Montag, 23. März 2009

Im Visier des Kopfgeldjägers

Was soll man von einem Headhunter halten, der sich mit den Worten »Können Sie frei sprechen oder ist Ihr Chef in der Nähe?« vorstellt, und auf meine Antwort »Ich bin der Chef« sofort wieder auflegt? Was erwartet denn der, wenn er beim Redaktionsbüro Michael Schnelle anruft und sich jemand mit dem Namen »Schnelle« meldet? Allerdings frage ich mich auch, welche Firma ihre Angestellten auf solche Art »zusammencastet«. Ich würde da nicht arbeiten wollen.

20 Comments:

At 23 März, 2009 16:26, Anonymous Sempai meint...

Lol. Mein Chef ist als Bürgermeister ja quasi nicht existent^^.

 
At 23 März, 2009 21:01, Anonymous Thearcadier meint...

Biste selbstständig?

 
At 23 März, 2009 21:03, Anonymous Hazamel meint...

Große Batteriehersteller, Automobilzulieferer usw. Ich kenn das nur aus der Industrie.Das Journalisten und die schreibende Zunft geheadhunted wird, ist ganz was neues.
Und spätestens wenn du geheadhunted wirst ist nach meiner Erfahrung der Verienst so gut, dass du da doch gerne arbeiten würdest.
Von der Tatsache, dass jemand von deiner Qualität und Existenz Kenntnis genommen hat ganz abgesehen

 
At 23 März, 2009 21:26, Blogger Mick meint...

@Thearcadier: yep, seit 2006
@Hazamel: So ungewöhnlich ist das in unserer Branche nun wirklich nicht. Im Laufe der Jahre wird man immer wieder mal von einem dieser Herrschaften angerufen. Nur habe ich absolut keine Lust auf Gespräche mit diesen Leuten. Wenn einer was von mir will, soll er sich gefälligst selbst melden. Gehaltmäßig ist man als Selbstständiger eh meist besser dran, wie ich in den letzten zweieinhalb Jahren festgestellt habe. Um mein Leben als Freiberufler aufzugeben, müsste das Angebot schon seeehr luktativ sein und zudem arbeitstechnisch interessant. Und selbst dann würde ich mir das wohl noch sehr genau überlegen.

 
At 23 März, 2009 21:56, Blogger Piano meint...

Hahaha! Der wusste nicht, dass es DER Schnelle ist ;-)

 
At 23 März, 2009 22:43, Blogger Mick meint...

Wahrscheinlich weint er sich heute abend in den Schlaf. ;-)

 
At 25 März, 2009 11:04, Blogger Chris meint...

:-) Wirklich amüsant. Ich finde auch, daß Selbständigkeit unglaubliche Vorteile hat. Zwar auch viel Druck, Kosten, allerlei Sorgen - aber keinen Chef, freie Entscheidung und echte Freude über eigenes "Verdienthaben", wenn man dann Umsätze macht.

Ich habe mal einen Mandanten einen Tag lang nicht erreicht, weil er dachte, ich wäre ein Headhunter, und nicht frei sprechen konnte. Ich bin nicht mal dazu gekommen, ihm zu sagen, daß ich sein eigener Anwalt war. Gewisse Verfolgungsangst gepaart mit Selbstüberschätzung vielleicht. Versteht sich, daß diese Geschäftsbeziehung nicht sehr lange gedauert hat.

 
At 25 März, 2009 12:02, Anonymous Anonym meint...

Also ich würde für so ne Firma arbeiten.... 8000 Euro im Monat, Firmenwagen, 20 STunden Arbeit die Woche, volle Altersbezüge, blonde Sekretärin....

 
At 25 März, 2009 13:55, Blogger Mick meint...

... und einen Chef, der die 25 Prozentige Rendite fordert und zwar sofort! Nee, lass mal, gutes Geld kann man auch auf redliche Art verdienen.

 
At 25 März, 2009 21:12, Anonymous Sempai meint...

Deswegen bin ich im öffentlichen Dienst. Wobei dort das Geld wohl redlich, aber selten verdient ist^^.Wobei ein Monatsgehalt für täglich 4 Stunden herumlaufen, unterhalten und surfen schon ok ist. Gibt ja auch noch Kaffee dazu.

 
At 25 März, 2009 22:35, Blogger Mick meint...

Du arbeitest nur 4 Stunden täglich??? Irgendwas mache ich bei meinen rund 50 Wochenstunden dabei wohl falsch...

 
At 26 März, 2009 09:56, Blogger Chris meint...

@anonym, WO gibt's nochmal die 8000 für 20 Stunden Arbeit?

und @sempai, Du bist SO fies! ;)

 
At 26 März, 2009 13:41, Anonymous GreenStorm meint...

Sempai - WO arbeitest Du denn ? O__O

 
At 26 März, 2009 15:43, Blogger Webtures meint...

Ich bin auch im öff. Dienst - Bereich Stadtmarketing. 10- bis 12-Stunden-Tage sind für mich eher die Regel... irgendwas mache ICH dann wohl falsch...

 
At 26 März, 2009 17:06, Anonymous Sempai meint...

Deswegen sollte man ja auch auf kleinen Kuhkaffverwaltungen arbeiten. Gibt zwar wenig Aufstiegschancen und nur 1200 €uro netto, aber sonst hat man einen ruhigen Tag und niedrige Lebenshaltungskosten. Also offiziell 39 Stunden in der Woche, aber mit Nebenbeschäftigungen effektiv nur die Hälfte. Man schiebt halt gemeinsam eine ruhige Kugel.^^

 
At 27 März, 2009 00:16, Anonymous Mash meint...

@sempai:
Braucht Ihr noch zufällig wen? ;)

 
At 27 März, 2009 00:50, Anonymous Anonym meint...

8000 Euro pro Monat für 20 Stunden Arbeit? Kein Problem...

Philosophie studieren, Seminare in "Corporate Social Responsibility" anbieten und sich wie ein Schneekönig freuen wenn alle (gestern noch sooooo schlauen)Bänker Schlange stehen weil die sich seit neustem mit Ethik-Fragen auseinandersetzen müssen...

Und ein Stundensatz von 100 Euro ist da noch günstig...

Merke: Aktuelles Marktversagen nutzen :-)

 
At 27 März, 2009 13:12, Anonymous Dietmar meint...

Mein Vorschlag: reich heiraten!

Ich habe mich 1997 aus dem Rat Race verabschiedet, da das kapitalistische Wirtschaftssystem auf meine Arbeitskraft locker verzichten kann.

Abitur, Zivildienst, abgebrochenes Chemie-Studium, erfolgreiche Umschulung zum Steuerfachangestellten... Aber unser Sohn kam zur Welt, als ich die Umschulung gerade beendete. Um anno 1997 stiegen die offiziellen Arbeitslosenzahlen erstmals auf 5 Millionen. Da war kein Job zu finden. Meine Frau hatte einen sicheren Job als Krankenschwester (übrigens auch eine Chemie-Studium-Abbrecherin).

Also wurde ich Hausmann. An meinem Job gefällt mir besonders die freie Gestaltung der Arbeitszeit. Ich werde nicht von sogenannten "Mitarbeitern" gemobbt oder von cholerischen Chefs als Fußabstreifer benutzt. An intellektuellem Input mangelt es auch nicht. Mit einem schulpflichtigen Kind kann man eingerostete Kenntnisse auffrischen und einiges an sozialen Kompetenzen dazu lernen.

Um Rentenansprüche muss man sich eh' jetzt noch keine Sorgen machen, da sich diese Gesellschaft unter dem Alterungsdruck der geburtenstarken Nachkriegsjahrgänge noch völlig unabsehbar verändern wird.

 
At 28 März, 2009 12:52, Anonymous Anonym meint...

@Sempai: Herzlichen Glückwunsch zu Deinem offenbar fantastischen Job.

Da freut man sich Steuerzahler doch mal wieder so richtig, dass das mühsam erarbeitete Geld nicht bei irgendwelchen faulen Staatsbütteln versickert...

/sarcasm off

 
At 31 März, 2009 09:52, Blogger Chris meint...

Dietmar, Du willst dem "kapitalistischen Wirtschaftssystem" den Rücken kehren und wirst *Steuerfachangestellter*? Das ist nett :-)
Und nichts gegen Schüler, aber ein kleines bißchen zusätzlichen intellektuellen Input mehr wünsche ich Dir dann doch noch.

 

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