Freitag, 31. Oktober 2008

Wo die Promis einkaufen

Neulich: Ich: »Ich möchte das hier gerne umtauschen.«
Verkäufer: »Welche Grund?«
Ich: »Ich möchte das hier gerne umtauschen.«
Verkäufer: »Sagst du mir Grund. Muss ich wissen.«
Ich: »Ich möchte das hier gerne umtauschen.«
Genervt reißt er mir den Quittungszettel aus der Hand und tippt irgendwas in seinen Computer ein.
Verkäufer: »Name und Wohnort.« Dabei streckt er mir aggressiv sein Kinn entgegen.
Ich: »Perry Rhodan, Milchstraße 1, 12345 Solares Imperium.«
Brav tippt er das in seinen Rechner, wobei ich ihm »Rhodan« auch noch buchstabiere. Dann schmeißt er einen Zettel auf den Verkaufstresen.
Verkäufer: »Gehst du damit Kasse. Kriegst du Geld.«
Es geht doch nichts über guten Service. Mal gucken, was sein Chef dazu sagt, daß Prominente wie der Großadministrator des Solaren Imperiums in seinem Laden Sachen umtauschen.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Keine Gewissensfrage

Och guck an: Die Premium-Version von Alarmstufe Rot 3 ist sieben Euro billiger als die Standardversion. Und ein Tittenposte... äh Poster der Damen im Spiel ist auch noch dabei... Diesem Kaufbefehl konnte ich mich nicht widersetzen und werde es gleich mal installieren.

Danke, Amerika!

Hurra, wir sind geeignet. Vielen Dank, liebe Amerikaner, daß Ihr uns diese große Ehre erweist und unser schönes Deutschland endlich für geeignet haltet. Wenn das die Kanzlerin erfährt, die sagt glatt ihren Badeurlaub in die Uckermark ab, so begeistert wird die sein. Und im Bundestag singen sie Euch zu Ehren »Hail to the Chief«. Oder vielleicht doch nicht, der Text könnte hierzulande dann doch falsch verstanden werden. Auf jeden Fall freue ich mich riesig und werde mich mal um so eine grüne Karte bei Euch bewerben. Wir schicken euch im Austausch dann auch eine schöne rote.

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Sprachlos

Das habe ich heute morgen per Mail gekriegt, wie vermutlich ein paar tausend andere auch. Ehrlich gesagt bin ich sprachlos, wenn ein der Objektivität verpflichtetes Testmagazin Reklame für ein Spiel mit offensiver Kaufaufforderung an seine Leser verschickt, die dem Heft ja vertrauen. Dazu fällt mir nix mehr ein... - gar nix ... oder doch, der Header dieser Mail: Jede Seele hat einen Preis...

Dienstag, 28. Oktober 2008

Tötet den Mick

Ich bin einer riesen Verschwörugn auf der Spur. Ich kanns ja noch nicht beweisen, aber ich bin mir sicher, die Spielebranche will mich umbringen. Der perfide Plan: Überschüttet den Schnelle solange mit Spielen, bis er keine Luft mehr kriegt. Irgendwann kollabiere ich und liege zuckend vorm Rechner. Far Cry 2, Fable 2, Alarmstufe Rot 3 und Fallout 3 kommen praktisch alle parallel. Und das WoW-Addon lauert auch schon auf mich. Soviel Zeit hat doch kein Mensch und das sind alles Spiele, die ich nur so aus Spaß an der Freud zocken will.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Ein Knochenjob

Das hat man davon, wenn man in Redaktionskonferenzen bei der Themenvergabe zu laut »Hier« brüllt. Seit gut einem Jahr schreibe ich die Buch- und Comicseite für Buffed. Was ich dabei völlig vergessen hatte: Man muss die Bücher ja erst lesen, bevor man drüber schreiben kann. Zur Erklärung: In den ersten Monaten habe ich zahlreiche Romane vorgestellt, die ich schon kannte oder sowieso gerade gelesen habe. Aber mittlerweile kommen natürlich zig Neuerscheinungen dazu. Und diesen Monat kommt es knüppeldick: Stolze 4500 Seiten, ungleichmäßig auf drei Buchreihen verteilt, wollen gelesen und bewertet werden. Ich bin zwar ein schneller Leser, aber um ein paar zusätzliche Nachtschichten komme ich wohl nicht herum. Zum Glück sind die Comics dagegen der reinste Spaziergang ... es sei denn, ich stelle irgendwann mal die Komplettkollektion der Bone-Comics vor. Das sind auch gut 1300 Seiten. Aber das spare ich mir für deutlich »magerere« Monate auf.

Montag, 20. Oktober 2008

Meine allererste Bank

Ich habe ne Supergeschäftsidee. Ich gründe die Mickbank und melde mich bei Frau Merkel wegen der 10 Milliarden Euro Kredit. Die Modalitäten bereiten mir keine Kopfschmerzen, denn mein Managergehalt liegt mit 0 Euro deutlich unter den geforderten 500.000 Euro und Dividende zahle ich eh keine. Die 10 Milliarden investiere ich in totsichere Bundesschatzbriefe und zahle sie nach einem Jahr zurück. Dann bin ich endlich reich und muss nicht mehr Lotto spielen.

Sonntag, 19. Oktober 2008

Schönes Haar ist dir gegeben, lass es leben ...

Hilfe, meine Frisur sitzt schief! Irgendwie fehlt meinem Haar das Volumen und ich riskiere den gefürchteten Strähnenspliss. Wo ist eigentlich das Gard Haarstudio hin, jener Altar hausfrauengerechter Friseurkunst der 70iger Jahre, wo solch schwerwiegende Probleme binnen fünf Minuten mit den Qualitätsprodukten aus dem Hause Colgate-Palmolive gelöst wurden? Und wo wir gerade beim Thema Palmolive sind. Was ist eigentlich mit Tilly?

Samstag, 18. Oktober 2008

Leben und sterben lassen

Als ich mir letztens Wall-E angeguckt habe, saß der Alptraum aller Kinogänger direkt hinter mir. Exakt, das kluge Fragen stellende Kind. Keine neue Szene, ohne daß die Nervensäge nicht sofort Papa um Aufklärung gebeten hätte. Der stellte auf die Frage »Warum wachsen die Pflanzen denn auf der Erde nicht mehr?« folgende nobelpreisverdächtige These auf: »Die armen Pflanzen haben wegen der Müllverschmutzung nicht mehr genug Sauerstoff und ersticken deshalb.« Aaaaargh, manche Eltern sollte man einfach einschläfern und diese Wissensverweigerer wegen angewandter Volksverdummung von ihrer nutzlosen Existenz erlösen. Mal ganz davon abgesehen, daß sie ihren Bratzen nicht mal die simple Lebensweisheit »Licht aus im Kino, bedeutet Klappe zu« beigebracht haben.

Freitag, 17. Oktober 2008

Unter Druck

Für jemanden, der (zumindest teilweise) mit Artikeln für diverse Zeitschriften seinen Lebensunterhalt bestreitet, lese ich privat (also abgesehen von der beruflich obligatorischen Fachmagazinlektüre) verdächtig wenige Print-Publikationen. Wenn ich ehrlich bin, eigentlich nur Epoc, ein Geschichts/Archäologie-Heft, das ich sogar abonniert habe. Aber sonst? Dabei habe ich mir nicht bewusst gesagt, daß ich ab sofort keine Hefte mehr kaufe. Nur bekomme ich tatsächlich die meisten Infos bei Spiegel & Co. eh online und kostenlos. Das ist mir jetzt irgendwie peinlich, aber es ist nun mal passiert. Mhhmmm, vielleicht kaufe ich mal wieder eine National Geographic oder das gute, alte Spektrum der Wissenschaft. Zumindest, um mein Gewissen zu beruhigen...

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Keine Lust zu nix

Heute bin ich völlig antriebslos. Selbst meine üblichen Bespaßungsversuche, wie die Auflagenentwicklung meines Lieblings-Spielemagazins zu verfolgen oder meiner Raufasertapete beim Schimmeln zuzugucken, fruchten derzeit nix. Ich glaube, ich falle einfach ein wenig ins Koma und warte ab, bis es Morgen wird. Dann bin ich sicherlich wieder etwas besser motiviert.

Dienstag, 14. Oktober 2008

Mick und Mecki

Ich gehöre ja zu den Menschen, die nur einen einzigen Vornamen haben. Natürlich reicht das fürs normale Leben völlig aus, aber so ein zweiter Vorname, elegant durch einen einzigen Buchstaben abgekürzt, wäre doch ganz schick. So wie ein frühes Vorbild aus meiner Jugendzeit, der legendäre Alfred E. Neuman. Etwas alttestamentarisaches würde sich doch anbieten. Etwa Michael H. Schnelle. Oder ganz modern M. Habakuk Schnelle. Den Namen Habakuk kenne ich allerdings weniger aus der Bibel, als eher aus einer alten Geschichte von Mecki, dem Igel. Weiß irgendjemand was es so kostet, sich einen zweiten Vornamen zuzulegen?

Sonntag, 12. Oktober 2008

Lord British in Space

Und wieder ein Lebensziel erreicht: Endlich kenne ich jemanden persönlich, der mal im Weltall war und zur ISS geflogen ist. Aber noch mehr freue ich mich für den guten Richard Garriott, der das ja schon lange vorhatte. Jetzt war es schon am Südpol, ist zur Titanic hinabgetaucht und nun ins All. Dann steht wohl als nächstes der Mars auf dem Programm. Aber dafür muss er sicherlich noch ein paar Tabula Rasas mehr verkaufen...

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Der Spiele-TÜV

Tonnenweise Bugs in Spielen, Riesenpatche am Erstverkaufstag, das hasst wohl jeder. Die Lösung ist so einfach, daß ich mich echt frage, wieso das nicht schon lange gemacht wird. Der Spiele-TÜV - eine unabhängige Gesellschaft, die Spiele nach festgesetzten Kriterien auf definierten Systemen prüft, so wie beim Auto auch. Wenn dann noch die Großen im Handel wie Amazon, Metro (Saturn, Media Markt) und Kaufhof auf ein TÜV-Siegel bestehen, käme kein Hersteller mehr um diese Prüfung herum. Bei Konsolenspielen machen die Hersteller wie Microsoft und Sony sowas ja selber schon, beim PC müsste es eben der TÜV regeln. Finanzieren könnte man sowas aus gemeinsamen Abgaben von Herstellern, Handel und den Kunden. Mir wäre das 50 Cent pro Spiel sicher wert.
Zusatz-Idee: Dieser Spiele-TÜV könnte auch den Kopierschutz zertifizieren und auf Verträglichkeit untersuchen. Dann wäre Securom sicherlich bald Geschichte.

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Killer-Kartoffeln greifen an

Kennt eigentlich irgendjemand Krimis, in denen kriminelle Pflanzen vorkommen? Also mordender Grünkohl oder randalierender Spargel. Eichen auf der Flucht oder der Hibiskus des Todes? Nein? Dann habe ich wahrscheinlich eine echte Marktlücke entdeckt. Mal gucken, ob ich die schließen kann.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Mick, der Medizinmann

So, Beckstein ist weg und die Fußball-Bayern dümpeln dem Tabellenende entgegen. Ich bin selbst erschrocken, wie gut mein Voodoozauber diesmal gewirkt hat. Okay, bei der Bankenkrise habe ich ein wenig übertrieben, aber da habe ich auch noch geübt. Konnte doch nicht wissen, dass meine Rezeptänderung mit den um Mitternacht geköpften Hamstern (Hühner hatte ich gerade keine parat) so gut funktionieren würde. Mal gucken, wen ich mir als Nächstes vornehme. Ein paar Nager habe ich noch übrig. Irgendwelche Vorschläge?

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Völlig verzweifelt

Ich glaube da ist jemand wütend, sehr wütend...

Kalkofe für die CSU?


Daß die CSU derzeit Probleme hat, ist ja kein Geheimnis. Aber daß sie auf ihre Wunderwaffe Oliver Kalkofe zurückgreifen muss, war bislang unbekannt. Zumindest bis jetzt. Doch »Die Welt ist böse« deckt diese lange gehütete Wahrheit jetzt auf: Der Mann nennt sich nun Barbara Titzsch und ist stellvertretende Bezirksvorsitzende der Europa-Union in Nürnberg wie hier nachzulesen ist. Na hoffentlich hat er dann noch genug Zeit weitere Folgen der Mattscheibe zu produzieren.

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