Dienstag, 23. September 2008

Der Hammer im Kino

Warum macht eigentlich niemand mal einen abendfüllenden Animationsfilm im Stil des Warhammer-Online-Intros? Sowas würde ich gern im Kino sehen, statt immer nur lustig-niedliche Knuddelviecher.

19 Comments:

At 23 September, 2008 12:09, Anonymous Toast meint...

Dere is too few green stuff in it. Should be more. :D

Aber, ja, sowas fehlt echt. Beowulf ging ja schon in die Richtung, ich würde mir auch mehr wünschen.

 
At 23 September, 2008 14:35, Anonymous Maniac meint...

Irgendwie hatte ja Final Fantasy diesen Stil, nur halt in der SciFi-Version. Vieleicht traut sich nach dem Flop niemand mehr dazu. Der Warcraft-Film wäre eine gute Gelegenheit gewesen, aber Blizzardhat sich leider zu einem Realfilm entschlossen.

 
At 23 September, 2008 15:50, Anonymous Sempai meint...

Anscheinend sind Animationsfilme nicht so beliebt. Dann doch lieber Anime.

 
At 23 September, 2008 15:52, Blogger Mick meint...

@maniac: stimmt, FF hatte auch einen serh schönen Stil, war dafür inhjaltlich leider sehr dünn, was ich mal für den hauptgrund des Scheiterns halte, neben dem für die meisten ungewohnten Szenario.
Ja, Blizzard hätte mit WoW diesen Weg gut gehen können. Denn mal ehrlich, an einen Realfilm, wenn er denn kommt, habe ich keine großen Erwartungen, denn weder in Form noch Inhalt kann man die WoW-Inhalte mit Realfilm adäquat umsetzen. Liebe Warhammer-Erfinder bei Games Workshop, wie wärs mit euch. Dank gestiegener Rechnerkapazitäten wäre ein Warhammerfilm bei weitem nicht so ein großes Wagnis wie der FF-Film. Ich würde auf jeden Fall da reingehen.

 
At 23 September, 2008 15:53, Blogger Mick meint...

@sempai: die sehen doch größtenteils gleich aus und die gibts schon wie Sand am Meer. Nee, ein richtig schön gerenderter Fantasyfilm westlicher Prägung ohne dieses Gaia-Zeugs wäre wirklich mal was Schönes.

 
At 23 September, 2008 18:41, Anonymous JBird meint...

Eine Kooperation zwischen Blizzard und Pixars wäre für mich eine Traumvorstellung.

Naja, so muss man halt ne doofe Realverfilmung von Warcraft anschauen.

Aber zuerst muss ich mir mal Wall-E reinziehen.^^

 
At 23 September, 2008 21:30, Blogger Lucius meint...

JAJAJA! ich bin da ganz deiner Meinung! So ein Animationsfilm im Warhammer (40k) Universum wär shcon was geiles.

Finds schad das blizzard beim warcraft film ehr auf mainstream geht.

 
At 23 September, 2008 23:44, Anonymous Anonym meint...

So etwas würde ich in wirklich guter (und zwar nicht nur in technischer Hinsicht) Qualität zwar auch gerne mal sehen, aber ehrlich gesagt würde ich mir von so einem Film nicht allzu viel erwarten.

Da müsste schon jemand verdammt viel Mut haben, um in ein derartiges Unterfangen die Menge an Talent und Geld zu stecken, die in einem Pixar-Film steckt. Die Qualität dieser Filme kommt ja nicht von ungefähr.

'Erwachsenere' Fantasy ist halt leider doch eher ein Randgruppenprogramm. Herr der Ringe hin, World Of Warcraft her.

-Player1

 
At 24 September, 2008 01:07, Blogger Mick meint...

ich bin mir sicher, so etwas Ähnliches musste sich Peter Jackson seinerzeit auch anhören. Was der mit dem Herrn der Ringe bewiesen hat ist, dass man mit dem Engagement eines Verrückten und ein wenig Wagemut Großes leisten kann. Und so ein Animationsfilm wäre ja bedeutend billiger zu produzieren, als der Herr der Ringe seinerzeit. Klar, müssten Könner daran, die das Genre und den Film enrst nähmen. Und wenn dann nur jeder zweite WoW-Spieler oder Warhammerfreund reingehen würde, lohnte der sich garantiert.

 
At 24 September, 2008 01:30, Anonymous Anonym meint...

Das mit den Kosten ist ein Irrtum, dem man allerdings leicht aufsitzen kann.

Es geht zwar ohne Frage auch sehr billig, da kommen dann aber eher 'Qualitätsprodukte' wie der Sissi-Film von Bully Herbig heraus. Der aktuelle Pixar-Film hatte hingegen ein märchenhaftes Gesamtbudget $180 Mio., was selbst das Budget der meisten Hollywood-Filme weit überschreitet - und das ohne Multi-Millionen-Gagen für Schauspieler-Zugpferde.

Mit etwas weniger könnte man notfalls sicher klar kommen, wenn man auf ein klein wenig der fast schon ans Absurde grenzenden Liebe zum Detail bei Pixar verzichten kann, aber generell sind wirklich gute Animationsfilme eher teurer als Realproduktionen. Auf jeden Fall bei vergleichbarer Qualität auf keinen Fall billiger.

Aber vielleicht findet sich ja trotzdem mal ein "Verrückter". Hoffen ist ja immer erlaubt.

 
At 24 September, 2008 02:50, Blogger Mick meint...

natürlich sind Animationsfilme billiger, entfallen ja allein schon Millionengagen für Stars, teuere Sets und Außendrehs. Es gibt auch keine Ausfälle wegen schlechten Wetters oder anderer Naturkatastrophen. Zudem ist man nicht auf eine möglichst kurze Produktionszeit festgelegt, sondern kann kleiner beginnen um dann, ähnlich wie bei Computerspielen, im Laufe der Zeit benötigte Mitarbeiter erst nach und nach bei Bedarf zu beschäftigen. Das Budget und auch der Aufwand eines Herrn der Ringe würde auf jeden Fall niemals erreicht und wäre auch gar nicht nötig. Und natürlich müsste so ein Film ein ähnliches Budget wie ein anderer richtiger Hollywoodtitel haben. Denn Qualität kostet. Allerdings sind die Renderkosten deutlich gesunken, solche Geldgräber wie der FF-Film würde es nicht wieder geben, allein schon, weil man ja auf den bestehenden Erfahrungen aufsetzen könnte und nicht für teuer Geld ein überdimensioniertes Studio ohne Gesamtkonzept finanzieren müsste. Und 180 Millionen klingt viel, lässt sich aber auch wieder erwirtschaften. Am wichtigsten wären gute Autoren und ein Produzent und Regisseur, der die Zügel straff hält, um sich nicht zu verzetteln. Zudem sollte er zwar im Genre fit sein, aber auch über die handwerklichen Fähigkeiten eines guten Filmemachers verfügen, was leider vielen ambitionierten Jungfilmern fehlt und zudem die Massentauglichkeit nicht aus den Augen verlieren. Und dahinter eine Produktionsgesellschaft, die ihrem Mann traut und die Zeit lässt, das Ding tatsächlich richtig fertigzustellen.

 
At 24 September, 2008 07:38, Anonymous Dietmar meint...

Um das Intro von "The Witcher" ließe sich auch ein netter Kinofilm stricken.

 
At 24 September, 2008 09:25, Anonymous Anonym meint...

Fakten, Fakten, Fakten:

Wall-E $180 Million
Ratatouille $150 Million
Cars $150 Million

Dark Knight $185 Million
Star Wars EP3 $113 Million
Herr d. Ringe 3 $94 Million (alle zusammen ca. 300 Mio.)

Quelle: boxofficemojo.com

Da kann man wohl kaum davon sprechen, dass Animationsfilme (jedenfalls gute) billiger sind, oder? Bin da so ein klein wenig vom Fach, insofern sei versichert: Gute 3D-Animation ist SEHR zeitaufwending und arbeitsintensiv. Und das hat nur ganz am Rande etwas mit Renderkosten zu tun.

Quelle: boxofficemojo.com

-Player1

 
At 24 September, 2008 11:24, Blogger Mick meint...

@Player1: Da haben die wohl sehr großzügig sämtliche Werbekosten und überhöhte Gagen an Synchronsprechern (zumindest in Amiland sind die ja so dumm teure und bekannte Schauspieler dafür zu nehmen) mit rein gerechnet. Und wer weiß welche Abschreibungen da noch mit reinreichen. Außerdem muss man solche Filme ja nicht in Amiland machen, wo alles dank derer absurden Gewerkschaften schon sehr teuer ist. Die zahlen ja fürs Catering mehr, als woanders ganze Filme kosten. Hollywoodniveau bedeutet ja nicht automatisch, dass der Film auch in Hollywood (bzw. den USA) entstehen muss. Nimm einfach mal das Warhammer Intro, das könnte man (abgesehen von der gegenwärtigen Auflösung natürlich) locker für nen Film verwenden und die Leute hatten sicherlich kein Millionenbudget zur Verfügung. Studios wie Pixar sind eben leider auch börsennotierte Kapitalverwertungsmaschinen, die dementsprechend teuer (und oft auch uneffektiv) arbeiten, was, würde man sich rein aufs künstlerische und technische beziehen, woanders billiger zu machen wäre. Wenn Peter Jackson den ganzen Herrn der Ringe tatsächlich für 300 Millionen Dollar gemacht hat (ich glaube dir das einfach mal) und dann für Wall-E tatsächlich 180 Millionen verpulvert wurden, dann scheint in dieser Branche einiges nicht zu stimmen. Mit den echten Kosten KANN das nur wenig zu tun haben, denn letztlich arbeiten nur Menschen daran, die eben bezahlt werden.

 
At 24 September, 2008 11:28, Blogger Mick meint...

@player1: ach ja, in unserer Branche gibt es den Running-Gag: Wenn wir in der Filmbranche arbeiten würden, gäbe es nicht einen Redakteur, der am Rechner seine Artikel schreibt, sondern dazu noch einen, der die Rechnertemperatur überwacht, einen dritten, der dem Zweiten den Kaffee holt, ein vierter, der für das Aufrufen der Software verantwortlich ist und jemanden, der dem Redakteur die Auswahl des Schriftsatzes abnimmt. Plus Catering, Tiertrainer und hauseigenen Psychologen...
@Dietmar: Der ist ja auch in Kurzform die erste Kurzgeschichte aus dem ersten Roman. :-)

 
At 24 September, 2008 12:09, Anonymous Anonym meint...

@mick: Der Running Gag ist ja eigentlich keiner, die Arbeitsteilung in der Filmbranche ist, nun ja, wirklich relativ kleinteilig... ;-)

Darüber kann man sich berechtigterweise lustig machen, aber das Ganze hat auch einen Hintergrund: So ein Drehtag kostet viel Geld, da zählt jede Minute. Und entsprechend kann es schnell teuer werden, wenn der Tiertrainer des Psychologen im entscheidenden Augenblick gerade mit dem Catering des Rechnertemperaturüberwachers beschäftigt ist. Also hat man im Zweifelsfall lieber den einen anderen Menschen mehr herumstehen, der 95% des Tages mit beschäftigt Aussehen verbringt. Unterm Strich ist das wohl häufig billiger.

Dass bei den sog. Produktionskosten auch die Marketingkosten mit eingerechnet werden, ist ja nichts Neues (Size Matters), aber das gilt für alle Arten von Filmen, so dass es die Vergleichbarkeit nicht weiter einschränkt.

Die hohen Kosten im Animationsbereich entstehen nicht zuletzt durch das notwendige Heer an (bei Pixar zudem recht talentierten und daher gerechterweise auch nicht völlig unterbezahlten) Pixelschubsern, die dafür benötigt werden, um das, was für den Laien dann später hoffentlich 'easy gerendert' aussieht, in wirklich mühevoller Handarbeit erst zu erzeugen.

Bei gottgleichen Firmen à la ILM oder Pixar kommt dann auch noch eine gehöriges Maß an Software-Entwicklungsarbeit dazu. Auch die Entwickler sind hier gut und sicher alles andere als billig. Gängige Animationssoftware ist dort allenfals der Untersatz für ständig weiterentwickelte studioeigene Lösungen.

Und last, but ganz sicher not least, haben die Jungs ja auch noch extrem gute Geschichtenerzähler und so weiter an der Hand. Auch die sind gerne mal etwas teurer als durchschnittliche Fantasy-Autor. Talent hat seinen Preis.

Jetzt aber endgültig genug Besserwisserei, im Endeffekt heißt das alles lediglich, dass ein 'Warhammer'-Film eben vermutlich eher ein mittelmäßiger würde. Wäre das alles so einfach, müssten schlicht mehr Filme diese ganz spezielle detailverliebte Pixar-Qualität besitzen. Was aber, wovon sich jeder ganz ohne Spezialkenntnisse schnell überzeugen kann, eben nicht der Fall ist.

-Player1

 
At 24 September, 2008 12:21, Blogger Mick meint...

Es geht ja nicht um Detailverliebtheit, sondern um handwerkliches Können. Leider scheinen sich neben den großen Könnern nur Diletanten und Anfänger sonst zum Genre berufen zu fühlen.
Thema Überbesetzung: Aber genau dieses Risiko fällt ja bei Animationsfilmen weg. Die arbeiten ja eher wie ein normales Büro. Nur: Gute Autoren kosten eigentlich relativ wenig, nur scheinen bei Pixar und einigen anderen immer noch die Hollywoddbezahlmodelle angelegt werden. A la: Wenn der Film viel einspielt, muss ich auch gut bezahlt werden. Würde diese Logik auch außerhalb der Filmbranche gelten, würde ein Arbeiter bei Mercedes automatisch mehr verdienen als einer bei Opel. Die Filmbranche (allen voran Amerika aber auch England) arbeitet leider nicht effektiv und weil viel Geld damit verdient wird, guckt keiner im Detail nach. Neue Software müssen auch Unternehmen wie SAP oder Microsoft entwickeln, das machen die dann eben in Indien, eben weil es billiger aber nicht schlechter ist.
Um zum Schluss zu kommen: Ein qualitativ hochwertiger Warhammerfilm wäre sicherlich auch bezahlbar, wenn eben jemand mit spitzem Stift die Hollywoodauswüche im Zaum hält, brav in Indien und Osteuropa rendert (so wie es die gesamte Spielebranche ja schon länger macht) und die Kreativen ordentlich aber nicht unmäßig bezahlt.

 
At 24 September, 2008 12:21, Blogger Mick meint...

ach ja, was an Wall-E 180 Millionen wert sein soll, erschließt sich mir irgendwie auch nicht.

 
At 24 September, 2008 12:43, Anonymous Anonym meint...

So be it.

-Player1

 

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