Sonntag, 22. Februar 2009

Bad Boys

Derzeit reden Wirtschaftsexperten ja gern über die Schaffung eine »Bad Bank«. Aber wie wäre es mit einem »Bad Publisher«? Das wäre ein Unternehmen, das aus den Töpfen der gesamten Spieleindustrie finanziert würde. Ziel dieser Firma: Entwicklung von Spielen, die garantiert allesamt auf dem Index landen. Das müssten keine guten Spiele sein, sondern irgendein halbgarer Java-Müll, der nur dazu dient, die BPjM zu beschäftigen und völlig zu überlasten. Dann haben die keine Zeit mehr sich um richtige Spiele zu kümmern, und das Thema Indizierung wäre hierzulande mehr oder weniger vom Tisch. Gerade in Monaten, in denen echte große Titel anstehen, die eventuell auf dem Index landen könnten, würde dieser Bad Publisher hunderte Indizierungskandidaten auf den Markt schmeißen, die in der Entwicklung ja so gut wie nix kosten. Man könnte sogar überlegen, diese Spiele von geskripteten Bots in riesiger Zahl zusammenwürfeln zu lassen, die dann die Dinger auch gleich schön verteilen, damit die zuständigen Stellen, Jugendämter und andere wohlmeinende Mitbürger auch ja darauf aufmerksam werden. Chef des Unternehmens: Ich! Also, liebe Publisher, wie siehts aus? Ich halte euch die BPjM vom Hals und ihr bezahlt mich fürstlich dafür. Da haben wir beide was von.

6 Comments:

At 22 Februar, 2009 12:04, Anonymous pumpkinstrikes meint...

...und wenn das zdf deine machenschaften dann irgendwann aufdeckt, bist du jede woche das topthema in frontal 21. toll!

 
At 22 Februar, 2009 21:40, Blogger Mick meint...

ist doch egal, Hauptsache die BPjM wird kaltgestellt.

 
At 24 Februar, 2009 00:46, Anonymous picker meint...

verständnisfrage: muss nicht zu jeder prüfung erstmal ein antrag von einem privatmann gestellt werden? dann würden die das ja einfach ignorieren und die anträge halt nur noch für die perlen stellen. oder ist das nicht (mehr) so? wenn nicht: ich find die idee super, viel besser als den ganzen unrealisierbaren quark von kürzlich :)

 
At 24 Februar, 2009 12:50, Blogger Mick meint...

Dei BPjM prüft auf Antrag der Jugendämter. Einmal beantragt, MUSS sie eine Prpfung durchführen. Also muss man nur dafür sorgen, daß die einen Antrag stellen. Das geht leicht, indem ich als Geschäftsführer dieses Bad Publishers die Herrschaften einfach selbst darauf hinweise. Das ist narrensicher :-)

 
At 24 Februar, 2009 20:12, Anonymous EbonySoul meint...

Wenn aber nun die ganzen Bots sich um die BPjS kümmern, woher bekomme ich dann meine Addons und Stuffpacks für "die Sims" und "Spore"? Über die jährlichen updates meiner EA-Sports Spiele sollten wir auch noch reden.

 
At 26 Februar, 2009 08:46, Anonymous Dietmar meint...

Nix gegen eine "Bewahrung der Jugend vor Schund- und Schmutzschriften", aber es ist nicht einzusehen, dass Spiele ohne Jugendfreigabe trotzdem geschnitten werden. Hier handelt es sich im Vorfeld bereits um eine Selbstzensur der Verleger, um langwierige Auseinandersetzungen mit den Behörden zu vermeiden.

Dies ist die einzig relevante Folge der von den Jugendbevormundern losgetretenen Killerspieldebatte: Erwachsenengängelung.
Die Kids holen sich die Originalversionen eh' übers Netz, wenn die Eltern nicht aufpassen.

 

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