Freitag, 30. Januar 2009

Post vom Ajatollah

Als ich seinerzeit beim Joker Verlag angefangen habe, haben wir die von Leser eingesandten Komplettlösungen noch per Hand direkt vom Brief abgetippt. Da aber oft der Name des Lesers nur auf dem Briefumschlag stand, fügten wir beim Tippen meist zuerst Dummy-Namen ein, die wir dann am Schluß gegen die richtigen Bezeichnungen ersetzt haben. Bis auf ein einziges Mal. Deshalb stand im Heft: »Diese Lösung schickte uns Ajatollah Keitelfeltz aus Teheran.« Komischerweise hat sich nie jemand darüber beschwert. Wer noch alte Amiga Joker-Hefte hat, kann ja mal suchen, ob er den Ajatollah findet. Ich weiß nur noch, daß das in den frühen Heften vor 1994 gestanden haben muss. Ich bin echt gespannt.

47 Comments:

At 30 Januar, 2009 14:27, Anonymous Anonym meint...

Ich belege dich hiermit mit dem Dschihad!

 
At 30 Januar, 2009 16:36, Anonymous Pascal meint...

War das nicht unheimlich aufwändig, das ganze Zeug abzutippen?

 
At 30 Januar, 2009 17:18, Anonymous Mash meint...

@Pascal:
Ich durfte das auch machen, ebenso bei der PowerPlay. Da hatte nicht jeder eine Textverarbeitung. Oder ein Grafikprogramm, weswegen man dann handgemalte Karten im Layout hat nachbauen lassen.

 
At 30 Januar, 2009 18:03, Anonymous Anonym meint...

Verdammt, das war einige Zeit vor meinem regelmäßigen Heftkauf :/ . Aber wenn das heute passieren würde, gäbe es Morddrohungen ggen die Redis und ähnlich fanatische Rückmeldungen.

 
At 30 Januar, 2009 18:17, Anonymous Sempai meint...

Wo ist mein Name? O.o Der über mir war ich^^.

 
At 30 Januar, 2009 18:48, Blogger Mick meint...

@Pascal: ja klar, ein Spaß war das nicht. Musste aber leider gemacht werden.

 
At 30 Januar, 2009 18:49, Blogger Mick meint...

Internet gabs ja noch nicht, Emails auch nicht und die meisten schrieben einfach Briefe und schickten ihr Zeug so ein.

 
At 30 Januar, 2009 19:00, Anonymous Vivi meint...

Och nee, da soll jemand anderes suchen, die sind so schön archiviert auf dem Dachboden.
Zu alt für solchen Kram, ich Zockerweib... -__-

;)

 
At 30 Januar, 2009 19:56, Anonymous Anonym meint...

Wo ist Evil wenn man ihn braucht??

 
At 30 Januar, 2009 21:31, Anonymous Basileus meint...

Wir hatten ja nichts nach dem Krieg...

 
At 31 Januar, 2009 10:59, Anonymous Anonym meint...

Internet gabs noch nicht? LOL. Das gabs schon weit vor dieser Zeit. Aber für einige Zeitgenossen beginnt das ja erst Mitte der 90er ... ^^

 
At 31 Januar, 2009 11:28, Anonymous Scattered Mind meint...

@Anonym Wenn es nicht gerade Professoren waren, die dort Komplettlösungen eingeschickt haben, dann kann man in diesem Zusammenhang sehr wohl davon sprechen, dass es erst Mitte der 90er Internet bzw. das Privatpersonen zugängliche WWW gab.

@Topic

Sehr geile Geschichte. Zu schade, dass die ganzen alten Zeitschriften von mir vor zwei Jahren einem überfluteten Keller zum Opfer gefallen sind :-(.

 
At 31 Januar, 2009 11:55, Anonymous Anonym meint...

@Scattered: Das ist absoluter Unfug! Internet war auch Privatpersonen deutlich früher zugänglich. Man müsste sich halt nur auskennen ...

 
At 31 Januar, 2009 13:51, Anonymous hoschi meint...

Mitte der 90er hat erst der Boom angefangen, davor war es aber auch jedem möglich das Internet zu benutzen. Wircklich auskennen musste man sich mehr als heute aber auch nicht wircklich,

 
At 31 Januar, 2009 22:07, Anonymous Anonym meint...

Das Internet gibt es seit 1969 für die Nato, und seit 1982 für zivile Organe der westlichen Welt. Mainstream ist es seit 1993.

 
At 31 Januar, 2009 23:26, Anonymous Mash meint...

@Anonym:
Jaja, das Internet gab's dann eben schon. DVDs gibt es auch seit Mitte der Neunziger, und wer hatte sowas? Richtig, niemand.

Tatsache ist: im Internet Mitte der Neunziger nach Computerspiellösungen und -Cheats zu recherchieren, war da ein eher glückloses Unterfangen und hat eine geringe Rolle gespielt. Sind wir uns da einig?

 
At 31 Januar, 2009 23:29, Anonymous Dietmar meint...

Anfang/Mitte der 90er waren FidoNet und MausNet verbreitet. Mit dem Internet als Massenphänomen ging es doch erst in der 2. Hälfte der 90er los.

 
At 01 Februar, 2009 01:34, Anonymous Anonym meint...

Ich wiederhole mich ja ungern, aber aus eigener Lebenserfahrung weiss ich,dass das Internet, wie wir es heute kennen, spätestens seit 1995 existiert.

 
At 01 Februar, 2009 10:55, Anonymous Scattered Mind meint...

@der Anonym der @mich geschrieben hat

Klar konnte man das Internet vorher schon nutzen, aber wer hat es denn getan?! Einige wenige, die sich wirklich auskannten, aber nicht die breiten Massen. Wir sprechen hier von einer Zeit, in der wir gerade einmal im Millionenbereich weltweit sind. Glaubst du bei den paar Leuten würde es für eine gesamte Redaktion Sinn machen, Komplettlösungen in E-Mail Form zu verlangen? Nein. Zu dem Zeitpunkt sah die Bedeutung des Internets in Privathaushalten noch ganz anders aus, ergo war es zu diesem Zeitpunkt noch nicht von Bedeutung in Bezug auf das Thema dieses Blogeintrags.

Klar kannst du jetzt auf deine Zahlen pochen und schreien "Bäh, ich hatte aber schon Internet.", aber soll ich dir was sagen? Es interessiert mich ehrlich gesagt nicht. Ich bleibe dabei und sage: In Bezug auf das Thema hier (welches, nur zur Erinnerung, war, dass Komplettlösungen noch in Briefen eingetrudelt sind und abgetippt werden mussten, weil der Kommunikationsweg per E-Mail eben keine sinnvolle Alternative darstellte) ist es legitim, davon zu sprechen, dass es das Internet "nicht gab".

 
At 01 Februar, 2009 13:14, Anonymous Sempai meint...

Kann ich nur zustimmen. Selbst einige Freunde und Kollegen als Hardware- und Spielefreaks staunten Anfang der 90er, als ich ihnen was vom öffentlichen Internet erzählte. Die Etablierung fand doch erst Mitte der 90er statt, die Massenverbreitung sogar erst Ende der 90er mit den ersten Flatrates.

 
At 01 Februar, 2009 13:43, Blogger Mick meint...

@Anonym: Ah, darauf habe ich gewartet. Das Internet gabs schon vorher, das World Wide Web aber nicht. Davor konnte man hierzulande bestensfalls mit Compuserve ein paar gebührenpflichtige Foren absurfen oder sich in irgendwelchen Fidonetzen rumtreiben. Gemacht hat das niemand. Keiner verschickte Emails, Hompages gab es nicht, die meisten hatten nicht mal eine Textverarbeitung daheim von einem Akustikkoppler (wenn du dich daran noch erinnerst) ganz abgesehen. Zudem kostete das ein Schweinegeld plus horrende Telefongebühren. Selbst Verlage wie der Joker hatten sowas nicht. Also schrieb man eben Briefe, ob du das jetzt glaubst oder nicht!

 
At 01 Februar, 2009 18:00, Blogger Piano meint...

Und ich habe meinem damaligen Liebhaber noch gesagt: Schick die Komplettlösung NICHT ein. ;-)

 
At 01 Februar, 2009 18:11, Blogger Mick meint...

hattest du den Ayatollah vor oder nach Gadaffi? ;-)

 
At 01 Februar, 2009 18:54, Anonymous Dietmar meint...

Seit 1992 war ich im Fidonet. Bei der damaligen 8-Minuten-Taktung bin ich mit zwei Anrufen pro Tag bei meinem Host zum Preis von je 23 Pfennig mit einem 14.400er Modem finanziell nicht allzu stark belastet worden.

Das erste Mal im Internet gesurft habe ich wohl 1997/1998 per Uni-Standleitung. Ein Freund, der damals Server administrierte, hatte mich mal mitgenommen. Die damaligen Webauftritte bekannter Zeitschriften befanden sich noch im Aufbau.
Und die Zeiten mit Internet per Call per 56k-Modem reichten durchaus in dieses Jahrtausend.

 
At 02 Februar, 2009 10:35, Anonymous Anonym meint...

Interessant, wenn man so ahnungslos ist. Bereits Anfang der 90er war das WWW weit verbreitet - Unizugängen sei Dank! DSL war noch nicht vorhanden, aber alles andere schon lange.

 
At 02 Februar, 2009 11:19, Anonymous Mash meint...

@Anonym:
Das WWW existiert für die Öffentlichkeit exakt seit dem 30.04.1993.
Jetzt kannst Du Dir vorstellen, wie lange es wohl gedauert haben mag, bis daraus ein Massenphänomen geworden ist, öffentliche Zugänglichkeit heißt nämlich noch lange nicht "Mainstream". Wie gesagt, DVDs gibt's auch seit Mitte der Neunziger, und, seit wann ist das ein Massenphänomen?

Um auf den Ausgangspunkt zurückzukommen: nein, 1995 war es keine Alternative, im Internet nach Cheats und Lösungen professionell zu recherchieren. Weswegen wir damals in der Tat längere Texte abtippen mussten, weil die nicht per Mail, sondern per Brief kamen.

 
At 02 Februar, 2009 11:40, Blogger Mick meint...

@Anonym: Anfang der 90iger war das www also weit verbreitet? Du scherzt. Vor Mitte 1993 gab es gar kein www! Und selbst als es das gab, fehlte jeglicher Inhalt. Das geschah erst nach und nach so ab 1995 und das auch nur sehr zögerlich. Emailadressen hatte somit auch niemand und Briefe wurden per Hand sehr gern auf Rechenpapier geschickt. Wie gesagt, professionelle Verlage hatten ihre Internetzugänge erst sehr viel später, von Privatleuten ganz zu schweigen. Aber du in deinem Uni-Wunderland hast wahrscheinlich täglich Hunderte Mails geschrieben und dich gewundert, daß nie jemand geantwortet hat...
Ich bezweifle doch sehr stark, daß du damals dabei warst. Denn sonst würdest du nicht so einen Blödsinn behaupten.

 
At 02 Februar, 2009 23:32, Anonymous Anonym meint...

Uni-Wunderland? LOL, sorry, ihr blamiert euch beide gerade bis auf die Knochen. Das WWW gibt es bereits seit 1989, basierte aber größtenteils auf Text (z.b. durch Lynx nutzbar) und ab dem von euch genannten Zeitpunkt wurde es "offiziell", wurde zu diesem Zeitpunkt jedoch schon von Huntderttausenden genutzt. Und versucht nicht die Tatsachen zu verdrehen mit dem Hinweis, es ginge um "öffentlich". Mick hat oben geschrieben "Internet gabs damals noch nicht" und das ist einfach falsch. Schon allein deshalb, weil in dem Sinne Internet mit WWW gleichgesetzt wird, was doppelt falsch ist und Anfängern häufig passiert.

Emails gibt es sogar schon seit 1971 und diese ist schon deutlich länger "Mainstream" als ihr hier weißzumachen versucht.

 
At 03 Februar, 2009 00:31, Blogger Mick meint...

Schon als ich "Internet gabs damals noch nicht" geschrieben habe war mir klar, daß irgendein Klugscheißer widersprechen würde. Jedem anderen scheint klar zu sein, was ich damit sagen wollte. Nur du kommst hier mit weltfremden Haarspaltereien an, von wegen Emails, die schon 1971 verschickt wurden oder dem www, das außerhalb vom CERN wohl nur du bereits 1989 genutzt hast. Die Realität damals sah anders aus. Lass dir das von jemandem sagen, der damals schon alt genug war, um in einer technikaffinen Umgebung sein Geld damit zu verdienen. Ich weiß gar nicht mehr wieviele Artikel wir seinerzeit übers für die Leute neuartige Internet und alles was damit zu tun hat geschrieben haben. Das hätten wir nicht, wenn es kalter Kaffee von vorgestern gewesen wäre. Und ja, selbst Technikverlage wie DMV oder Markt & Technik verfügten 1993 nicht über Emailadressen oder eigene Homepages. Warum wohl, wenn es doch schon "Mainstream" war? Und ja, es ist durchaus legitim Internet und www synonym zu verwenden. 99 Prozent der Weltbevölkerung nutzen und kennen es nur so. Aber wie gesagt, ich vermute mal, du warst damals nicht dabei, kennst die Welt nur von Wikipedia und vertreibst dir die Zeit mit spitzfindigen Debatten um Kaisers Bart.

 
At 03 Februar, 2009 08:35, Anonymous Sempai meint...

Lass ihn doch, Mick. Wieder so ein kleines Licht, dass meint, er wäre das Ultimativum, weil er das Internet schon länger kennt als andere. Solche Leute habe ich auch als Kollegen (merkwürdigerweise alles EDVler) und da hilft auch nur eines: Lächeln, umdrehen, weggehen und alleine lassen in ihrer Traumwelt mit ihrer Allwissenheit.

 
At 03 Februar, 2009 08:52, Anonymous Mash meint...

@anonym:
Ahnungslos ist hier genau einer. Bitte lesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/World_Wide_Web

So. Wie gesagt, ab dem 30.04.1993 für die Öffentlichkeit freigegeben. Nur weil irgendwer in Feuerland was nach Zimbabwe marconigrafiert hat, ist das noch kein Mainstream, und von nichts anderem war hier die Rede.

Wir sehen also: blamieren tut sich hier genau einer, der seinen Namen nicht nennen will und erzählt, dass 1995 - und um nichts anderes gings hier - Leute Briefe und keine Mails geschickt haben.
"Hunderttausende" sind im Hinblick auf 7 Milliarden Menschen auf dem Planeten kein Mainstream, ich bin mir sicher, Du findest genauso viele Leute, die Klingonisch können. Und trotzdem würde ich meinen, das wäre kein Mainstream.

 
At 03 Februar, 2009 10:26, Anonymous Anonym meint...

Wie immer: Die beiden Brüder würden niemals auch nur ansaztweise zugeben, dass sie im Unrecht sind. Mit euch zu diskutieren ist zwecklos!

Ich könnte jetzt alle eure halbseidenen "Argumente" widerlegen (1995 gab es keine 7. Mrd. Menschen usw.) und mich damit auf euer Diskussionsniveau begeben - mache ich aber nicht. Ich wusste ja schon vorher, dass ihr auf meine Fakten nur ausweichend oder gar nicht eingeht. Das hat bei euch ja praktisch System. Viel Spaß noch in eurer pseudo-intellektuellen Traumwelt.

 
At 03 Februar, 2009 11:10, Blogger Mick meint...

lol, halbseidene Argumente. Sowas nennt man Erfahrung. Aber wozu sich mit dem echten Leben abgeben, wenn man doch son nutzloses Datenwissen hat?
@sempai: seufz, recht hast du. So Typen kenne ich leider auch. Das Interessante daran: Die glauben jedem Wetterbericht im Internet mehr als einem Blick aus dem Fenster...

 
At 03 Februar, 2009 11:16, Anonymous Mash meint...

@anonym:
LOL, welche Fakten? Die Behauptung war, Mitte der 90iger hatten kaum Leute Internet, und deswegen hätte man halt alles eintippen müssen.
Internet war Mitte der Neunziger kein Mainstream.
Und das ist nach wie vor einfach mal nachprüfbar wahr. Halbseiden ist das, was du hier erzählst. Ist dir schonmal aufgefallen, dass Dir nicht nur "die beiden Brüder" widersprechen? Und keiner Dir beipflichtet?

 
At 03 Februar, 2009 16:21, Anonymous picker meint...

merke:
- ein "lol" wird umso intesiver, je größer man es schreibt
- ein argument wird umso glaubwürdiger, je öfter man es wiederholt
- ein anonymer spinner wird umso trolliger, je mehr man ihn füttert

schade eigentlich. ich dachte, ich könnte hier tatsächlich jemanden finden, der einen im blog genannten artikel findet. leider fand ich hier nur krümelkacke von einem feigen anonymous, der noch nicht mal ordentliche argumente bieten kann. manchmal frage ich mich, warum jemand bereit ist, so viel energie und zeit in so sinnlose beiträge zu investieren. wahrscheinlich nur, um sich zu profilieren oder zu trösten, dass ihn auch im echten leben keiner ernst nimmt. armes würstchen.

 
At 03 Februar, 2009 16:22, Anonymous Dietmar meint...

Ich habe mal auf meiner c't-DVD nachgeschaut und in der Ausgabe 02/1993 einen Grundlagenartikel von Kristian Köhntopp gefunden zum Thema "Struktur und Dienste des Internet".

Da ist durchaus die Rede davon, dass "Millionen Menschen es jeden Tag benutzen." Weiterhin heißt es:

"Viele bekannte Firmen sind im Netz durch Mitarbeiter oder sogar mit einer Support-Adresse vertreten. Darunter sind so illustre Namen wie Motorola, Intel, AT&T, Microsoft, Borland, Seagate, Prime, NeXT, SUN, DEC, IBM, Commodore, Atari und viele andere mehr, darunter auch zahllose kleinere Firmen. Auch sind fast alle Universitäten in den meisten Ländern direkt zu erreichen. (...) Mit Mail ist es möglich, private Nachrichten an Personen zu verschicken. Auf dem Internet gibt es einen anderen Dienst, News, der es erlaubt, öffentliche Nachrichten an Sachgruppen, sogenannte Newsgroups, zu adressieren. (...) Insgesamt gibt es weit über 2500 verschiedene Newsgroups mit einem Themenspektrum, das von Computerthemen über Wissenschaft, Hobby, politische Diskussion bis hin zu bloßem Jux reicht. Typische Laufzeiten von Nachrichten in einer Newsgroup liegen dabei in der Gegend von sechs bis zehn Stunden."

Und jetzt zur Verbreitung in Deutschland:

"Ein Anschluß ans Internet ist derzeit jedoch eine teure Sache, falls man nicht gerade Student an einer Universität mit freiem Zugang zum Internet ist. Wer immer Internet anbietet, muß eine Standleitung oder etwas mit ähnlicher Charateristik unterhalten. Dabei kann es sich um eine Datex-P-, ISDN- oder Modemstrecke handeln. Der Betreiber dieser Strecke wird natürlich versuchen, seine Kosten auf die Nutzer umzulegen. Im Endeffekt liegen die Kosten für vernünftig nutzbaren Internet-Anschluß derzeit bei etwa 50 DM im Monat mit starken geographischen Abweichungen.
In Deutschland gibt es drei verschiedene Anbieter, die Internet-Dienste verkaufen können. Diese sogenannten Provider sind jedoch nur für kommerzielle Kunden und Institutionen interessant. Es handelt sich um die EUnet Germany GmbH in Dortmund, XLINK in Karlsruhe und den DFN Verein in Berlin (Deutsches Forschungsnetz, Ansprechpartner für Universitäten und Forschungseinrichtungen). Für Privatpersonen ist eher der Individual Network e. V. (`das IN´) interessant. Dieser Verein hat bei zweien dieser drei Anbieter das Recht gekauft, deren Internet-Leitungen zu benutzen und dieses Recht an seine Mitglieder weiterzugeben. Auf diese Weise kann das IN seinen Mitgliedern einen günstigen Zugang ins Internet verschaffen, wenn diese die dazu notwendige Infrastruktur vor Ort organisieren können."

Wir reden hier von einer Zeit, wo 14.400er Modems als Highspeed galten und die preiswertesten dieser Geräte laut einem Test in der gleichen c't etwa 600 DM kosteten.

 
At 03 Februar, 2009 16:38, Blogger Piano meint...

@Mick: Davor!

 
At 03 Februar, 2009 17:04, Anonymous Sempai meint...

@Dietmar:
Und genau DAS klingt nicht gerade nach Mainstream und Alltag. Wer war denn als Privatperson so drauf und kaufte für hunderte Euroso ein "Modem" und zahlte 50 DM, um ein wenig herumzusurfen (auf den wenigen Homepages)? Selbst Hardcore-Nerds steckten das Geld lieber in einen neuen Windows PC oder eine der neuen Konsolen zu der Zeit.

 
At 03 Februar, 2009 17:48, Blogger Mick meint...

@Dietmar: Allesamt Hightechfirmen, die auf die eine oder andere Weise direkt mit dem Internet und den dafür benötigten Geräten zu tun haben. Ansonsten gabs Newsgroups für Hardcore-Experten und eine Handvoll Freaks. 2500 sind nun wahrlich nicht sonderlich viele. An der normalen Öffentlichkeit ging das Internet komplett vorbei, war auch deutlich zu schwer zu bedienen und bor Normalsterblichen auch kaum Inhalte, die den Besuch gelohnt hätten. Es ist doch sehr bezeichnend, daß eine Hardcore-Fachzeitschrift wie die ct ihrer Leserschaft solche Artikel anbietet. Offensichtlich bestand also sogar in der Fachwelt der ct-Leser ()die nun wahrlich weit vom Mainstream entfernt sind) Aufklärungsbedarf. Und wie gesagt, wer damals dabei war weiß, daß kein normaler Mensch damals Zugang zu Emails oder Internet hatte. Wie sonst wären die Waschkörbe voller Post zu erklären, die unsere Redaktion damals jede Woche erreichte?

 
At 03 Februar, 2009 18:49, Anonymous Dietmar meint...

Ich kann aus persönlicher Erfahrung dazu nur sagen, dass ich während meiner Zeit an der Uni (also bis 1993) keinen Zugang zum Internet hatte, dass aber ich und eine Reihe damaliger Kommilitonen bereits im FidoNet waren. Angefangen habe ich mit einem gebraucht gekauften Telefonmodem mit 1200 oder 2400 Baud, mein Computer damals war ein Atari ST.
Im Prinzip konnte man damit genau das machen, was man damals auch im Internet machen konnte. Also Mails verschicken (sogar mit Dateianhängen) und in Newsgroups (die nannten sich "Echos") diskutieren.

Mit dem Internet, wie wir es heute kennen, ging es erst richtig los, als es massentaugliche Browser für die gängigen Betriebssysteme gab. Die ersten Versionen von Netscape Navigator und Internet Explorer datieren laut Wikipedia auf etwa 1995. Und zu der Zeit fing es dann auch an, dass in TV-Sendungen ganz stolz die Homepageadressen eingeblendet wurden. Damalige Websites kann man aber mit heutigen Webauftritten nicht vergleichen. Selbst für Bilder waren die Datenübertragungsraten im privaten Bereich viel zu niedrig. Die Übersetzung von WWW als "WeltWeites Warten" stammt aus der Zeit.

Mick und die anderen hier aus der Computer(spiele)branche können sich sicherlich daran erinnern, wann ungefähr die ersten Websites der Spielemagazine eingerichtet wurden.
Kurze Recherche: eine E-Mail-Adresse hat die Gamestar erstmals in Ausgabe 11/1997 angegeben, die Website www.gamestar.de taucht erstmals im Impressium der Ausgabe 03/1999 auf. Und das immerhin bei einer Computerfachzeitschrift.

 
At 03 Februar, 2009 20:48, Anonymous picker meint...

dietmar: dass die erste mailadresse beim gamestar erst 11/97 angegeben wurde, liegt daran, dass das auch das erste heft war :)

 
At 03 Februar, 2009 21:26, Anonymous Sempai meint...

@Picker:
Das stimmt aber nicht. Der erste GameStar war Heft 10/97, die Nullnummer vom Sommer außen vor gelassen.

 
At 03 Februar, 2009 22:36, Anonymous Dietmar meint...

@Sempai

Richtig! Da ich zeitweise einen Premiumaccount hatte, habe ich mir irgendwann sämtliche Hefte als pdf heruntergeladen. Da kann ich schneller was nachschlagen, als wenn ich die alten Hefte aus dem Keller hole.
Weder in der Nullnummer noch in der 10/97 habe ich eine E-Mail-Adresse gefunden.

 
At 03 Februar, 2009 22:54, Anonymous picker meint...

ui. ich gebe mich geschlagen. hab eben nochmal nachgesehen und tatsächlich 10/97 als erstes heft ausgemacht. da war hexen2 ganz groß und es gab theme park als vollversion :)

btw: es gab ne nullnummer? wusst ich gar nicht. war das eine testausgabe?

 
At 03 Februar, 2009 23:12, Anonymous Dietmar meint...

@picker

Ja, die Nullnummer hatte einen Umfang von 16 Seiten. Meines Wissen konnte man die auch mal kostenlos auf www.gamestar.de herunterladen.

Es gab eine Preview zu "Pandemonium", einen Test zu "Dungeon Keeper", die Komplettlösung für die Zusatzmissionen von "Warcraft 2: Beyond the Dark Portal" sowie ein Interview mit Brett Sperry von Westwood.

 
At 04 Februar, 2009 14:54, Blogger Chris meint...

off-topic, entschuldige bitte; nur weil ich weiß, daß Du auch großer Puzzle Quest-Fan bist: Es gibt die neue Demo vom Nachfolger! Siehe hier http://www.gamersglobal.com/news/1601

 
At 12 Februar, 2009 23:02, Anonymous Anonym meint...

Das erste Mal im Internet war ich im April 1996. Mainstream war das damals wirklich nicht. Mit einem 15k Modem war das viel zu langsam für mainstreamtaugliches surfen wie man es heute kennt. Und was die Telekom damals für den Zugang verlangt hat war der absolute Wahnsinn. Ich hatte 2 Mal eine Rechnung über 300 DM, danach bin ich ausschliesslich über die Uni ins Netz gegangen, oder wenn es mal dringend war in einem Internet-Cafe im Kölner Kaufhof oder Karstadt für 3 DM die halbe Stunde.

Meine allererste Email habe ich übrigens '97 an die Gamestar geschrieben, und bereits nach wenigen Minuten Antwort bekommen. Das war damals für mich ein totales Schlüsselerlebnis. Kann man sich heute wahrscheinlich gar nicht mehr vorstellen, aber mich hat die Schnelligkeit dieser neuen Kommunikationsform total von den Socken gehauen.

 

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