Mittwoch, 29. Oktober 2008

Sprachlos

Das habe ich heute morgen per Mail gekriegt, wie vermutlich ein paar tausend andere auch. Ehrlich gesagt bin ich sprachlos, wenn ein der Objektivität verpflichtetes Testmagazin Reklame für ein Spiel mit offensiver Kaufaufforderung an seine Leser verschickt, die dem Heft ja vertrauen. Dazu fällt mir nix mehr ein... - gar nix ... oder doch, der Header dieser Mail: Jede Seele hat einen Preis...

50 Comments:

At 29 Oktober, 2008 10:58, Blogger Eresthor meint...

Die Gamestar rutscht immer weiter ab, das habe ich hier im Blog ja glaube ich auch schonmal beklagt.
Wenn man die Chefredaktion darauf hinweist, daß man als Leser eine klare Trennung zwischen redaktionellem Teil und Werbung zu schätzen weiß, reagiert sie ziemlich gereizt. Und der Pressekodex scheint für diese Herren mehr eine freundliche Empfehlung zu sein, die man nicht weiter zu beachten braucht. Das ist BLÖD-Niveau. Wirklich sehr schade.
Diese neue Eskalationsstufe kenne ich nocht nicht, das ist ja wirklich eine Frechheit. Leider kann man als Leser da kaum etwas anderes machen, als die GameStar nicht mehr zu kaufen. Was sehr schade ist, denn sie ist immer noch eins der besseren Magazine auf dem Markt.

 
At 29 Oktober, 2008 11:34, Blogger Mick meint...

echt, die reagieren gereizt? Haste denen mal ne Mail geschickt?

 
At 29 Oktober, 2008 12:30, Blogger Eresthor meint...

Ja, ich habe mit Herrn Lott, der zu der Zeit noch Chefredakteur war, mal ein paar Emails gewechselt. Man muß ihm zugute halten, daß er sich die Zeit genommen hat, sie zu lesen und auch zu beantworten.
Inhaltlich allerdings war er reichlich uneinsichtig, obwohl ich ehrlich versucht habe konstruktive Kritik zu äussern und nicht etwa einfach nur gemeckert habe. Meine Einschätzung, daß diese Art der Vermarktung um jeden Preis erstens Leser verärgert und abschreckt und zweitens gegen die guten Sitten des Journalismus und den Pressekodex verstösst, wollte er nicht teilen. Tenor war, ich solle mich nicht so haben und die Mehrzahl der Leser würde so etwas nicht stören: "Als nächstes wirfst du uns noch vor, Spieletests seinen Werbung."

 
At 29 Oktober, 2008 12:50, Blogger Mick meint...

du siehst mich erneut sprachlos...

 
At 29 Oktober, 2008 12:56, Anonymous Alien426 meint...

Wie lange mag es noch dauern, bis man als Abonnent des GameStar-Newsletters nicht mehr "nur" Werbung für Konsolenspiele, sondern auch für Rasenmäher, Autos und Shampoo bekommt. Der Verlag (ich gehe davon aus, dass sowas nicht aus der Redaktion kommt) muss ganz schön verzweifelt sein.
Ist ein Preis nicht eine quantitive Angelegenheit? Warum dann "Wie lautet deiner?" und nicht "Wie hoch ist deiner"? Und warum werden die Leser von GameStar auf einmal geduzt?

 
At 29 Oktober, 2008 13:00, Anonymous Grinder meint...

Dafür hat die Gamestar ja mal wieder publikumswirksam ihre eigenen ach-so-strengen Statuten überarbeitet.

 
At 29 Oktober, 2008 13:30, Anonymous Anonym meint...

Wobei, Spieletests SIND Werbung. Wenn sie gut ausfallen, FÜR und wenn sie schlecht ausfallen GEGEN den Kauf eines Spiels. ;)

 
At 29 Oktober, 2008 13:46, Blogger Mick meint...

@anonym: Nein, mit Werbung ist ja bezahlte Werbung gemeint oder Reklame, wie man das früher mal nannte. Und damit hat ein seriöser Spieletest ja nun wirklich nichts zu tun.

 
At 29 Oktober, 2008 13:51, Blogger Mick meint...

@alien: Verlagsleiter ist derzeit Andre Horn, früher mal Chefredakteur bei GamePro. Und unter dem bezeichnenden Titel "Director of Online and New Business" arbeitet Gunnar Lott, ehemaliger Chefredakteur von GameStar. So weit ist das also nicht von der Redaktion entfernt. Jetzt weiß ich zumindest, was mit "New Business" gemeint ist.

 
At 29 Oktober, 2008 14:29, Anonymous dwp meint...

Schön ist das wirklich nicht. Aber ich neige trotzdem dazu, auch die "andere Seite" zu verstehen.

Die armen Jungs von der Verlagsleitung und Chefredaktion bekommen knallharte Renditeziele vom Eigentümer vorgeschrieben. Und wenn sie diese einmal, zweimal, dreimal nicht erreichen, dann dürfen sie sich im JobCenter schonmal ne Nummer ziehen...

Gut finde ich solche "Grenzübertritte" deshalb noch lange nicht. Aber ich kann zumindest nachvollziehen wie man sich so als "Renditesklave" fühlt und wie wenig Verständnis man in bestimmten Lebenslagen für "ethisches" Gedusel hat.

 
At 29 Oktober, 2008 14:41, Blogger Mick meint...

Man kann sich diesem Druck durchaus widersetzen, haben wir seinerzeit ja auch hingekriegt, denn damals gabs auch schon "Renditeziele". Die erreicht man aber durch eine hohe Auflage und die erreicht man wiederum nur mit Qualität und dem Vertrauen der Leser. Und dieses "ethische Gedusel", wie du es nennst, sorgt letztlich dafür, daß Leser das Heft kaufen. Wer das Vertrauen seiner Leser derart strapaziert braucht sich nicht zu wundern, wenn er mittlerweile unterhalb der Verkaufszahlen der Startausgabe liegt. Merke: Es ist nicht immer der ach so böse Ami-Eigentümer schuld. Wie sagte Pat McGovern, der König von IDG, auf seinem Besuch in unserer Redaktion seinerzeit so schön: Immer an den Leser denken! Diese Grundlage, der IDG seine Erfolgsgeschichte weltweit verdankt, ist aber mittlerweile wohl in Vergessenheit geraten.

 
At 29 Oktober, 2008 15:10, Anonymous hoschi meint...

ich versteh die Aufregung nicht. Für mich ist das ganze normale Werbung. Oder gehts darum dass oben "GameStar informiert" steht ? Find ich auch nicht schlimm. Das bedeutet doch nicht dass es um redaktionelle Inhalte gehen muss.

Außerdem steht das alles in keinem Zusammenhang mit der innhaltlichen Qualität des Spiels.

 
At 29 Oktober, 2008 15:22, Anonymous Toast meint...

Da will ich ja meine e-Post heute gar nicht überprüfen...

Naja, die Sache mit den Lesern, Mick, ist, dass ihre Zahl wirklich mittlerweile extrem stark rückläufig ist, was die Verlage immer eher zu solchen Aktionen treibt, die aber noch ein paar Leser mehr kosten, sich aber durch die Werbeeinnahmen wohl wieder mehr als aufwiegen lassen.
Es ist eben ein Teufelskreis, der mit dem Schwinden der Wichtigkeit von Printmagazinen, insbesondere in dieser Rubrik, gegenüber kostenlos im Internet einsehbaren Formaten losgetreten wurde.
Das lässt sich auch prima erkennen, wenn man sieht, dass ausgerechnet die Bravo Screenfun, deren angepeilte Alterszielgruppe ich jetzt mal salopp als "Generation Saug-und-Surf" bezeichne, fast drei Viertel ihrer Verkaufszahlen im Vergleich zum letzten Jahr eingebüßt hat.

Da muss ein Magazin schon *wirklich* einzigartige Sachen bieten, die man im Netz nur schwer oder auch gar nicht findet.
Buffed ist da schon mit den Beilagen, Tipps und Karten, finde ich, auf dem richtigen Weg, aber auch die GS bessert sich inhaltlich, und das macht sich bei letzterer wohl auch in den weniger stark rückläufigen Verkaufszahlen bemerkbar.

Was allerdings online abläuft, aber eben vom redaktionellen Teil wirklich getrennt bleibt, ist auch für mich eine recht, nun ja, unangenehme Geschichte.

 
At 29 Oktober, 2008 15:22, Blogger Mick meint...

doch, das ist schlimm. Da wird mit dem GameStar-Logo für ein Spiel geworben und diese Reklame auch noch als "Information" getarnt und per Mail direkt an Leser geschickt. Ich bin mir sicher, die haben das zuvor rechtlich geprüft und befinden sich auf der sicheren Seite, für mich geht das aber schon arg in Richtung "unerlaubte Verbindung von redaktionellen Inhalten und Werbung"

 
At 29 Oktober, 2008 15:40, Anonymous hoschi meint...

Aber das ist ganz klar als Werbemail zu verstehen (und GS lebt nun mal von Werbung). Wer sowas nicht haben will sollte keinen newsletter bestellen. Also ich kann da wircklich nix schlimmes dran finden.

 
At 29 Oktober, 2008 15:50, Blogger Mick meint...

klar, jeder Leser bekommt die Zeitschrift, die er verdient...

 
At 29 Oktober, 2008 16:39, Blogger Eresthor meint...

Wenn Gamestar per Email einen "Newsletter" versendet, erwarte ich als Leser auch Nachrichten, also redaktionell aufbereitete Informationen zu Spielen etc und keine Werbung. Wenn GameStar über diesen Kanal Werbung verbreitet, hätten Sie es "GamsStar bewirbt" überschreiben müssen und es als Anzeige kennzeichnen müssen.
Diese Vorschriften sind ja nicht zufällig, sondern sollen es dem Leser ermöglichen Werbung von Information zu unterscheiden. Ich will schließlich wissen, ob ich eine ehrliche Information oder einen bezahlten Jubeltext lese. Bei GameStar ist es aber schön länger Politik, diese Grenze zu verwischen, ich sage nur GameStar-PC. Und das stört mich als Leser sehr.

 
At 29 Oktober, 2008 16:44, Blogger Eresthor meint...

@hoschi: Wenn GameStar so weitermacht, weiß ich als Leser doch nicht mehr, ob die Redaktion ein Spiel wirklich gut findet, oder ob sie nur vom Publisher bezahlt worden ist. Wer will denn sowas dann noch lesen? Dann kann ich mir gleich den neuesten Mediamarkt-Prospekt zur Hand nehmen, der ist dann genauso gut als Kaufberautung.
Und das findest du nicht schlimm?

 
At 29 Oktober, 2008 16:44, Anonymous Sempai meint...

Das Thema GS hat sich für mich eh seit einigen Monaten erledigt. Nicht nur, dass das Heft durch den Weggang der alten Garde keine Seele mehr hat, auch diese Art von Heftführung schreckt mich nur noch ab. Und das, wo ich von Anfang an als Abonnent dabei war.

 
At 29 Oktober, 2008 16:50, Anonymous Eldest meint...

Ich kann dieses mimosenhafte Verhalten nicht verstehen. Mich hats jetzt nicht gestört, lösch ich halt. Sicher, die beste Art ist es nicht, aber deswegen gleich so ein Trara zu veranstalten finde ich völlig überflüssig.
Und was im gegenseitigen Schreiben von eresthor und Gunnar Lott wirklich stand, kann man auch nicht wissen. Wer sagt denn, das Gunnar wirklich so einsichtslos war, bzw. hätte Einsicht zeigen sollen? Niemand.
Die Rückgänge der GS-Leserschaft sind sogar geringer als bei den Konkurrenzzeitschriften wie PCGames. Das ist ein problem aller Printmedien.
Das Buffedmagazin finde ich auch nicht sonderlich intuitiv, was es hervorhebt ist, dass es sich auf Online-Rollenspiel und auch gewöhnliche Rollenspiele konzentriert.

 
At 29 Oktober, 2008 17:31, Anonymous Dietmar meint...

Der "Gamestar-Daily-Newsletter" vom 29.10.2008 ist bei mir noch nicht eingetroffen, aber der Newsletter enthält doch ohnehin nur Links auf die News des Tages.
Was stand denn für eine Absendeadresse in der Mail?

 
At 29 Oktober, 2008 17:59, Blogger Mick meint...

@Dietmar: Das war nicht der Newsletter (den ich gar nicht abonniert habe), sondern eine unverlangte Extramail mit dem Betreff: "Fable II - Jede Seele hat einen Preis"
@eldest: Was ist daran "mimosenhaft"? Und Meister Lotts Meinung zu diesem Thema kenne ich nur zu gut und deckt dich zu 100 Prozent mit Eresthors Kommentar.
Und ein "Lösch ich halt" zeugt schon von hochgradiger Blauäugigkeit. Es geht doch nicht darum, daß du eine Mail löscht, sondern, wie immer mehr redaktionelle Inhalte und Werbung vermischt werden. Mich würde es stören, wenn ich dafür Geld bezahlen würde.

 
At 29 Oktober, 2008 19:16, Blogger Trabbi meint...

Die Anzeichen mehren sich, dass der Leserschwund an die Substanz geht, wobei ich den FC2-Test der GS noch ganz gut fand. Der hat sicherlich diese Prince-of-Persia-Flashvideo-Vorspann-Kampagne gekostet. Bei der oben genannten Kampagne fand ich als zahlender Premium-Kunde besonders übel, dass man den Ton nicht abstellen konnte. :(
BTW: Mich ärgern solche E-Mails auch irgendwie, wobei meine Toleranz schon erschreckend hoch ist. Bei mir ging es - zum Glück - an der Zielgruppe vorbei, ich warte mal auf die erste PC-Spiele-Werbung.

 
At 29 Oktober, 2008 19:43, Anonymous Schnurz-hmpf! meint...

Hm, also ich finde die Gamestar wird immer besser. Ich habe mein Abo seit 1 Jahr und werde es auch verlängern. Ich glaube überhaupt nicht mehr an unabhängigen Spielejournalismus, sämtliche großen Magazine stehen unter dem Druck der Spieleindustrie. Aber die GS ist nach zumindest gut produzierte Unterhaltung. Ist ja auch was.

 
At 29 Oktober, 2008 19:45, Anonymous hoschi meint...

wenn ihr euch über diese Newsletter-Werbung so aufregt dann müsst ihr euch aber auch konsequenterweise über die normale Werbung im GS Heft aufregen, denn diese ist nicht besser oder schlechter als dieser Newsletter(oder besser gesagt allgemein Werbung).
Da sind doch redaktionelle Inhalte und Werbung genauso gemischt. und da steht auch nicht über jeder Anzeige "Werbung" darüber. Und da regt sich doch auch keiner auf dass aufgrund der Werbung die Redakteure nicht objektiv sein müssten.
Warum bei einem lapidaren Newsletter plötzlich andere Maßstäbe setzen?
Mal abgesehen davon machen nicht die Redakteure diese Werbung , sondern ganz andere Teams. Und mit diesem newsletter haben die Redakteure schon 3x nix am Hut.

Außerdem könnte man sich das beste Heft der Welt abonnieren, irgendeinen Newsletter vollgepackt mit Werbung bekomtm man immer. Aber das macht das Heft ja nicht shclecht!

 
At 29 Oktober, 2008 20:01, Anonymous Georg S. aus Z. bei F. an der K. meint...

Ja, das könnte sein.

Ich finde im übrigen das es die PFLICHT eine Magazines wie Gamestar ist Leser mit unterschwelligen Botschaften und
penetranter Werbung zum Kauf von Spielen zu bewegen.
Mick, sag doch auch mal was negatives über andere Spielemagazine, z.b. PCGAMES oder Screenfun, immer nur GS bashing ist einseitig. Bitte beleuchte als
gewissenhafter Journalist und vielgelesener Blogger das Thema "Miese Spielezeitschriften" von alles Seiten.

Dein treuer Leser

Georg S. aus Z. bei F. an der K.

 
At 29 Oktober, 2008 21:07, Anonymous Anonym meint...

Jetzt mal annerst überlegt, wenn man das wirklich ernst meint, darf eine Spielezeitschrift keinerlei Werbung für Spiele schalten, da es ja wohl egal ist, ob man per Mail einen Newsletter oder im Heft eine Seite für ein Spiel reserviert.

Und Spieletests sind (positiv wie negativ) Werbung. Und manchmal sogar vielleicht bezahlte. :D ;-)

 
At 29 Oktober, 2008 22:20, Blogger Eresthor meint...

Es ist doch immer wieder ehrstaunlich, was heutzutage im Internet frei rumlaufen darf. Gibts im Ganztageskindergarten wieder mal Freigang, oder was?
Naja, zum Thema: Werbung in Zeitschriften ist völlig legitim, wenn sie denn eindeutig als Anzeige zu erkennen sind. Wenn Sie dagegen als redaktioneller Text getarnt ist, ist das nicht nur unanständig, sondern auch verboten. Das verstösst nämlich nicht nur gegen den Deutschen Pressekodex, sondern auch gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.
Ich finds schon sehr befremdlich, daß das hier so wenige zu stören scheint. Mick, sind wir beide vielleicht einfach zu alt? Manchmal hab ich das Gefühl, die Jugend von heute will betrogen werden...

 
At 29 Oktober, 2008 22:27, Anonymous Phil meint...

/agree.
Ich bin seit Jahren Gamestar-Leser und habe natürlich auch deine Ära noch miterlebt. Doch das heute war ein Tiefpunkt. Als ich diese Mail im Postfach sah, dachte ich erst mal an gar nichts mehr. Damals der Brief von Herr Trier bezüglich der Abo-Werbung war ja schon "komisch", aber das heute... unglaublich.
Ich weiß, print ist nicht mehr so erfolgreich wie früher und online-mags sind im Kommen, aber sowas muss doch wirklich nicht sein. Zählt mit den p0rn-werbungen im Heft und der aktuellen Werbung (5 Seiten am Stück, gehts noch?) zu den absoluten Enttäuschungen. Auch der "halbe" Fallout3-Test ist eine Katastrophe.
Hoffentlich sinkt Gamestar nicht.

 
At 29 Oktober, 2008 23:08, Anonymous Huxley meint...

Wenn ich das schon lese...

Hohe Auflagen erreichen viele Magazine heute nur noch, weil sie massenweise Probeexemplare an Fluglinien verticken. Focus, Spiegel, usw. usf. Dadurch steigt die Auflage ins Astronomische.

Also: die neue Gamestar im Flugzeug lesen. Okay, keine Stammkundschaft, aber das wäre ohnehin nicht wichtig. Man würde eh neue Zielgruppen erschließen. Die wahren Verkäufe am Kiosk nehmen seit Jahren schon rapide ab.

Schöne neue Welt...

 
At 29 Oktober, 2008 23:09, Anonymous Anonym meint...

Ich habe u. a. wegen dieser Aktion und verschiedenen anderen Aspekten heute (also, Aufgabe zur Post) mein GS-Abo gekündigt, ebenso meinen Premium-Zugang; ich kann dem Magazin als Leser der Erstausgabe und vieler anderer Magazine (ASM, Power Play als es noch eine Beilage einer anderen Zeitschrift war ...) nicht mehr treu bleiben, zumnindest nicht in dieser Kombination bzw. Zusammensetzung; insbesondere bin ich nicht mehr bereit diese unverschämte Webseite und den ganzen Unsinn (ich bin jetzt hier mal ziemlich pauschal, ist ja hier schon eine Menge dazu geschrieben), den die Redaktion verzapft, auch noch zu finanzieren.

Wenn die irgendwie die Kurve kriegen (wie z. B. der neue James Bond, dem haben die Autoren/Filmemacher auch einen Neustart gegönnt haben - ok, vielleicht hinkt der Vergleich, aber, ihr wisst sicherlich alle, was ich damit sagen möchte), dann könnte ich mir das mit einem neuen Abo des Hefts überlegen; das mit der Webseite kriegen die aber bestimmt nicht hin, das sage ich mal voraus, da beschleicht mich schon wieder ein schlechtes Gefühl. Allerdings, gibt es in München an der VHS keinen Kurs in HTML oder so in der Art, wie gestalte ich meine eigene Seite im Netz! ;-)

 
At 29 Oktober, 2008 23:58, Blogger Mick meint...

@hoschi: das ist eben KEINE normale Werbung. Sondern geht stark in die Richtung redaktioneller Inhalt und sowas ist, wie Eresthor richtig feststellt, generell verboten. Im Fall GS ist es zumindest grenzwertig und bar jeder journalistischen Objektivität. Damit riskiert man seinen guten Ruf und sowas ist tödlich. Darum geht es und nix anderes.
@georg: Weder die PC Games noch Buffed haben mir so eine Werbung geschickt.
@anonym1: Doch, natürlich darf in Spielezeitschriften Werbung stehen. Nur muss sie klar als solche gekennzeichnet sein und nicht als redaktioneller Inhalt getarnt werden.
@eresthor: ja, glaube ich langsam auch, seufz...
@phil: ja, ich war auch sehr schickiert, als ich diese Mail gelesen habe...
@huxley: nee, so funktioniert das nicht, denn die Bordexemplare werden nicht mit in die IVW-Zahlen gerechnet, Geld gibts dafür auch nicht.
@anonym2: Das ist echt traurig, aber ich kanns verstehen.

 
At 30 Oktober, 2008 06:40, Anonymous Anonym meint...

von anonym2 an mick; ja, das ist wirklich schade, ich empfinde das auch so; sprich doch mal bitte mit dem HL, der soll bitte buffed ohne WoW machen; er darf auch einen Schwerpunkt auf Onlinespiele haben, das stört mich nicht; derzeit erscheint mir das Heft zu WoW-lastig, und da ich das nicht mehr spiele, benötige ich keine Infos der besonderen Art aus dem Universum.

Wegen der WoW-Lastigkeit könnte ich mich aber auch irren.

 
At 30 Oktober, 2008 14:55, Blogger Chris meint...

Ja, ich hab die mail auch bekommen. Es war meiner Erinnerung nach die erste, die nicht für GameStar-eigene Produkte wie Sonderhefte etc. geworben hat. Die früheren mails waren so selten, daß sie mich nicht groß gestört haben; aber die hier hat mich geärgert. Denn was ist, wenn Fable II nicht zufällig ein Superspiel mit 85% aufwärts wird? Entweder ist dann die mail Blödsinn oder GameStar "muß" zu gut bewerten.

 
At 30 Oktober, 2008 15:49, Anonymous Stille meint...

Ganz so doll ist das mit der Werbung wahrlich nicht, aber es ist mir wurscht. Ich lasse mich von sowas nicht beeinflussen und bastele auch meine eigene PCs zusammen und brauche keinen mit GS-Star.
Was mich an der Gamestar stört, dass Previews gefühlte 80% des Hefts Previews sind und nur Teile vom Rest Spieletests. Ich meine, dass ist ein Spieletestmagazin. Da will ich lesen welches Spiel ich mir jetzt kaufen kann und nicht irgendwann vorraussichtlich im 4. Quartal 2011.

Die Gamestar ist meine Scheisslektüre (aufm Pott halt). Die Onlineseite ist mir wurscht, Premiumzugang auch, (Werbe-)Newsletter erst recht. Der Ort der Lektüre verlangt halt ungemein nach offline!
Die Spieletests gefallen mir in der GS. Sie machen halt nur einen Bruchteil des Heftes aus.

Nennt mir doch mal brauchbare Alternative. PC-Games spricht mich bspw. nicht an.
Gibt es noch hauptsächliche Spieletestmagazine, denen die Castrop-Brauxel-weite Erstveröffentlichung der zweiten Addon-Preview vom noch nicht erschienen "Far Cry 7 - Hühnersuppe für Kerle" weitesgehend wurscht ist?

Was man sich halt so wünscht ...
.. Stille

 
At 30 Oktober, 2008 17:12, Anonymous Kristian meint...

Naja, schockiert. Dass mitten in den C&C3 Test eine dicke Werbung dafür geheftet wurde, dass fand ich interessanter. Denn die hätte da wahrscheinlich nicht geprangt, wenn im Test nur eine 68 herausgekommen wäre.

Hat nun der Publisher auf die Qualität seines Produktes vertraut oder wurde er unter der Hand über die erreichte Note informiert oder ...? Wie der große Stefan Raab bei Switch Reloaded sagte: Man weiß es nicht.

Schön ist es alles nicht, aber wer hat noch mal von dem freundlichen Drückerduo Langer/Stangl gesprochen, dass früher GS gemacht hat? Das warst doch du. Also war damals auch nicht alles Gold.

Und auf der anderen Seite: Sei froh. Buffed finde - jedenfalls ich - gut, und wenn GS immer schlechter werden sollte, vielleicht bekommt ihr mehr Kundschaft?

 
At 30 Oktober, 2008 17:43, Anonymous hoschi meint...

@Mick: wo bitte geht diese Werbung in Richtung redaktioneller Inhalt ? Wer da den unterschied nicht sieht muss echt blind sein.
Es steht halt lediglich GameStar informiert drüber, ja und .
Die Werbung im Heft läuft ja auch unter dem Namem GameStar. Da macht es anscheinend nichts aus.Mir will einfach nicht in den Kopf warum GS keine Werbemails verschicken darf. Ok sie sind lästig und nerven ,vor allem dann wenn es kein Newsletter mit Spielenews ist sondern nur einer mit Werbung und sonst nichts aber dewswegen kündige ich doch mien Abo nicht und unterstelle den Redakteuren keine Objektivität

 
At 30 Oktober, 2008 18:20, Blogger Mick meint...

Werbung muss stets als solche gekennzeichnet sein. Und es ist ein gewaltiger Unterschied, wenn GameStar darüber "informiert" dass man doch bitte Fable 2 vorbestellen möge. Im Heft ist die Anzeige eine Anzeige, ohne GameStarlogo oder sonstigen Bezug zum Heft. Das ist in dieser Mail nicht mehr gegeben. Es geht nicht darum, ob wer wo bling ist, sondern was erlaubt ist und was nicht. Da gibt es klare richtlinien.
@kristian: Da ist mitten im Red Alert Test tatsächlich eine Werbung dafür? Früher wäre das ein Grund zur Abmahnung bei IDG für den Verantwortlichen gewesen. Sowas wurde grundsätzlich vermieden. Und meine Meckereien gegen das Duo Langer/Stangl haben nichts mit der Ausrichtung des Heftes zu tun. Da gings eher um Mitarbeiterführung.

 
At 30 Oktober, 2008 18:27, Blogger Mick meint...

Um die Sache zu beenden: Diese Aktion ist meiner Ansicht nach hochgradig bedenklich und strapaziert das Vertrauen der Leser stark. Vor allem weil es ja auch noch andere fragwürdige Aktionen gibt, Stichwort: gewerblicher Spieleverleih.
Wer da die Nachtigall nicht zumindest im Ansatz trapsen hört, glaubt wahrscheinlich auch, das Galileo ein Wissenschaftsmagazin ist, die Bildzeitung der Wahrheit verpflichtet ist und die Mcdonalds-Kinonews nur objektive Kritiken zu den vorgestellten Filmen bringt. Hat eigentlich jemand mal diesen Prospekt von vor zwei Jahren zur Funkausstellung in die Finger gekriegt mit dem Tenor: GameStar-Redakteure benutzen immer Highend-Homecinema-Equipment. Schade, daß ich dieses Ding nicht mehr habe...

 
At 30 Oktober, 2008 18:40, Anonymous Sempai meint...

/amen

*Schloss hereintrag*

 
At 30 Oktober, 2008 20:00, Anonymous icke meint...

mick dieser "feldzug" gegen deinen ehemaligen arbeitgeber is lächerlich und macht deinen eigentlich sonst ganz anspruchvollen blog echt unseriös, bleib auf dem bildniveau und damit auf der journalistischen stufe der GS oder steh einfach über den dingen, so doll kannst du dich doch garnich gekränkt fühlen, nix für ungut =)

 
At 30 Oktober, 2008 21:21, Anonymous Dietmar meint...

Die Behauptung von "Kristian", dass "mitten in den C&C3 Test eine dicke Werbung dafür geheftet wurde", stimmt nicht.
Der Test von RA3 steht auf den Seiten 90 bis 95, davon ist nur auf Seite 93 Werbung. Und zwar für "Sacred 2".
Die eingeheftete Reklame für RA3 findet sich zwischen Seite 122 und 123.

 
At 30 Oktober, 2008 21:32, Anonymous Anonym meint...

Aber diese Fable II Newsmail ist doch einfach eine Werbung wie jede andere auch, zumal die Gamestar ein PC Magazin ist und Fable II ein X-Box Spiel... also KANNS garkeine Gamestarschleichwerbung sein.

 
At 30 Oktober, 2008 22:41, Blogger Mick meint...

@icke: Das ist kein Feldzug gegen meinen alten Arbeitgeber, sondern ehrliche Empörung. Wir, die wir GameStar seinerzeit gegründet haben, haben vor allen in den ersten zwei Jahren zwischen 1997 und 1999 so ziemlich jede Minute unseres Lebens reingesteckt, um das beste Heft zu machen, das wir machen konnten. Dafür haben wir auf Freizeit, Samstage, Sonntage und so ziemlich jeden Feiertag verzichtet in dieser Zeit. Ich vergesse nie, wie wir vor der Abgabe der allerersten CD nachts um halb zwei nochmal in die Redaktion gefahren sind, um einen dicken Fehler auf der CD auszubügeln. Ich weiß noch, wie.. ach, das sind so viele Sachen, wir haben dieses Heft nicht einfach nur so gemacht, wir haben es wirklich gelebt. Klingt aufgeblasen? War aber so! In dem Keller in Schwabing, mit einem laut dröhnenden Bach auf der einen Seite und den Abgasen von Postlastern auf der anderen haben wir uns diesen Erfolg sehr sehr hart erarbeitet. Deshalb wirst du vielleicht verstehen, warum mein Herzblut (und garantiert auch das meiner damaligen Kollegen) so sehr an diesem Heft hängt und es mir in der Seele wehtut zusehen zu müssen, wie es den Bach runter geht. Darum geht es mir, und nur darum. Und deshalb behalte ich GameStar immer im Blick!
@anonym: Wie schon mehrfach geschrieben, es steht "GameStar informiert" drüber und man kann nicht erkennen, daß der eigentliche Text von Microsoft verfasst wurde. Für welches System dieses Spiel ist, spielt doch dabei keine Rolle.

 
At 30 Oktober, 2008 22:42, Blogger Mick meint...

@Dietmar: ah, das bringt Licht in die Sache. Es hätte mich auch sehr gewundert, wenn die Red Alert Werbung beim Test gestanden hätte. Das ist nicht IDGs Stil.

 
At 31 Oktober, 2008 11:18, Anonymous Anonym meint...

@mick: "Stichwort: gewerblicher Spieleverleih.
Wer da die Nachtigall nicht zumindest im Ansatz trapsen hört, "

Naja, ich erinnere nur dann die ganzen Aktionen der PC Games mit Sqoops, dagegen nimmt sich die GS harmlos aus. Ich verstehe Deinen Unmut, aber meiner Meinnung nach gibt es deutlich schlimmere Vergehen anderer Hefte. Wenn Du schon einen Kreuzzug führen willst, dann bitte gegen alle. Sonst macht es Dein Anliegen eher zunichte, zumal Du ja auch bei einem "dieser" Verlage in Lohn und Brot stehst :)

 
At 31 Oktober, 2008 14:45, Blogger Mick meint...

nö, tue ich nicht. Ich schreibe nur mal ab und an mal für die Games oder Buffed. Meinen Lebensunterhalt bestreite ich damit nicht. Aber lies mein oberes Posting, warum mir GameStar eben sehr am Herzen liegt. Das ist kein Kreuzzug, sondern pure Enttäuschung.

 
At 01 November, 2008 20:19, Anonymous Anonym meint...

Hi Mick,

ich war ehrlich geschockt von diesem Newsletter, aber auch vom letzten Abo-Begleitschreiben.


---J.

 
At 01 November, 2008 21:00, Anonymous Jutsch80 meint...

@Mick: Wie schafft es zb das Magazin Gamers.at zu überleben bei nur 10% Werbung im Heft. Vor allem bei einer niedrigen Auflage bei dem rein österreichischen Markt. Das Heft hat 112 Seiten und kostet ohne DVD 3,20€ .. Wie geht das?

 
At 02 November, 2008 22:17, Blogger Claus x meint...

Bei 50 Kommentaren kann ich ja dann auch mal meine Antwortemail auf das GS Abo-Anschreiben von Anfang Oktober zitieren, denke ich:
"Sehr geehrter Herr Trier,
vielen Dank für das Angebot, dass ich aber leider ablehnen muss.
Die Gründe sind vielfältig.
Sei es, dass mir kritische Tests fehlen, die auch einmal die immer wieder gleiche 08/15 Schiene verlassen,
sei es, dass mir die Mehrzahl der Redakteur (Schülerzeitung) unsympathisch ist,
sei es, dass die Qualität der Texte bestenfalls steril ist
oder, oder, oder,
ich habe für die Gamestar in den letzten Jahren nur noch Kaufgelüste empfunden, wenn eine vernünftige Vollversion enthalten war, die ich mir auf dem Umweg eines Heftrückens am Kiosk zugelegt habe.
Der Inhalt von Gamestar ist sagenhaft belanglos, beliebig, LANGWEILIG, austauschbar, leblos, und daher einfach kein Kaufargument mehr.
An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass ich Spielezeitschriften aus der Happy Computer / PowerPlay bzw. ASM Zeit, selbst die frühen PC Player bzw. PC Xtreme Hefte, an langen Winterabenden immer mal wieder mit Freude aus der Mottenkiste krame, um mit viel Vergnügen darin zu schmökern."
Anmerkung, die nicht in der Mail enthalten war: dazu gehören selbstverständlich auch die frühen Gamestar Jahre.
"Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass als Redakteur immer nur der billige Jakob eingestellt wird (bezahlen Sie doch mal wieder Qualität wie Austinat, Schnelle oder gar Kracher auf Lenhard-Niveau, verdammt noch eins!), oder ob es die Industrie ist, die einen mal deftigen Verriss eines Spieles mit Anzeigenentzug unterbinden kann, oder ob es gar nur daran liegt, dass langweilige Redakteure protegiert werden (ich schaue niemanden an, Herr Michael Graaf), das Resultat ist jedenfalls das gleiche:
ich, der ich es zeitweise für absolut keine Geldverschwendung hielt, in einem Monat bis zu drei verschiedene PC-Spielezeitschriften gleichzeitig (von unterschiedlichen Verlagen) zu kaufen, halte es mittlerweile für absolute Geldverschwendung, auch nur ein lumpiges PC-Spielemagazin pro Monat zu kaufen.
Dabei spiele ich nach wie vor, bin an der Materie interessiert, und eigentlich durchaus willens, mich zu informieren.
Schreiben Sie mich gerne wieder an, wenn Sie einen Kehrtwechsel vollziehen konnten, und das Magazin z.B. annähernd auf Spiegel Niveau, wenigstens aber auf das der viel zu früh verstorbenen PC Xtreme hiefen konnten.
Bis zu diesem hoffentlich noch zu meinen Lebzeiten eintreffenden, güldenen Moment, verschonen Sie mich bitte mit weiteren Anschreiben.
Wie hieß es so schon in Mel Gibsons Film "Maverick":
"...deine Eltern mussten dir doch als Kind ein Kotelett um den Hals binden, damit der Hund mit dir spielte..." (oder so ähnlich).
Es ehrt Sie ja, dass Sie der Gamestar nun einen USB-Stick umbinden, aber ich bin kein Hund, sondern dann doch eher ein abgenervter Leser mit Elefantenhirn und -hintern.
NIchts für ungut
Claus x"
Wenns zu lang oder zu spät oder am Thema vorbei ist, dann bitte einfach hoppla-hopp löschen.

 

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