Donnerstag, 9. Oktober 2008

Der Spiele-TÜV

Tonnenweise Bugs in Spielen, Riesenpatche am Erstverkaufstag, das hasst wohl jeder. Die Lösung ist so einfach, daß ich mich echt frage, wieso das nicht schon lange gemacht wird. Der Spiele-TÜV - eine unabhängige Gesellschaft, die Spiele nach festgesetzten Kriterien auf definierten Systemen prüft, so wie beim Auto auch. Wenn dann noch die Großen im Handel wie Amazon, Metro (Saturn, Media Markt) und Kaufhof auf ein TÜV-Siegel bestehen, käme kein Hersteller mehr um diese Prüfung herum. Bei Konsolenspielen machen die Hersteller wie Microsoft und Sony sowas ja selber schon, beim PC müsste es eben der TÜV regeln. Finanzieren könnte man sowas aus gemeinsamen Abgaben von Herstellern, Handel und den Kunden. Mir wäre das 50 Cent pro Spiel sicher wert.
Zusatz-Idee: Dieser Spiele-TÜV könnte auch den Kopierschutz zertifizieren und auf Verträglichkeit untersuchen. Dann wäre Securom sicherlich bald Geschichte.

41 Comments:

At 09 Oktober, 2008 16:19, OpenID mkhardliner meint...

Die Idee an sich ist gut, ich glaube, dass es an der Finanzierung hapern wird. Mit 50 Cent pro Spiel kommt man da noch lange nicht hin.

 
At 09 Oktober, 2008 16:28, Blogger Mick meint...

aber locker doch. die 50 Cent würden ja nur der Teil der Finanzierung sein, der von dne Kunden kommt. Handel und Hersteller müssten ja auch zahlen. So teuer wäre eine derartige Organisation ja auch gar nicht. Die müsste ja nicht aufgeblasen wie eine Regierungsbehörde sein.

 
At 09 Oktober, 2008 16:34, Blogger Mibran meint...

Da gibt es schon etwas: Games for Windows Test Requirements

Ok, da wird nicht geprüft, ob ein Spiel was taugt. Aber was nicht ist... ;)

 
At 09 Oktober, 2008 16:34, Anonymous Das Trio meint...

Also wenn sich ein Spiel 10000 Mal verkauft, sind das doch immerhin schon 5000€ nur von der Kundenseite her. Da legen die anderen Parteien noch ein paar Cent pro Spiel dazu, und schon sollte so ein Test ohne weiteres möglich sein. Spielemagazine testen ja auch auf Bugs, und die werden nicht pro Spiel bezahlt.

Von daher würde ich Micks Idee unterstützen.

 
At 09 Oktober, 2008 18:10, Blogger Mick meint...

@mibran: stimmt, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Der Spieletüv sollte ja auch nicht checken, ob Spiele gut sind oder nicht, sondern nur, ob sie funktionieren und zwar technisch wie auch spielerisch. Nur seint das Games for Windows-Logo viel zu leicht zu haben zu sein, sonst würde ein heftig verbuggtes Gears of War sowas nicht kriegen können.

 
At 09 Oktober, 2008 19:07, Anonymous Sempai meint...

Oder man spart sich die Bürokratie für einen Spiele-TÜV und wartet als Käufer am ersten Tag die Rezensionen der anderen Käufer ab ;)

 
At 09 Oktober, 2008 19:11, Anonymous Eldest meint...

Hach wär das schön, kein DRM.
Ich bin auch dafür, solange dann PC Spiele nicht plötzlich so viel wie Konsolentitel.

 
At 09 Oktober, 2008 19:51, Blogger test meint...

Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

 
At 09 Oktober, 2008 19:52, Anonymous Arne meint...

Ist doch ganz einfach: Für den Bruchteil des Preises eines moderaten Spiele-PC's wahlweise eine bis drei Konsolen kaufen, DVD einlegen, Schublade zu, und läuft... da stürzt nichts ab, da ruckelt nichts, da muss selten bis nie (problemlos!) gepatcht werden. Der PC-Spielemarkt liegt im sterben, wann erkennt es der Mick? :p

 
At 09 Oktober, 2008 20:11, Anonymous Anonym meint...

wäre ich auch dafür. allerdings muss ich sagen das ich nun zu 80 prozent meiner spiele für die konsole (xbox360) kaufe, vorher war es umgekehrt. der pc trägt da nur noch einen kleinen anteil, eigentlich schade aber dafür gibts bei mir konkret 2 gründe: erstens will ich die erspielbaren erfolge auf der 360 nicht missen und zweitens sind die spiele dort vieeel bugfreier. eine pc version kommt nur wenn ich wirklich weiß die läuft einigermaßen stabil. -> das dankt mir auch mein windows und lebt so viel länger ohne probleme :)

 
At 09 Oktober, 2008 20:13, Anonymous herrhase meint...

bullshit, das gepatche fängt auf den konsolen auch schon an. z.b. assasins creed etc. als ob das besser wird..es ist nur ne frage der zit bis die medien einer wii station 360 z.b. auch mit den seriennummern der konsole des käufers verbunden werden über die inet funktion der konsole kein problem, mehrmaliges verleihen oder verkaufen nach dem durchspielen ist dann auch tabu.

die gängelei wird nie aufhören, wieso auch funktioniert ja

 
At 09 Oktober, 2008 20:13, Anonymous herr hase meint...

äääh sorry kleiner bedienungsunfall

 
At 09 Oktober, 2008 20:29, Anonymous hansi meint...

"Games for Windows" ist ein schlechtes Beispiel, denn dort wird nur geprüft ob ein Spiel unter Windows läuft ,ob es vom Prnzip her mit dem OS klarkommt und sich dort als Spieleprogramm einnistet. Ob jetzt Spiel XY bei Level 34 dauernd abkackt weil es so dermaßen verbuggt ist spielt bei diesem Zertifikat keine Rolle.

An sich halt ich den Spiele TÜV für keine schlechte Idee, aber gibts sowas denn nicht schon ? Nämlich die Spielehefte, die machen doch auch nichts anderes. Außerdem bewerten sie dazu noch den Spiel an sich.
Und jeder der sich das ein oder andere Spiel kauft wird ja wohl in der Lage sein mal sich mal ein Spieleheft reinzuziehen oder mal kurz ins Netz zu schauen.

Was ich besonders als großes Problem bei einem solchen TÜV Zeichen ansehe ist die Tatsache, dass man Spiele eben nicht zu 100% testen kann. Sei es alle möglichen Spielweisen durchzuspielen oder alle möglichen Hardwarekonfigurationen zu testen. Das geht einfach nicht. Und schlussendlich würde es immer genung Leute geben bei denen ein TÜV zertifiziertes Spiel nicht laufen würde, was wiederum dazu führen würde dass man dieses Zertifikat nicht mehr ernst nehmen würde.

 
At 09 Oktober, 2008 21:24, Anonymous Anonym meint...

hä? das ist doch genau die aufgabe, die spielemagazine eigentlich übernehmen sollten! wozu dann noch ein tüv? weil die magazine ihre arbeit nicht richtig machen?
okay, die magazine machen ihre arbeit schlecht. aber wer garantiert denn, dass ein tüv sie besser macht?

 
At 09 Oktober, 2008 22:31, Anonymous Sempai meint...

@anonym:
Seien wir ehrlich, die Spielemagazine haben doch lange ihre Glanzzeit hinter sich. Wenn ich sehe, dass ein verbuggtes Gothic 3 in einem großen Magazin mit knapp 85% "abgestraft" wird, dann weiß ich, wie der Hase mittlerweile läuft.

Dein Argument mit dem TÜV ist allerdings richtig.

 
At 09 Oktober, 2008 22:43, Blogger Mick meint...

@arne: lol, wann hast du dein letztes Konsolenspiel gerspielt? Ruckeln gehört auf der PS3 doch zum Alltag, Abstürze auf der Xbox sind auch nicht selten (Beispiel Mass Effect) und gepatcht wird da auch. Von der Gängelung und der Limitierung beim Onlinespiel (Xbox live für teuer Geld) ganz zu schweigen.
@anonym: Die Spielemagazine bewerten die inhaltliche Qualität und ob ein Spiel Spaß macht. Nicht die Technik. Der Rest ist lediglich ein kleiner Service und stellt nicht den Anspruch alle Systeme abzudecken. Da versagt auch niemand, sondern es ist schlicht und ergreifend nicht die Aufgabe der Magazine. Ein richtiger Spiele-TÜV könnte durchaus etlich Konfigurationen überprüfen. Übriugens gibt es so etwaa schon. Und zwar Firmen, die für die Hersteller die Kompatibilität ihres Spiels mit diversen Hard- und Softwarekomponenten testen. Das kostet nur richtig Geld und so mancher Hersteller erspart sich das einfach oder nimmt die geäußerten Schwachpunkte nicht ernst.
@hansi: Probleme treten nicht erst in Level 34 auf, sondern meist eine Minute nach Spielstart!

 
At 09 Oktober, 2008 23:29, Anonymous Toast meint...

Das wäre was, ja. Aber ich muss sagen, dass das Spiel, das höchstwahrscheinlich Anlass ist, in einem weitaus besseren Zustand ist, als es der Vorgänger war.
Allgemein lehne ich diese Day-One-Patches nicht ab, aaaaber: Wenn diese vorraussichtlich eine gewisse Größe überschreiten, sollte man sich doch überlegen, ob man nicht doch noch einen Monat ranhängt. Zwar ist das bei diesem Titel nur wegen mehr als 200 zusätzlicher Items so groß, aber was jetzt so an Problemen auftaucht, ist nicht schön. Auch wenn ich nicht *daran* leide, sollte es besser anders sein, denn mitfühlen kann ich mit den Bug-Geplagten trotzdem.
Wenn das dann mit Abgaben von 50 Cent pro Packung reichen würde, sicher wäre so ein unabhängiger, gut ausgestatter, eigener Qualitätssicherungsdienstleister mit angeschlossenem Spiele-TÜV eine Lösung, durch die dann auch nicht der Publisher ärgerlich wird, weil der Entwickler Geld verbrät und nicht fertig wird, weil das Spiel ja in halbwegs akzeptablem Zustand auf den Markt geworfen werden könnte.
Dann müsste auch nicht jeder Hersteller eine große QS-Abteilung engagieren, sondern nur die technische Lauffähigkeit und die gröbsten Fehler testen. Scheint mir jetzt auf den ersten Blick eine Win-Win-Situation...

 
At 10 Oktober, 2008 00:05, Anonymous Arne meint...

@mick: mein letztes Konsolenspiel habe ich vorgestern gespielt :p Ich habe aus der aktuellen Konsolen Generation nur die xbox360. Klar, Xbox Live Gold und Onlinespielen kostet Geld, aber von einer Gängelung oder Limitierung habe ich bisher nichts gemerkt? (bin seit 15 Monaten Gold Member) Bitte erklären was damit gemeint ist! WoW kostet doch auch monatlich Gebühren, ist das auch eine Gängelung oder Limitierung? Mit dem Ruckeln habe ich vielleicht ein wenig übertrieben, ich wollte nur verdeutlichen dass Konsolenspiele IMHO generell deutlich stressfreier sind als am Standard PC.

Ich glaube nicht, dass ein Technischer Überwachungsverein die generelle Qualität der PC Spiele wesentlich verbessern hilft. Es gibt einfach zuviele mögliche Hard & Softwarekombinationen als dass man es überall mit vertretbarem Zeitaufwand fehlerfrei testen kann.

Da lob ich mir die Konsolen: eine über den Lebenszyklus im wesentlichen unveränderte Hardwarebasis; da weiss man als Programmierer woran man ist :) Läuft's auf einer Konsole, läufts auf allen!

 
At 10 Oktober, 2008 00:23, Anonymous Arne meint...

Ich möchte noch offen hinzufügen dass ich PC's in Verbindung mit Spielen nicht sonderlich mag... Es war nie wirklich dafür gedacht, es hat nie funkioniert und es wird nie fehlerfrei funktionieren. Meine Meinung... Wenn man manche Leute fragt wieso sie sich Spiele auf dem Windows PC überhaupt antun, das gleiche Spiel bekommt man doch auch exklusiv/früher/stressfreier auf der Konsole, bekommt man meistens zu hören : "Ja schon, aber das Konsolenspiel muss ich ja kaufen..." lol

 
At 10 Oktober, 2008 09:54, Anonymous Sempai meint...

@arne:
Es gibt nunmal Leute, die Konsole nicht spielen wollen. Ich bin z.B. ein Computerspieler, weil es weder gute MMOGs noch gute Strategiespiele auf Konsolen gibt. Einzig mein alter SNES steht immer aktiv bereit, aber das auch mehr aus Nostalgie.

 
At 10 Oktober, 2008 10:17, Anonymous Arne meint...

@sempai: da hast du natürlich recht...

 
At 10 Oktober, 2008 10:39, Anonymous Mash meint...

@arne:
Der PC-Spielemarkt liegt derart im Sterben, dass da hierzulande immer noch höhere Umsätze als mit Konsolen gemacht werden.
Dann: 3D-Shooter und Strategiespiele, kurz: alles, wozu man schnell mit eienr Maus sein muss, sind auf Konsolen mit dicken Mankos behaftet. Entweder die Trefferzonen sind gigantisch groß wie bei "Halo" oder man bekommt unspielbaren Kram wie "James Bond: Nightfire".

Der PC ist nicht fürs Spielen gedacht? Frag mal Herrn Zuse, für was Computer gedacht sind, und der wird Dir erzählen, dass man damit eigentlich nur mathematische Probleme lösen können sollte.

@hansi:
Ein Spielemagazin soll bewerten, wie gut ein Spiel konzeptioniert ist, wie gut das ausgeführt ist, kurz: ob es Spaß macht.
Was stellst Du Dir vor, wie das gehen soll, ein Spiel auf alle möglichen Bugs abzuklopfen? Je nach Umfang sind da mehrere Leute eine Weile mit beschäftigt. Zum anderen hätte ich auch noch kein Heft gesehen, das unter dem Test stehen hat: "344 bekannte Bugs, 176 davon in Patch 1.2 in Arbeit". Also machen die Jungs da ihre Arbeit nicht schlecht.

 
At 10 Oktober, 2008 13:23, Blogger Mick meint...

@arne: äh, wieviele PC-Spiele hast du denn schon so gespielt? Es gibt hunderte perfekte Spiele, die so auf keiner Konsole zu haben sind. Wie die anderen schon erwähnt haben: alles was mit Strategie, 3D-Shooter oder Wirtschaftssimulation zu tun hat, macht nur auf dem PC Spaß.
Du erkennst die Gängelung nicht? So legt Microsoft fest was du zu welchem Preis welche Spiele Online gekauft werden können. So legt Microsoft fest, wie der Multiplayermodus auszusehen hat. Und Microsoft kann jedem Spielehersteller jederzeit die Daumenschrauben anlegen, indem sie deren Spiele einfach nicht oder nur verzögert zertifizieren. Wenn das mal keine Gängelung ist. Du weißt es vielleicht nicht, aber ein normaler MP-Modus in einem PC Spiel ist KOSTENLOS! Nur für MMOs zahlt man. Und PCs wurden nicht zum spielen gemacht? Zeig mir den Heimrechner, auf dem KEIN Spiel ist. Bei Nvidia oder ATI würde dir die Entwicklerabteilung wahrscheinlich ebenso widersprechen. Und wie Mash schon so schön sagte: Der PC-Markt ist viel größer, als die Konsolenhersteller glauben machen wollen. In Deutschland (und auch den USA) liegen die PC-Verkäufe noch meilenweit über denen von PS3 und Xbox 360. das musste letztlich auch EA erfahren, die auf die eigene Propaganda reingefallen sind, und glaubten für den PC keine Sportspiele mehr machen zu müssen. Komischerweise haben sie dieses Jahr den Kurs korrigiert. Und seitdem auch Konsolenspiele online gepatcht werden können, wird das auch gemacht. Wart noch ein Jahr und die Lage unterscheidet sich von der am PC kaum noch. Zudem sind Konsolen nach wie vor limitiert, vor allem was den Speicher angeht. Wie sagte mir ein Entwickler letztens so treffend: Seitdem ich für die Konsole entwickle, muss ich wieder Bytes einzeln zählen.“ Oder die schönen Wartezeiten wenn die PS3 mal wieder minutenlang Daten auf die Festplatte schaufelt um dann trotzdem noch elendlange Wartezeiten zu haben.
Es gibt natürlich auch auf Konsolen schöne Spiele, wenn man den auf Japankloppereien oder Ego-Horrorspiele steht. Aber dem PC jede Spieletauglichkeit abzusprechen grenzt schon reichlich an Arroganz.

 
At 10 Oktober, 2008 14:37, Anonymous Arne meint...

Kk, ich wollte nicht arrogant wirken oder bestimmten Nutzergruppen Kompetenz absprechen. Ich verstehe dass es auch auf dem PC perfekte Spiele gibt, die so auf keiner Konsole spielbar wären. Strategie und 3D-Shooter etc. das stimmt natürlich.

Ich besitze noch einige ältere Titel die zum Teil nur unter Windows 98 laufen, der Aufwand diese heutzutage unter Vista zum laufen zu bekommen ist mir persönlich schon wieder zu aufwendig (Ich weiss um die Möglichkeiten bzgl. diverser Kompatibilitätstools und Emulatoren) aber genau das kritisiere ich am PC... Es ist zum Haareraufen... man muss ständig seinen Rechner umkonfigurieren, neue Grafik oder Soundtreiber sowie Spielepatches installieren, oder sogar die neueste Grafikkarte kaufen, jedoch wird man es nie schaffen alle Spiele aus seiner persönlichen Sammlung zum laufen zu bekommen... Windows XP SP2 installiert? Bei Sega Rally 2 laufen die Audiotracks nicht mehr... Patch? wirds dafür nicht mehr geben... Neuer Nvidia Treiber wegen eines aktuellen Games installiert? Spiel XY von 2004 läuft nicht mehr richtig. Nero 8 installiert? Kopierschutz von Game XY verweigert den Start des Games... usw. oder so ähnlich, ich glaube jeder weiss was gemeint ist.... das empfinde ich als (wenn auch unbeabsichtigte) Gängelung und es nervt mich persönlich sehr... ich will doch nur spielen :)

Bei einer Konsole weiss ich dass meine Starttitel auch noch in 8 Jahren auf dem Gerät laufen, ohne dass ich erst irgendeinen Treiber oder ähnliches downgraden muss. Ich bin gerne bereit für einen Onlinedienst wie xbox Live zu bezahlen, dafür kann ich mich darauf verlassen dass (im Grunde) alles einwandfrei zusammenarbeitet und funktioniert. Eventuelle Fehler lassen sich leicht nachvollziehen und beheben, da ja sowohl auf Entwickler,- als auch auf Nutzerseite dieselbe Hardwarebasis vorhanden ist. Zertifizierung und Inhaltskontrolle seitens Microsoft ist nicht unbedingt ein Nachteil wie ich finde. Und ich muss deren xbox Live Arcade Games ja nicht kaufen wenn ich nicht will. Also, nichts für ungut, der PC hat seine Daseinsberechtigung, vor allem in Deutschland und für bestimmte Genres sowieso, die Umsätze sind aber insgesamt doch eher Rückläufig und verschieben sich immer mehr in Richtung Konsole. Und ich meine der Grund sind "unter anderem" nicht nur regelmässig nötige Neuinvestitionen aufgrund gestiegener Hardwareanforderungen, sondern auch die Unzulänglichkeiten bezüglich der problemlosen Lauffähigkeit aufgrund der 10 hoch 38 möglichen, verschiedenen Gerätekonfigurationen. Sehe ich das völlig verkehrt?

 
At 10 Oktober, 2008 15:05, Blogger Chris meint...

Sind nicht in gewisser Weise die (kritischen und ehrlichen) Spielezeitschriften so ein TÜV? Ich kaufe frühestens nach einem Test ein Spiel, nie schon nach dem Preview. Und meistens weiß man dann schon ziemlich genau, was einen erwartet.

Ich ärgere mich ehrlich gesagt aber ebenso oft über Spiele, die "schlechter geschrieben werden, als sie sind", zB Witcher oder Guild Wars als Einzelspieler-PvE-Spiel.

 
At 10 Oktober, 2008 15:39, Anonymous Dietmar meint...

Zurück zum Thema: ich stelle mir eine Umsetzung schwierig vor. Getestet werden müsste ja die finale Verkaufsversion, also im Idealfall das erste Exemplar aus dem Presswerk. Der Test bräuchte einige Tage. Außerdem müsste das Testergebnis abgewartet werden, bevor man die DVD-Inlays mit dem entsprechenden Zertifikat drucken kann.
Dadurch würde der Verkaufsstart verzögert und Terminplanung noch schwieriger. Gerade im Vorweihnachtsgeschäft.

Frage an Mick:
Mir fällt übrigens schon seit längerem auf, dass etwa die Gamestar im Test den Kopierschutz oft nicht benennen kann. Werden von der Industrie Vorabversionen als Testexemplare herausgegeben, die den Kopierschutz noch nicht enthalten?
Dann wird ja (der Redaktionsschluss drängt) tatsächlich nicht die finale Version getestet. Mit der Folge, dass der Leser, wenn überhaupt, erst in der übernächsten Ausgabe von eventuellen Problemen erfährt. Von den Schwierigkeiten mit "Drakensang" z.B. habe ich erstmals hier von Dir gehört.

 
At 10 Oktober, 2008 16:00, Blogger Mick meint...

@Arne: Ja, auf dem PC ist es nicht immer ganz problemlos Spiele ans Laufen zu kriege. aber mal ehrlich: Solche Probleme sind im Einzelfall doch eher selten. Wer einen Rechner mit Standardkomponenten hat hat relativ wenig Probleme. Natürlich, und das ist ein echtes Problem, schludern immer mehr Hersteller und bringen Spiele auf den Markt, die einfach nicht fertid sind. Das liegt aber nicht am PC und wird in absehbarer Zeit auch auf den Konsolen passieren.wer sich an die herrlichen Assassins Creed Abstürze erinnert weiß, was ich meine. Die PS3 Version war sogar noch stärker verbuggt. Und wer ältere Spiele ans Laufen kriegen will sollte einfach einen älteren PC benutzen. Auf der PS3 laufen auch nicht alle (in der neuen Version) sogar kaum noch PS2 spiele. Dafür braucht man eben eine PS2. Dasselbe gilt für Xbox und Xbox 360. Wer also hindert dich daran einen alten Win 98 Rechner zu behalten, auf denen die alten Titel gut laufen? UND: Gerade auf dem PC gibt es Emulatoren für alle Zwecke. Ich spiele z. B. FF7 derzeit mit dem Emulator und den Original-PS2-CDs. DAS kann dir keine Konsole bieten. Und generell: Ich besitzte (mit Ausnahme einer Handvoll Exoten) jede Konsole, die seit 1985 erschienen ist. Und spiele parallel auf dem PC seit vielen Jahren (davor Atari ST, C64 und VCS) Gute Spiele gibt es immer auf allen Systemen, aber lass dir nicht einreden, dass sich die Verkäude der PC Spiele auch nur größenordnungsmäßig im Bereich der aktuellen NextGenKonsolen befänden. Selbst alle drei zusammen (PS3, Xbox 360 und Wii) erreichen nicht die PC Verkäufe. Megaseller wie Sims oder WoW können schon mangels ausreichend verkaufter Konsolen dieser Generation nicht erreicht werden. Deshalb wird es in absehbarer Zeit auch immer gute und ausreichend PC Spiele geben. Nur hat der PC keine Firma hinter sich, die mit Millionen um sich schmeißt um Werbung dafür zu machen.

 
At 10 Oktober, 2008 16:12, Blogger Mick meint...

@chris: eine Spielezeitschrift bewertet die Qualität des Spiels. Die Lauffähigkeit auf unterschiedlichen Systemen kann man da gar nicht zufreidenstellend überprüfen. Das ist auch gar nicht deren aufgabe, Dieser Spiele-TÜV würde definierte Tests auf etlichen Komponenten und Varianten machen, nichts anders .Das TÜV-siegel wäre kein Garant für die Qualität als spiel, sondern nur für die Lauffähigkeit und fehlerfreiheit.
@Dietmar: nein, der Spiele-TÜV sollte ja nicht erst in Aktion treten, wenn das Kind schon mit dem Bad ausgeschüttet würde, sondern während des entwicklungsprozesses. Denn mit der reinen Spieleengine kann man Inkompatibilitäten schon im vorfeld aufdecken und in Absprache mit dem Entwickler beseitigen. Wie gesagt, es gibt bereits Firmen, die sowas anbieten. Es wird nur noch zu wenig genutzt.
Der kopierschutz kommt immer erst als allerletztes ins Spiel, wehshalb die Testversionen, die die Redaktionen erhalten tatsächlich oftmals keinen Kopierschutz enthalten. Aber, wie bereits oben angedeutet, ist es ja auch nicht so sehr die Aufgabe der Redaktionen den Kopierschutz und dessen Systemverträglichkeit zu testen, als die Qualität des Spiels, was ja auch ohne Kopierschutz geht. Das ist die Kernkompetenz jedes Spielemagazins (oder sollte es zumindest sein. Marcel Reich Ranici überprüft ja auch nicht die Bindequalität der rezensierten Romane oder zählt die Rechtschreibfehler.

 
At 10 Oktober, 2008 20:41, Anonymous der mit dem gnu im schuh meint...

Mick: Was Du denkst, wozu eine Spielezeitschrift da ist, ist eigentlich ziemlich irrelevant. Schließlich bestimmt soetwas der Kunde.

 
At 10 Oktober, 2008 21:30, Blogger Claus x meint...

@Mick:
vieleicht sollten dann die Firmen, die bereits einen Spiele-Tüv ähnlichen (teuren) Service anbieten, selber Spieletestmagazine herausbringen (bzw. mit denen Kooperieren) und und somit Qualität der Spiele als auch Kompatibilität der Spiele als Testbericht publizieren. So eine Art "Stiftung Spieletest-Star" sozusagen.
Auf der einen Seite könnte so ein Leidensdruck bei den knausrigeren Herstellern von Unterhaltungssoftware provoziert werden, auf der anderen Seite könnte die Leserschaft dann wieder einen Grund bekommen, Printmagazine zu kaufen.

 
At 10 Oktober, 2008 21:39, Anonymous Dietmar meint...

gnu liegt da nicht falsch. Denn was nützt mir der tolle Spieletest im Heft zwei Wochen vor dem Verkaufstart, wenn das fertige Produkt aus dem Laden sich nicht installieren lässt oder den Rechner mit Rootkits verseucht oder das Spiel wegen DRM nicht mehr läuft, nachdem ich die GraKa gewechselt habe. Oder so etwas passiert wie bei Pia mit "Drakensang".

Mir wäre es wirklich inzwischen lieber, die Spielezeitschriften vergeben zwei Wertungen: eine Spielspaßwertung für das Spiel, dass sie oft schon vor Verkaufsstart getestet haben und eine Technikwertung für das veröffentlichte Produkt (ein oder zwei Heftausgaben später), wenn alle Probleme offensichtlich geworden sind.
Vorsichtige Kunden wie ich warten inzwischen sowieso erst einmal ab.

 
At 11 Oktober, 2008 00:10, Blogger Mick meint...

@gnu: nö, tut er nicht. Selbst noch so inniges Wollen wird aus einem Spieletest keine technische Kompatibilitätsprüfung machen. Wenn du das bislang gelaubt hast, liegst du falsch. Das hätte dir beim Lesen der Hefte aber auch auffallen können.
@claus: Wie unabhängig wäre ein Test, der vom Hersteller selber kommt? Nein, diese technische TÜV-Sache müsste schon eine unabhängige Firma machen, die nicht an einzelne Hersteller gebunden ist, sondern aus dem Gesamttopf (Hersteller, Publisher, Käufer) finanziert wird.
@Dietmar: Der Spieletest sagt dir nur, was ein Spiel inhaltlich taugt, evtl. wie gut die technische Umsetzung in Bezug auf Spieltempo, Grafikqualität etc. ist. Dessen muss man sich bewusst sein. Alles andere leisten die Zeitschriften nicht, bzw. in nur geringem Umfang und wäre nur dann finanzierbar, wenn die Redaktionsstärke der des Spiegels o. ä. entsprechen würde, was bei den derzeitigen Auflagen nicht finanzierbar ist. Selbst beim derzeitigen Arbeitsaufkommen sind 12 Stunden Tage nichts Seltenes. Mehr geht einfach nicht.

 
At 11 Oktober, 2008 00:14, Blogger Mick meint...

nochmal@gnu (weil es mich ärgert): Was glaubst du eigentlich, was wir Redakteure sind? Deine privaten Erfüllungsgehilfen? Der Sklave des "Kunden"? Absolut nicht. Wir bereiten Themen auf und bieten die in form des Heftes zum Kauf an. Dieses Angebot kann man dann annehmen oder nicht. Aber ein Anspruch den Inhalt zu bestimmen oder den Machern des Magazins Vorschriften machen zu wollen, entsteht daraus nicht!

 
At 11 Oktober, 2008 01:09, Blogger Mick meint...

nochmal@claus: sorry, ich hatte dein Posting falsch verstanden. Die Spiele qualitativ zu beurteilen kommt solchen firmen ja nicht zu, dafür gibt es ja die spielezeitschriften. Ein technisches Magazin wäre evtl. eine Idee, nur wer würde sowas kaufen, weil es zudem ja auch noch journalistisch aufbereitet werden müsste? Das Gütesiegel auf der Spielepackung sollte doch reichen. Die USK gibt ja auch keine eigene Zeitschrift heraus, da reicht ja auch das Logo für die altersfreigabe.

 
At 11 Oktober, 2008 16:14, Anonymous hoschi meint...

Die Idee ist zwar gut, aber einfach nicht machbar. Der Zeitraum vom Goldstatus bis zum Verkauf(bzw noch früher,nämlich Verpackungsbedruckung) ist einfach viel zu kurz als dass man die Stabilität des Spieles auf den Tausenden von verschiedenen Hardwarekonfigurationen testen könnte.
Und selbst wenn ein Spiel ein TÜV Siegel bekommen würde, gäbe es immer noch tausende Kunden bei denen es trotzdem nicht liefe.
Und was ist mit Patches ? In den ersten Wochen nach Release bzw schon vorher gibt es doch meistens einige Patches die das Spiel in Sachen Stabilität verbessern oder sogar mal verschlechtern können. Die finden in so einem System auch keine Berücksichtigung denn die von der TÜV Stelle geprüfte Version wird immer eine alte sein und die Packung auf der das entsprechende Logo gedruckt wird ist auch immer älter als die Verkaufsversion bzw spätere gepachte Versionen.
Ich finde ein PC Spiel ist einfach ein zu variables Gebilde als dass man es starr mit einem TÜV bewerten könnte, wobei sicherlich der Grundgedanke nämlich die Spielepublisher zur Herausgabe von "fehlerfreien" Spielen zu zwingen nicht schlecht ist.

 
At 11 Oktober, 2008 17:53, Blogger Mick meint...

Nochmal: Das Spiel wird NICHT erst überprüft wenn es fertig ist, sondern schon während der Entwicklung. Dabei lassen sich viele Fehler von Vornherein ausmerzen. Und Patches nach Release wären dann ja deutlich weniger nötig. Ein spiel sollte stabil laufen, wenn es im Laden steht und nicht erst viel später. Genau diese Patcherei nach Release soll der SpieleTÜV ja verhindern. Wer bereits am Veröffentlichungstag einen Patch rausbringt würde ja niemals das Siegel bekommen. Die Hersteller müssen sich einfach mal wieder angewöhnen, nicht die ersten sechs Monate nach Veröffentlichung von vornherein als Extra-Entwicklungszeit mit einzukalkulieren. Es ist oftmals haarsträubend, wenn man erfährt, wie genau die Herrschaften vorher wissen, dass ihr Spiel alles andere als fertig in den Handel kommt und wie egal es ihnen im Grunde ist. Getreu der Devise: Das regeln wir dann später. Ich sage: Schluss damit! Mittlerweile ist es zur Regel geworden, dass die Spiele fehlerbehaftet sind. Und die beliebte Ausrede: "Es gibt ja so viele Konfigurationen" zieht nicht, das war früher auch nicht anders, nur funktionierten da die meisten Spiele besser. Wie schafft es Blizzard immer wieder praktisch fehlerfreie Spiele wie WarCraft 3 auf den Markt zu bringen, wo bestenfalls später noch am Balancing rumgefeilt wird. Wer natürlich die Entwicklungszeit aus Kostengründen zu niedrig ansetzt und dann darauf hofft, dass der ehrliche Kunde sich das bieten lässt, könnte eines Tages aufwachen und feststellen, dass er nix mehr verkauft. Aber das haben wir Kunden ja selbst in der Hand. Ich warte mittlerweile mindestens zwei Monate ab und gucke dann mal. Und um zum Thema zurückzukommen: Natürlich ginge das mit dem TÜV, man muss es nur wollen.

 
At 11 Oktober, 2008 18:10, Anonymous hoschi meint...

Aber wie soll ein Spiele-Tüv hunderte von Spiele überwachen und testen die sich gerade in der Entwicklung befinden und alle 2 Wochen in eine neuen Beta-Version erscheinen die unter Umständen sogar schlechter sein kann als die alte. Was soll das bringen ? Die nächste Version muss der TÜV dann ja soweiso wieder komplett neu und aufwendig durchtesten.Alte Ergebnisse bringen da nichts. Was hat der TÜV und die Käufer davon vom Testen dieser nicht Verkaufsversionen? Nichts !
Höchstens der Publisher hat einen Testsklaven aber die würden das auch von alleine hinbekommen.
Außerdem würde das spätere Siegel auf der Packung für eine Version gelten die gar nicht auf der CD ist !

 
At 11 Oktober, 2008 18:56, Blogger Mick meint...

In der Spieleentwicklung gibt es nicht alle zwei Wochen eine neue Version, sondern sogenannte "Milestones". Das sind die Versionen, die die Entwickler ihren Publishern vorlegen. Diese Versionen könnte man ab dem Entwicklungstand "Featurelock" durchaus überprüfen und ZUSAMMEN MIT DEM ENTWICKLER Fehler aufdecken und beheben. Dieser TÜV wäre ja keine starre Behörde, sondern würde ähnlich arbeiten, wie die Firmen, die bereits jetzt diesen Service anbieten. Das sind keine Testsklaven sondern hochgradig effektiv arbeitende Unternehmen. Und ja, alle Seiten haben von solchen frühen Tests etwas, werden Kompatibilitätsprobleme schon sehr früh erkannt. Wie gesagt, das gibt es schon und ist durchaus machbar.
Das Siegel gibt es natürlich nur für die Endversion, die dann mal nicht eben eine Woche vor Release eintrudelt, sondern rechtzeitig. Man muss sich mal von dem Produktionsirrsinn einiger Hersteller verabschieden, die einen Tag vor Goldmaster noch Änderungen einbauen. Sowas ist unseriös und ließe sich mit einem festen Termin vor dem geplanten Release (ich halte 8 Wochen für machbar) vermeiden. Wer bis dahin dem TÜV keine Version geben kann, kriegt das Siegel nicht und verpatzt so den Verkauf, weil ja die Handelspartner solche Spiele gar nicht erst ins Regal stellen. Glaub mir, wenn die Alternative TÜV-siegel oder kein Verkauf lautet würde würden diese Termine peinlich genau eingehalten und die Entwicklungszeit von vornherein realistischer abgeschätzt.

 
At 12 Oktober, 2008 19:29, Anonymous Mash meint...

@gnu:
Mick weiß wohl schon, wozu eine Spielezeitschrift da ist, der macht das schon ein bisschen länger.
Was König Kunde angeht: ich wünsche mir auch ein 3D-Holografie-Fernsehen, und ich will das jetzt! Und, was passiert? Nix.
Es wird wohl also nur gehen, was machnar ist. Und man kann sich häufig genug wünschen, dass eine Spielezeitschrift alle Konfigurationen auf alle Fehler testet, machen werden sie es nicht, weil es nicht geht. anonym weiter oben glaubt das ja auch, dass das die Aufgabe von Spielezeitschriften ist, aber da fällt mir nur zu ein: nein, ist es nicht. Und wenn es noch so viele Leser wollten.

 
At 13 Oktober, 2008 16:37, Anonymous hoschi meint...

@mash: Das Problem ist aber dass das ein TÜV auch nicht könnte, egal wie lange er schon in die Entwicklung mit einbezogen worden wäre. Das kann einfach niemand und deshalb wird es so einen TÜV niemals geben. Ist zumindest meine Meinung. Ich lass mich da aber auch gerne vom Gegenteil überzeugen...

 
At 13 Oktober, 2008 23:39, Anonymous Mash meint...

@hoschi:
Warum sollte das nicht gehen? Bestimmte Software, die meinetwegen in Flugzeugen oder sonst wo läuft, ist auch weitestgehend bugfrei.
Wie Mick sagt, müssten die natürlich schon sehr früh involviert werden.

 

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