen zu wollen. Kein Spanier würde sich das Satzzeichen am Anfang des Satzes nehmen lassen. Nur wir verwenden Unsummen darauf permanent was zu ändern und zwar solange, bis niemand mehr weiß, was noch gilt und jeder schreibt wie er will. Dei Anfänge siehst du jetzt schon, es wird noch schlimmer werden.

 
At 06 Dezember, 2009 14:54, Blogger bd_1979 meint...

@mick:
von wegen konsequent Deutsch.
Oftmals lassen sich Titel nicht richtig übersetzen, es wird zum Teil aber trotzdem gemacht (Film und Spiel). Sowas ist einfach bescheuert und unnötig.

In der deutschen Sprache gibt es so einige Dinge die ich nicht verstehe
Stein (sch-Laut)
Stern (sch-Laut)
Gestein (sch-Laut)
Gestern (ohne sch-Laut - andere Bedeutung aber gleich geschrieben)
Mit Logik hat das wenig zu tun.

Rechtschreibschwächen sind bei intelligenten Leuten durchaus weit verbreitet.
Deppenapostroph ist so ne Sache, den obigen Fall finde ich nicht falsch - was sonst so passiert/ensteht ist eher auf pseudo Hype Marketings Ideen zurück zu führen - die Leute haben zwar ein Knall ;-), aber als Idioten würde ich die nicht bezeichnen - Bildungsfern sind die meist auch nicht.

 
At 06 Dezember, 2009 18:09, Blogger Mick meint...

JEDER Titel läst sich völlig korrekt übersetzen. Man muss es nur sorgfältig machen. Nicht jeder Titel lässt sich wörtlich übertragen, dann muss man eben ein anderes Sprachbild benutzen, was eben in unserer Sprache gängiger ist. Und manchmal ist der Originaltitel auch einfach dämlich, weswegen man sich bei uns auch mal was Besseres ausdenken kann. Übersetzen ist eben etwas mehr Arbeit als eben mal zwischen Frühstücksbrunch und Lunch-Event den Babelfish anzuschmeißen.
Und ich bezeichne auch nicht Menschen mit angeborenen Rechtschreibschwächen als Idioten, sondern die, die sich nicht mal Mühe geben, es richtig zu machen, weil sie im Deutschunterrricht gepennt haben und außer der Bildzeitung nichts lesen.
Und glaub mir, Marketingabteilungen sind durchaus sehr häufig bildungsfern. Die kennen zwar die angersagtesten Modegetränke, aber was ein Relativsatz oder gar ein Adverb ist, können die dir nicht sagen.

 
At 06 Dezember, 2009 22:41, Blogger Lord Quinex meint...

@bd: Ich denke man spricht es nicht Ge-Schtern, weils dann einfach kaum noch vom Gestirn zu unterscheiden wäre, der Parallelbildung des Sterns zum Gestein.

Naja, Deppenapostroph fällt mir persönlich weniger auf. Aber wenn man sich mal anschaut, wie in den Medien die Sprache schlichtweg vergewaltigt wird, kommt einem die Galle hoch. Ich habe nichts gegen richtiges Deutsch oder richtiges Englisch, aber der Mischmasch klingt teilweise ziemlich scheußlich.

 

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