Mittwoch, 14. Januar 2009

Ein Missverständnis

Liebe Frauen, Männer, die brav den Müll rausbringen, sich an euren Topfpflanzen erfreuen und mit euch gern ins Theater gehen, wurden von euch domestiziert oder haben resigniert. Sie sind aber keinesfalls emanzipiert!

49 Comments:

At 14 Januar, 2009 15:42, Anonymous Anonym meint...

Wie wahr, wie wahr.
Nun ja, „Emanzipation“ bedeutet ja sinngemäß: „Einen Sklaven in die Freiheit entlassen.“ (Zumindest laut Wikipedia.)
Der beschriebene Zustand kommt ja eher dem Gegenteil gleich.
Was bedeutet eigentlich Sklaverei auf Latein?

 
At 14 Januar, 2009 15:51, Anonymous GreenStorm meint...

Absolut wahr.

Und Sklave heisst auf Latein "servus" ;)

 
At 14 Januar, 2009 16:50, Anonymous Sempai meint...

Das Problem ist doch heutzutage mit den Frauen, das sie selber nicht wissen, was für eine Art Mann sie wollen:
Einen treusorgenden, liebevollen, romantischen, allseits treuen Mann, der aber gleichzeitig ein harter Kerl mit Modelmaßen, einem dicken Bankkonto und ein Meister im Bett sein soll. Diesen Spagat schaffen wohl nur die wenigsten Männer, wenn man sich die immer weiter wachsende Anzahl von Singlehaushalten ansieht. Mittlerweile kann ich diese Männer auch verstehen, denn es gibt wichtigeres, als sich für eine Frau zu verbiegen, die aber gleichzeitig auch nicht gerade Mrs. Perfect ist. Anscheinend schaffen es nur noch Menschen mit verdammt viel Kompromissbereitschaft, dauerhaft eine glückliche (!) Beziehung zu führen - und diese Geduld fehlt mir, wie ich vor kurzem merke musste. Dann lieber das neue Jungesellendasein genießen und sich alle 2-3 Wochen mal eine Frau für ein paar euro gönnen, die nachher auch nicht enrvt, das dies oder das nicht so toll war.

 
At 14 Januar, 2009 20:17, Anonymous Publikumsliebling meint...

Wenn man als 18-jähriger Anwärter
auf das Abitur noch zu hause wohnt,
führt man einfach ein Leben wie Gott in Frankreich.Ich kann alle
Männer mit zickigen (Ehe-)Frauen
nur bemitleiden.Mutti ist die beste!

 
At 15 Januar, 2009 03:05, Anonymous Huangdi meint...

Auch wenn die Zeiten fuer Maenner unbequemer geworden sind als noch vor 50 Jahren, sollte man es auch akzeptieren, wenn Frauen heute zurecht mehr Selbstbewusstsein an den Tag legen und andere Anforderungen stellen. Dies sollte weder dazu fuehren komplett zu resignieren, noch sich absolut zu verbiegen. Gegenseitige Kompromissbereitschaft ist das Motto einer Beziehung, am besten noch mit einer Prise Humor, um nicht alles so furchtbar ernst zu nehmen.

Wenn man dazu nicht bereit ist, ist das auch kein Problem, das Singledasein ist heutzutage voellig akzeptabel und kann viele Menschen ebenso gluecklich machen.

 
At 15 Januar, 2009 09:05, Anonymous Mash meint...

@Huangdi:
Zum einen: das Singledasein führt letztendlich dazu, dass es in paar Jahrzehnten dann keine Deutschen mehr gibt, außerdem hat Sempai völlig recht: es einer Frau recht zu machen, ist extrem schwer. Keiner sagt was, wenn Frauen auch ordentliche Jobs wollen oder sagen, ich bin genauso viel wert.

Nur gibt es da die Diskrepanz zwischen "ich will gleichberechtigter Partner sein" und der Tatsache, dass sich erfolgreiche Frauen idR Männer suchen, die noch erfolgreicher sind. Und sich dann beschweren, es gäbe ja kaum ordentliche Männer.

Männer sollen wie oben gesagt harte Typen sein, die aber gleichzeitig natürlich der Frau jeden Wunsch erfüllen und dazu noch klasse Väter sind und die Erziehung zu mindestens 50 Prozent mit übernehmen.

 
At 15 Januar, 2009 09:13, Anonymous Huangdi meint...

@mash

Ich verstehe ja das Dilemma. Aber zu jammern ist natuerlich auch keine Loesung. Und natuerlich bevorzuge ich es auch in einer Beziehung zu leben. Ich habe aber Paare kennengelernt, die in ihrer Beziehung so kompromisslos waren, dass sie zwangslaeufig zerbrochen ist. Die waren als Single dann auf beiden Seiten unglaublich befreit und konnten das Leben wieder geniessen, was ich ihnen sehr gegoennt habe.

In einer Beziehung muss man auch bei seinen Anspruechen Kompromisse machen und zwar auf beiden Seiten. Warum sollte der Mann nicht im Haushalt mithelfen, warum die Frau nicht statt mit dem Mann mit einer Freundin in der City bummeln. Fuer alles findet sich eine Loesung, so lange man vernuenftig miteinander umgeht.

 
At 15 Januar, 2009 13:27, Anonymous herr hase meint...

nicht zu vergessen das es auch viele frauen gibt die durchaus realistisch sehen.
und wenn beide seiten aufeinander zugehen und den anderen als vollwertigen partner sehen dann klappt sowas auch heute noch. eine beziehung ist immer arbeit, in der heutigen zeit gehen aber viele lieber den einfachen weg. schlimm finde ich auch das unsere emanzipierten frauen wenns um scheidung und alimente geht gerne wieder die hilflose sind!!!

naja

 
At 16 Januar, 2009 23:18, Anonymous Anonym meint...

Den Beitrag von Sempai müsste man doch eigentlich löschen oder???Prostitution anzupreisen ist hier ja wohl fehl am Platz, und außerdem sind Freier, WIDERLICH.

 
At 17 Januar, 2009 00:28, Blogger Mick meint...

@Anonym: Hast du einschlägige Erfahrungen?

 
At 17 Januar, 2009 08:23, Anonymous Anonym meint...

Nein.

 
At 17 Januar, 2009 14:06, Anonymous herr hase meint...

was spricht gegen prostitution ???

vielleicht meint er mit paar euro zahlen ja auch das er irgendein mädel abfüllt und dann ....... gell!

hat ja keiner geschrieben das prostitution der beste weg sei usw.
alos locker bleiben

 
At 17 Januar, 2009 14:37, Anonymous Sempai meint...

@Anonym:
Prostitution ist ein normales Gewerbe, das man als Junggeselle ohne Gewissensbisse nutzen kann (als Ehemann ist das ein anderes Thema). Wo ist also das Problem? Ist es etwa besser, sich sturzbetrunken abends in der letzten Kaschemme eine genauso stockbetrunkene Frau zu krallen und am nächsten Morgen einen Schock bekommen? Immer diese Moralapostel -.-

Wie ich geschrieben habe, hat nicht jeder Lust auf immer neue Beziehungen, weil die heutigen jungen Frauen so unmöglich zufriedenzustellen sind.

 
At 17 Januar, 2009 15:53, Anonymous herr hase meint...

80% agree Sempai

aber es gibt auch heute noch frauen mit denen man gut leben kann. aber die meißten von denen hat sich dann schon wer geangelt logischerweise

 
At 18 Januar, 2009 08:41, Anonymous Anonym meint...

Ich persönlich könnte nicht damit Leben, etwas zu unterstüzen woran Menschen Seelisch kaputt gehen, und jetzt komm nicht mit den dem Spruch, das alles freiwillig ist(sehr viele der in Deutschland situirten Prostituirten, sind aus dem Osten, Afrika oder Asien, weil man ihnen etwas vorgegaukelt hat, und sie jetzt einen riesigen Berg von Schulden abarbeiten müssen, und außerdem können die meisten kein Deutsch und ihnen ist der Pass weggenommen wurden, also haben sie keine anderen möglichkeiten.) man muss in irgendeiner Not sein, um sich so etwas auszusuchen, in meiner Welt gehört es verboten, Norwegen hat es vorgemacht, wenn jetzt die anderen Skandinavischen Länder nachziehen, könnte mann Druck auf Deutschland ausüben...

 
At 18 Januar, 2009 10:47, Blogger Mick meint...

du weißt es vielleicht nicht, aber illegale Prostitution und Menschenhandel sind bereits verboten. Für diese Erkenntnis brauchen wir keine Skandinawier.

 
At 18 Januar, 2009 10:59, Anonymous Anonym meint...

Ich meine Prostitution im allgemeinen, ein Totalverbot von allen Formen von "käuflicher Liebe"(und nicht nur illegaler).

 
At 18 Januar, 2009 11:13, Blogger Mick meint...

und warum? Nur weil es dir nicht passt? Wo genau ziehst du die Grenzen? Ist Heirat aus Geldgier schon Prostitution? Ist es Prostitution, wenn man eine Frau zu nem Drink einlädt in der Absicht sie in die Kiste zu locken? Und mit welcher Berechtigung willst du das verbieten? Hat zudem die Prohibition in Amiland nicht gezeigt, daß solche Verbote (oder absurd hohe Steuern darauf, wie uns die Skandinawier seit vielen Jahren demonstrieren) nicht funktionieren? Und haben wir nicht schon ausreichend Verbote?

 
At 18 Januar, 2009 11:39, Anonymous Sempai meint...

@Anonym:
Lass mich raten: Du bist entweder ein glücklicher Ehemann oder sonstwie lieert und hast damit keinerlei Ahnung davon, wie es ist, wenn man als jahrelanger Junggeselle mal Druck hat. Oder willst du etwas, dass einige labile Männer sich lieber die nächstbeste Frau abends im Park packen, weil sie ihren natürlichen Instinkten sonst nicht nachkommen können.

Typisch deutsch: Alles verbieten, was einem selber nicht passt, egal ob Alkohol, Prostitution oder Computerspiele. Lächerlich, dieser typisch deutsche Wahn nach verboten, aber hey, seit wann sind die Deutschen tolerant genug, um andere Meinungen als die eigene zu ertragen?

 
At 18 Januar, 2009 14:50, Anonymous Anonym meint...

Erstens bin ich nicht Deutsch sondern Däne(bin 10 Jahre auf eine Deutsche Schule in DK gegangen), und zweitens kann ich es nicht begreifen, das ihr Prostitution verteidgt, kann sein das ihr aus welchen Gründen auch immer, moralisch resigniert habt oder einfach keinen Respekt vor Frauen habt....ist mir eigentlich auch egal, ihr habt eure Meinung und ich meine.

 
At 18 Januar, 2009 15:02, Blogger Mick meint...

es ist nicht Aufgabe des Staates über die Moral zu wachen und man kann sie ganz sicher nicht per Gesetz anordnen. Sonst haben wir hier ganz schnell Verhältnisse wie im Iran oder anderen Gottesstaaten.

 
At 18 Januar, 2009 20:15, Anonymous Publikumsliebling meint...

ich verstehe nicht,wo das problem liegen soll?wir sind hier nicht in serbien oder der ukraine,wo väter ihre töchter an zuhälter verkaufen und junge mädchen gezwungen werden sich zu prostituieren,um ihre familie zu ernähren.die prostitution in deutschland ist gesetzlich streng geregelt,bordelle
unterliegen einer gewerbeaufsicht,
menschenhandel und zwangsprostitution werden bekämft und was das wichtigeste ist:
sie geschieht auf freiwilliger basis! kaum ein bordell-besucher muss ein schlechtes gewissen haben,
dass er die not eines armen,hilflosen mädchens ausnutzt.
und wenn doch,haben wir in deutschland einen funktionierenden
polizeiapparat und ein sozialsystem,die solche schicksale
verhindern sollen!

 
At 18 Januar, 2009 20:35, Anonymous Sempai meint...

Mir tun dann ja die dänischen Männer leid, die Single sind. Sind dann gezwungen, sich für Sex unbedingt eine feste Partnerin zu suchen oder haben Pech gehabt. Sowas erwarte ich im Vatikan (ok, die haben ja die Messdiener), aber nicht in einem protestantischen Staat. Und wenn Moral heißt, dass der Staat mir in einem Lebensabschnitt sogar mein Sexualverhalten vorschreiben will, dann gute Nacht.

 
At 18 Januar, 2009 20:35, Anonymous Anonym meint...

Verhindern sollen, die Betonung liegt auf sollen....diverse Magazine haben doch herausgefunden das der Anteil von Zwangsprostituireten sehr groß ist, ich glaube um ein drittel vom Gesamten Gewerbe.

 
At 18 Januar, 2009 21:01, Anonymous Unlogicial meint...

nun, wenn man die Dunkelziffern einrechnet, wo illegale Prostitution bereits einfließt, dann glaube ich das sogar annähernd...

Aber das liegt ja dann doch auch wieder an einem selber, wenn ich solche Dienste in Anspruch nehme, muss ich mich wirklich fragen lassen, ob ich nicht ggf. einen Schatten habe, aber die "ganz normale" Prostitution in Deutschland ist doch völlig in Ordnung, sehe da auch überhaupt kein Problem und schon gar keinen Grund, dass sich der Staat da irgendwie einmischen sollte...

Und nein ich habe ganz sicher nicht moralisch resigniert (moralische Werte sind mir ganz im Gegenteil sogar recht wichtig...) Und keinen Respekt vor Frauen kann man mir ganz sicher auch nicht vorwerfen, wobei sich das ja auch umdrehen lässt, auch wenn ihr das in Dänemark ggf. nicht kennt, es geht auch andersrum, auch Frauen können in solche Geschäfte gehen (bloß viel seltener) also respektieren wir in dem Fall auch die Männer nicht (da es bei diesen ja offensichtlich auch möglich ist und wir die Prostitution im allgemeinen nicht verurteilen) daraus würde ja folgern, dass wir uns selbst nicht respektieren und das wiederrum dürftest auch du von uns nicht erwarten...

Keiner erwartet von dir, dass du es gut findest oder es gar selbst in Anspruch nimmst, aber warum man es allen verbieten sollte will sich mir nicht ganz erschließen...

 
At 18 Januar, 2009 23:09, Anonymous herr hase meint...

@ annonym,
ich bin in ner glücklichen beziehung, würde selber niemals zu einer prostituierten gehen von meinem momentanen stand aus. selbst als single nicht. aber wieso muss ich das denn verteufeln?
es gibt auch anständige freier.

 
At 18 Januar, 2009 23:33, Blogger Mick meint...

@sempai: Seit wann leben wir denn in einem protestantischen Staat? Gibts sowas überhaupt irgendwo?

 
At 19 Januar, 2009 02:08, Anonymous Anonym meint...

Die Grenzen zwischen Staat und Kirche sind sicherlich nicht so genau gesteckt wie es zu wünschen wär.
Andererseits gibt es in Amerika eine klare Trennung zwischen Kirche und Staat und man sieht ja was das hervorgebracht hat.

 
At 19 Januar, 2009 12:17, Anonymous Sempai meint...

@Mick: Ich rede von Dänemark, was ja eher zum liberalen Protestantismus neigt als zum stockkonservativen Vatikan mit Parolen wie "Ländern mit hohn Aidsraten hilft Gott ja besser als jedes Kondom".

 
At 19 Januar, 2009 12:41, Blogger Mick meint...

falsch, der Vatikan rät zur Enthaltsamkeit und Monogamie, was generell eine gute Regel ist, wenn man sich vor anderer Leuts Geschlechtskrankheiten schützen will! Das funktioniert besser als jedes Kondom!

 
At 19 Januar, 2009 13:06, Anonymous Mash meint...

@Sempai:
Ich mag diese Argumentation, dass die katholische Kirche ja Schuld wäre an der AIDS-Verbreitung in diversen Ländern, aus folgendem Grund nicht:

- die Kirche verbietet Verhütungsmittel, damit auch Kondome - soweit richtig
- die Kirche verbietet aber auch außerehelichen Sex

Also: zu behaupten, die Kirche würde die Leute zu einem Verhalten bewegen, dass die Ausbreitung von AIDS begünstigt, ist einfach nicht wahr.

 
At 19 Januar, 2009 20:48, Blogger Claus x meint...

@Mash:
Genau so ist es.
@Sempai:
Setzen, 6.

Zum Thema Prostitution möchte ich noch anmerken, dass diese Jungesellen, die ihr Geld an Zuhälter & Co. geben, mit dafür verantwortlich sind, dass Zwangsprostitution um sich greift.

Legal oder nicht: bei dem Bombengeschäft verdienen die Herren immer besser, wenn Sie den Damen nahezu nichts abgeben.
Und so führt das eine zum anderen.
Prostitution ist kein Gewerbe wie jedes andere. Wer das nicht glaubt, kann ja mal selber anschaffen gehen.

 
At 19 Januar, 2009 23:00, Blogger Mick meint...

ich vermute aber mal, daß die meisten Kunden gar keine Junggesellen sind. Denn die könnten ja auch so ne Frau mit nach Hause nehmen. Wahrscheinlich eher gelangweilte Ehemänner.

 
At 20 Januar, 2009 12:16, Anonymous Anonym meint...

Danke Mick, dass du die Grenzen der Männlichkeit für mich abgesteckt hast. Ich studiere Literatur und gehe sehr gerne ins Theater (ganz im Gegensatz zu meiner Freundin, die als Naturwissenschaftlerin Brecht nicht von Dürrenmatt unterscheiden kann). Ich wusste gar nicht, dass mich dass zu einem resignierten, abgehalfterten Opfer des Matriarchats macht! Ich werde mein Leben ändern - Fitnessstudio, nur noch Filme mit Jason Statham und Topfpflanzen schaue ich nur noch mit bösem Blick an, bevor ich sie vom Fensterbrett kicke. Dann bewerbe ich mich um einen Job bei einem Viedeospielemagazin. Ich werde ein Mann, endlich! Danke Mick!

 
At 20 Januar, 2009 12:43, Anonymous Mash meint...

@anonym:
Fitnesstudio schadet übrigens nie, und das sage ich mit meinem nicht geringen Übergewicht, viele Filme mit Jason Statham wie Crank! oder Snatch sind ganz hervorragend, und zwar nicht unter der Rubrik Dumpf-Action.
Und Du brauchst nicht zu glauben, dass ein Literaturstudium Dich hoch über jemanden stellt, der bei einer Computerspiel-Fachzeitschrift arbeitet. Ich kann mich im Gegenteil an die Leute erinnern, die ja einen ach so prfessionellen Background hatten und dann leider als Textchefs und Redakteure Rohrkrepierer waren.

Junge, es gibt auch noch ein Leben da draußen! So eins mit Spaß! Kann man auch als Literaturwissenschaftler wissen. So wie Hemingway oder mein Spezialfreund Henry Miller.

 
At 20 Januar, 2009 13:05, Anonymous Anonym meint...

Gavin:

Oh, aber ich sage ja gar nicht, dass ich besser bin als ein Videospieleredakteur, ich bin anscheinend nur weniger männlich, "domestiziert", wie
Mick es ausdrückt. Ich bringe durchaus den Müll raus. Ich gehe ins Theater. Ich würde zu Hause bleiben und die Kinder versorgen, wenn meine Frau an einem besseren Punkt in ihrer Karriere ist. All das bedeutet nicht, dass ich weniger Spaß habe (oder Jason Statham nicht mag), sondern dass ich nach Micks viktorianischer Definiion weniger männlich bin als er. Daran muss ich arbeiten, wo kommen wir sonst hin? wenn meine Frendin nach Hause kommt, werde ich ihr gleich mitteilen, dass sie den Müll ab jetzt selber rauszubringen hat. Dann schaue ich Fußball und sie muss mir die Panoffeln bringen und für mich kochen. Schluss mit der männlichen Domestizierung!

 
At 20 Januar, 2009 13:33, Blogger Mick meint...

Du bist eben so perfekt domestiziert, daß du auch noch glücklich dabei bist. Ist doch was Schönes der Stubenkater von jemandem zu sein :-) Nur bist du eben nicht emanzipiert, wie uns einige ach so fortschrittliche Damen weißmachen wollen.

 
At 20 Januar, 2009 13:35, Blogger Mick meint...

Aber mal ehrlich: So warst du doch wahrscheinlich nicht immer schon, oder?

 
At 20 Januar, 2009 14:25, Anonymous Anonym meint...

Doch, so war ich schon immer, da ich mit sehr starken Frauen aufgewachsen bin und sie deswegen immer als Prtner, als leichwertig angesehen habe und mein Selbstbewusstsein groß genug ist, dass ich mich nicht als "Stubenkater" sehe, wenn ich mich nicht überkommenen, langweiligen Definitionen von Männlichkeit hingebe. Das verstehst Du vielleicht eines Tages auch noch, Mick, wenn du eine Frau findest, die deine verkrusteten Rollenbilder herasufordert, ohne dabei dein Selbstbewusstsein oder deine Männlichkeit anzukratzen.

 
At 20 Januar, 2009 15:22, Blogger Mick meint...

seufz, der Terminus, den du verwendest ("Starke Frauen", "überkommene Rollenbilder") deutet tatsächlich darauf hin, daß du unter so politaktiven Frauen der 70er und 80er aufgewachsen bist. Glaub mir, es gibt auch ein anderes Leben. Und das ist alles andere als langweilig. Und wo wir beim Thema Vorurteile sind: Nicht alle Frauen, die ihre Männer nicht herumkommandieren und zu Erfüllungsgehilfen ihrer überkommenen Selbstverwirklichungsphantasien degradieren, sind dumme Heimchen am Herd. Männer und Frauen sind nicht gleich. Sie denken und handeln völlig unterschiedlich.

 
At 20 Januar, 2009 15:31, Anonymous Mash meint...

@anonym:
Scheidungskind, alles klar.

 
At 20 Januar, 2009 19:09, Anonymous Anonym meint...

Und wo liegen die Unterschiede? Ich wette, da kommen von Dir nur Klischees und Halbgares, Unbewiesenes. Und sogar wenn Du Recht hast, was hat das mit dem Müll herausbringen zu tun? was hat es mit Herumkommandieren zu tun? Ich lasse mich von niemandem herumkommandieren aber bringe den Müll raus, weil solche Dinge zu einem Zusammenleben dazugehören. Ich gehe ins Theater, aber boxe auch. Ich lese Jane Austen, aber kann meien Familie beschützen, wenn es sein muss. Ich akzeptiere das Recht meiner Freundin auf Selbstverwirklichung, lasse mich aber nicht domestizieren oder kommandieren. Du siehst, du baust Differenzen auf, die es in der Komplexität moderner Beziehungen nicht mehr geben muss.

Gruß, Gavin

PS.: Nein, ich bin in keinem Hippie-Haushalt großgeworden, klassische Rollenverteilung, meine Mutter hat sich als Hausfrau um 6 Kinder gekümmert. Auch da ist deine weltsicht zu schematisch, finde ich.

 
At 20 Januar, 2009 23:57, Blogger Mick meint...

nö,
"Komplexität moderner Beziehungen" klingt leider auch wie aus dem Emma-Abrisskalender. Es geht nicht darum, ob du das tust oder nicht. Sondern ob du es freiwillig tust, oder nur, weil deine Frau es gern so hätte. Fakt ist nun mal, daß Männer anders ticken als Frauen. Welch Wunder, sind ihre Gehirne doch völlig anders verschaltet und der Hormonhaushalt ist auch völlig anders angelegt. Männer interessieren sich nun mal mehr für Technik, Frauen lieben andere Dinge. Männer lösen Probleme gern direkt, Frauen eher auf Schleichwegen. Männer reden untereinander Tacheles, Frauen reden über die Freundin, die gerade nicht dabei ist. Das kann man jeden Tag im Alltag beobachten und natürlich gibt es immer wieder Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Auch ich kenne Frauen, die gern hammerharte Egoshooter spielen, gern dicke Burger mampfen und sich einen Dreck um das schöne Heim scheren. Nur sind die an einer Hand abzuzählen, während der andere Typus (Du würdest ihn wahrscheinlich klischeebehaftet nennen) deutlich häufiger vorkommt. Ist eben so. Und deshalb gilt in der Mehrzahl der Fälle nun mal, daß Männer die von mir aufgeführten Dinge nicht so gern tun. Kein Mann würde z. B. auf einen Subbwoofer eine Topfpflanze stellen, aber so ziemlich jede Frau, wenn sie den nicht gar ganz aus dem Raum verbannen würde. Je älter Frauen werden, desto intoleranter werden sie in diesen Dingen. Und um aufs Thema zurückzukommen: Wenn Männer das alles machen, tun sie das meistens nur um Ärger aus dem Weg zu gehen, statt aus Überzeugung! Das ist keine Emanzipation, sondern Resignation!

 
At 20 Januar, 2009 23:59, Blogger Mick meint...

Und um doch noch mal meine schematische Weltsicht zu bemühen: Von den sechs Kindern warst du aber der einzige Junge und wahrscheinlich der jüngste, oder?

 
At 21 Januar, 2009 03:59, Anonymous Anonym meint...

Nein, drei Brüder, vier Schwestern, ich bin altersmäßig in der Mitte. Zu fundamentalen Mann/Frau-Unterschieden: Kann sein, dass es die Tendenzen, die du nennst, gibt (ich gehe nicht davon aus). Mich würde allerdings eine Frau, die den von dir aufgelisteten Charakteristika entspricht, gar nicht interessieren. Meine Freundin steht auf Technik und Chemie, ich auf Literatur. wir würden nicht auf die Idee kommen, uns wegen Einrichtung zu streiten, solche Dinge sind uns schlicht nicht besonders wichtig.

Ich habe einfach oft das Gefühl, dass Männlichkeit an die falschen Dinge geknüpft wird. Kann ich den Müll herausbringen und trotzdem männlich sein? ich finde schon. Und wer in einer Beziehung seine Meinung zu Subwhoofer und Topfpflanze nicht verteidigen kann, der ist sowieso ein schwächlicher Pantoffelheld. Ich würde mich als Feministen bezeichnen, aber die Schlussfolgerungen, die du daraus ziehst (ich lasse mich herumkommandieren, ich lasse mein Leben von einer Frau diktieren) stimmen einfach nicht.

 
At 21 Januar, 2009 05:27, Anonymous James Joyce meint...

@Anonym

Wendest Du eigentlich auch die Sprachvorschläge von Luise F. Pusch (Das Deutsche als Männersprache) an? Ich nehme an, dass Du höchstens den in der Allgemeinheit angenommenen In-Suffix benutzt? Dass wir uns nicht falsch verstehen. Viele Themen, die durch die feministische Bewegung angestoßen wurden, hatten durchaus ihre Berechtigung, wurden aber zumeist bis ins Groteske überzogen. Das ist zu entschuldigen, da es nach jeder kleinen Revolution jene gibt, die Morgenluft wittern und davon in einen ekstatischen Rausch versetzt werden, welcher am Ende (Klimax) in Degeneration und Größenwahnsinn kulminiert. Bevor Du mich nun einen verdeckt agierenden Mysogenen nennst, verweise ich mal auf Doris Lessing, die die gefährliche Kehrseite des Feminismus herausgestellt hat, ohne wohl deswegen in die genannte Kategorie zu fallen.

Mick hat natürlich auch mit der Aussage Recht, dass es genetische/biologische Unterschiede gibt, welche in der Evolutionsgeschichte des Menschen zu verorten sind. Frauen werden nie so schnell laufen können wie Männer. Nie so gut Fußball spielen wie Männer usw. Wir hingegen werden nie in den großen Genuß einer Schwangerschaft kommen (Penisneid vs. Schwangerschaftsneid).

Sicher ist das in der heutigen Zeit eine zu vernachlässigende Fähigkeit. Aber bei diesen Beispielen hört es nicht auf. Mick hat ja bereits den anders gelagerten Hormonhaushalt angesprochen. Manche Konzeptionen des Feminismus sind nichts weiter als naiver Idealismus. Man sollte sich also nicht zum Don Quichotte machen (Ritterromane lesen und die Welt so interpretieren).

Wir sind nun deswegen sicher keine Männer, wie sie in den Romanen von Gaskell, Austen, Dickens oder Brontë vorkommen.

 
At 24 Januar, 2009 02:56, Anonymous jessy meint...

@anonym:
deine beschreibung von einem mann gefällt mir. den würde ich lieber nehmen als so 'ne altmodische pascha-figur. lass dich nicht unterkriegen und spar deine energie für schönere dinge. beleidigung scheint in diesem tollen blog die häufigste reaktion auf die darlegung eines anderen standpunktes zu sein.

@mick:
ich kann schlecht einschätzen, wieviel ironie/sarkasmus in deinen kommentaren steckt. irgendwie strotzten die nur so vor stereotypien. gut, dein letzter beitrag enthält zumindest ein paar allgemeine, unspektakuläre fakten.

mir scheint, die blog-einträge sind oft nur billige provokation. besucher mit anderen meinungen zu zerpflücken, ist ein spass, den du und einige andere hier als sport betreiben.

mit beziehungskram sollte man dir lieber nicht kommen. hast du da nennenswerte erfahrungen? ;)
(billig provozieren geht einfach)

@james:
so sieht m.e. ein meinungsaustausch aus.

 
At 24 Januar, 2009 14:41, Blogger Mick meint...

ob dir so ein Mann gefällt, der unter Selbstaufgabe gern den Stubentiger spielt, ist gar nicht Thema dieses Postings. Es geht nur darum, dass ihr Frauen einfach mal einsehen müsst, daß die wenigsten Männer so sind. Wer sich so gibt, schauspielert meist nur und das nicht ewig lang. Warum werden denn so viele "moderne" Ehen von ach so "moderenen Menschen" geschieden? Weil völlig unterschiedliche (meist überzogene) Erwartungen bestehen, über die vorher nie gesprochen wurde. Und Klischees kann es ja nur geben, wenn Wahrheit darin steckt. Meine "Stereotypen" findest du überall in der Mehrheit der Bevölkerung. Das Problem heutzutage ist, das Frauen keinen "Pascha" wollen (auch son Wort aus der Emanzensprache), selber aber sehr wohl verwöhnt werden wollen. Bei Problemen ist stets der Mann schuld, und die "beste Freundin" bestätigt euch dann auch noch darin. Beziehungen (ja, auch ich hatte schon die eine oder andere) basieren nun mal darauf, daß man den anderen respektiert. Aber das gilt für Männer wie Frauen gleichermaßen. Wer seinem Mann den verstehenden Softie abverlangt, aber gleichzeitg auch den knallharten Kämpfer erwartet, darf sich nicht wundern, wenns über kurz oder lang Probleme gibt. Dann kommt ganz schnell die Lieblingsausrede "Mit dir kann man einfach nicht reden", und die Dame erklärt sich zur moralischen Siegerin, wiederum unterstützt von der "besten Freundin". (Über die sie allerdings ansonsten lästert, daß sich die Balken biegen.)
Zum Stil in diesem Blog: Als Journalist bin ich es gewohnt die Dinge klar und deutlich beim Namen zu nennen, und mich nicht hinter irgendwelchen Literaten zu verstecken, mit deren Zitaten ich verklausuliert meine Meinugn kundtue. Das ist schlechter Stil (außerhalb von Unis zumindest, dort kultiviert man diese Unart ja sogar noch) Und sei sicher: Wenn ich sarkastisch werden, wirst du das merken. Ansonsten nimm ruhig für bare Münze was ich hier schreibe!

 
At 26 Januar, 2009 10:14, Anonymous Anonym meint...

@Jessy:
Liebe Jessy, wenn der erste Satz eines Kommentars mit ätzender Ironie "Danke, dass Du für mich die Grenzen der Männlichkeit abgesteckt hast" anfängt, muss sich der Autor nicht über entsprechende Antworten wundern, die sachlich im übrigen immer noch richtig, aber in entsprechendem Ton vorgetragen werden.

Dann: Mick hat völlig Recht. Viel zu viele Frauen erwarten von einem Mann, verständnisvoll, zärtlich und ein liebevoller Vater zu sein, außerdem soll er aber auch erfolgreich im Beruf, entsprechendes Selbstbewusstsein und männliche Attitüden haben, damit man ja eine Schulter zum Anlehnen hat. Aber gleichzeitig soll er auch wieder die Frau als gleichberechtigten Partner anerkennen.
So sind vielleicht ein Prozent aller Männer, ich kenne jedenfalls keinen, der so ist.

Umgekehrt wollen Männer heutzutage ja auch gerne eine Frau, die nicht nur wunderschön ist, sondern auch sexy, dazu eine gute Freundin, hervorragende Mutter, schmeißt den Haushalt mit links und ist noch beruflich erfolgreich.

Beides sind Vorstellungen, die schlicht und ergreifend unmöglich sind. Und wenn man dann feststellt, dass der Partner ja gar nicht diesen Wunschvorstellungen entspricht, schickt man sich gegenseitig in die Wüste. Tja.

 

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