Freitag, 1. August 2008

Draken-Abge-Sang

He, Ihr da. Ihr ach so cleveren Verkäufer von DTP und Metaboli: Heute Nachmittag bin ich auf der offiziellen Drakensang-Seite dem Link zum Kauf der digitalen Version gefolgt und habe das DSA-Rollenspiel »vorbestellt«. In eurer Beschreibung habt Ihr die Backen aufgeblasen und behauptet: »Wir haben immer geöffnet! Wir liefern sofort per Download. Unser Kundenservice ist für Sie jederzeit erreichbar. 7 Tage die Woche!« Und zusätzlich habt ihr mir den Freischaltcode für 00.01 Uhr am 1.8 (also heute) versprochen. Bekommen habe ich bislang ... nichts. Nur eine Bestätigungsmail. Euer Support ist offensichtlich auch nur tagsüber erreichbar, eine Antwort auf meine Beschwerdemail gabs jedenfalls nicht. Also nix mit »jederzeit, 7 Tage die Woche«. Und offensichtlich erging es den anderen Vorbestellern ähnlich, wie mir ein Blick ins Drakensang-Forum verriet. Nee, nee, so funktioniert das im Internet nicht, weshalb ich den Kauf auch einfach rückgängig mache. Selber schuld, wenn ihr das nicht besser hinkriegt. Vielleicht schenkt mir ein netter Kollege ja sein Testmuster...
Kleines Update: Heute ist auf einmal auf der Bestellseite still und heimlich das Datum auf den 5.8. verschoben worden, dann aber ganz sicher um 00.01 Uhr. Sicher, klaro... Eine offizielle Antwort vom immer erreichbaren Support steht immer noch aus...
Und noch ein Update: Langsam wird es lustig. Inzwischen ist der Release auf den 2. 8. vorverlegt worden. Was soll man von drei Terminverschiebungen binnen 12 Stunden halten ...? Ach ja, der Support spielt immer noch toter Mann.
Wieder ein Update: Mittlerweile haben mir die Nasen die Mail mit Downloadlink und Freischaltcode zugeschickt, nur hatte ich den Kauf ja bereits Stunden zuvor storniert. Auf meine insgesamt vier!!! Anfragen an den "immer erreichbaren" Support gab es nach wie vor keine einzige Antwort. Na ja, spätestens wenn sie mir das Geld vom Konto abbuchen wollen, werden sie eine Überraschung erleben. Ach ja, ich habe ein wenig im Kleingedruckten gestöbert und herausgefunden, dass man bei Metaboli unter "jederzeit erreichbar" eine "Antwort innerhalb von 48 Stunden" versteht. Ich verstehe das nicht.

33 Comments:

At 01 August, 2008 07:34, Anonymous Anonym meint...

Nee, das hast Du auch nicht verdient; wer kauft denn schon Spiele in digitaler Form und zum Runterladen (komisch, warum kommt mir bei Runter... gerade so eine psychologische Vorstellungsverknüpfung mit Inhalten aus dem Internetz); mach Dich nett fertig, geh in einen Softwareladen Deiner Wahl (besser in einen Tante-Emma-Laden; nicht in einen Elektronik-Fachmarkt, wo Leuten vorgespielt wird, dass Geiz geil ist oder im Umkehrschluß man als besonders schlau gilt, wenn gerade dort einkauft wird, fachsimpel ein wenig oder auch länger mit dem Verkäufer, kauf Dir das Programm, geh voller Erwartung nach Hause, geh dann erstmal in die Badewanne (es ist ja derzeit ziemlich warm und die Reise war lang), mach Dich nett fertig, setz Dich vor den elektronischen Rechenknecht, installiere er das Spiel und erfreue er sich an dem Rollenspiel ... ;-)

 
At 01 August, 2008 11:24, Blogger Mick meint...

gewöhn dich schon mal an die Methode, in spätestens fünf Jahren werden PC-Spiele so ausschließlich angeboten. Nur: Bsi dahin sollte das auch klappen, was z. B. bei Gamesload auch immer exzellent klappt. Nur Metaboli sind lahme Penner...

 
At 01 August, 2008 12:18, Anonymous Toast meint...

Aber solange es noch Spiele mit Packung, augenfreundlichem ausführlichem Handbuch (Mal im Ernst: Das Teil von Falcon 4.0 nur in pd-Form für den Download? Da habe ich eher noch ein Dioptrin mehr, als dass ich im Spiel durchsehe.) und hübschen Beilagen gibt, kaufe ich mir die im Laden.
Wenn es sowieso nichts gäbe, klar, Steam, aber sonst bin ich zu sehr Sammler.

 
At 01 August, 2008 12:54, Blogger Mick meint...

mal abgesehen vom Sonderfall Falcon (sowas gibts heute eh nicht mehr), liest man Handbücher doch sowieso nicht. Das einzige was ich vom digitalen Download auf die Dauer erwarte sind niedrigere Preise, erspart man sich doch die gesamte Verpackungsproduktion, samt Händlervertrieb, Lagerraum etc.

 
At 01 August, 2008 13:01, Anonymous Sempai meint...

@Mick:

Dann hoffen wir mal,dass in 5 Jahren überall gutes DSL zu finden ist,denn sonst fallen alle potentielle Kunden aus den ländlichen Räumen - und das sind gar nicht so wenige - wegen schlechtem DSL raus. Als Beispiel: Ich wohne noch bei meinen Eltern in Nordhessen und dort lade ich an 1000 mb rund 10 Stunden.

Wobei: Wenn ich sehe, wie weit wir mit DVDs sind,wird es noch in 20 Jahren feste Spiele geben. Find ich persönlich auch besser,weil ich feste Sachen haben (Bücher,Spiele,DVDs) und nicht alles nur als Daten auf einem Server zusammensuchen will.

 
At 01 August, 2008 13:07, Blogger Mick meint...

@sempai: Derzeit hast du da sicherlich recht, aber spätestens mit VDSL ändert sich das, wenn es denn mal flächendeckend eingesetzt wird, bzw. die heutigen Problemgebiete zumindest mit normaler DSL-Geschwindigkeit beliefert werden. Ansonsten ist der Trend bei Spielen und auch Filmen eindeutig und geht in Richtung Download, ich lade z. B. auch Filme auf meine Xbox 360 runter. Allerdings lauern auf dem Weg zum gut funktionierenden System sicherlich noch etliche Pannen, wie ich sie mit Drakensang erlebt habe. Bei Musik klappt das doch schon jetzt sehr gut, und ob das Zeug auf CD, DVD oder Festplatte liegt, ist letztlich doch völlig egal.

 
At 01 August, 2008 13:10, Anonymous Dietmar meint...

"in spätestens fünf Jahren werden PC-Spiele so ausschließlich angeboten."

Wenn die Industrie mit Umsatzeinbrüchen bei steigenden Entwicklungskosten leben kann, möge sie es versuchen.

Aber warum sollte man Spiele aus dem Internet herunterladen, wenn sie dort teurer sind als im Ladengeschäft oder im Versandhandel?

Ich habe mich nach großen Vorbehalten an Steam gewöhnt, weil das automatische Patchen beim Spielstart schon eine feine Sache ist und auch nicht anders läuft als z.B. bei Guild Wars.
Aber trotzdem bleibt da immer die Sorge um die Nachhaltigkeit. Vor allem, wenn der Online-Spielekauf mit einem Konto oder irgendwelchem DRM-Schrott gekoppelt ist und man im Falle einer Pleite seine dann nutzlosen digitalen Daten wegwerfen kann.

 
At 01 August, 2008 13:20, Blogger Mick meint...

Das wird den Verkauf der spiele genauso wenig negativ beeinflußen wie seinezeit die Einführung platzsparender DVD-Verpackungen, die manche ja ebenfalls als Verkaufshindernis ansahen.
Der Preis wird auch sinken, derzeit sind die Preise natürlich albern, verglichen mit den Ladenpreisen. Der Kopierschutz funktioniert ja derzeit teilweise sehr unterschiedlich. Ich vermute mal, dass sich das normale Freischalten durchsetzen wird. Nachhaltigkeit wird in Zukunft einfach dadurch garantiert, dass sich eine Hand voll große Anbieter am Markt etablieren, die nicht einfach so pleite gehen. Denkbar wäre das z. B. Mediamarkt oder Amazon selber Server betreiben, die diese Freischaltung erledigen. Oder eben riesen wie Gamesload, sprich Telekom. Die Variante, dass der Publisher das selber macht, wird sicherlich keine Dauerlösung sein. Kleinere Ladengeschäfte können ja heute schon kaum noch existieren, und Mediamarkt & Co. überlegen in Zukunft sicher auch, wie sie die benötigte Ladenfläche begrenzen oder evtl. durch rein digitalen Vertrieb ganz einschränken. Steam halte ich auch nur für eine Durchgangslösung, bevor die wirklich großen diesen Markt erobern. Aber das dauert sicher noch ein Weilchen.

 
At 01 August, 2008 13:26, Anonymous Dietmar meint...

@Mick

Für einen Shooter braucht man wohl kein Handbuch. Da reicht es, die Tastaturbelegung in den Spieloptionen einsehen zu können.
Aber bei komplexeren Strategiespielen? Bei Civilization IV habe ich viele Klein- und Feinheiten erst im Handbuch entdeckt. Und das gedruckte Handbuch hatte auch noch über 200 Seiten.

Deine Erwartungen in niedrigere Preise teile ich nicht. Momentan ist es doch so, dass das eine Spiel bei amazon.de, das andere beim Mediamarkt zum niedrigeren Preis angeboten wird. Es existiert also so etwas wie ein Wettbewerb im Handel.
Nun stelle Dir aber mal vor, ein Unternehmen wie EA würde seinen gesamten Vertieb über einen großen Server monopolisieren. Dann können sie die Preise beliebig hoch halten, solange noch genug Leute kaufen. Warum sollten die auch nur einen Cent, den sie bei den Herstellungs- und Vertriebskosten gespart haben, den Kunden schenken?

 
At 01 August, 2008 13:28, Blogger Mick meint...

äh, wer spricht den von Monopolisieren? Wie gesagt, es wird mehrere große Onlinehändler geben, die das machen und natürlich miteinander im Wettbewerb stehen.

 
At 01 August, 2008 13:33, Blogger Jehuty meint...

Ich blättere höchstens durch die Anleitung, wenn ich dem Spiel Jahre entgegen gefiebert habe, oder die Installation dauert einfach zu lange. Als Kind schmöckerte ich öfters in den Anleitungen, aber damals waren die ja auch noch anders...

 
At 01 August, 2008 13:39, Anonymous Dietmar meint...

Warum aber sollten Giganten wie EA und Activision Blizzard ihre besten Milchkühe mit anderen teilen?
Dann wird es eben "Die Sims 4" und "Spore 2" nur noch exklusiv bei EA zum Download geben (angereichert mit hauseigener Schnüffelsoftware sowie nicht abschaltbarer Onlinewerbung).

Kein Kartellamt kann verbieten, dass jemand sein Produkt auf lediglich einem Vertriebsweg anbietet.

 
At 01 August, 2008 14:16, Blogger Mick meint...

warum sollte sich auch das Kartellamt darum kümmern? Aber ich könnte dir die gleiche Frage auch schon jetzt stellen: Warum vertreibt EA nicht den Versand jetzt schon ganz allein? Weil es nicht deren Geschäft ist. Ein Media Markt oder Saturn erreicht natürlich ein paar Leute mehr, als ein Publisher, zu dessen Geschäft der Verkauf der Ware nicht gehört. Dafür müsste EA (oder jeder andere Publisher) einen eigenen Laden eröffnen (wenn auch online), mit der gesamten Infrastruktur und allem was dazu gehört. Das tun sie jetzt nicht, und werden es auch im digitalen Download-Zeitalter nicht tun, weil es sich für nur eine einzige Marke allein nicht rechnet. Den Beweis dafür treten die Publisher derzeit ja selber an, den fast jeder von denen betreibt bereits ein Downloadportal und das mit nur mässigem Erfolg.

 
At 01 August, 2008 14:17, Blogger Mick meint...

aber ganz egal, was wir beide auch meinen: Wir werden es noch erleben, dass der Verkauf digital vertreibbarer Waren genau so abläuft und sich absolut keiner aufregt, wenns gut funktioniert.

 
At 01 August, 2008 15:20, Anonymous Sempai meint...

Der Markt hst eh noch große Veränderungen vor sich. Alleine der Trend der MMOGs frisst viele Entwickler nach und nach auf. Reine Singleplayerspiele werden immer weniger gefragt,da lohnt sich der Markt irgendwann nur noch für wenige Reihen (z.B. Civilization). Der Rest wird sich wahrscheinlich im Bereich "Singleplayerspiel mit Onlineplattformen" einpendeln,also so,wie es Spore vor hat.

 
At 01 August, 2008 19:57, Anonymous Arkus meint...

Was wäre, wenn sich Ebooks durchsetzen und geschriebene Bücher langsam aber sicher ersetzen würden? Ich würde das schrecklich finden! Ich möchte ein Buch in die Hand nehmen, bequem im Sessel lesen oder im Bett, ich möchte die Seiten eines frisch geschnupperten Buches wie Klebstoff schnüffeln und ich will meine Bücher ins Regal stellen, mit dem Gedanken, sie irgendwann wieder hervor zu holen und noch einmal zu lesen. Aber lesen wird ja eh immer uncooler..zumindest in meinem näheren Umkreis, liest niemand wirklich viel und wenn dann nur für die Schule bzw. das Studium. Traurig, dabei haben Bücher IMO etwas sehr magisches.. aber Richterin Barbara Salesch ist sicher spannender. ;)

 
At 01 August, 2008 21:18, Blogger bd_1979 meint...

@mick:
Sehe ich im großen und ganzen wie du. Wenn jeder Publisher sein Portal aufmacht wird das ganze natürlich wieder unschön, aber wie du gesagt hast, der Markt wird einfach einige Portale dominieren lassen und Publisher werden nicht umher kommen auf diese Portale zu konzentrieren - wenn dann auch die Kopierschutzmechanismen diesbezühlich konzentriert sind wird das dann auch nicht mehr solange dauern, aber ich fürchte der Bug-Menge wird das alles nicht zu gute kommen.

@arkus
Ach Bücher können auch lästig werden wenn man umzieht ;-). Aber solange die Displays nix gescheites sind werden Bücher nicht aussterben - und ich glaube das dauert noch sehr lange. Bücher werden aber nie ganz aussterben, dafür geben sie einfach ein zu tolles gefühl.

 
At 01 August, 2008 22:51, Anonymous Anonym meint...

Hm, also Spiele, Filme oder Musik übers Internet sind nicht mein Fall. Zumindest nicht mit DRM, denn da gibts ja schon die Fälle wo Filmeanbieter von heute auf morgen die Server abstellen und dann die Filme nicht mehr abgespielt werden können...

Das kann mit DVD oder CD nicht passieren. Und genau deswegen wird sich Internet IMO nie durchsetzen.

Ich hätte gerne meine Medien im Regal, damit ich sicher sein kann, dass sie jederzeit abgespielt werden können. Bei Onlinemedien kann das von hier auf jetzt nicht mehr gehen. Was ist wenn die z.B. Steam abesetzen? Meine DVD steht immer noch im Regal...

 
At 02 August, 2008 00:05, Anonymous Dietmar meint...

@Mick

MS: "Warum vertreibt EA nicht den Versand jetzt schon ganz allein?"

Stand 2008 werden die meisten PC-Spiele immer noch hauptsächlich über den Handel verkauft und nicht per Download. Das wissen wir alle.

Aber DU hast behauptet, dass in "spätestens fünf Jahren" PC-Spiele ausschließlich per Internet verkauft werden. Du kannst also die jetzt-Situation beim Vertreib nicht nur teilweise mit der Situation in den von Dir selbst prognostizierten fünf Jahren gleich setzen. So funktioniert kein Dreisatz. ;-)

Ich habe da eine interessante Information für Dich:
Freitag habe ich auf dringenden Wunsch meines 11jährigen Sohnes ihm die Demo von "Spore Labor" installiert. Und was wurde dabei mit installiert? Ein sogenannter "EA Download Manager". Und die Demoversion von "Spore Labor" kann man nur spielen, wenn man sich über diesen "EA Download Manager" anmeldet. Dazu muss man eine E-Mail-Adresse angeben.

EA hat also schon entsprechende Server eingerichtet, um eine kostenlose Demo zu verifizieren. Was daraus einmal werden wird, lässt sich auch ohne viel Phantasie erahnen.

Der Trend geht doch 2007/2008 schon dahin, dass im Laden/per Versandhandel gekaufte Spiele online aktiviert werden müssen.

Ich frage Dich: warum sollten EA und Activision/Blizzard nicht den Alleinvertrieb angehen? Die weltweite Infrastruktur ist schon da (denk' an WoW) und lässt sich relatitiv leicht erweitern.

MS: "Ein Media Markt oder Saturn erreicht natürlich ein paar Leute mehr, als ein Publisher, zu dessen Geschäft der Verkauf der Ware nicht gehört."

Omas, die ihren Enkeln zu Weihnachten ein Spiel schenken wollen und sich an hübschen DVD-Covern im Laden orientieren, sind eine zu vernachlässigende Zielgruppe. Mein Sohn ist heiß auf "Spore", weil er die Previews in der Gamestar gelesen und gesehen hat. Und zwar schon Monate vor Veröffentlichung. Zeitschriften, Websites und Schulhofgespräche sind die modernen Multiplikatoren. Dazu Werbespots im TV (z.B. SuperRTL).

MS: "Dafür müsste EA (oder jeder andere Publisher) einen eigenen Laden eröffnen (wenn auch online), mit der gesamten Infrastruktur und allem was dazu gehört. Das tun sie jetzt nicht, und werden es auch im digitalen Download-Zeitalter nicht tun, weil es sich für nur eine einzige Marke allein nicht rechnet."

EA und Activision/Blizzard haben aber nicht nur "eine einzige Marke", sondern ein gewaltiges Portefeuille an Marken. Das lohnt sich für die. Denn die Infrastruktur ist schon da und muss nur noch in den Kapazitäten erweitert werden. Was Valve geschafft hat, ist für diese beiden Giganten doch kein Problem. Und Microsoft wird dann sicher nachziehen.

Klitschen wie "Zuxxez" oder "Ubisoft" allerdings werden sich den Aufbau einer solch' mächtigen Infrastruktur sicher nicht leisten können und sich kleineren Online-Publishern anschließen. Bis dahin werden eben Abmahnanwälte angeheuert.

 
At 02 August, 2008 07:13, Anonymous Anonym meint...

Ja, Mick, es hat sich seit meinem ersten Kommentar zu diesem Blog nichts geändert; hättest Du Deinen Hintern bewegt (und ich meine das jetzt freundlich, so sind wir halt hier im Ruhrpott :-), dann könntest Du das Spiel bereits erleben, hättest nebenbei einem Händler ein kleines Zubrot gegönnt und würdest Dich nicht mit dem Download-Unsinn rumärgern!

Abgesehen davon ist derartiger Ärger mit dem Support von Online-Produkten schon heute Realität, ich denke da nur an meinen kurzen Anflug von Dämlichkeit, als ich dachte, es sei unproblematisch, meine deutsche im Laden erworbene Version von Age of Conan, auf eine englische Fassung (ebenfalls im Laden erworben) zu erweitern. Da war auch niemand erreichbar und was ich da für Hinweise (z. B. "Danke, dass Du Dich an den Support gewandt hast, wir sind immer für Dich da!" hehe) per E-Mail bekommen habe, grauenhaft! Übrigens, wenn einer englische Version von Age of Conan haben möchte; kann ich hier so einen Mist eigentlich anbieten? :-)

So und nun abschließend, Deine Antwort auf meine Anmerkung ist übrigens Kokolores, weil es nicht darum geht, was in ein paar Jahren ist oder sein wird. Außerdem muß ich mich gar nicht an bestimmte Vertriebsformen gewöhnen, wenn ich das nicht möchte. Man muß nicht im Internet kaufen, man kann auch in einen Laden gehen, um etwas zu kaufen und wenn ich es mal unter der Woche nicht schaffe, dann gehe ich halt am Wochenende; ich kann auch warten, ich muß nicht alles sofort haben; außerdem will ich nicht nur ein Handbuch in digitaler Form haben, ich will eine Packung und Zusatzinhalte, wobei die mitunter auch immer schlechter werden; allerdings ist die CE von Drakensang für 10 € Aufpreis ordentlich ausgestattet.

Und wenn EA wirklich meint, es müsse bei Mass Effect eine Aktivierung online vorschreiben, dann ist das noch gerade in Ordnung, wenn ich aber nur 3x aktivieren darf, dann ist es das nicht und dann kaufe ich das Programm nicht. Und hier liegt der Schlüssel, wenn keiner online kauft, dann kommt das auch nicht in 5 Jahren. Das papierlose Büro haben Leute schon vor 10 Jahren angekündigt und irgendwie klappt das auch nicht. So, heute ist Samstag, zieh Dich nett an und ... aber das hatten wir ja schon ;-)

 
At 02 August, 2008 09:52, Blogger Mick meint...

Schon richtig, du musst nichts kaufen, was du nicht willst. Aber in ein paar Jahren wirst du dann eben keine Spiele mehr kriegen, weil der Vertrieb eben komplett digital abläuft. Ob du willst, oder nicht.
Und nur für ein Spiel extra nach München reinzufahren wären nicht nur 2 verplemperte Stunden Lebenszeit, sondern würden auch noch mit stolzen 6,70 Euro Fahrtkosten extra zu Buche schlagen.
Vor wenigen Jahren konnte sich ja auch noch niemand vorstellen, daß man das Internet zum Bestellen benutzt. Und wer ist heute der größte Buchhändler? Exakt, Amazon, die mittlerweile auch so ziemlich alles andere verkaufen. Spiele bekommt man da z. B. auch sehr günstig, meine Konsolenspiele kaufe ich billig in Kanada. Den Rest des Lebens decken Quelle oder Otto oder sonst, einer der zahllosen Onlineshops ab. Offensichtlich bin ich wohl nicht der einzige, der statt sich in überfüllte Innenstädte zu quälen, nur um dann zu hören: »Das ist ausverkauft« lieber in Ruhe zu Hause seinen Krempel aussucht. Das zieht sich hin bis zum Lottoschein bei tipp24.de, wo ich den Gewinn nicht mal abholen muss, sondern ihn bequem gleich auf mein Girokonto überweisen kann. Apropos: Gehst du noch in eine Bank, um dein Girokonto zu verwalten? Wohl kaum. Und Aktienkäufe? Auch über das Internet Und was heute normal ist, war vor zehn Jahren auch noch exotisch, als ich das bereits gemacht habe. Wenn man Arbeitstage von 12 Stunden und mehr hat, ist die Zeit zum Einkaufen eben begrenzt. Ach ja, das papierlose Büro ist mittlerweile schon die Regel. IDG zum Beispiel hat das schon vor zehn Jahren durchgezogen und perfektioniert. Mittlerweile macht das selbst der kleinste Schjreinermeister so, es spart nämlich ebenfalls Zeit und Geld. Und auch der Spieledownload wird perfektioniert werden, Servicekatastrophen wie Metaboli werden auf kurz oder lang untergehen. Die Guten profitieren davon. Wie z. B. Gamesload, wo ich noch nie Probleme hatte.
Willkommen im 21.sten Jahrhundert!!!

 
At 02 August, 2008 10:44, Anonymous Sempai meint...

Ein papierloses Büro? Das wäre auf meinem Amt,bei dem ich arbeite,ein segen. Wir haben zwar ein Programm (Regisafe),aber trotzdem muss nochmal alles doppelt und dreifach ausgedruckt werden. 21. Jahrhundert? Dreht beim ÖD lieber mal die Zahlen um :/

Ansonsten mag das System mit "Alles bestellen,von dem Apfel bis zum Zäpfchen" in einer Großstadt hervorragend funktionieren,nur wohnt der Großteil der Deutschen in mehr oder weniger ländlichen Räumen und dort spürt man noch lange nichts von dem Segen.

 
At 02 August, 2008 11:07, Anonymous hansi meint...

hier werden ja nur die negativen Seiten des digitalen Downloads diskutiert. ich finde das ganze eine sehr gute Ergänzung zum normalen Verkauf im Laden. Nicht jeder wohnt in der Nähe von Media Märkten und Spieleläden und nicht jeder hat Zeit und Lust seinen Arsch ständig in einen Laden zu bewegen und dort sich mit unkompetenten Verkäufern rumzuschlagen. Da lade ich mir doch lieber das Game mal schnell runtern und gut is. Vorrausgesetzt es funktioniert und zumindest bei mir ging das bis jetzt immer problemlos. Was den Fall von Mick angeht : Da ist halt Metaboli dran Schuld, aber deswegen kann man doch nicht den digitalen Download allgemein verfluchen wie es einige hier machen nur weil diese Firma es nicht auf die Reihe bekommen hat. Wobei man Metaboli vielleicht auch ein bisschen in Schutz nehmen muss da Drakensang ja gerade erst erschienen ist. Die müssen nämlich ihr eigenes Kopierschutzsystem in das InstallationsProgramm itnegrieren und das muss 100% sicher und gut funktionieren. Ist da irgendwo eine schwachstelle dann landet das ganze gleich im torren-netzwerk und tausende ziehen sich diese patchfähige nodvd-version und dann bekommen sie heftig Ärger von RadonLabs bzw dem Publisher. Und ich nehme mal an da gab es irgednwelche Probleme

 
At 02 August, 2008 11:32, Anonymous Anonym meint...

""Und wer ist heute der größte Buchhändler? Exakt, Amazon, die mittlerweile auch so ziemlich alles andere verkaufen. ""

Jo, aber die Bücher sind noch echte Bücher, die man geschickt bekommt und keine PDFs die man mühsahm auf einem PDA oder Handy lesen muss und die eine Verbindung mit dem Server eingehen um die Erlaubnis zum lesen lassen abholen müssen...

Der Anonym vm 01 August, 2008 22:51 ;)

 
At 02 August, 2008 11:58, Anonymous hoschi meint...

ist vielleicht ein bisschen OT ,aber wenn ich hier schon wieder amazon lese. als ob es nur diesen einen laden gäbe im internet. sorgt doch mal für ein bisschen mehr wettbewerb und züchtet nicht diese monopolisten heran. kauft doch mal woanders ein . zB bei Bücher.de(wo es nicht nur bücher gibt) : ist billiger, man zahlt keine Transportgebühren und ist genauso schnell, wenn nicht sogar schneller als amazon. Inkl. Gutscheincode, den es da fast immer gibt , war Drakensang ca 10€ billiger und ich hab keine Versand gezahlt. erhalten hab ich es sogar am freitag schon. also warum immer zu amazon rennen ?

 
At 02 August, 2008 13:59, Anonymous Anonym meint...

@hansi

Eine gute Ergänzung ist es, daran zweifel ich nicht. Aber bei mir und bei vielen anderen auch liegt der Fall nun mal genau andersrum: lahme Internetverbindung, dafür einen Mediamarkt um die Ecke. Also warum den Download anklicken und Stunden warten, wenn ich das Spiel auch innerhalb von 10 Minuten in Händen halten kann?

Bei mir sieht es so aus, dass ich inkl. Hin- und Rückfahrt innerhalb von 2 Stunden bei 2 Mediamärkten, 2 Saturn, einem Real und einem Karstadt gewesen sein kann (wobei das nächste davon inkl. Fahrtzeit nicht mal 15 Minuten weg ist). Irgendwo kriege ich mein Spiel mit Sicherheit.

@hoschi

Weil Amazon einfach riesig, zuverlässig und günstig ist. Bestell ich bei Amazon, brauch ich für 10 verschiedene Teile nicht 10 verschiedene Shops. Ich kriege (fast) alles dort und das auch noch ohne Versandkosten (bei Bücherbestellungen sowieso, ansonsten ab 20€). Noch dazu sind sie äußerst schnell. Ich persönlich musste jedenfalls kaum länger als einen Tag auf mein Paket warten und hatte noch nie Probleme mit dem Support, falls ich mal was umtauschen muss. Für mich setzt Amazon einfach alles so um, wie ich es von einem guten Onlineshop erwarte und auf Grund des Erfolgs dieses Unternehmens gehe ich mal davon aus, dass das viele andere auch noch so sehen.

@Mick

Der Wandel wird irgendwann kommen, aber ich denke, es dauert noch einiges länger, bis die Spiele aus den Geschäften verschwinden und nur noch ein Onlinekauf möglich ist.
Warum sollten sie das auch ändern? Solange der Verkauf von Spielen in Form von DVDs noch Gewinn bringt, werden die den Teufel tun und einfach so damit aufhören. Ich leb weiß Gott nicht auf dem Land, aber eben auch nicht in einer Großstadt (Ruhrpott halt^^) und wenn man hier eine Leitung hat, die 4MBit schafft, dann ist das schon eine Menge. Normal sind 1-2. Damit soll ich Spiele runterladen, die in Zeiten von Blueraydiscs immer größer werden?
Hinzu kommt, dass Impulskäufe wegfallen. Wer stöbert schon so in einem Onlineshop rum, wie er es vor einem riesigen Regal voll von Spielen tut? Ich denke keiner.

Und nur mal so nebenbei: in den USA überdenken erste ISPs den Sinn, Flatrates beizubehalten, weil sich diese bei den Unmengen an Datentransfers nach ihren Aussagen nicht mehr rentieren. Die werden sich auch freuen, wenn die Publisher nur noch auf Onlineshops setzen.

 
At 02 August, 2008 14:11, Blogger Mick meint...

@hansi: das erklärt aber noch lange nicht, warum Metabolis Kundenbetreuung seit Tagen toter Mann spielt und sich einfach nicht meldet, dafür Lieferungen macht, die lange storniert sind. Das ist einfach ganz mieser Service...
@anonym1: klar wird man Bücher auch in Zukunft kaum als PDFs kaufen. Das liegt aber am Medium selbst, das einfach nicht digital ist. Bei Spielen oder Filmen sitzt du aber schon sowieso vor dme Rechner, der restliche Schritt ist da nicht sonderlich weit...
@hoschi: anonym 2 hat Recht. Amazon ist ein extrem verlässlicher Händler und sehr kulant was Reklamationen und Umtausch angeht. Dazu sehr schnell und gerade Bücherlieferungenb kosten nie Porto. Ich habe da sogar nen Fernseher versandkostenfrei gekauft, der wurde sogar bis in mein Wohnzimmer geliefert. Wo gibts das sonst noch. Und wenn ich irgendwo was günstiger sehe, erstatten sie mir auch noch die Differenz.
DAS nenne ich mal perfekt.
@anonym3: Die Flatrates verschwinden nie wieder, dazu sind sie zu eingeführt. Niemand zahlt mehr nach Stunden. Und wenn VDSL in den Städten kommt, gibts zumindest DSL auf dme Land, zumindest da, wo noch ausreichend Leute wohnen. Der dann übrigbleibende Rest (Nordseeinseln und oder auf der Alm) hat dann aber wahrscheinlich tatsächlich Pech gehabt.

 
At 02 August, 2008 19:10, Anonymous Anonym meint...

Also bei Filmen sitze ich auch nicht vor dem Rechner. Und bei Musik auch nicht unbedingt. Bleiben noch die Spiele, die, wenn nur auf Festplatte, bei einem Crash, eventuell weg sind und alle nochmal runtergeladen werden müssen... Die DVD im Regal ist ja nicht nur Prestige, sondern auch gleich ein "Backupmedium".

 
At 02 August, 2008 23:26, Blogger Mick meint...

Und wo wäre der Unterschied zwischen Film erneut runterladen und DVD aus Regal rauskramen? Wenn sich dieses System durchsetzt ist die Datengeschwindigkeit ja auch deutlich höher. Oder der film liegt generell auf dem Händlerserver und man ruft ihn bei Bedarf auf.
Natürlich guckt man keine Filme am PC und hört da Musik, aber man kann sie auf der Festplatte laden, statt jedesmal im CD/DVD-Regal zu kramen. Stichwort iTunes oder welches System man auch immer verwenden mag. MP3-Player mit Musik vollstopfen, anhören. Wie gesagt, das System funktioniert natürlich nur bei genügend schneller Datenleitung, was aber innerhalb der nächsten paar Jahre sowieso passiert. In zehn Jahren ist das alles kein Thema mehr. Die Systeme lassen sich ja jetzt schon leicht per Wlan vernetzen, das muss nur noich ein bisschen massenkompatibler werden.

 
At 03 August, 2008 09:29, Anonymous hansi meint...

Solche Systeme werden definitiv kommen bei Spielen,Video,Musik und Bücher und zwar noch viel stärker als es sie jetzt schon gibt. Da muss man kein Prophet sein und das zu ahnen. Erst werden sie ein paar Jahre friedlich in Koexistenz mit den üblichen "materiellen" Verkaufssystemen leben und dann wird es immer mehr zum "Luxusgut" sich zB ein Spiel auf DVD zu kaufen was man sich aufgrund des sehr viel höheren Preises im Vergleich zur Digital-Variatne nur selten leisten wird. Wie gesagt , das wird defenitiv so kommen.Wobei aber die andere Seite nie wircklich aussterben wird sondern eher in der Herstellungszahl drastisch reduziert und teurer wird. Ich verstehe die Leute hier nicht die dies nicht verstehen oder wahrhaben wollen.
Was sich allein in der DSL Breitbandverbindung in den letzten 10 Jahren getan hat ist enorm. was in den nächsten 10 Jahren da passiert kann ich mir gar nicht ausmalen denn es liegt fern ab jetztiger Vorstellungsmöglichkeiten oder hat vor 10 Jahren mal jmd gedacht dass jeder Normalbürger für ein Apfel und eine Ei mit DSL160000 surfen kann, als jeder noch mit einem 56K Modem bei durchschnittlichen 2.1 KByte/s unterwegs war. Ich nicht. und ich hab DSL16000 , obwohl ich im letzten Kaff Deutschlands fern ab der Zivilisation lebe. Natürlich gibt es noch das eine oder andere Stücken Land wo noch kein DSL erschlossen wurde aber diese wenigen Gebiete werden von Jahr zu Jahr geringer und hindern die Downloadn-Industrie nicht daran ihre Pläne deswegen nicht durchzuziehen, da sie wirtschaftlich keine Rolle spielen

 
At 03 August, 2008 15:22, Anonymous Anonym meint...

Jo, aber ist das auch gut, wenn das alles so kommt? Will man wirklich so extrem abhängig von irgendwelchen Servern im Netz sein?

 
At 03 August, 2008 18:20, Blogger Mick meint...

das bist du jetzt doch schon, z.b. bei Email etc. Da macht ein Server mehr den Kohl nicht fett. Außerdem sind Server stets redundant aufgebaut, Sicherheitskopien werden für gewöhnlich alle 15 Min gemacht. Wenn deine Festplatte braucht, hast du hoffentlich rechtzeitig vorher ghesichert. Und DVDs und CDs halten auch nicht ewig. Außerdem spart man tierisch viel Platz.

 
At 03 März, 2009 14:35, Anonymous Lars meint...

Also egal wie sich der Markt in Zukunft entwickelt, klar ist doch, DASS er sich entwickeln wird und darauf müssen sich auch solche Discounterriesen wie Media Markt und co. einstellen. Ich glaube kaum, dass die darauf beharren können, Spiele nur im Regal stehen zu haben. Denke auch, dass man sich bald vielleicht seine Spieledateien dort irgendwie abholen kann o.ä. Es wird auf jeden Fall spannend!

 

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