Sonntag, 9. November 2008

Tschüss Berlin

Lol, manche Leute haben Probleme. Da regen sich die Sat1-Mitarbeiter auf, ihr Sender könnte von Berlin nach Unterföhring umsiedeln. Dabei tun sie so, als ob Unterföhring mitten in der tiefsten Provinz läge. 12 S-Bahnminuten von der Münchener Innenstadt würde ich jettzt nicht direkt ländlich nennen und nen fetten Luxusbahnhof gibts noch obendrauf. Ist wohl ein akuter Anfall typisch Berliner Arroganz.

42 Comments:

At 09 November, 2008 13:20, Blogger Uli meint...

Ich verstehe ja, daß die nicht begeistert sind, aber da ist wirklich jede Menge Berliner Arroganz dabei. Die würden genauso daherreden, wenn sie mitten nach München umziehen müßten.

 
At 09 November, 2008 13:56, Blogger Phan-Thomas meint...

Vielleicht haben die auch einfach keine Lust, von Berlin nach Unterföhring umzusiedeln? Es wird ja immer von der Forderung nach beruflicher Flexibilität geredet, aber dass dabei der soziale Aspekt auf der Strecke bleibt und man in diesem Bereich quasi in der Steinzeit neu beginnen muss, das kann's doch auch nicht sein. Da würde ich nicht von Berliner Arroganz sprechen.

 
At 09 November, 2008 14:12, Blogger Mick meint...

Hä? Steinzeit? Im Berufsleben muss man nun mal flexibel sein, das gilt ganz besonders für die Medienbranche. Und es gibt wahrlich schlimmere Orte als München. Und wenn die ganze Firma umzieht, kann man wohl kaum von Steinzeit reden, man behält ja all seine Kollegen. So gut haben es andere wahrlich nicht. Manchen scheint es einfach immer noch zu gut zu gehen.

 
At 09 November, 2008 14:20, Blogger Phan-Thomas meint...

Na ja, es ist schon ein Unterschied, ob man in Berlin wohnt oder in München. Es gibt auch Leute, die haben andere Menschen um sich als ihre Kollegen. Und was ist mit Lebenspartnern, die dann eventuell auch umsiedeln müssen? Arbeiten ja nicht alle in der gleichen Firma.

Ich selbst bin jetzt auch schon quer durch die Republik gereist. Von mangelnder Flexibilität kann da keine Rede sein. Aber viele Leute möchten nicht zu weit von daheim weg. Das hat auch was mit "sich wohlfühlen" zu tun. Ich hab mich zum Beispiel als gebürtiger Brandenburger mit dem deutschen Süden nie anfreunden können. Bin da überall angeeckt. Ich weiß, das liegt immer auch an einem selbst. Aber es ging und geht auch Freunden von mir so - nicht allen, so viel geb ich zu. Jetzt hock ich Rheinland und fühl mich hier vergleichsweise wohl. Bin also kein "Heimscheißer". ;-)

Kurz gesagt: Es gibt einfach Leute, die möchten ihr gewohntes Umfeld nur ungern verlassen. Das muss man für sich selbst nicht verstehen, aber man sollte es akzeptieren können. Ich kann deren Gram durchaus nachvollziehen.

 
At 09 November, 2008 14:24, Anonymous Basileus meint...

Es ist ein akuter Anfall von Arroganz, Leute, die evtl. Familie haben, Häuser etc. als arrogant zu bezeichnen, wenn sie sich darüber aufregen, quer durch die Republik versetzt zu werden...

 
At 09 November, 2008 14:29, Blogger Mick meint...

Nein, sowas kann ich überhaupt nicht verstehen. Wer an einem Ort festklebt darf sich dann aber nicht beschweren, wenn er leider keine Arbeit mehr hat. Die Arbeit kommt nicht zu dir, sondern du musst zur Arbeit kommen. Du bist ja auch weggezogen, egal ob ins Rheinland oder nach München. Diese Sat1ler jammern auf hohem Niveau. Außerdem sind sie ja nicht unschuldig an der Entwicklung. Wer sich deren Entwicklung der Zuschauerzahlen anguckt, fragt sich unweigerlich, ob da wirklich die richtigen Leute für den Job arbeiten. Ich würde ja auch nach Berlin ziehen (das ich persönlich nur wenig mag) oder nach Hamburg, wenn der Job es verlangen würde. Als gebürtiger Westfale bin ich schließlich auch weit weg, vom ehemals gewohnten Gebiet. Und die lieben Angehörigen müssen dann eben mit, sowas lässt sich immer regeln. Ist ein sehr deutsches Problem, daß Leute tatsächlich meinen, da wo sie geboren sind, müssten sie auch sterben und sie hätten ein angeborenes Recht auf Arbeit in Heimatnähe.

 
At 09 November, 2008 14:31, Blogger Mick meint...

@basileus: Nö, so ist die Welt. Wo liegt das Problem? Andere Menschen verlassen ihr Heimatland, weil sie Arbeit suchen, da ist ein Umzug von Berlin nach München nun wirklich ein Katzensprung. Aber wie beireits gesagt, ist ein typisch deutsches Problem.

 
At 09 November, 2008 14:32, Blogger Mick meint...

außerdem geht es vornehmlich darum, daß die auch noch so tun, als würden sie in die tiefste Provinz umziehen. Das ist echt lächerlich.

 
At 09 November, 2008 17:37, Anonymous Anonym meint...

Von Berlin aus gesehen ist München nunmal ziemlich tiefe Provinz. Da beisst die Maus keinen Faden ab, wie man so schön sagt.

Aus einer extrem liberalen Stadt (Wowereit!) in ein CSU regiertes Land zu ziehen, wer will das wirklich?

Schau mal genau hin, wo heutzutage sowas wie Filmpremieren stattfinden, wo sich die Staatsgäste die Klinke in die Hand geben, wo, um es mal so zu sagen: Die Hauptstadt ist. In München sicher nicht.

Zudem geht es bei so einem Firmenkomplettumzug nicht nur um hippe AnsagerInnen, sondern auch zu einem großen Teil um Sekretärinnen, Kabelträger, Hausmeister, etc. pp. Und von denen "gobale Flexibilität & Mobilität" zu verlangen ist nu wirklich etwas albern.

 
At 09 November, 2008 18:33, Blogger Phan-Thomas meint...

Okay, wenn man als Berliner München als Provinz bezeichnet, kann man schon von einer Art Arroganz sprechen. Da geh ich natürlich mit. Ich denke halt nur, dass manche Menschen ihre Lebensschwerpunkte eben eher in den privaten Bereich legen. Dass sie wegen der Arbeit eventuell trotzdem umziehen müssen, kann man dabei nicht von der Hand weisen. Aber ich kann schon verstehen, dass sie das nicht schön finden und sich darüber ärgern. Hinzu kommt, dass ich nicht verstehen kann, weshalb man überhaupt einen Standpunkt verlegen muss. Macht das wirtschaftlich Sinn?

Denn den Sinn, da geb ich dir ganz Recht, sucht man bei Sat1 und Co. derzeit wirklich leider allzu oft vergebens. Man muss sich dort nicht wundern, dass die Quoten sinken, denn nicht jeder möchte sich den ganzen Abend von Trash-TV berieseln lassen. Irgendwann ist's dem etwas gebildeteren Proband dann eben doch mal zu viel (was nicht heißen soll, dass ein bisschen Trash im Fernsehen schlecht wäre). Ich würde das aber nicht den Leuten in die Schuhe schieben, die jetzt umziehen müssen und sich ärgern, sondern vor allem der Chefetage, die ja scheinbar auch auf so grandiose Ideen kommt, mal eben einen dicken Standort komplett zu verlagern. Ich denke, gutes Programm könnte man von überall aus machen.

 
At 09 November, 2008 19:44, Blogger Mick meint...

@Anonym: Da kann nur jemand sagen, der noch nie in München war. Filmpremieren? gibts hier jede Menge. Filmpreisverleihungen (Bambi, bayerischer Filmpreis) etc. auch. Du willst Staatsbesuche: Finden praktisch jeden Tag statt, erkennt man an den Absperrungen. Und auch sonst noch jede Menge, was an Kultur interessant ist, Filmstudios und und und. Und hier muss man nicht befürchten, an einem Maifeiertag in eine Straßenschlacht reinzugeraten, weil ein paar wildgewordene Asoziale mal wieder Randale machen müssen. Das ist wirklich sehr liberal. Außerdem gibt es hier einen richtigen flughafen, der den Namen auch verdient, und die Stadtfinanzen liegen nicht im tiefsten Keller. Zudem scheint dir nicht bekannt zu sein, dass die SPD in München regiert, aber auch dazu hätte man mal hier gewesen sein müssen. Nicht, dass das wirklich wichtig wäre. Und eine Stadt, in der die SED an der Macht ist kann sooo liberal wohl auch nicht sein, oder? Das ist eher ein Ausdruck, dass zu viele Berliner offensichtlich noch nicht in der Bundesrepublik angekommen sind. Und wer bei Sat 1 nicht mit will, kann ja da bleiben und gemeinsam mit Herrn Wowereit sich einreden, Berlin wäre zwar arm, aber sexy. Wobei ich wirklich nicht wissen will, was der Kerl unter "sexy" versteht... @phan: Es geht ja einfach darum, alles zusammen zu legen, um Doppelbereiche einzusparen. Das ist doch sehr verständlich, denn mal im Ernst, diese ganzen Boulevardmagazine kann auch eine einzige Redaktion machen. Und auch bei der Verwaltung lässt sich so einiges einsparen. Außederm ist in Unterföring ja jede Mange anderer Infrastruktur, geschaffen vom Bayerischen Rundfunk und den ZDF-Studios, die es hier schon seit Jahren gibt und natürlich auch dem, was Pro 7 hier schon seit Jahren geschaffen hat. Wirtschaftlich gesehen sind zwei Standorte völliger Blödsinn, inhaltlich sowieso.

 
At 09 November, 2008 19:47, Blogger Mick meint...

@anonym: Ach ja noch was: Ein umzug von Berlin nach München hat nur wenig mit "globaler Flexibilität" zu tun. so mobil muss jeder Frittenbuderverkäufer sein.

 
At 09 November, 2008 19:50, Blogger Mick meint...

@phan;: ach ja, noch was wegen Qualität des Programms: Das kann man einer Geschäftsleitung sicher nicht in die Schuhe schieben. Wei gut man etwas macht, ist immer noch Sache der Redaktionen. Wer sich z. B. deren Nachrichten anguckt, rollt doch mit den Zehennägeln. Da stinkt ausnahmsweise mal nicht der Fisch vom Kopf, sondern aus den tiefsten Eingeweiden.

 
At 09 November, 2008 21:06, Anonymous Basileus meint...

Ich bleibe dabei: Man kann leicht reden, wenn man kein Haus gebaut und keine Familie gegründet hat.
Oh ja, reiß mal einen Achtjährigen aus seinem sozialen Umfeld, verkauf doch das Haus unter Wert, ist ja alles kein Problem, man muss ja flexibel sein...

München ist sicher keine Privinz und die Probleme mögen auch hausgemacht sein, aber dass diese Leute nicht laut Hurra schreien, dafür habe ich vollstes Verständnis und sie deswegen niederzumachen zeigt, mit Verlaub, nur eigene Arroganz und Borniertheit.

Da hätte ich mehr Einfühlungsvermögen erwartet von jemanden, der auch schon ein gewisses Maß an Lebenserfahrung aufweisen kann.

 
At 09 November, 2008 22:38, Blogger Mick meint...

oooch, der arme Achtjährige... für Kinder ist das gerade kein Problem, neue Freunde findet man schnell. Das gilt übrigens auch für Erwachsene. Und wer ein Haus baut sollte sich vorher gut überlegen, ob er nicht doch mal umziehen muss. Dass das nicht der Idealfall ist, ist klar, aber gleich wie die den Untergang des Abendlandes zu propagieren, ist schon heftig. Und es ist eben nun mal so: Nichts ist für die Ewigkeit und gemütlich war gestern! Daran müssen sich auch deutsche Arbeitnehmer (übrigens auch alle anderen wie Sebstständige und Arbeitgeber) gewöhnen. Und nirgendwo in unserem Land ist es so mies, dass man da nicht leben könnte. Wer auf so hohem Niveau klagt, hat wohl wirklich keine echten Probleme.

 
At 09 November, 2008 23:21, Anonymous Toast meint...

Kriegen die denn eine Gehaltserhöhung, entsprechend der Unterschiede der Lebenserhaltungskosten zwischen Berlin und München? Wenn nicht, kann ich sie einigermaßen verstehen.

 
At 09 November, 2008 23:42, Blogger Mick meint...

was weiß ich, das ist ja alles noch nicht Mal fest beschlossen. Es geht mir eher darum, dass einige Leute gleich meckern, wenn sie mal umziehen müssen. Vermutlich wird denen sogar der Umzug noch bezahlt, sowas ist ja üblich.

 
At 09 November, 2008 23:44, Anonymous Dietmar meint...

Gibt es plausible Gründe für den Umzug von Sat1 nach München?

 
At 10 November, 2008 00:02, Blogger JohnnyJustice meint...

Ja, stehen weiter oben.

 
At 10 November, 2008 00:17, Anonymous Dietmar meint...

Klingt nach Kostenreduzierung. Sieht so aus, als müssten sie kleinere Brötchen backen.
Naja, wenn Sat1 von heute auf morgen abgeschaltet und ich nicht zufällig aus anderen Medien davon erfahren würde: es täte wohl eine Weile dauern, bis es mir auffällt.

Momentan gibt es ja keine aktuelle Star-Trek-Serie und einen anderen Grund wüsste ich nicht, da einzuschalten.

 
At 10 November, 2008 00:30, Blogger Mick meint...

@dietmar: na ja, die müssen wegen ihrer seit Jahren schwachen Quoten und Serienflops eben sparen, also hat man angedacht (beschlossen ist da wohl noch nix) Sat1 mit der Pro 7 Schwester eben in Unterföruing zusammenzulegen um gemeinsam Resourcen zu nutzen. Klingt für mich sehr plausibel, ob das was hilft, steht auf einem ganz anderen Blatt. ein Umzug allein, spart sicher Geld wird aber sicher nicht alle Probleme vom schwachen Sat1 lösen. Da gucke ich auch höchstens mal, wenn die nen Kinofilm zeigen, den ich noch nicht kenne, also sehr selten. Der Rest des Programms ist komplett zu vergessen. Deshalb punkten die auch nur im Nachmittagsprogramm, wenn Barbara Salesch und Co. so um die 20 Prozentquoten schaffen. Ansonsten liegen sie aber so hinter ziemlich jedem Sender mit Vollprogramm zurück.

 
At 10 November, 2008 01:39, Anonymous Dietmar meint...

Vom klassischen TV-Gucken bin ich schon seit Jahren weg. Das gibt es nur noch bei Liveübertragungen vom Sport.
Ansonsten zeichne ich auf, was mich interessiert und schaue es, wenn ich Zeit und Lust habe.

 
At 10 November, 2008 07:52, Anonymous Thorwald meint...

Ich kenne Berlin sowie München. Eigentlich halte ich nix von Pauschalisierungen. Aber wenn ich mich festlegen müsste, dann würde ich ehr die Münchener als arrogant bezeichnen.

Aber München ist ja auch Deine Stadt, in der Du jahrelang gelebt hast. Von daher ist die super. Und Gamestar hast ja auch Du aus der Traufe gehoben. Deswegen war die damals super (und ist jetzt scheiße).

Meine achtjährige Tochter neigt auch zur Schwarzweiss-Diskussion, aber mit der Zeit lernt sie mehrere Aspekte in ihre Meinungsbildung miteinfließen zu lassen.

 
At 10 November, 2008 08:03, Anonymous basileus meint...

Man merkt, dass Du weder Haus noch Familie hast. Eigentlich lese ich dieses Blog gerne, aber diese Arroganz, die gerade auftaucht, ist echt abstoßend.
Thorwald hat schon recht, Schwarz-Weiß-Malerei entschuldige ich bei einem Achtjährigen, ein Mann von weit über 40 sollte in seiner Entwicklung weiter sein.

 
At 10 November, 2008 10:13, Anonymous icke meint...

@basileus

wort!

wettere jetzt noch ein bisschen über den osten mick dann wirst du mein lieblings bild freizeitreporter.

ist wohl ein akuter anfall von typischer bayrischer idotie.

 
At 10 November, 2008 12:31, Blogger Mick meint...

@Thorwald: Ah, du hälst nicht von Pauschalisierungen, tust es dann aber doch mal. Sehr konsequent.
Auch Schwarz-weiß-Diskussionen sind nicht dein Ding, startest sie aber dann doch. Und was deine achtjährige Tochter damit zu tun hat, weiß ich beim besten Willen nicht. Ich hoffe nur, die lernt daß sie in einer Diskussion einfach beim Thema bleibt. Deinen Argumenten merkt man jedenfalls nicht an, daß du das Themas dieses Threads überhaupt mitgekriegt hast.
@basileus: Was haben Haus und Familie damit zu tun? Wenn sich einer meint gemütlich irgendwo einzurichten, dann aber nicht bereit ist, berufliche Veränderungen mitzumachen, sollte er vielleicht bei einer lokalen Behörde arbeiten, aber nicht im Mediengeschäft. DAS verlangt Flexibilität und keine deutsche Gartenzwergmentalität. Übrigens kenne ich viele Leute mit Familie, die hierher gezogen sind, andere sind wieder weggezogen, stets aus beruflichen Gründen. Wenn die das können, warum nicht auch andere? Ach ja, auch bei dir frage ich mich, was meine Argumentation mit Schwarz-weißmalerei zu tun hat? Und was du entschuldigst oder nicht, ist mit ziemlich egal. Lies hier einfach nicht mit, dann ersparst du uns auch derart unhöfliche Beiträge.
@icke: Interessant, wie ich als Westfale unter "bayerischer Idiotie" leiden kann, was auch immer das genau sein soll. Beim nächsten Mal wäre ein differenzierter Beitrag sicherlich wünschenswert.

 
At 10 November, 2008 12:45, Blogger Mick meint...

@alleHäuslebauerhier: Was die meisten Mitglieder der "ich habe Familie und ein Haus"-Fraktion in diesem Blog scheinbar nicht wissen: Beim Fernsehen (wie auch bei den Printmedien) arbeitet man sowieso projektbezogen, will heißen, wenn eine Sendung (oder ein Magazin eingestellt wird) darf man eh meist gehen, wenn kein Folgeobjekt da ist. Also lebt man in dieser Branche sowieso immer auf dem Sprung, egal ob man 10 Kinder und einen schwer vermittelbaren Altbau in Kreuzberg hat oder eben nicht.

 
At 10 November, 2008 13:39, Anonymous basileus meint...

Schon interessant, wie biestig man hier angegangen wird, wenn man eine andere Meinung vertritt.
Ich war unhöflich? Dann lies mal Deine Antworten.

 
At 10 November, 2008 14:07, Blogger Mick meint...

Es geht nicht um eine andere Meinung, sondern deinen Tonfall. "Abstoßende Arroganz" und mir auch noch vorzuwerfen, ich wäre in meiner Entwicklung gestört, zeugt nicht gerade von gegenseitigem Respekt, während ich hier niemanden persönlich angegriffen habe, sondern stets Argumente vorgebracht habe. Merke: Respekt zeigt sich immer nur dem Andersdenkenden gegenüber...

 
At 10 November, 2008 17:16, Anonymous Dietmar meint...

Eine gewisse Mobilität ist in der Medienbranche wohl notwendig.
Als die BILD von Hamburg nach Berlin umzog, gab es durchaus begeisterte Kommentare.
Zwar nicht von den BILD-Leuten, dafür aber von Hamburgern. ;-)

 
At 10 November, 2008 17:29, Anonymous Anonym meint...

ich weiss nicht, warum hier alle auf Mick einhacken. Er hat doch recht. Vermutlich haben die meisten hier gerade keine Familie und sind Schüler oder Studenten. Denn wenn sie eine Familie hätten, würden sich nicht so arrogant einen Wohnortswechsel aburteilen. Wer lieber arbeitslos ist, statt umzuziehen handelt verantwortungslos gegen seine Kinder. Ich musste auch aus dem hohen Norden nach Schwaben übersiedeln. Ja und? Jetzt haben meine beiden Koinder eben Freunde in Schleswig und bei uns in Böblingen.

 
At 10 November, 2008 17:33, Anonymous Anonym meint...

hat eigentlich niemand das Posting richtig gelesen? Mick regt sich doch hauptsächlich darüber aus, dass die Unterföring als Provinz bezeichnen, was ja mal wirklich lächerlich ist.

 
At 10 November, 2008 19:44, Anonymous Frost meint...

Lasst dem Mick doch seine Meinung, ist doch sein Blog. Ausserdem glaube ich wenn ich die letzten Beiträge so lese, das er nur so krass drauf ist, damit in dem Kommentaren richtig was los ist. Und es funktioniert...
Ausserdem kann ein Westfalen der meine Heimatstadt verteidigt kein schlechter Mensch sein.

 
At 10 November, 2008 21:10, Anonymous Anonym meint...

LOL wie lächerlich. Mick zeigt mal wieder, wie viele Vorurteile er mit sich rumschleppt. Allein für "schwer vermittelbaren Altbau in Kreuzberg" müsste man ihn teeren und federn und zeigt, dass er von Berlin keinen Plan hat. Naja, sein typisches "Niveau" halt.

 
At 10 November, 2008 22:17, Blogger Mick meint...

@frost: krass drauf, weil ich von jedermann erwarte, dass er mal für seinen Job den Wohnort wechselt? Was ist daran krass?
@anonym: welche Vorurteile? Werde doch mal präzise. Gibt es denn keine schwer vermittelbaren Altbauten in Kreuzberg? Als ich da das letzte Mal vpr einem Jahr da durchgefahren sind, standen diese verschmierten Häuser jedenfalls noch. Es zeugt übrigens von wenig Toleranz anderen gegenüber, wenn man jemanden wegen seiner Ansichten "teeren und federn" will. Wo exakt liege ich denn falsch, wenn ich sage, daß jedermann für seinen Job mal umziehen kann? Ist das von Berlinern zuviel verlangt? Das würde zumindest die hohen Arbeitslosenzahlen dort erklären.

 
At 10 November, 2008 22:20, Anonymous Anonym meint...

ich finde auch immer diese arroganten Berliner lächerlich. Große Klappe, nix dahinter. 40 Jahre lang haben sie Subventionen von der Bundesrepublik kassiert, dann haben sie die größte Pleite einer deutschen Stadt hingelegt, Kommunisten an die Regierung gewählt, so ziemlich jedes größere Unternehmen vertrieben und halten sich dabei noch für die Größten.
Lieber mick, weiter so, du hast völlig recht.

 
At 10 November, 2008 23:48, Anonymous Jopie meint...

ist schon wirklich komisch, wie diese ganzen Berliner an die Decke gehen, wenn sie mal mit der Realität konfrontiert werden.

 
At 11 November, 2008 01:38, Anonymous Schnabel meint...

Was sich manche hier reflexhaft rausnehmen, geht echt auf keine Kuhhaut mehr. Mick hat nur gesagt, dass Unterföring nicht tiefste Provinz ist. Deshalb prügeln so ein paar Berliner Geier gleich auf ihn ein. Muss was mit deren Komplex zu tun haben. Sie wären so gerne eine Hauptstadt, hängen aber komplett am Finanztropf der verhassten Wessies und darben in der brandenburgischen Pampa.

 
At 11 November, 2008 07:12, Anonymous Andreas meint...

Es mag Dein Blog sein, Mick. In Sachen Arroganz und Uneinsichtigkeit stehst Du in keiner Weise nach.

Die von Basileus genannten Gründe sind tatsächlich sehr "fesselnd" bzgl. Wohnort. Zwar mag es nett sein, wenn die ganze Familie umzieht - der Kindergarten und die Grundschule, die Musikschule, der Badminton-Spielclub, die Freunde aus Jugendtagen - all das zieht nicht mit um.

Ja, das alles KANN man sich wieder aufbauen, aber vielleicht hängt man ja auch etwas dran. Das lässt sich offenbar aus Sicht eines familienlosen Egonzentrikers schlecht verstehen.

Argumentative Bissigkeit geht in Ordnung, ohne ein wenig Einsicht für die Lage anderer Menschen kann ich jedoch immer wieder Arroganz dort sichten, wo Platitüden regieren.

Wie wäre es denn mit Dir, hättest auch Du eine Frau und 2 Kinder? Wie LEICHT würde es Dir mit diesem familiären Anhang fallen, die Stadt zu wechseln?

Dich möchte ich gern mal in so einer Lage sehen. Als Einsiedler hat man's immer leichter, wenn's darum geht, seine Zelte abzubrechen.

 
At 11 November, 2008 12:05, Anonymous Vasinger meint...

Meine lieben bayrischen Freunde und Freunde der bayrischen Weltstadt München,

wir alle wissen, wohl auch ihr, dass Berlin nun einmal die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland ist. Und nicht München, gell? Selbst in früheren Zeiten war es nie München. Da hatte sogar Bonn den Vorrang vor München. Das hat natürlich seine Gründe. Nicht etwa weil München keine schöne Stadt ist, nicht etwa weil München nur für das Showgeschäft, Fußball, Bratwürste usw. repräsentativ genug wäre. Immerhin hat man auch eine sehr repräsentative Universität.

Nein, das liegt (glaab i) mehr in der Mentalität der Bayern begründet. Bayern ist ein wunderschönes Land. Jedenfalls in meinem internen Ranking (neideitsch für Rangliste) ganz oben. Aber unsere Münchner Freunde verkennen wohl, dass Berlin, ganz im Gegensatz zu München, in den letzten Jahrzehnten eine geteilte Stadt war. Das die Lebensader dieser Stadt durchschnitten war, dass es innerhalb der Stadt alles doppelt und dreifach gab. Nicht etwa weil die Berliner dessen bedurft hätten. So eitel sanns dann ah net, gell? Sondern weil es sowohl die bundesrepublikanische Ehre, als auch die Ehre unserer Genossen und Genossinnen beleidigt hätte, dem jeweils anderen Teil unterlegen zu sein. Also baute man im Akkord, musizierte im Akkord, fabrizierte im Akkord. So sehr, dass die Stadt (Kenner werden's wissen) in den 80ern desöfteren von Smogwolken heimgesucht wurde. Nach der Wende ergab sich nun aber ein ganz anderes Bild. Brauchte man drei Orchester? Unzählige Theater? Universitäten? Ämter? Nein, eher nicht. Aber durfte man die Leute dort entlassen? Wo war also die Gerechtigkeit? Sollten nur die aus dem Osten entlassen werden? Nur die Kulturdenkmäler des Osten vernichtet werden? Durfte man das? Natürlich nicht. Wer anderes behauptet, verkennt den Ernst der damaligen Lage und war vermutlich auch noch nie im Osten. Desweiteren ist die Bemerkung, man würde in Berlin Kommunisten wählen, zutreffend. Aber wählt ganz Berlin diese Partei? Eben nicht.

Und bitte, liebe Freunde, behauptet nicht die Teilung läge nun so lange zurück, es dürfte da keine Zusammenhänge mehr geben. Auch hier hilft euch euer Verstand. Fahrt einmal nach Mecklenburg-Vorpommern. Ich bin, als Westdeutscher, in den frühen 2000er mal nach Meckpom gefahren. Mir verging bald Hören und Sehen. Die Leute sind dort nett, zierlich, schön, blass; norddeutsche Gestalten halt. Aber sie singen russische Lieder, sie pfeifen ein Lied auf die Armut ihres kleinen, wunderschönen Bundeslandes und wie man sie ausbeutete. Ich kann sie verstehen. Nein, nicht weil ich glaube, man hätte sie ausgebeutet. Sondern weil dort Tag für Tag junge Menschen fortziehen. Städte entvölkern, Landstriche vereinsamen. In alle Welt verstreut. Heimat zerstoben.

Der Schuldenberg der Stadt Berlin ist kein Resultat schlampiger Wirtschaft, also den Produktionsbedingungen (Arbeiter, Fleiß, Fabriken etc.) in Berlin geschuldet, sondern ein Resultat wohlkalkulierter Mißwirtschaft, um im Gegenzug die soziale Stabilität zu wahren. Es ist natürlich schiefgegangen. Aber erst sehr viel später. Die soziale Bombe ist später geplatzt. Da konnte man dann nicht mehr mim Finger zeigen und sagen: Ick fin dit unjerecht,wa, die entlassen ja och nur die Ossis, wa.

Die Wiege der deutschen Zivilisation lag ohnehin nie in Bayern, auch nicht in Berlin. Obwohl es natürlich zu späteren Zeiten sehr viel feinsinnige Leut aus Preußen und Baden-Württenberg gegeben hat. Nein, diese Wiege liegt in Rheinland-Pfalz, heute mit dem Saarland tiefste deutsche Provinz. Worms, Speyer, Mainz, Trier haben noch den mittelalterlichen Rittersmann mit der Zunge schnalzen lassen. München wurde da übrigens erst gegründet aus ein paar Bauernsiedlungen, wie auch Berlin aus ein paar Dörfern. Ob Berlin oder München ist eine Frage, die schon vor Jahrhunderten die Gemüter erhitzte.

Kehren wir doch auf den eigentlichen Punkt der Debatte zurück. Sind Berliner arrogant, wie es unser Mick vermuten lässt: Nah. Denn er begeht in seiner Logik einen einschneidenden Fehler. Wir haben ja gesehen, dass Mick behauptet Medienleute müssten desöfteren den Wohnort wechseln.

Demnach haben die Leute von SAT 1 gewiss schon einmal ihren früheren Wohnort in die Stadt Berlin verlegt und müssen es, sehr zu ihrem Leidwesen, erneut tun.

Ergo: Es können ja dann keine "echten" Berliner sein. So wie auch der Mick sich heute noch als Westfale bezeichnet, womit er nur sagt, dass er aus dem Stammgebiet derer kommt, die man heute noch als Sachsen bezeichnet.

So, und nu a mal noch a Wort. Ich lebe in Frankreich und bin aus Deutschland fortgezogen. Meiner Heimat bin ich indes noch treu gesinnt. Ein kerngesundes Land *pfeif*. Ich lebe einsam, zurückgezogen, ohne Frau und ohne Kegel äh Kind. Und dennoch: Ich würde niemals meine Prinzipien, meine gesammelte Schablonensammlung an andere Menschen anlegen. Denn: es mag manchen leicht fallen neue Türen aufzustoßen und manchen schwer; was wäre menschlicher? Darum habt ein Nachsehen mit denen, die es schwer haben. Schimpft zur Begrüßung nicht noch über ihren Kummer, sondern seid gute Nachbarn und helft ihnen sich einzuleben. Versteht es nicht als Beleidigung, wenn sie euren Landstrich, wo auch immer der in Deutschland liegen mag, nicht zu schätzen wissen. Wie könnten sie auch? Denn der Ort ist nur eine unbekannte Vokabel für sie, darauf harrend mit allerlei Vorstellungen ausgefüllt zu werden.

 
At 11 November, 2008 13:05, Blogger Mick meint...

@andreas: wie gesagt, das ist eine sehr deutsche Einstellung, woanders sieht man das deutlich lockerer und zeugt lediglich davon, dass es einigen Leuten zu gut geht. Denn erst kommt die Arbeit, dann der Rest. Mich deswegen als "familienlosen Egozentriker" darzustellen, ist aber reichlich haltlos. Stell dir vor, auch ich habe Freunde UND Familie hinter mir gelassen, als ich dereinst hierher zog, eben WEIL es hier Arbeit gab und in meiner Heimat nicht. Und stell dir vor, wiederum habe ich hier Freunde gefunden und nur weil ich nicht gleich heirate und es deshalb offiziell nicht als "Familie" gilt, heißt das nicht, daß ich hier ein einsamer Egozentriker und Einsiedler ohne Anbindung an meine Umwelt bin. Ganz im Gegenteil, wer hier lange einsam bleibt, ist selber schuld. Nur, wie ich oben auch schon gesagt habe, würde ich jederzeit auch hier wieder wegziehen, wenn mein Job das erforderte, meinetwegen sogar nach Berlin oder sonstwohin. Oder fändest du es besser, wenn Leute lieber arbeitslos sind, dafür aber am Heimatort festkleben? Wohl kaum. Und noch mal: Eigentlich ging es mir nur darum diese Berliner Arroganz herauszustellen, daß sie Unterföhrung als zu provinziell betrachten, als daß sie ihren Hauptstadthintern hierher bewegen. DAS war das Thema und dieser Arroganz bin ich tatsächlich bislang bei jedem Berliner begegnet, den ich kenne, und ich kenne eine ganze Menge.
@vasinger: Es geht hier nicht um München oder Berlin, es geht darum, daß einige Leute lieber arbeitslos herumhängen, statt ihren Hintern dahin zu bewegen, wo er Arbeit gibt. UND eben darum, daß Unterföhring nun wahrlich keine tiefe Provinz ist. Aber wahrscheinlich würden diese Berliner das auch über Köln, Hamburg oder sonst eine Metropole behaupten.

 
At 13 November, 2008 11:27, Anonymous Mash meint...

@andreas:
Mick hat völlig recht: wer in der Medienbranche arbeitet, muss damit rechnen, zuweilen umziehen zu müssen, eben weil sich die Medien auf unterschiedlichen Standorten konzentrieren.

Was Haus, Familie usw. angeht: was ist z.B. mit Bundeswehrsoldaten? Die werden gerade in jüngeren Jahren, wenn die Kinder auch noch jung sind, fast jedes Jahr versetzt. Und nu?

Das hängt also wohl vom gewählten Job nicht unwesentlich ab. Mick hätte es anders ausdrücken können, hat aber nichtsdestotrotz recht.

Kurz was zu Berlinern und Münchnern: Münchner sind idR wie viele Bayern eher grantiger, echte Arroganz begegnet einem erst in der "upper class", von denen es hier natürlich recht viele gibt. Nur in Berlin habe ich sowohl beim ersten (1986) als auch beim zweiten (1997) Besuch geschafft, aber auch sofort mit jemandem aneinander zu geraten.

Die haben halt ihre eigene städtische Arroganz, die sich aus wasweißich speist, zusammen mit dem Glauben, Nabel der Welt zu sein. Und das geht mir als Ruhrgebietler tierisch auf den Sack, gerade der Punkt, den der Mick meint: nämlich Unterföhring als Provinz zu bezeichnen. Was ein Schwachsinn, der aber exakt genau aus dieser Einstellung heraus resultiert.

 

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