Dienstag, 12. Mai 2009

Spaß mit Spock und seiner Mutter

Der Weltraum... unendliche Langeweile. Wir schreiben das Jahr 2009 und ich muss zwei Stunden lang erdulden was Kirk, Spock & Co. so in ihrer Jugend getrieben haben. Das dachte ich zumindest, als ich mich heute in einem Münchner Lichtspielhaus verzweifelt fragte, wie ich die Zeit ohne Schaden an Geist und Seele zu nehmen, überstehen würde. Das hat man eben davon, wenn man leiblichen Verwandten leichtfertig Versprechen abgibt. Doch oh Wunder, der neue Star-Trekfilm ist wider Erwarten erstaunlich unterhaltsam. Vielleicht liegt es ja daran, daß ich normalerweise mit Raumschiff Enterprise nichts anfangen kann. Doch ich fand die Handlung recht witzig, es gab jede Menge Rummsbumms und man konnte der Handlung auch folgen, wenn man sich in den letzten 40 Jahren noch nie auf einen FanCon verirrt hat. Also ein schöner Spaß ohne langweiliges Föderationsgedöhns, der mehr Action bietet, als alle zehn Vorgängerfilme zusammen. Oder gründet meine Begeisterung doch vielleicht hauptsächlich auf den schönen Augen von Winona Ryder ...?

14 Comments:

At 13 Mai, 2009 00:41, Blogger Phan-Thomas meint...

Viel erstaunlich fand ich ja, wie es den Machern gelungen ist, eine Besetzung zu finden, die ihren Vorbildern aus den alten Filmen so sehr ähnelt. Dumm, dass gerade Kirk etwas sehr blass geblieben ist. Aber ansonsten schon ein launiger Film, das stimmt - wenn auch nicht so ganz das meine.

 
At 13 Mai, 2009 00:50, Blogger Herr Moor meint...

Schreiben wir nicht schon das Jahr 2009?... :)
Hmm, also auch empfehlenswert für Leute, die normalerweise mit der Serie oder den früheren Filmen nichts am Hut haben? Auch für Leute, die noch nie einer Folge der Serien oder einen Film gesehen haben? :D

 
At 13 Mai, 2009 11:10, Anonymous Anonym meint...

Ich will aber Kirk, Spock & Co. nicht in in ihrer Jugend sehen. Alleine die Tatsache, dass damals schon alle in der gleichen Konstelation zusammen waren, ist doch total lächerlich.

 
At 13 Mai, 2009 12:19, Blogger Mick meint...

@phan: stimmt, aber ich fand auch den Kirk ganz gut. Der hatte sogar Shatners Mimik und Gesten gut drauf.
@Moor: hmmm, ich glaube dann kapiert man tatsächlich nix und etliche Gags versanden völlig. Und ja, auch ich bin mittlerweile in diesem Jahr angekommen und habe das Datum reuig korrgiert ;-)
@anonym: Aber es ist doch unterhaltsam. Ist ja nur ein film und nicht das wahre Leben.

 
At 13 Mai, 2009 14:38, Anonymous K. Fromme meint...

Die Handlung war zwar etwas unoriginell, wieder mal Zeitreise, aber mir hat vor allem Eric Bana als Bösewicht gefallen.

@anonym: Natürlich ist das absurd, dass da alle schon zusammen sind, aber es ist ein Film. Bei 'Next Generation' war Riker ja auch immer 1. Offizier, obwohl er schon längst Captain hätte sein müssen.
Von den Ungereimtheiten in anderen Filmen ganz zu schweigen (Todesstern mit eingebautem Zerstörungsschacht).

 
At 13 Mai, 2009 17:56, Anonymous Stefan meint...

Ich fand den Film auch super. Und jetzt mal im Ernst ... man geht in einen Star Trek Film und dort starren Schauspieler auf Bluescreens, sprechen in obskure Plastikrequisiten und haben teilweise echt beknackte Kostüme, Frisuren und Schminke am Körper. Zudem gibt es der dortigen Militärhierachie folgende Dienstgrade: Fähnling (Ensign), Leutnant, Commander, Captain und Admiral, obwohl in der Sternenflotte 10.000 oder gar 100.000 von Menschen am Start sind.
Und dann ist es lächerlich, dass die Leute die Karriere von Anfang bis Ende gemeinsam verbringen? :-)

Naja, wegen dem hohen Realismusgehalt habe ich mir den nicht angeschaut. Man geht ja auch nicht in van Damme-Filme, um vor Rührung zu weinen.

 
At 13 Mai, 2009 21:29, Blogger DasDaniel meint...

@stefan: wie? nicht?? hm... xD
@mick: zu winona: BOAH, IST DIE ALT GEWORDEN!

 
At 13 Mai, 2009 22:03, Blogger Mick meint...

ach Quatsch, die ist noch nicht mal 40 und fällt für mich deshalb noch in die Kategorie Mädchen. Ich vermute mal, die Maske war nicht sehr nett zu ihr ;-)

 
At 13 Mai, 2009 22:10, Anonymous Sempai meint...

Mir geht es genauso. Bin ein Hardcorefan von Babylon 5 und konnte außer mit der neuen Enterprise nichts mit StarTrek anfangen. Aber der neue Film ist klasse.

 
At 14 Mai, 2009 22:44, Blogger Piano meint...

Uh, den wollte ich auch noch sehen. Obwohl...die Augen von Winona interessieren mich jetzt nicht so...

 
At 15 Mai, 2009 10:23, Blogger JohnnyJustice meint...

Tut mir leid, aber ich muss jetzt in die Suppe spucken.

Durch die Fanbrille ist der Film nahezu unerträglich, er löst das gegebene Versprechen nicht ein. Wir erfahren NICHTS über die Vorgeschichte zu Star Trek, wir erfahren wie die Geschichte verlaufen wäre wenn die Zeitlinie verändert worden wäre. Das ist in einem Science-Fiction Film natürlich nichts besonderes und absolut legitim. Aber es dient den Autoren nur als Vehikel sich nicht mit dem Star Trek - Kanon beschäftigen zu müssen. Sehr unelegant.

Objektiv betrachtet ist das natürlich ein sehr guter Unterhaltungsfilm, aber den Titel Star Trek hat er nunmal nicht verdient.

Ach und zu den Rängen: http://datenbank.oesf.at/index.php/StarTrek_R%C3%A4nge_Dress

 
At 15 Mai, 2009 11:03, Blogger Mick meint...

es ist natürlich völlig okay, wenn man sich als Fan darüber ärgert. Aber wie bereits gesagt: Star Trek ist eine Erfindung, also kann man sie auch umerfinden. Der Tod jeder Serie sind dogmatische, starre Regeln und Kodizes, die Autoren jeglichen Spaß an sowas vermiesen. Das hat D&D genauso getroffen wie Perry Rhodan und eben auch Star Trek, das in den letzten Jahren als Lizenz völlig unattraktiv war. In den 40 Jahren hat sich eben ne Menge Zeugs angesammelt, das mittlerweile nur noch sperrig und völlig überflüssig ist. Es wurde doch immer wieder bemängelt, daß der unbeschwerte Spaß der Original-Serie nie wieder reeicht wurde. Und das stimt doch. Wenn man erstmal über irgendwelche Föderationsdirektiven und ähnlich unsinniges Zeugs nachdenken muss, wenn man die Handlung praktisch schon starr vorgegeben hat, weil ja alles schon irgendwie bekannt ist, wenn sich keine gute Idee umsetzen lässt, weil irgendwo irgendwas mit irgendwem dann kollidiert, dann bleibt nur noch Langeweile im All übrig. Der aktuelle Star-Trek-Film ist tatsächlich der erste richtige Kinofilm, der größtenteils von der Serie unbelastet fröhlich Sachen machen konnte, die sonst unmöglich werden. In dem nicht alle Szenen statisch wie im Theater ablaufen, wo hinter jeder Ecke Action lauert, wo endlich mal was passiert![ACHTUNG, FÜR ALLE DIE DEN FILM NOCH SEHEN WOLLEN, JETZT KOMMT EIN SPOILER] Und eben mal so mit einem Handstreich die Vulkanier auszurotten, ist schon sehr spektakulär und mal eine echte Überraschung. Das sollte doch auch den alten Star Trekfans gefallen, wenn ihre alten Helden mal völlig neu operieren können, man nicht mit einem wissenden Lächeln eh schon alles weiß und dadurch auch mal wieder richtige Spannung aufkommt.

 
At 15 Mai, 2009 19:02, Blogger JohnnyJustice meint...

Natürlich stimme ich dir zu wenn du sagst das starre Regeln den Autoren Freiheit nehmen. Die Serie hatte einen Neustart nötig, die letzten beiden Filme waren katastrophal.

Meiner Meinung nach löste Enterprise (wenn auch erst ab der dritten Staffel) das Problem allerdings viel eleganter. Völlig schlüssig und überraschend wird erklärt, wieso die Klingonen in TOS keine Stirnwülste haben. Ganz ohne die gesamte Geschichte ad absurdum zu führen. Rick Berman hat das Franchise zerstört, keine Frage.

Nur scheint J.J. Abrams auch nicht die Lösung zu haben es den Fans UND der Masse recht zu machen.

Es sei Paramount gegönnt, wer bin ich denen vorzuschreiben wie sie ihre Drehbücher zu gestalten haben?
Ist ja auch fies son Franchise im Keller zu haben und nix damit anfangen zu können.

*SPOILER*
Dennoch, die Zerstörung von Vulkan regt mich sehr auf. Damit wird einer der besten Filme der Reihe, wenn nicht gar der Beste einfach aus der "Geschichte" gestrichen. Wie soll Spock auf Vulkan wiedergeboren werden wenn der Planet nicht mehr da ist?
*SPOILER ENDE*

Da haben die Herren Kurtzman und Orci einfach übers Ziel hinausgeschossen.

Freiheiten bei der Neugestaltung einer Serie sind wichtig, aber die Fans derart vor den Kopf zu stoßen ist einfach nicht in Ordnung. Dafür bezahl ich die nicht.

Das wäre wie: "Luke, Obi-Wan ist dein Vater."

 
At 15 Mai, 2009 19:27, Blogger Mick meint...

Und genau das wäre ebenfalls ein Knaller... allerdings einer, den nur Fans erkennen würden, dem Rest der Galaxie ist das wahrscheinlich völlig schnuppe.
Und die Spock-Sache: Genau das meine ich ja. Die gibts einfach nicht, war ja seinerzeit schon eine ziemlich blöde Sache mit "Ätsch, bätsch, der ist gar nicht tot." Man kann jetzt allesneu machen und hoffentlich unterhaltsamer als diese statischen Langeweiler von früher. Vor allem Picard und seine doofe Truppe sind mir mit ihrer "Wir lösen alles Konflikte friedlich"-Nummer ziemlich auf den KLeks gegangen. Dann der langweilige sisko, die nervige Janeway... Nee, das war wirklich nur was für Fans, jetzt wird es hoffentlich was für alle anderen. Und das erspart uns allen dann auch diese Typen mit ihren albernen Uniformen im Kino ;-)

 

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