Mittwoch, 15. Oktober 2008

Keine Lust zu nix

Heute bin ich völlig antriebslos. Selbst meine üblichen Bespaßungsversuche, wie die Auflagenentwicklung meines Lieblings-Spielemagazins zu verfolgen oder meiner Raufasertapete beim Schimmeln zuzugucken, fruchten derzeit nix. Ich glaube, ich falle einfach ein wenig ins Koma und warte ab, bis es Morgen wird. Dann bin ich sicherlich wieder etwas besser motiviert.

28 Comments:

At 15 Oktober, 2008 14:48, Anonymous phil meint...

Naja,die Auflagen der meisten Spielezeitschriften sind ja eher ein Grund zum Heulen als das sie zur Bespaßung dienen :/

 
At 15 Oktober, 2008 15:08, Anonymous Toast meint...

Ach ja, Herbst- und Winterlustlosigkeit. Kann man eigentlich nichts gegen tun. Warum verspielst du nicht einfach deine Zeit, es läge doch so nah? Greif dir einen Klassiker und versuche, Spaß zu haben.
Oder fall einfach wirklich ins Koma bis Frühjahr. :D

 
At 15 Oktober, 2008 15:18, Anonymous Anonym meint...

@Mick ... über welches Magazin hattest Du da gerade geschrieben ... ?

;-)

 
At 15 Oktober, 2008 16:17, Anonymous Anonym meint...

Für alle, hier das aktuelle Print-Untergangswetter:

http://www.magaziniac.de/2008/10/14/ivw-zahlen-iii-2008-das-schlachtfest-geht-weiter/

 
At 15 Oktober, 2008 16:31, Anonymous Sempai meint...

Ich kenne nur die Entwicklung von GS und die sieht mies aus. Wobei das Heft mittlerweile auch so mies ist und nichts anderes verdient. Aktuell hat man nur die Wahl zwischen Schrott-Heft A und Schrott-Heft b.

Zum Thema: Heute kam der Pre-Patch zu Wrath, da weiß ich gar nicht, was ich zuerst machen soll?^^

 
At 15 Oktober, 2008 17:08, Anonymous phil meint...

@sempai:Warum bitte mies?Die Redakteure sind im grossen und ganzen die gleichen,die dort gearbeitet haben als Mick gehen musste.Oder bist du einer von denen die den Relaunch so schlimm fanden?

Erstmal selber besser machen,würde ich sagen

 
At 15 Oktober, 2008 17:24, Blogger Mick meint...

@phil: ich habe einfach Spaß daran Recht zu behalten ;-)

 
At 15 Oktober, 2008 17:25, Blogger Mick meint...

@toast: würde ich ja gerne, ist mir aber viel zu anstrengend ;-)

 
At 15 Oktober, 2008 17:30, Anonymous marv meint...

@Mick: wo kann man sich denn die auflagen angucken..?

 
At 15 Oktober, 2008 17:54, Anonymous Anonym meint...

"Entwicklung" klingt immer irgendwie positiv...

Aber immerhin ist die absurd schlechte Screen Fun am heftigsten abgestraft worden.

Die anderen schwimmen ja eher alle im gleichen Strudel des Markttrends abwärts.

Bei der Gamestar wäre imho mehr Review als Preview mal ein bedenkenswerter Plan. Aber das ist nur mein Geschmack. Diese ewigen "wir wissen zwar nix genaues, aber es sieht vielversprechend aus" Artikel überblätter ich meist sofort. Und danach ist nicht mehr viel Heft über, wenn man die Hardware, die Tabellen und den Nonsens (Leserbriefe etc.) abzieht.

Bin zwar kein Abonnent, aber zumindest regelmäßiger Käufer. Ich lass mich nur durch die verlockendere Heft CD zur Konkurrenz verleiten.

Was die Branche gegen den Abwärtstrend des Marktes tun sollte? Vieleicht erwachsener werden? Sowohl in Cover Design, Themenwahl als auch inhaltlicher Gestaltung.

 
At 15 Oktober, 2008 18:53, Blogger Mick meint...

@marv: z. B. hier: http://dwdl.de/article/story_18132,14.html
@anonym: Es würde schon reichen, wenn man einfach mal überlegen wurde, wie früher Leser ans Heft gebunden wurden.

 
At 15 Oktober, 2008 19:59, Anonymous Anonym meint...

Bei der allerersten Gamestar war es, neben den bekannten Redakteuren, auch die Vollversion Theme Park. :) ;)

Aber ich glaube ich weiß, worauf du hinaus willst. Vielleicht sollte man sich mit der Gamepro zusammentun, denn beide Magazine sind schon arg dünn irgendwie.

 
At 16 Oktober, 2008 16:33, Anonymous herrhase meint...

wobei seid der schlechten stimmung die vollversionen echt gut werden. rush for berlin und flatout2 davor... hatten was...

 
At 16 Oktober, 2008 17:05, Blogger Mick meint...

na ja, dann sollten sie vielleicht damit anfangen, Spiele zu verkaufen, statt Hefte!

 
At 16 Oktober, 2008 19:51, Anonymous Alien426 meint...

Es ist etwas beruhigend zu sehen, dass es auch anderen Magazinen schlecht geht. Nach dem Untergang von GFW dachte ich schon, sie hätten etwas besonders falsch gemacht. Aber gerade Micks URI zu dwdl.de zeigt, dass es im ganzen Print-Bereich nur wenige gibt, die in diesem Bericht gut weg kommen. Im großen und ganzen wird es also wohl eher mit dem Internet-Angebot (Blogs, eZines) oder geänderten Informationsquellen (Podcasts, Videos) zusammen hängen. Ich sehe das schon bei mir. Wenn der GameStar eintrudelt weiss ich schon sehr viel über die Spiele, die in den Previews stehen. Es wird ein harter Kampf für die Redakteure sein, die Leserschaft mit etwas zu überraschen. Ein paar Ankündigungen habe ich auch zuerst in GameStar gelesen. Venetica, zum Beispiel. Aber bis es dazu handfestes zu berichten gibt, wird es noch lange dauern. Dann wird das Internet auch einen Happen Exklusivität ab bekommen und irgendwann wird der Punkt erreicht werden, an dem man überall das Gesamtbild bekommt. Keine Hersteller verlässt sich heute auf Spielemagazine.

Vielleicht lesen die Leute einfach auch immer weniger. Zumindest wenn es mehrere Seiten sind und man zwischendrin nicht noch auf Links klicken und in andere Tabs schauen kann.

Wer sich über die Quantität beschwert, der sollte mal mit Magazinen aus den USA vergleichen. Das sind windige Dinger! Allerdings ist dort die Aufteilung auch anders. Reviews werden oft nicht von den festen Redakteuren geschrieben. Dafür sind Podcasts nicht unter 30, sondern öfter mal über 90 Minuten lang. Und die Videominuten pro Woche betragen nicht 15 Minuten, sondern 40. Vielleicht ist das sogar der Weg, den man nehmen sollte. Die Wahl des Mediums muss ja nichts über die Qualität aussagen.
Ich finde es überraschend, wie viel die Redakteure von GameStar stemmen. Bei 1UP.com haben viel mehr Leute ihre Hände im Spiel. Vielleicht ist aber gerade der Overkill mit Podcast, Online-Videos, DVD-Videos, Artikeln, Previews, Reviews, Community, etc. zu viel des guten.

@Mick: Nenn doch endlich mal deine Kritikpunkte. Muss ja nicht gleich eine Tirade gegen Mat... einen bestimmten Redakteur werden.

 
At 16 Oktober, 2008 19:58, Anonymous Anonym meint...

Najaaa, mit Vorberichten kann man viel mehr Seiten Füllen. Tests gibts in der Regel nur einen.

Nehmen wir mal Hard Rock und Metal Zeitschriften. Die Tests nehmen fast nur 10% wenn überhaupt ein. Das meiste im Heft sind Berichte und Interviews über und mit Bands.

Wobei man natürlich über eine CD nicht unbedingt so viel schreiben kann wie über ein Spiel.

Aber die c't besteht auch nicht unbedingt nur aus Tests, sondern auch große Berichte über dies und das.

 
At 16 Oktober, 2008 21:39, Anonymous Dietmar meint...

Der Hauptgrund für den Auflagenschwund der Printmedien ist sicherlich das Internet, in dem aktuelle Informationen schneller verbreitet werden können als über die Tageszeitung und Spieletests früher als in einem Monatsmagazin.

Mir ist aber aufgefallen, dass ich mir bei der Gamestar inzwischen als erstes die Videorückblicke auf die Ausgabe von vor zehn Jahren anschaue...

 
At 16 Oktober, 2008 23:10, Blogger Mick meint...

@alien: Ich habe meine Kritikpunkte schon sehr oft und wiederholt geäußert und das meistens nicht mal öffentlich, sondern in Redkonferenzen und auch in recht langen Abhandlungen. Leider sieht man das offensichtlich bei der Verlagsleitung (der damaligen wie wohl auch bei der heutigen) völlig anders und stürmt lieber weiter in Richtung Bedeutungslosigkeit. Also lehne ich mich zurück, gucke mehr als Zaungast zu und verdiene mein Geld eben größtenteils anderweitig. Schade isses ja, aber vielleicht erwächst auf dem Scherbenhaufen, der da irgendwann zurückbleibt ja mal was neues, das nachhaltig die Leser sowohl informiert, wie auch unterhält und nicht versucht mit Glasperlen Leute anzulocken.

 
At 16 Oktober, 2008 23:58, Blogger Mick meint...

@anonym: Wieso gibt es nur einen Test? Pro Monat erscheint doch nicht nur ein Spiel. Und Musikzeitschriften sind was ganz anderes, denen geht es ja eher um Promi- und Glamourfaktor. Das ist deren Geschäft, weswegen dort Interviews natürlich deutlich wichtiger sind. Außerdem sind CDs oder Einzellieder viel billiger und viel sträker vom Einzelgeschmack abhängig, als ein PC-Spiel, weshalb man in dem Bereich eigentlich keine Kaufberatung braucht

 
At 17 Oktober, 2008 09:26, Anonymous Alien426 meint...

> Ich habe meine Kritikpunkte schon sehr oft und wiederholt geäußert und das meistens nicht mal öffentlich

Das ist es ja. Mich würde interessieren, was dich konkret stört; ob wir da auf einer Linie liegen.
Willst du dir die Tür zum GameStar (oder anderen Printmagazinen) offen halten, und trittst deshalb mit deiner Meinung nicht an die Öffentlichkeit?

Alle, die das Thema (und andere) interessiert sollten sich das Gamasutra Podcast mit Shawn Elliott anhören.

 
At 17 Oktober, 2008 10:33, Blogger Mick meint...

@alien: ich will einfach nicht wieder diese leidige und auch in der Öffentlichkeit geführte Diskussion lostreten. Dazu fehlt mir mittlerweile einfach die Motivation. Im Kern zielt meine Kritik darauf, dass Hefte wie GS sich zu wenig auf das konzentrieren, was ihre Stärke ist: Kompetente Testberichte abliefern, die den Lesern eine echte Kaufentscheidung bieten. Dazu müssten man sich auch von dem unsinnigen Ziel verabschieden jede Art Leser abgreifen zu wollen, und deshalb für teuer Geld irgendwelche Glasperlen (sprich Vollversionen) beizulegen, nur um damit treulose Wechselleser anzulocken, die im nächsten Monat dann doch ein anderes Heft lesen, weil das dann die bessere Vollversion hat. Stattdessen muss man sich in harter Arbeit und über Jahre hinweg eine treue Fangemeinde aufbauen, die weiß, was sie von "ihrem" Heft erwarten kann und die auch in schwächeren Sommermonaten ihrem Heft die Treue hält und durch die trestkompetenz kann man sich auch gegen das Internet behaupten, das an Aktualität immer eine Zeitschrift schlägt. So wurde das früher gemacht, so hat das bereits funktioniert. Es änderte sich erst, als diese Prinzipien über Bord gekippt wurden und versucht wurde möglichst 500.000 Leser mit Glasperlen anzulocken. Was natürlich schief gehen musste. Außerdem erkenne ich heute kaum noch, dass Redakteure mal im Heft irgendeinem Hersteller vors Bein treten, wenn ers verdient hat. Sowas haben wir früher mit schöner Regelmäßigkeit getan. (z. B. der Fall Eidos-Lara Croft). So, das wars im Wesentlichen und bitte, bitte, das Ganze nicht als Anlass für eine weitere fruchtlose Debatte nutzen. Die bringt eh nichts, wie die letzten Jahre ja eindrucksvoll gezeigt haben. Offensichtlich sinkt man lieber weiter in die Bedeutungslosigkeit, als von irrigen Annahmen abzulassen. Für mich ist dieses Thema erst mal durch ... bis vielleicht irgendwo am Horizont mal ein Silberstreif auftaucht.

 
At 17 Oktober, 2008 10:38, Blogger Mick meint...

@alien nochmal: ach ja, Ami-Spielejournalismus und den deutschen kann man kaum miteinander vergleichen. Bei denen war es ja jahrelang üblich, dass Journalisten nicht mal bezahlt oder nur sehr schlecht bezahlt wurden, so dass das bei den meisten eher ein Hobby als ein richtiger Beruf war. Zudem haben bei den Amis gedruckte Magazine eh nie so eine große Rolle gespielt, wie bei uns. Außerdem haben die ihre Auflagenzahlen schon ist ehedem oft dadurch erreicht, dass sie defizitär hohe Rabatte für Abonnements gewährt haben, weshalb die US-Spieleheftbranche nie auf sicheren wirtschaftlichen Beinen gestanden hat.

 
At 17 Oktober, 2008 14:07, Anonymous Sempai meint...

Kann als jahrelanger Leser von Zeitschriften nur zustimmen!

 
At 17 Oktober, 2008 16:06, Anonymous Dietmar meint...

Kompetente Testberichte kann man ja nur schreiben, wenn auch etwas zu testen ist. Das Spieljahr 2008 auf dem PC ist geprägt von Konsolenumsetzungen (Assassin's Creed, Mass Effect) und reihenweise Enttäuschungen.
EAs neue DRM-Strategie und Microsofts Abschied von "Ensemble Studios" machen auch nicht gerade Hoffnung.

 
At 17 Oktober, 2008 16:13, Blogger Mick meint...

Es gibt immer was zu testen, und 2008 gab es nicht weniger gute und schlechte Spiele, wie in den Jahren zuvor. Allein zwei große MMORPGS plus die beiden Addons zu WoW und Herr der Ringe, die von dir angesprochenen Konsolenumsetzungen und jede Menge PC-only Spiele (Siedler, Sacred 2, Drakensang, Spore) etc, etc. plus das übliche EA Sports Zeugs und und und. Und gerade die von dir angesprochenen Themen sind doch ein Geschenk für jeden Journalisten. Dafür ist man doch dankbar und kann herrlich ganze Artikelreihen damit füllen. Nee, nee, Themen und Spiele gibt es immer genug.

 
At 17 Oktober, 2008 17:17, Anonymous Dietmar meint...

Was ist eigentlich mit
www.patches-scrolls.de
los? Ist die Seite down?

 
At 17 Oktober, 2008 20:58, Anonymous Anonym meint...

>>>@anonym: Wieso gibt es nur einen Test? Pro Monat erscheint doch nicht nur ein Spiel.

Natürlich, aber man kann ein Spiel nur einmal (Nachtests mal ausgenommen) richtig testen, während man VOR dem erscheinen von einem Spiel viele viele Previews machen kann, weswegen man durch Vorberichte ein Spiel viel mehr ausschlachten kann, als wenn man "nur" einen richtig großen Test zeigen würde und die Previes auf ein Minimum reduziert. Gerade auch, weil heute garnicht mehr so viele Top Titel pro Monat erscheinen.

 
At 17 Oktober, 2008 23:55, Blogger Mick meint...

man sollte Titel auch nicht "ausschlachten". Das führt nur ztur Übermüdung, bis dann keiner mehr was darüber wissen will. Wer will schon die 200ste Preview zum selben Titel lesen? Und Tests macht man nicht nur von guten Spielen, sondern und gerade auch von schlechten. Diese Artikel sind eh meist viel witziger. Wie gesagt, zu schreiben und testen gab und gibt es wirklich genug.

 

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