Sonntag, 25. Januar 2009

Hätte Gerhard Schröder...

... auf Frederick Forsyth gehört und das hier getan, wäre er vielleicht jetzt noch an der Macht. Herrlicher Kommentar älteren Datums des Bestsellerautors aus dem Stern. Und alle Fans der Political Correctness werden sich garantiert an seinem offenen Brief an Günther Oettinger erfreuen.

77 Comments:

At 26 Januar, 2009 10:39, Anonymous Das Trio meint...

"Ich lehne die Political Correctness auch deshalb ab, weil sie sich als Glaubensbekenntnis der Toleranz vorzustellen versuchte, doch zum genauen Gegenteil pervertiert ist. "

Richtig - doch wurde sie von genau solchen Konservativen wie Forsyth pervertiert.

"Ein bedeutender britischer Konservativer sagte einst..."

Das Zitat ist uralt und wurde schon von allen möglichen Leuten gebraucht.

"Nazismus, Faschismus und Kommunismus.[...] sie sind einer Political Correctness verpflichtet"

Von der Gleichsetzung mal absehen ein toller Schachzug, die PC gleich mit diesen Ideologien zu verbinden. Eine tolle Diskussionsgrundlage.

Das Wirtschaftswunder wäre sicherlich auch ohne Adenauer und Erhard gekommen.

Auf Menschen stolz zu sein, die irgendwann zufällig hier geboren wurden oder sein "Vaterland" zu lieben zeugt eher davon, dass man sonst nichts hat zum Lieben oder Stolz drauf sein.

Das gilt natürlich ebenso in die andere Richtung (sich für Dinge zu schämen zu denen man nichts beigetragen hat).

 
At 26 Januar, 2009 11:07, Anonymous Mash meint...

>Das Wirtschaftswunder wäre sicherlich auch ohne Adenauer und Erhard gekommen.<

Nein, sie haben mit der sozialen Marktwirtschaft erst die Grundlagen dafür geschaffen. Die SPD war zu dieser Zeit noch auf dem Sozialismus-Moskau-Annäherungs-Trip und hätte mit entsprechender Wirtschaftspolitik das schon unterbunden.

>Auf Menschen stolz zu sein, die irgendwann zufällig hier geboren wurden oder sein "Vaterland" zu lieben zeugt eher davon, dass man sonst nichts hat zum Lieben oder Stolz drauf sein.<

Eine Nation ist identitätsstiftend, und Menschen identifizieren sich über Identität. Das Gleiche gilt für Fussball, Religion, Geburtsort usw.
Was jeder der vermeintlich so freien Linken immer vergisst, dass auch er zu genau so einer Gemeinschaft gehört.
Das Problem ist nur, dass man mit Nationalismus immer gleich dumpfe, braune Gesellen in Verbindung bringt.
Doch: nur weil man seine Heimat liebt, gibt man nicht sein Gehirn am Eingang ab.

 
At 26 Januar, 2009 12:41, Blogger Mick meint...

@Trio: Inwiefern hat denn der Herr Forsyth die political correctness pervertiert? Der schreibt doch hier niemandem vor, was er denken soll und was nicht "political correct" ist. Heutzutage existiert doch leider diese "political correctness"-Schere in den Köpfen der meisten Deutschen. Und genau das prangert Forsyth völlig zurecht an.
Zum Rest hat Mash ja schon kompetent Stellung bezogen.

 
At 26 Januar, 2009 12:59, Anonymous hoschi meint...

sinnloses Euro-Bashing. Komischerweise ist der Euro die stärkste und stabilste Währung auf der Welt und hat uns (mit anderen Faktoren) in den letzten Jahren einen kräftigen Aufschwung beschert. Aber das tut ja nichts zur Sache...

 
At 26 Januar, 2009 13:20, Anonymous Mash meint...

@hoschi:
Das wiederum fand ich auch recht daneben, die Engländer sehen ja gerade, was sie davon haben, an der eigenen Währung festzuhalten.
Naja, zumindest dürfte amazon.co.uk noch so viel nach Europa exportiert haben. ;)

 
At 26 Januar, 2009 13:47, Anonymous Sempai meint...

Von Eurobashing halte ich auch nichts. Eine stabile Währung, die den Namen "Teuro" nicht verdient, da die Preissteigerungen auch so gekommen wären.

 
At 26 Januar, 2009 13:51, Blogger Mick meint...

@hoschi: Mit der D-Mark waren wir Exportweltmeister, jetzt sind wir es immer noch. Da hat sich nur wenig geändert. Wir haben nur von der Schwäche des Dollars profitiert und das wäre mit der D-Mark garantiert dasselbe gewesen. Eine richtige Diskussion über Für und Wider der neuen Währung darüber fand ja nicht statt. Die wurde einfach verordnet. Hauptsächlich hat tatsächlich Frankreich davon profitiert, wie generell in der EU. Und wie Forsyth schon sagt: Schröder (und natürlich jeder andere deutsche Bundeskanzler) ist seinen Wählern verpflichtet, nicht seinen Amtkollegen in anderen Ländern. Es gibt wirklich keinen Grund, warum wir griechischen Tabak oder italienische Weinberge subventionieren. Ich bin generell kein Freund der EU. Man kann ja miteinander Handel treiben, aber dazu muss man ja nicht unbedingt miteinander ins Bett gehen.

 
At 26 Januar, 2009 13:55, Blogger Mick meint...

und fast überall wo es freie Abstimmungen gibt, haben sich die Leute gegen die EU entschieden. (bzw. stellvertretend gegen diese merkwürdige "Verfassung") Die anderen Länder haben sich dann gar keine Volksabstimmung mehr getraut. Bei uns mißtraut man dem Volk ja sowieso generell, weshalb sowas in unserer Verfassung nicht mal vorgesehen ist. Soviel zum Thema Demokratie.

 
At 26 Januar, 2009 15:04, Anonymous Heiner Geißler meint...

Wer heutzutage immer noch glaubt, der Oettinger hätte das Deutschlandlied nicht im "pervertierten Sinne" der NS-Zeit gesungen, dem kann wohl auch nicht mehr geholfen werden... ;)

 
At 26 Januar, 2009 15:29, Anonymous hoschi meint...

und Bayern subentioniert in Deutschland auch Bereiche in anderen Bundesländern. Gehört deswegen Deutschland abegschafft ? Nein. In einer Gemeinschaft gibt es halt immer einen großen Topf der für alles mögliche hergenommen wird.Da sind aus unserer Sicht weniger sinnvolle, aber auch sinnvolle Subventionen dabei,von denen wir Deutsche sehr profitieren.
Deswegen die EU als nicht notwendig hinzustellen ist doch Schmarn. Die EU ist das Beste was Europa jemals hervorgebracht hat. Ohne diesen Verein würde kein europäischer Staat in der Globalisierung mehr mithalten können. Alleine schon die europäischen Gesezte an die sich alle halten müssen sind Gold wert.
(Europäisches Wirtschaftsrecht usw.)

Was die Euro-Diskussion angeht. Jetzt kommen wieder die ewig gleichen Argumente der Euro-Gegner: Alles was gut ist am Euro, hätte es bei der D-Mark auch gegeben, und alles was schlecht ist, wäre bei der D-Markt nicht der Fall gewesen. Toll.

 
At 26 Januar, 2009 16:36, Blogger Mick meint...

@Heiner: auf welche Erkenntnisse stützt du dich dabei?
@hoschi: Wie gesagt, eine Wirtschaftsgemeinschaft muss bei weitem nicht so eng verzahnt werden, wie es in der EU derzeit geschieht mit einem völlig übertreibenen Regulierungswahn.
Wegen Euro: Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Der Euro ist toll, weil er eben toll sein muss. Ich habe nicht das Gefühl, daß Deutschland so schlecht dran war, daß wir den Euro gebraucht hätten. Und welche Gesetze genau haben uns denn so weit nach vorn gebracht? Vereinbarungen zwischen Ländern kann man jederzeit treffen ohne gleich einen einheitlichen Wirtschaftsraum zu schaffen, den die Mehrheit der Bevölkerung nicht haben will.
Stichpunkt Globalisierung: Wieso tut eigentlich jeder so, als wäre die Globalisierung was Neues? Die hat es schon immer gegeben. Schon im 19 Jahrhundert beschwehrten sich englische Werkzeugmacher über die Dumpingkonkurrenz aus Deutschland. Damals waren wir so etwas wie die Chinesen heute: Wir produzierten Ramschware zu Dumpingpreisen. Daher kommt bekanntlich auch das "Made in Germany"-Siegel, das eigentlich mal ein Kainsmal war. Warum sollten wir heute nicht mithalten können? Japan kann das doch auch, ohne eine eigene EU dafür zu brauchen. Wäre die EU samt Euro nicht das Steckenpferd vom alten Kohl und seinem Adlatus Mitterand gewesen, gäbe es heute noch die D-Mark und niemand würde den Euro vermissen. Aber wie gesagt, diese notwendige Diskussion wurde hier nie geführt, alles wurde uns übergestülpt und jetzt wundern sich alle, daß die EU-Verfassung überall durchfällt.

 
At 26 Januar, 2009 19:05, Anonymous Mash meint...

@Heiner:
Wer in Oettinger einen Alt-Nazi vermutet, dem kann auch nicht mehr geholfen werden ...

 
At 26 Januar, 2009 23:36, Blogger Flo_the_G meint...

Die europäischen Gesetze sind doch wirklich super. Wo wären wir bloß ohne Gurkenkrümmungsverordnung und Glühbirnenverbot? Kein Wunder dass die attische Demokratie seinerzeit untergegangen ist, ohne solche revolutionären Gesetze die dafür sorgen dass wir global mithalten können.

Wie dem auch sei, wenn ich "political correctness" schon sehe bekomme ich immer Appetit auf einen Negerkuss...

 
At 27 Januar, 2009 10:53, Anonymous hoschi meint...

Wer hinter europäischen Gesetzen nur Gurkenkrümmungsverordnung und Glühbirnenverbot kennt hat keine Ahnung wie wichtig das alles ist.

 
At 27 Januar, 2009 11:20, Blogger Mick meint...

Dann nenn mir doch einen einzigen guten Grund (also einen, der uns auch echte pekuniäre Vorteile bringt), weshalb die EU für uns so wichtig ist, der nicht mit ganz normalen Handelsverträgen zwischen zwei Staaten auch zu regeln wäre. Nur einen!

 
At 27 Januar, 2009 12:39, Anonymous Anonym meint...

Wer sich mal näher über EU und Euro informieren will, sollte das letzte Buch von Altkanzler Schmidt lesen:
"Ausser Dienst". Sein Fazit, kurz und knapp: Wir sollten froh sein, dass wir sie haben.
Mit der EU ist es hält so wie im Kalten Krieg. Jeder einzelne Staat in Westeuropa hatte der Sowjetunion konventionell nicht viel entgegen zu stellen. Die NATO aber war für die Sowjets auf Augenhöhe. Und am Ende hat die NATO sie zu Tode gerüstet.
Die heutige Zeit erlebt einen neuen Kalten Krieg der Ökonomien. Die schon seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden "eng verzahnten" Ökonomien, wie z.B. China und Indien sind auf dem Sprung nach ganz vorne. Ihr Ziel ist es langfristig unseren schönen
Wohlstand auch nach Asien zu transferieren. Leider bedeutet das für Europa, dass hier der Wohlstand
deutlich abnehmen wird. Nur eine starke EU, mit mehr als 500 Millionen Menschen, kann hier ein Gegengewicht zu diesen zukünftigen ökonomischen Supermächten darstellen. Ohne EU würde China die einzelnen europäischen Staaten gegeneinander ausspielen können. So aber kann die EU die chinesischen Importe in die EU begrenzen, oder aber den Chinesen mit Handelssanktionen drohen, wenn sie wieder ihre Märkte abschotten.
Ohne Euro würden die alten euopäischen Devisenkurse, gerade in der aktuellen Situation, Achterbahn fahren (siehe englisches Pfund).
Zum Schluss noch etwas zu Forsyth.
Er ist ein stockkonservativer Engländer, der noch in den Zeiten des Britischen Empire lebt. Eine Zeit als das Britische Pfund die Weltwährung war. Er lebt nicht im Hier und Jetzt. Aber so sind wohl noch die meisten Briten. In einer aktuellen Umfrage der BBC, wollen
90% der Briten, auch dann wenn das Pfund noch deutlich mehr gegenüber dem Euro an Wert verliert, am Pfund festhalten. Die Schotten sind übrigens mehrheitlich für den Euro.
Ein ehemaliges Führungsmitglied der britischen Notenbank nennt seine
Denkschrift: "Reykjavik an der Themse?" -Führt den Euro ein,um Schlimmeres zu vermeiden.
Nur, wollen wir denn wirklich ein
bankrottes Königreich aufnehmen.
Sie reissen ja alle Beitrittskriterien. Die Antwort lautet langfristig : ja! Aber bis dorthin lasst sich noch ein Weilchen zappeln. Auf Knien will ich sie in Brüssel sehen. Unconditional surrender.

 
At 27 Januar, 2009 13:29, Blogger Mick meint...

Nochmal: Was kann die EU, was zusammenwirkende Einzelstaaten nicht könnten? Dazu braucht man keine einheitliche Währung und schon gar kein einheitliches Gesetzeswerk, das den jeweiligen Einzelstaaten alles andere als gerecht wird. Und am wichtigsten: Die Mehrheit der Bevölkerung will es nicht! Leben wir nun in einer Demokratie in der das Volk bestimmt oder sollen uns Leute wie Helmut Schmidt vorschreiben, wie wir zu leben haben, über den man übrigens ebenso wenig Schmeichelhaftes sagen kann, wie du über Herrn Forsyth. Wobei ich nicht sehen, woher du deine Infos nimmst, dass der Mann ein verstaubtes Weltbild hätte. Als ehemaliger Reuter-Journalist, der jahrelang hier gelebt hat, kennt er Deutschland und die Deutschen, wie auch den Rest Europas sehr gut. Seine Bücher sind ein Musterbeispiel akribischer Recherche. Lies z. B. mal seinen Roman "Der Rächer" und du erfährst mehr über die Hintergründe des Jugoslawienkonflikts, als in sämtlichen Sachbüchern zum Thema.

 
At 27 Januar, 2009 18:25, Anonymous hoschi meint...

Sorry, aber man merkt, du hast dich mit der europäischen Wirtschaftsunion bzw EU noch nie wircklich auseinandergesetzt. Schon mal dran gedacht, dass vor allem der Handel und das Rechtssystem ohne eine EU zwischen den Mitgliedsstaaten überhaupt nicht funktionieren würde.
Es gäbe nur Streitereien und Ahnungslosigkeit wie man in Problemfällen vorgehen sollte. Kauft Firma A aus Dtl bei Firma B aus Italien Weine ein und Firma B liefert nur mangelhafte Ware dann braucht es gewisse Regelungen wie man das Problem löst und wer schuld ist. Da kommt die EU bzw deren Gesetze ins Spiel und die Sache ist gegessen. Kaufst du beispielsweise für hunderte Euros Waren aus zB Jamaika ein, dann ist dein Geld weg wenn sie einfach nicht liefern, weil es keine brauchbaren Regelungen gibt und deutsche Gerichte in Jamaika nichts zu sagen haben. nur mal so als Negativ-Beispiel. In anderen Bereichen ist es genauso.
Und die Ganze Thematik hat mit "Mehrheit der Bevölkerung" und Volksentscheide gar nichts zu tun.
Frag das Volk ob es Steuern zahlen will und man erhält ein klares Nein. Das ganze Land würde kaputt gehen, nur weil das Volk es ja so gewollt hat. Das ist doch Schmarn.
Außerdem sieht die Bevölkerung nur die negativen Dinge. Alles positive und das ist das meiste, wird der EU nicht angerechnet. Man würde es erst vermissen wenn es fehlen sollte.

 
At 27 Januar, 2009 18:41, Blogger Flo_the_G meint...

Die NATO als Begründung dafür, dass wir die EU brauchen? Schonmal was von der EVG gehört? Die EVG ist ein Musterbeispiel dafür, wie die EU sich "verteidigen" würde, wenn man sie ließe.
Die EPU und die Fouchet-Pläne wiederum sind ein Musterbeispiel dafür, dass der ganze Kram auf französischem Mist gewachsen ist. Man kann aber natürlich immer den anderen Unwissen vorwerfen, wenn man damit die eigene blinde EU-Hörigkeit rechtfertigen kann. Mit Demokratie hat dieses bürokratische Monstrum noch weniger zu tun als die BRD, und gehört allein deswegen schon abgeschafft.

"Alles positive", was der EU angeblich "nicht angrechnet" wird scheint ja so großartig zu sein, dass man es kaum in Worte fassen kann. Das negative formuliert sich da verdächtigerweise viel einfacher.

 
At 27 Januar, 2009 22:05, Anonymous Anonym meint...

@Flo_the_G
Die Welt war nie ein Paradies, und wird es wohl auch nie werden. Sie unterliegt dem ständigen Kampf (daher Vergleich NATO mit EU) ihrer Bewohner, seien es Tiere oder Menschen, sich zu behaupten, um zu überleben ,oder, um besser zu leben.
Der "französische Mist" beschert uns seit nun mehr als 63 Jahren Frieden und einen bis daher völlig unbekannten Wohlstand in Westeuropa. Und warum eigentlich würden, wenn sie denn könnten, grosse Teile der Menschheit auf der Welt in der EU leben wollen, wenn es denn Ihrer Ansicht nach so schlecht hier ist.
Die Antwort ist einfach: Für die meisten Menschen auf unserer Welt ist die EU eine Friedens- und Wohlstandsinsel, die für sie fast schon dem biblischen Paradies gleichkommt. Wer ernsthaft glaubt,er könne zurück ins Klein-Klein,wo es ein Königreich Bayern noch gab, der lebt bestenfalls am Anfang des 20. Jahrhunderts. Selbst die USA bilden neue gewaltige Wirtschaftsräume mit Kanada und Mexiko (NAFTA). Wer dies alles ignoriert und vom Königreich Bayern oder anderer Kleinstaaterei träumt, wird sich noch verdammt wundern, wenn es dann heisst: China s Zentralkomitte diskutiert über neue Hilfsgelder für notleidende Menschen in der ehemaligen EU.
Der Krieg um Wohlstand hat gerade erst begonnen. Die Isländer und schon bald die Engländer werden es als erste merken was es heisst keiner starken Währungsunion anzugehören. Und auch den Dänen wird es langsam mulmig: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29594/1.html
Aber Ihr träumt sicher weiter... Da mach ich mir keine Sorgen...

 
At 27 Januar, 2009 22:28, Blogger Mick meint...

@alle EU-Freunde: Bei uns gab es schon Frieden und Wohlstand als die EU noch EWG hieß. Damals brauchten wir keine einheitliche Währung, Gesetze die den Warenverkehr zwischen den Ländern regelten gab es auch und vor allem gab es deutlich weniger EU-Brürokratie. Und nein lieber hoschi, auch im internationalen Handel hat man Rechtsmittel, wenn irgendetwas nicht stimmt. Wir handeln ja auch problemlos mit China, den USA, Japan und allen anderen willigen Handelsnationen ohne Probleme. Und nein, werter Anonym, niemand redet hier von Kleinstaaterei. Wie gesagt, bis zur Schaffung der EU wurde auch innereuropäischer Handel problemlos getrieben. Dafür brauchen wir keine eigene EU-Verfassung, keinen Euro und sicherlich keinen ausufernden Beamtenapparat in Brüssel und Strassburg.

 
At 27 Januar, 2009 22:30, Blogger Mick meint...

ach ja, und das sich gerade Island in die Pleite manövriert hat lag nun wirklich nicht an einer Wirtschaftsunion, sondern an der unverantwortlichen Gier der isländischen Politiker und Bänker. Wer derart verantwortungslos handelt würde aus jeder Wirtschaftsunion der Welt hochkant rausgeschmissen. Obwohl, die EU lässt sich ja auch von Griechenland auf der Nase herumtanzen. noch ein Argument dagegen.

 
At 27 Januar, 2009 23:22, Anonymous Anonym meint...

"Forsyth"

Ist der Schakal auf Petra-Gamestar angesetzt, oder nimmt sie Mick in die Arme.

 
At 27 Januar, 2009 23:48, Anonymous Anonym meint...

Ähhh.. Schreib ich eigentlich (schon) chinesisch, oder fällt der Euro hier wieder Mal centweise? Als die EU noch EWG hiess, war die Welt eine völlig andere. China und Indien waren grösstenteils hungerleidende Drittweltländer. Keine Spur von ökonomischer Weltmacht und Herausforderung. Keine Nafta.
Alles war super. Unsere DMark, die auch schon in den 70er Jahren nur in unserer Illusion eine Weltwährung war, (ich war oft damals in Asien) kannten die meisten die DMark nur vom hörensagen, aber den Dollar kannten alle. Jedes Kind! Heute, kennt jeder den Dollar, aber auch zu 100%
den Euro. Wer den Euro kleinredet ist etweder ein gekaufter Agent von England (die werden schon bald den Euro herbeiwünschen) oder aber er ist Chinese oder ein anderer Staatsangehöriger einer vermeintlichen neuen Weltmacht.
Fazit:Ohne Euro keine schöne Zukunft.Und lasst euch nicht verarschen. Es gibt keine Alternative zum Euro in Europa!!

 
At 27 Januar, 2009 23:49, Anonymous Anonym meint...

Naja das wäre füher ein Gamestar Wahrheitsschmäh gewesen.

Mick und Petra fliegen in die USA, Gothic 8 lol wird in der angeblich in der USA rausgebracht, das Flugzeug stürzt ab, nur zwei der 140 überleben, einer krault und eine schwimmt Brust.
Mick denkt sich, hurrah ich habe den Flugzeugabsturz überlebt. Da ist eine kleine Karbik-Insel, da kann ich überleben, Wasser gibt es und ein Schiff wird kommen.
Aufeinnmal ist Petra auch angekommen, beim Brustschwimmen.

Mick klettert plötzlich auf eine Palme. hehe
Petra: " Mick Schatzi ich bin sexuell ausgehungert, komm zu mir"
Mick denkt sich: " Ich seh einen Hubschrauber, mit dem ich wegfliegen kann und ein wiener Schnitzel essen kann, ich kletter nicht runter"

 
At 28 Januar, 2009 11:27, Anonymous Mash meint...

@anonym "Wahrheitsschmäh":
Was hast Du denn geraucht?

 
At 28 Januar, 2009 15:23, Anonymous herr hase meint...

durch die eu haben wir normierte orangen etc. die leckeren portugiesischen sind ja zu klein :)

hauptsache alles regeln, alles verbieten und dem bürger alles vorschreiben... klar gibts auch gute ideen im vereinten europa...

aber ob sich gut und schlecht aufwiegen sei einmal dahingestellt

 
At 28 Januar, 2009 15:56, Anonymous hoschi meint...

Zitat Mick: "auch im internationalen Handel hat man Rechtsmittel, wenn irgendetwas nicht stimmt. Wir handeln ja auch problemlos mit China, den USA, Japan und allen anderen willigen Handelsnationen ohne Probleme. " Ja, sofern sie das UN-Wirtschaftsrecht anerkennen. Aber kauf mal was als Privatmensch in China ein für teures Geld . Du wirst zu 100% deine Kohle nie wieder sehen, wenn du betrogen wirst. Einzig und allein als Großhändler kannst du da (unter Umständen) rechtliche Schritte unternehmen. Innerhalb der EU aber ,kannst du auch als Privatman was erreichen. So viel dazu.

@Anonym 27 Januar, 2009 12:39 :Bester Kommentar zu dem Thema. Das kann ich nur unterstreichen.

Der Rest ist Realitätsfremder Bullshit. Nur weil das ein oder andere Gesetz der EU lustig und unnötig erscheint und der Bürokratieaufwand sehr hoch ist, soll die EU Schwachsinn sein ? Ach bitte, das ist doch Kindergarten-Logik. Ohne eine EU würde die Staaten in Europa in der heutigen globalisierten Welt zu Grunde gehen.

 
At 28 Januar, 2009 16:58, Blogger Mick meint...

@anonym: Nochmal: Es gab schon immer globalisierten Handel. Und natürlich war der Dollar die auf dem Weltmarkt verwendete Währung. Na und? Wo liegt das Problem? Das hat unseren Aufstieg zum Exportweltmeister nun wirklich nicht behindert. Ganz im Gegenteil. Ach ja, wer Andersdenkende als "gekaufte Agenten irgendwelcher ausländischer Mächte" bezeichnet, sollte sich schon fragen, ob er noch auf dem Boden einer Demokratischen Grundordnung steht. Bei uns ist das Volk der Souverän, niemand anderer!
@Hopschi: Wir reden hier vom Welthandel in dem richtige Firmen richtigen Handel betreiben. Und nicht vom Goldkauf beim freundlichen WoW-Farmer aus China. Dafür braucht man keine EU, dafür reich Ebay!!!

 
At 28 Januar, 2009 17:15, Blogger Flo_the_G meint...

@hoschi:
Ach, was du redest ist doch Bullshit.

So, knallhart an die Wand argumentiert. Vielleicht solltest du dich nochmal mit der Entstehungsgeschichte der EU auseinandersetzen. Oder mit derem höchstdemokratischem (Achtung: Sarkasmus) Gebaren heutzutage, bevor du pauschal alle Argumente die dir nicht ins heile Weltbild passen als Unfug abtust. Die EU ist so nötig wie ein Kropf, und wenn der EU-Vertrag ratifiziert wird (was zu befürchten ist) dann kannst du dich vom letzten Rest Rechtsstaat in Deutschland auch verabschieden.
Da kannst du jetzt natürlich wieder "argumentieren" dass das alles nicht stimmt, das wird nur leider Gottes an der Lage nichts ändern.

 
At 28 Januar, 2009 17:21, Blogger Mick meint...

Eins der Probleme mit der EU ist ja auch, daß sich diese Herrschafte nicht als reinen Wirtschaftsverband verstehen, sondern auch als übernationale Erziehungsanstalt aufspielen, die den Menschen vorschreibt, wie sie zu leben haben.

 
At 28 Januar, 2009 18:58, Anonymous Anonym meint...

und wo genau schreibt dir die EU vor wie du zu leben hast ? Beispiele ?

 
At 28 Januar, 2009 21:33, Blogger Mick meint...

zum Beispiel schreibt mir die EU vor ob ich Glühbirnen benutze oder nicht. Nur eine Kleinigkeit, dennoch eine Sache die die EU nun wirklich nichts angeht. Sie schreiben mir vor in welchen Packungsgrößen ich Lebensmittel kaufen muss, wie die Bananen geformt zu sein haben, die ich esse etc. etc. Sie schreiben uns vor welche Industrien gefördert werden dürfen und welche nicht, wieviele Schulden wir machen dürfen. Ganz zu schweigen von den Absichten etwa der Werbung zu verbieten, daß Frauen "bei stereotypen Tätigkeiten" gezeigt werden, also etwa beim Kochen oder Waschen. Es gibt kaum einen Lebensbereich der nicht von der EU reguliert wird.

 
At 28 Januar, 2009 21:40, Anonymous Anonym meint...

Wenn man einmal z.B. Texas durch den Namen Deutschland ersetzt, und Kalifornien durch Frankreich und Maine durch Holland usw.... und zum Schluss Washington durch Brüssel.
Herr Schnelle, ist Brüssel dann immer noch in ihrer Wahrnemung eine "übernationale Erziehungsanstalt"?, oder schlicht und ergreifend die Hauptstadt der EU?
Ach ja, äähhh, was schreibt mir die EU eigentlich vor, wie ich zu leben habe?? Ich glaube nie zuvor in der gesamten Geschichte der Menschheit konnte man so frei leben, wie wir heute in der EU (Homoehe, Religionsfreiheit,Wahlrecht (aktiv und passiv),Kommunalwahlrecht für Eu-Ausländer, Freizügigkeit EU-weit,EU-Sozialfond für arme Leute und Arbeitslose, supranationales Klagerecht vor dem
EUGH.....). So frei wie heute waren die Menschen vielleicht in der Anarchie der Steinzeit, mit allen bekannten Vor- und Nachteilen.
Zum Schluss noch mal eine Antwort auf die Frage vom 27 Januar, 2009 11:20. Es sollte ja auch nur ein echter pekuniäre Vorteile als Beispiel gegeben werden. Der Vorteil lautet: Ende der Wechselkursschwankungen der einzelnen europäischen Währungen.
Bringt der europäischen Industrie, und damit uns allen eine Milliardenersparnis p.a.

 
At 28 Januar, 2009 22:03, Blogger Mick meint...

nochmal: Überall da wo die Bevölkerung gefragt wurde, wurde die EU abgelehnt. Den Rest hat man einfach nicht gefragt. Und kein Mensch auf diesem Kontinent hält allen Ernstes Brüssel für seine Hauptstadt.
Und nein, wir leben nicht frei. Mich interessiert es wenig ob Homos heiraten können oder EU Ausländer ein kommunales Wahlrecht haben. Das könnten die einzelnen Länder auch jedes für sich regeln und zwar dem eigenen Volkeswillen nach. Ein Däne ist von der Mentalität her nun mal kein Italiener, der wiederum sich einem Polen nicht verbunden fühlt. Jedes Land hat seine Eigenheiten, die ihm schlicht und ergreifend auch zustehen. Die jeweiligen Länder sollten darüber selbst bestimmen und sich nicht halbgaren Kompromissen beugen müssen. Es grenzt schon an Arroganz Ländern wie etwa Italien die Homoehe aufzuzwingen, die nachweislich die Mehrheit der Bevölkerung nicht will. Andersherum sollen z. B. die Dänen, die das anders sehen damit glücklich werden. Da wird versucht eiden Menschen eine bestimmte Weltsicht, die dir offensichtlich genehm ist, aufzuzwingen. Du wirst aber akzeptieren müssen, daß die Bevölkerung anderer Länder das vielleicht anders sieht.
Zum Thema pekuniäre Vorteile: Der Gewinn durch Kursschwankungen ist vernachlässigbar gering, wenn man die Verwaltungskosten der EU-Bürokratie plus der Kosten in den einzelnen Ländern mal addiert. Dei einzigen für die sich die EU lohnt sind Nehmerländer wie Irland (oder früher auch Spanien), die durch die Subventionen erst ihre Wirtschaft aufbauen können.

 
At 28 Januar, 2009 22:05, Anonymous hoschi meint...

@Mick: was du da aufzählst sind alles Dinge die so oder so von den einzelenen Ländern "vorgeschrieben" werden und zB Deutschland genauso geregelt hat. Ob die EU nun das Ganze allgemein für alle Mitgliedsstaaten ausgibt oder nicht macht den Braten auch nicht fett. Das ist sogar eher postiv. Wenigstens gelten dann diese Regelungen für alle und es herrscht ein gleichberechtigter Wettberweb auf allen Ebenen. Du zielst eher allgemein gegen Regelungen und Gesetze überhaupt ab. Tja, und damit muss man nun mal in einem Industriestaat leben. Wenn nicht, dann muss man halt nach Tibuktu gehen. Da gibts sicher keine bösen Banaengesetze.

 
At 28 Januar, 2009 22:17, Blogger Mick meint...

Es geht darum, daß Vorgaben von Brüssel umgesetzt werden müssen, ob die nationalen Parlamente wollen oder nicht. Darin kann ich nun wirklich keinen Vorteil erkennen. Und ja, je weniger Regeln, desto besser funktioniert ein System. So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Aber Tatsache ist ja, wenn ein Gesetz erst mal da ist, verschwindet es nie wieder. Denk nur mal an die unsinnige Keine Flüssigkeiten-Regel in Flugzeugen. WiUnd inwiefern ist es "fairer" wenn alle das Gleiche tun müssen, auch wenn es noch so unsinnig ist? Das ist genauso dämlich wie dieser schwachsinnige Gesundheitsfond unserer Bundesregierung, die durch Universaltarife den konkurrenzkampf der Krankenkassen aushebelt. Jede Gleichmacherei unterbindet den Konkurrenzkampf und verhindert so. daß die effektiveren sich vor den trägeren Vorteile verschaffen.

 
At 28 Januar, 2009 22:25, Blogger Flo_the_G meint...

Ja klar, Brüssel als Hauptstadt der EU. Ist ein schöner Staat, dieses "EU", und was die Bürger da alles an Mitbestimmungsrechten haben, in diesem ach so freien Land.

Da kann ich auch gehen die SED wählen. Die machen dann zwar auch eine Diktatur auf, dann könnte ich hinterher aber wenigstens mit stolz geschwellter Brust sagen, dass ich sie gewählt habe.

Wirklich, dieses großkotzige Auftreten bei offensichtlich völliger Unkenntnis des Themas finde ich höchstgradig faszinierend.

 
At 28 Januar, 2009 22:31, Anonymous hoschi meint...

@Flo_the_G: genau deswegen strahlen deine Kommentare ja auch so eine Faszinität aus.


Mick du wolltes ja die Kommentarfunktion wieder aufmachen, jetzt hast du die Büchse der Pandora geöffnet...

 
At 28 Januar, 2009 22:39, Anonymous Mash meint...

@Mick:
Die ach so gigantische EU-Bürokratie hat ungefähr die Größe der Stadtverwaltung von München. Ich schätze, die Ersparnisse durch nicht vorhandene Reibungsverluste beim Euro hebt das vermutlich schon im ersten Quartal Handel mit Frankreich auf.

 
At 28 Januar, 2009 22:52, Anonymous Anonym meint...

"Überall da wo die Bevölkerung gefragt wurde, wurde die EU abgelehnt". Ja, völlig logisch."Wat de Bauer niet kennt fritt eh nitt".
Darum hat der kluge Mensch das Parlament erfunden. Hier entscheiden gewählte, meist akademische Volksvertreter über Sachen, die der Normalsterbliche nicht versteht, und damit auch nicht entscheiden kann. Bestes Beispiel dafür: Der Euro,( die aktuelle Weltwährung Nummer 1), wäre nie real geworden, wenn die Bevölkerung darüber hätte abstimmen dürfen."Dat DMARK is super; Isch fahr ehh nit ins Ausland, wat soll dä Euro?" Dä EURO
macht nur de Ausländr stark. Mark bleibt Mark, da jibbet et nix. Man könnte es auch kurz zusammen fassen mit den Worten: Doof bleibt doof ....Pillen.Die heranpeitschenden ökonomischen Tsunamis werden die Doofen schon noch beachtlich wachrütteln. Ach ja, Brüssel ist übrigens meine, zumindest 2. Hauptstadt. Und die Homoehe ist keine Sache des jeweiligen Volkswillens, sondern ein Grundrecht. Was die einzelnen Völker wollen, muss hinter dem mittlerweilen fast globalen Grundrechten zurücktreten. Ich möchte hier nur mal kurz an unsere eigene Vergangeheit erinnern, wo es auch "Volkswille" war Juden zu diskriminieren und dann zu ermorden.

 
At 28 Januar, 2009 23:12, Anonymous hoschi meint...

Das einzige was man vielleicht der EU vorwerfen kann ist das der naive Normalbürger hinter den ganzen Institutionen und Gesetzen nicht mehr durchblickt. Der liest in der Bild so Dinge wie "Wahnsinn, jeztz gibt es auch noch ein Gurken-Krümmungs-Gesetzt" und reimt sich all den Schmarn zusammen den er irgendwo aufgeschnappt hat und versteht nix mehr. Schon gar nicht was alles Sinnvolles durch die EU geschieht und schon geschehen ist.

 
At 28 Januar, 2009 23:47, Blogger Flo_the_G meint...

Ui, die Juden. Ja, das war Volkswille. Erinnere mich doch bitte nochmal dran, wie viel Prozent hatten die Nationalsozialisten? Wie, keine Mehrheit? Ja wie sind sie denn dann an die Macht gekommen? Ach, das Parlament. Na, gut dass das seinerzeit ein kluger Mensch erfunden hat, für die ganzen Akademiker. Die werden schon wissen was richtig ist für uns gemeinen Pöbel.

@hoschi:
Bei all der "Faszinität" meiner Beiträge hast du doch glatt ganz vergessen, auf den Inhalt meines vorigen Beitrags einzugehen. Ich will es dir nachsehen.

 
At 29 Januar, 2009 09:04, Anonymous Mash meint...

@Flo:
Die Machtergreifung war aber auch ein ganz anderes Thema in einer ganz anderen Situation mit einem ganz anderen Parlament.

 
At 29 Januar, 2009 11:58, Blogger Mick meint...

@Anonym: Komisches Verständnis von Demokratie hast du. Also dürfen nur "Akademische Volksvertreter" entscheiden was für die dummen Massen gut ist. Warum nicht gleich den regierenden Adel wieder einführen?
Wo und wann wurde in Deutschland darüber abgestimmt Juden zu ermorden? Wenn ich mich recht erinnere war das damals eine Diktatur samt Führer.
Und daß die Homoehe mittlerweile ein Grundrecht sein soll, ist mir auch neu. Wer legt diese "Grundrechte" denn fest? Aber dieser Satz von dir "Was die einzelnen Völker wollen, muss hinter dem mittlerweilen fast globalen Grundrechten zurücktreten. " drückt so ziemlich genau das aus, was die EU will: Regieren von oben herab über den Volkswillen hinweg. Schöne neue Welt, die du da herbeiwünscht...

 
At 29 Januar, 2009 12:02, Blogger Mick meint...

@hoschi: och, so lange die Diskussion so gesittet abläuft wie bisher, ist eine zünftige Diskussion ja was schönes und durchaus von mir gewollt. An dieser Stelle mal meinen herzlichen Dank an alle Beteiligten, die so nett und ohne in dummes Bashing zu verfallen mitmachen.
@mash: München würde sich garatiert sehr freuen, wenn es für seine Verwaltung den Etat der EU hätte. Und neben Brüssel gibt es ja auch noch Starssburg, zwischen denen etliche Behörden und Kommissionen im Halbjahrestournus hin und herwechseln. Gut angelegtes Geld...

 
At 29 Januar, 2009 12:47, Anonymous Mash meint...

@Mick:
Du kannst ein Volk aber nicht basisdemokratisch über alles abstimmen lassen, dann braucht man genau genommen gar keine Regierung mehr.
Frag' mal bei jeder Steuererhöhung, wieviele der Leute die wohl jetzt in dieser Sekunde mittragen wollen.
Genauso kannst Du ein Kind fragen, ob es lieber Spinat oder Schokolade zum Mittagessen haben will.

Und ich will gar nicht so genau wissen, wieviel Geld bei der Münchener Stadtverwaltung für wasweißich für einen Schickimicki-Eventscheiß rausgeworfen wird.

 
At 29 Januar, 2009 12:54, Blogger Mick meint...

@Mash: Der Wähler ist kein unmündiges Kind dessen Eltern über seinen Kopf entscheiden was gut für es ist. Und bei derart entscheidenden Änderungen wie einer neuen Währung und der EU-Verfassung müssen die Bürger gefragt werden, wenn wir noch weiterhin von einer echten Demokratie sprechen wollen und keiner Halbdiktatur, in der das Volk vorgegebene Entscheidungen abnicken darf.

 
At 29 Januar, 2009 12:56, Anonymous Anonym meint...

Wer den Zeiten der Deutschen Mark nicht nachtrauert hat kein Herz. Wer
die Deutsche Mark wieder einführen will, hat keinen ökonomischen Verstand.

 
At 29 Januar, 2009 13:11, Blogger Mick meint...

wie wärs mit Argumenten statt geklauten Uraltsprüchen?

 
At 29 Januar, 2009 15:15, Anonymous Mash meint...

@Mick:
Es geht nicht um "unmündig", Du kannst bei einer Partei eh nicht jedes einzelne Fitzelchen mitbestimmen, sondern bekommst ein Gesamtpaket. Dann muss man Euro-Skeptiker wählen. Zur entsprechenden Zeit haben Union und FDP regiert, und diese Regierung hat die EU ganz entscheidend vorangetrieben.

 
At 29 Januar, 2009 22:18, Anonymous Anonym meint...

"Der Wähler ist kein unmündiges Kind dessen Eltern über seinen Kopf entscheiden was gut für es ist. Und bei derart entscheidenden Änderungen wie einer neuen Währung und der EU-Verfassung müssen die Bürger gefragt werden, wenn wir noch weiterhin von einer echten Demokratie sprechen wollen und keiner Halbdiktatur".
Ich bleibe in solch komplexen Fragen dann lieber doch bei einer demokratisch legimtimierten akademischen Halbdiktatur. Denn wenn der Klügere immer nachgibt, haben wir bald die Herrschaft der Dumm...ähhh Eu-Gegner.

 
At 29 Januar, 2009 23:24, Blogger Mick meint...

das "Akademische" scheint dir sehr wichtig zu sein. Wieso eigentlich? Sind andere Menschen einfach zu dumm? Die, die nicht jeden Blödsinn glauben, den schlaue Akademiker so verbreiten. Obwohl ich es nicht für sonderlich schlau halte andere für mich denken zu lassen. Aber wenn dir das alles zu kompliziert ist, brauchste gar nicht mehr wählen zu gehen. Die anderen werden es schon für dich richten.

 
At 29 Januar, 2009 23:47, Blogger Flo_the_G meint...

Ich als Student kann angesichts so einiger Kommillitonen mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass ich eher nicht wollen würde dass solche "Akademiker" die Politik allein schmeißen dürfen. Aber der Glaube an die Intelligenz durch Universitätsbeschluss passt gut zum Glauben an die EU....

 
At 30 Januar, 2009 10:19, Anonymous hoschi meint...

Komischerweise hör ich von den EU-Gegner zu jedem Thema nur das : EU scheisse, Euro scheisse, Poltiker scheisse (und dumm natürlich), Regierung scheisse, Parteien scheisse, Gesetze scheisse, Wirtschaftssystem scheisse, Verfassung scheisse. Merkt ihr was ?

 
At 30 Januar, 2009 11:51, Blogger Flo_the_G meint...

... du meinst, dass du immer noch keine Argumente die für die EU sprechen geliefert hast, geschweige denn auf die Gegenargumente einzugehen, sondern sie abermals pauschal als Unfug abgestempelt hast?

Ja, das ist mir durchaus nicht entgangen.

 
At 30 Januar, 2009 12:37, Anonymous Anonym meint...

Als es die DDR noch gab, wollten die meisten einfach nur raus aus dem Volksknast. Mit Heissluftballons, und Taucheranzügen durch die Ostsee. Bloss raus. Selbst wenn dies den sicheren Tod bedeuten konnte.
Heute landen jeden Tag, rund um die Uhr Flüchtlinge, die um jeden Preis in die EU wollen, mit den abenteuerlichsten Konstruktionen. Auch heute gilt, lieber es zu riskieren zu ersaufen, als weiter nicht in der EU zu leben. Ist das Argument genug für die EU?
Die Gründerväter der EWG verfolgten
übrigens haupsächlich ein Ziel: Nie wieder Krieg in Westeuropa. Und dies ist ja wohl unstrittig gelungen. Mit der Zeit kamen dann neue Herausforderungen, wie z.B. die europäische Wirtschaft zu einen, und damit schlagkräftiger zu machen. So entstand als Beispiel Airbus. Und Boeing hatte seine Monopolstellung verloren und hat ganz bitter geweint. Dann kam der Euro und der Dollar war soviel Wert wie einst der Rubel. Und wieder haben die Amis geweint.
Wer über die EU diskutiert sollte
zumindest schon mal was von komparativen Kostenvorteilen gehört haben. Und wer noch mehr wissen will :http://ec.europa.eu/public_opinion/index_en.htm
AMEN.

 
At 30 Januar, 2009 16:48, Blogger Flo_the_G meint...

Anonym:
Man muss die Sachen nur richtig drehen, gell? Die Leute wollten RAUS aus der DDR, ja. Warum? Weil so ziemlich jeder andere Staat, auf jeden Fall aber der andere deutsche, besser war.

Die Flüchtlinge, die du hier als vermeintliches Argument für die EU anführst wollen allerdings auch alle in erster Linie nur RAUS, und zwar aus den Staaten in denen sie vorher gelebt haben. Dass die EU ein besserer Wohnort ist als irgendein bürgerkriegsverseuchter afrikanischer Staat hat hier aber niemand in Frage gestellt. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass das System EU auch wirklich gut ist - das ist es nämlich keineswegs, sonst müsste man sich dafür seine Argumente ja nicht derart umständlich konstruieren.


"Nie wieder Krieg in Westeuropa" ist nicht ganz richtig. Vor allem wollte man nie wieder einen Krieg der von Deutschland ausgeht. Und dann wollte man ein aufgerüstetes Deutschland, als östlichste Frontlinie gegen den Kommunismus. Das sind aber beides Ziele die längst nicht mehr aktuell sind, man könnte also argumentieren dass die EU nicht mehr benötigt wird. Zumal es genügend andere Verträge gibt, die dieselbe Sicherheit vor deutscher Agression bieten wie es seinerzeit die Kontrolle über Kohle und Stahl leisten sollte.

 
At 30 Januar, 2009 21:01, Anonymous Anonym meint...

@Flo_the_G
Ähhmm, ist das hier eigentlich der Weltrekordversuch in partieller Diskussion? Werden hier eigentlich immer nur die Punkte aufgegriffen, denen man vermeintlich etwas zu erwidern hat? Was ist denn mit Airbus, dem mittlerweile grössten zivilen Flugzeugbauer der Welt? Was ist denn mit der Dollarschwäche in Relation zum Euro? Was ist denn mit dem Hyperlink, der über 80% der Bevölkerung von Euroland eine positve Einstellung zum Euro bescheinigt? Die EWG wollte übrigens nie von Deutschland eine östliche Frontlinie gegen den Kommunismus. Das war die Truman-Doktrin, die sich später die
Nato zu eigen machte.
Und noch etwas zu den bürgerkriegsverseuchten Ländern Afrikas. Die Flüchtlinge kommen zu 70% aus Nordafrika. Welcher Bürgerkrieg tobt denn dort??
Und zum Schluss auch noch mal etwas bezüglich Akademiker. Nach dem zweiten Weltkrieg war es ein Grundanliegen von Albert Einstein selber, eine Weltregierung zu bilden, deren Angehörige ausschlieslich Akademiker sein sollten. Nur so sah er eine Möglichkeit einen weiteren Weltkrieg zu vermeiden. Wer Akademiker ist, gehört nun mal zu einer kleinen Elite. Er hat ewtas geistiges geleistet, was die riesige Mehrheit der Bevölkerung nicht schaffen kann.
Und lieber Flo.. verwechseln Sie bitte nie einen Absolventen einer Akademie mit einem Studenten dergleichen. Studiert haben schon viele Leute vieles....

 
At 30 Januar, 2009 21:36, Blogger Flo_the_G meint...

Die EWG und all der andere Käse diente der Anbindung der BRD an den Westen. Dabei ist es völlig egal welche Aufgabe diese Einrichtungen vorgeblich haben, der letztendliche politische Zweck dem sie dienen sollten ist einfach nicht von der Hand zu weisen.

Wie dem auch sei, es geht hier um die EU als solches, nicht um etwaige Vorgänger- oder Teilorganisationen. Deshalb gehe ich auch auf die ganzen wirtschaftlichen Argumente nicht ein. Die mögen ihren Wert haben, das vermag ich nicht zu beurteilen und will ich auch gar nicht abstreiten. Aber kein wirtschaftlicher Nutzen dieser Welt kann ein derart undemokratisches System wie die EU es ist legitimieren. Nazideutschland hat schließlich auch am Krieg verdient, das verteidigt aber auch kein Mensch wegen seiner wirtschaftlichen Errungenschaften. Aus gutem Grund.
Die EU ist nicht der Euro. Die EU ist nicht eine Ansammlung die Wirtschaft betreffende Verträge. Die EU ist eine politische Institution, die aktuell droht, unwiderruflich zu einem supranationalen europäischen Staat zu mutieren, der nationale Souveränitäten aufs Schärfste beschneidet. Das lässt sich alles nicht mit irgendwelchen wirtschaftlichen Vorteilen wegargumentieren, egal wie real diese sein mögen. Alles Geld der Welt bringt nichts, wenn ein Haufen Bürokraten in Brüssel von oben herab bestimmen darf, was wir zu tun und was zu lassen haben. Und das werden sie, sollte der EU-"Vertrag" ratifiziert werden, noch mehr als sie es jetzt schon tun.

Die Flüchtlinge kommen doch immer aus dem Land, das ihnen beim Asylantrag am meisten hilft. Sonst hätten wir hier in Deutschland ja etwa auch nicht so viele angebliche Libanesen die auf der Flucht ihre Papiere "verloren" haben. Und dass es sich aus Nordafrika leichter nach Europa schippert denn aus Südafrika versteht sich auch von allein.

Bezüglich der Akademiker: Das sind Personen mit abgeschlossener Hochschulausbildung. Mindestens die Hälfte der Dumpfbacken mit denen ich das Studium begonnen habe werden es auch mehr oder minder erfolgreich abschließen, werden dann also Akademiker sein. Und ich kann nur nochmal wiederholen dass ich diese Leute nirgends in Verantwortungspositionen sehen möchte. Von der Sorte sitzen schon mehr als genug im Reichstag.

Ich hoffe damit sind alle Punkte zur Zufriedenheit angesprochen.

 
At 30 Januar, 2009 22:26, Anonymous Anonym meint...

Aber kein wirtschaftlicher Nutzen dieser Welt kann ein derart undemokratisches System wie die EU es ist legitimieren.
Aha!? Wie alt sind Sie eigentlich?
Die EU ist nicht der Euro! Aha?!
Deshalb gehe ich auch auf die ganzen wirtschaftlichen Argumente nicht ein. Die mögen ihren Wert haben, das vermag ich nicht zu beurteilen und will ich auch gar nicht. Aha?!!
Mindestens die Hälfte der Dumpfbacken mit denen ich das Studium begonnen habe (Dumpfbacken also, sie studieren also auf Lehramt oder Soziologie) ? Ich möchte nun gar nicht weiter auf ihrer "Argumentationslinie" eingehen, erscheint mir doch, nach ausführlicher "LESE" ihrer Postings, relativ klar zu sein, dass ihr Lebensalter deutlich unter 25 Jahren liegen muss, oder aber, sollte dies nicht der Fall sein , tja... Was soll man dazu sagen...

 
At 31 Januar, 2009 00:39, Blogger Flo_the_G meint...

Ja mei, da haben wir ja jetzt den argumentativen Vogel komplett abgeschossen. Gegen "Aha?!"s weiß ich natürlich nichts einzuwenden. Die EU ist toll, ein Gottesgeschenk, der Euro ist der Weg zum Glück und Glühbirnen sind an der Erderwärmung schuld.

Ach wär ich doch schon Akademiker, und könnte in der ach so demokratischen Elite mitbestimmen...

 
At 31 Januar, 2009 11:29, Anonymous hoschi meint...

@Flo_the_G Wie wärs mal mit Argumenten ? Auf den Müll den du dir zusammenreimst kann man halt nur noch Staunen

 
At 31 Januar, 2009 12:41, Blogger Flo_the_G meint...

@hoschi:
Wie wärs mal mit hochscrollen? Sind wir denn hier im Kindergarten, oder was?

 
At 31 Januar, 2009 14:20, Anonymous hoschi meint...

Zumindest sind wir auf einer Blog-Kommentarseite auf der sich keine sinnvollen Argumente gegen die EU finden lassen. Da hilft auch alles Scrollen nicht.

Ich kann nicht verstehen, warum sich die Menschen immer vor neuen Ideen fürchten. Mir machen die alten Angst.

 
At 31 Januar, 2009 16:14, Blogger Flo_the_G meint...

"keine sinnvollen Argumente gegen die EU"

Bist du sicher dass du das vorangehende denn auch gelesen hast? Scrollen allein reicht da nämlich nicht...

Alles was von dir bisher an "Argumenten" kam waren Variationen auf das Thema dass die Argumente der anderen "Unfug", "Bullshit" oder "Müll" seien, aber du hast noch _kein einziges_ Argument vorbringen können, das in irgendeiner Weise für die EU spricht. Stattdessen kommen leere Platituden von "neuen Ideen", oder du "widerlegst" Dinge die gar niemand behauptet hat. In jedem Fall bist du aber kein einziges Mal in irgendeiner Weise konstruktiv auf die Gegenposition eingegangen. Und daran wird sich scheinbar auch nichts mehr ändern.

Aber auch wenn du noch so eifrig Augen und Ohren verschließt, das wird die EU nicht über Nacht in ein demokratisches Paradies verwandeln. Sie wird trotzdem ein am Volk vorbeiregierender Moloch sein, ohne jedwede demokratische Legitimation, der genauso arrogant von oben herab unsinnige Gesetze und Verordnungen verabschieden wird, wie du alle Argumente ignorierst die dir nicht ins heile Weltbild passen.

 
At 31 Januar, 2009 21:43, Anonymous Anonym meint...

Herr FLO, sieh haben gewonnen! Die goldene Himbeere in ökonomischer Weitsicht! Und, dass ist ja unglaublich! Ein weiterer Weltrekord in partieller Diskussion! Herzlichen Glückwünsch! Und jetzt wage ich mal eine Prognose. Sie sind nicht älter als 22 Jahre. Sollte dies nicht zutreffen, würde ich mich.........en.
BTW, das heisst übrigens by the way, und damit soviel wie, nebenbei bemerkt, was studieren Sie denn so in Hamburg? Ökonomie wirds ja wohl hoffentlich nicht sein??!!
AMEN.

 
At 31 Januar, 2009 22:40, Blogger Flo_the_G meint...

Immer dieselbe Leier von der partiellen Diskussion, aber dann immer wieder auf das Demokratiedefizit (übrigens ein politisch sehr korrektes Wort) der EU mit wirtschaftlichen Vorteilen antworten... diese bedingungslose EU-Hörigkeit ist mir wirklich ein Rätsel.

Weder hoschi noch der Herr Arno Nym konnte mit bisher erklären, warum die Aufgabe nationaler Souveränität durch wirtschaftliche Interessen gerechtfertigt ist.

Was mein Alter angeht weiß ich nur zwei Dinge zu sagen:
Erstens kann der kundige Internetnutzer das ganz einfach in meinem Blogger-Profil in Erfahrung bringen, in Gegensatz zu manch anderem brauche ich mich nämlich nicht als "Anonym" zu tarnen. Zweitens tut das hier überhaupt nichts zur Sache, und Sie, Herr studierter Oberakademiker und Meisterökonom Anonym, müssten doch wissen dass Argumente die nicht ad rem gehen letztendlich völlig wertlos sind.

Nun gut, völlig wertlos sind sie nicht, sind sie doch beispielhaft für die Argumentations(un)kultur der EU-Jünger.

 
At 31 Januar, 2009 23:23, Anonymous Mash meint...

@Flo:
Hm, ich bin mir recht sicher, dass wir zuweilen ein EU-Parlament wählen.
Außerdem hatte ich ja schon ausgeführt, es ist nicht möglich, das Volk zu jedem Kram zu befragen. Die Hartz-Arbeitsrechtreform ist auch eingeführt worden, ohne dass das Volk dazu explizit befragt worden wäre. Und hat sich im Detail als lückenhaft erwiesen, als Grundidee jedoch bewährt.
Ich sehe jetzt auch nicht wirklich die Aufgabe nationaler Souveränität. Weder auf Verteidigung, Ausbildung oder Soziales nimmt die EU Einfluss.

Dann: die wirtschaftlichen Vorteile sind ja nicht von der Hand zu weisen.

 
At 01 Februar, 2009 01:11, Anonymous Anonym meint...

@Flo
Grundschullehrer! Ja, sie studieren Grundschullehrer auf Leeramt. Mit viel Leer und wenig Amt.
AMEN

 
At 01 Februar, 2009 12:19, Blogger Flo_the_G meint...

@Mash:
Du hast ja recht. Aber ein Parlament macht noch lange keine Demokratie, DDR und Drittes Reich hatten ja auch beide ein Parlament.
Weiter oben wurde schon angeführt dass es durchaus möglich ist (und auch praktiziert wird), dass Gesetze die in den nationalen Parlamenten abgelehnt wurden (und somit per Definition der Parlamente nicht dem Willen des Volkes entsprechen), dann auf EU-Ebene eben doch beschlossen werden - und von den nationalen Parlamenten ratifiziert werden. Die EU ist also willens und in der Lage, an nationalen Parlamenten vorbei zu regieren. Wenn das nicht Aufgabe der Souveränität ist, dann weiß ich auch nicht...

Natürlich kann man das Volk nicht zu allem befragen, aber zu wichtigen Dingen wie Änderungen des Grundgesetzes, Änderung der Währung, Beitritt neuer Staaten in die EU, Auslandseinsätze der Bundeswehr... wenn da das Volk nichts zu sagen hat, dann ist der Staat nicht viel demokratischer als die DDR.

Die wirtschaftlichen Vorteile sind natürlich nicht von der Hand zu weisen, aber der Punkt ist doch gerade, dass diese wirtschaftlichen Vorteile auch ohne einen europaweiten (noch-) Pseudostaat existieren könnten. Die EU ist ungefähr so nötig wie Anonyms letzte paar Kommentare hier, und bei allen wirtschaftlichen Vorteilen muss man immer bedenken dass letztendlich unser Geld dazu dient, irgendwelche Unternehmen im Ausland zu unterstützen, die ohne es nicht konkurrenzfähig wären. Wo ist da der wirtschaftliche Sinn?

 
At 01 Februar, 2009 14:05, Anonymous JBird meint...

@Flo und alle anderen Eu-kritischen:

Wirtschaftsmäßig treiben die EU-Partner mit sich selber am meisten Handel. Das heißt, ohne einheitliche Währung und Gesetze(durch die EU, gibt es einfach zu viele verluste durch verschiedene Gesetze oder Währungsschwankungen. Vor allem Währungsschwankungen, die bei kleineren Gebieten sehr schnell sehr stark ausschlagen können, ist ein großere Währungsraum ein unglaublich stabiler und wirtschaftlicher Vorteil(übrigens wurde der Euro sehr stark an der Währungspolitk der D-Mark angelehnt, sonst wären die deutschen den Pakt auch nicht eingegangen. Die franzosen hatten ja andere pläne, bissen aber bei den deutschen auf granit. Nur kurz zur aufklärung, dass ja die deutschen nach der pfeife von den franzosen tanzten).

Durch einheitliche Gesetze(Bürokratie aufwand wird sehr stark verringert) und auch gemeinsame Außenpolitik, stärkt die EU logischerweise in Verhandlungen mit 3. Ländern(Es sollte wohl jeden klar sein, dass eine so große Union wie die EU ihre Muskeln sehr oft spielen lässt, dies aber nicht immer für den Bürger ersichtlich ist).

Bezüglich Demokratie: Die gewählten Volksvertreter haben die Eu nach Deutschland/österreich gebracht. Es gibt das EU-Parlament(das meiner Meinung nach, noch zu wenig Mitspracherecht hat), bei der die EU-Bürger direkt wählen können, die Kommission(die meiner Meinung nach etwas zu aufgebläht ist, weil jeder Staat da etwas mitreden will, was das ganze System ineffizient macht), den EU-Rat(der halbjährig wechsel, was ich auch net gut finde: der sollte in Brüssel bleiben), bei dem die gewählten Volksvertreter zusammentreffen.

Leider ist, meiner Meinung nach, die EU viel zu aufgebläht, da eben jeder Staat so viel mitreden kann. Diktatur sieht eindeutig anders aus.
Wer die EU als so etwas bezeichnet, sollte sich einfach einmal zuerst mit der Gesetzgebung und der Verfassung der EU und von Deutschland ansehen, aber stellt eure Unkenntnis nicht so stark in den Vordergrund.

ps: Als österreicher kann ich aus der rot/weiß/roten-Perspektive nur sagen, dass die Deutschen wohl noch immer am Abstand meisten in der EU vorgeben und die EU nur allzu oft nach deren Pfeife tanzt.

 
At 01 Februar, 2009 14:06, Anonymous JBird meint...

Argh, bei dem kleinen Fenster, hab ich wohl öfters die Übersicht im Satzbau verloren. :D

 
At 01 Februar, 2009 14:13, Anonymous JBird meint...

Dabei hab ich ja noch vergessen, dass der Euro auch den Konsumenten gigantische Vorteile bringt(also auch dem Bürger). Man kann ja heute die Leute mal fragen, wie toll sie es finden, in der Währungsunion kein Geld wechseln zu müssen, und innerhalb der EU so problemlos einkaufen zu können(vor allem wenn man im Internet etwas bestellt).

Alles nur möglich, durch eine einheitliche Politik und Währung.

Hoffentlich bleibt der Euro uns noch lange erhalten, denn wenn der einmal weg ist(und was in 30-40 Jahren los ist, kann ich beim besten willen nicht einmal erahnen), werden genau die gleichen Leute meckern, die es auch schon bei der D-Mark getan haben.

 
At 02 Februar, 2009 00:09, Anonymous hoschi meint...

ich würde sagen, die Pro-EU-Fraktion hat in dieser Diskussion gesiegt. Amen

 
At 02 Februar, 2009 00:31, Anonymous JBird meint...

"ich würde sagen, die Pro-EU-Fraktion hat in dieser Diskussion gesiegt"

Hm... in einer Diskussion geht es, meiner Meinung nach, nicht ums Siegen....

Natürlich ist nicht alles gut, was von der EU kommt, aber es ist nun einmal eine hervorragende europäische Zusammenarbeit, die in der Krise zeigen kann, wie wichtig sie ist.

Man sollte halt auch einmal versuchen, beide Seiten der Medaille zu betrachten, einseitiges verteufeln oder bejubeln ist plumpes stammtischgeschwätz.

 
At 02 Februar, 2009 00:41, Anonymous JBird meint...

Da hab ich noch was vergessen(ja ich weiß ich hab sehr viele aufgeteilte Posts :)), was vielleicht auch den Beitritt zum Euro etwas näher erklären könnte(was ich eigentlich schon vorher machte hätte sollen ^^).

In der internationalen Ökonomie ist von einer ökonomisch rationalen Beitrittsentscheidung die Rede. Das heißt, man sollte einer Währungsunion dann beitreten, wenn der monetäre Effizienzgewinn(also der Vorteil durch niedrigere Transaktionskosten, Wechselkursrisiken etc.) den Nachteil des Verlustes der nationalen Stabilisierungspolitik ausgleicht. Der Faktor mit dem man dies vergleicht ist der Grad der wirtschaftlichen Verflechtung. Treiben die Länder untereinander sehr viel Handel, dann sollte man beitreten, reicht die wirtschaftliche Verflechtung nicht aus, sollte man nicht beitreten oder abwarten.

Vor allem Deutschland und Österreich(hauptsächlich ja Deutschland ;)) haben in der Währungsunion sehr starke Handelspartner, weshalb das ganze bei diesen Ländern schon seinen Sinn hat.

 

Kommentar veröffentlichen

<< Home

kostenloser Counter