Sonntag, 27. Juli 2008

McInhaltslos

Herrlich, was das Marketinggebläh so alles hervorbringt. Zum Beispiel diesen bemerkenswerten Satz von Markus Pichler, der ist Vorstand für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit bei McDonalds: »Mit den Chicken Wraps besetzen wir den Trend zum Snacking im modernen Lifestyle.«
Spitze, fünf Anglizismen (teilweise nicht mal das) in einem einzigen Satz. Und dabei nicht ein einziges Quäntchen Inhalt. Das ist Reklame, wie sie sein muss. Ich liebe es...
P.S.: Auch Premiere kann inhaltsloses Zeug verbreiten, wie folgender Satz von deren Marketing-Chef Hermann Dahm beweist: »Wir gehen weg von der Nische des Ersteklassefernsehens und wollen uns mehr den Menschen öffnen.«

28 Comments:

At 27 Juli, 2008 18:51, Anonymous EbonySoul meint...

Ich würde sagen: Einfach Gut, bei...

 
At 27 Juli, 2008 20:15, Anonymous theNerd meint...

Passt doch! Die Wraps selbst sind ja auch ziemlich inhaltslos...

 
At 27 Juli, 2008 21:35, Anonymous Sempai meint...

@thenerd:
Hehe,gut gesprochen.

@Thema:
MC Doof ist mittlerweile eh ein Fall für sich. Das Essen wird immer kleiner und die Preise immer höher. Und dann dieses Gedöns mit "MC Cafe",um "junge und hippe" Menschen anzuziehen. Ich gehe lieber zur örtlichen Dönerbude und hole mir für 3€ Lahmacun oder beim Chinesen für 4 € eine Portion Nudeln. Da werde ich für einen ganzen Tag lang satt und zahle fürs Essen und nicht für den Namen. Und zum Kuchenessen hat man ein gemütliches Cafe ohne den Geruch von Frittenfett dabei.

 
At 27 Juli, 2008 21:54, Anonymous der krefelder meint...

>>...denn die Mobilität in unserer Gesellschaft nimmt weiter zu und damit auch die Nachfrage nach Produkten, die man unkompliziert zwischendurch genießen kann.<<

Diese gestochenscharfe Analyse unseres Gesellschaftsgefüges, hahahaha... so ein Schwachsinn, ich geh mir 'n Eintopf köcheln.

 
At 27 Juli, 2008 23:14, Anonymous Toast meint...

Ach ja, PR&M, sie Leute, die tatsächlich eine halbe Stunde Gerede mit einem Wort Inhalt füllen können.

Und dann noch die ganzen Beraterjobs durch McKinsey...
Jaja, Leute die echt ihre Kohle verdienen.

 
At 28 Juli, 2008 00:27, Blogger Jehuty meint...

Einfach trendy, richtig cool, verdammt yummy, und überhaupt: Fast Food Snack im small price Format.

Hey, das ist gar nicht mal so schwer. Vielleicht sollte ich mich bei denen Bewerben?

 
At 28 Juli, 2008 00:59, Anonymous ingo meint...

also ich mag mcd... ist mir doch wurscht was da im marketing erzählt wird... und das neue mccafe-design finde ich richtig spitze.

weiter so mcd!

 
At 28 Juli, 2008 02:46, Anonymous Dietmar meint...

Mein Problem mit diesen Leuten ist: die verdienen tatsächlich Geld damit!

Die beiden ALGII-Empfänger in meinem Freundeskreis (beide Studienabbrecher) wären sicher völlig überfordert mit der Aufgabe, solche oder ähnliche Sätze zu verbrechen. Dazu wären sie intellektuell einfach überqualifiziert.

 
At 28 Juli, 2008 10:29, Anonymous El_Cool meint...

@ingo:
Das McCafe-Design hat den Vorteil, dass man sich in den meisten Filialen sein Getränk selbst nachschenken kann, wenn es leer ist. Das wars aber auch schon.
Die Sessel, die sie im McCafe stehen haben, sind zwar beim sitzen wesentlich bequemer, aber die dazugehörigen Tische sind so niedrig, dass sie fast auf einer Ebene mit dem Sessel sind, was das Essen irgendwie schwierig macht XD

Ich bleib Burger King Fan, da gibts wesentlich mehr Burger fürs Geld. Außerdem schmeckts wesentlich besser und du kriegst eine vollwertige Mahlzeit (im Gegensatz zu MCD, bei dem man nach einer Stunde wieder Hunger hat XD).

 
At 28 Juli, 2008 10:37, Blogger Chris meint...

Da bin ich ganz mit Ihnen!

alternativ:

Da bin ich ganz bei Ihnen!

 
At 28 Juli, 2008 12:32, Anonymous qwerty meint...

ich würde ja gerne mal wieder zu mcd gehen aber unser schöner mcd ist zu einem pseudo gangsta treffpunkt verkommen. da lungern immer diese lächerlichen gestalten rum. ich hab da echt kein bock drauf

 
At 28 Juli, 2008 13:25, Anonymous Anonym meint...

Also McDonalds wird mir immer unsympatischer. Immer mehr Fittnes-Chicken-Café-yuppie Scheiß. Im Burgerschuppen solls dicke, große, fette Burger geben und kein Diätkram. Da kann ich ja gleich selbst frisch kochen. ;)

 
At 28 Juli, 2008 20:36, Anonymous mckenna meint...

So, und damit es hier den Quotenesel gibt: Ich esse da hin und wieder. Sogar gerne. Klar, für Preis-Leistungsfuchser ists nicht. Und die Hühnchentortillas schmecken wie Joghurtdressing plus Bulette im Seidentaschentuch.

Aber mal ehrlich: Für diesen Nahrungstrash/Foodmüll/oder so lieben wir den Mäcces doch. Und 0,5L Milchshake sind nicht kleiner geworden. ^^

 
At 29 Juli, 2008 02:28, Blogger Hase meint...

jo wenn man drüber nachdenkt isses zu teuer, aber im gegensatz zu burger king, schwankt die qualität weniger arg.... ich hab schon so böös ekelige big king xxl etc. gehabt....

 
At 29 Juli, 2008 09:00, Anonymous ingo meint...

nochmal bezüglich des marketing-spruches. der klingt natürlich total bescheuert, aber man muss natürlich auch mal sehen, in welchem rahmen der spruch getätigt wurde. ich vermute mal, dass herr pichler nicht einer publikumszeitung solch ein interview gab, sondern einem fachmagazin wie "horizont oder "w&v". und in der werbe-/pr usw.-branche gibt es nun mal bestimmte fach-termini und das sind häufig anglizismen oder denglisch, wie man will. die muss nicht mal herr pichler gut finden, aber wenn er professionell rüber kommen will, hält er sich halt daran. und überwiegend werden die fachmagazine eben von kollegen gelesen.

das ist aber eigentlich bei allem so. jugendliche haben ihre eigene "sprache" die sich für erwachsene vllt. auch ziemlich bescheuert anhört, auch computerspieler haben ihre eigenen vokabeln wie "grinden", "wegregeln", "farmen" u.ä. es wäre ja auch komisch, wenn z.b. mick oder andere reakteure in einem spieletest jegliche eingebürgten begriffe weglassen würde und sie umschreibe würde. dann würden die leser vllt. denken, dass der eigentlich keinen plan hat von spielen.

so, genug herrn pichler verteidigt. wenn herr pichler das hier liest, danksagungen bitte an...

 
At 29 Juli, 2008 10:32, Blogger Mick meint...

Von wegen Fachterminus: Der Satz ist eine Nullaussage. Und nein, der war nicht für ein Fachmagazin, sondern stand in der offiziellen Pressemitteilung. Ein richtiges Fachmagazin würde so einen müll auch nicht ungefragt wiedergeben.
Deine Computerspielervokabeln wie "grinden" oder "wegregeln" würde ja auch kein Fachmagazin bringen, einfach, weil sie kein Deutsch sind.

 
At 29 Juli, 2008 10:33, Blogger Mick meint...

ach ja, und ich würde die schon gar nicht bringen. Ich hasse Anglizismen wie der Teufel das berühmte Weihwasser.

 
At 29 Juli, 2008 10:35, Blogger Mick meint...

denn Anglizismen sind die beliebtesten Verstecke von Versagern und medialen Heißluftgebläsen.

 
At 29 Juli, 2008 14:18, Anonymous Maniac meint...

Mal abgesehen davon, das Sprachnazis, äh, Sprachbehüter etwas gegen Anglizismen haben und Marketingmanager ohnehin Freiwild sind - wieso sind die Sätze bitteschön inhaltsleer?

 
At 29 Juli, 2008 14:18, Anonymous Dietmar meint...

@Mick
"denn Anglizismen sind die beliebtesten Verstecke von Versagern und medialen Heißluftgebläsen."

Also das, was im geisteswissenschaftlichen Seminar die Lateinizismen sind. ;-)

 
At 29 Juli, 2008 14:36, Blogger Mick meint...

@maniac: A) Bitte keine unpassenden Nazi oder KZ-Vergleiche in diesem Blog. Dafür ist die NS-Thematik zu ernst!
b)Marketing-Manager sind (wie der nichtssagende Titel schon erahnen lässt) parasitäre Lebensformen. Sie sähen nicht, sie ernten nicht und sie ernähren sich doch.
c) Dann erklär mir doch mal, was die beiden Herren gemeint haben könnten. Die "Hühnchenrollen" kriege ich ja selber noch hin. Ich freue mich aber jetzt schon auf deine Definition des Begriffs "Snacking", den es in keiner Sprache gibt. Und wie sich Premiere "den Menschen öffnen will" verstehe ich auch nicht, es sei denn die reden vom Tag der offenen Tür, was ich aber mal nicht glaube. Ich vermute mal, dass sie unbedingt zweitklassig werden wollen (weil sie ja aus der Ersteklassefernsehen-Nische wegwollen), aber das ist jetzt geraten...
@dietmar: auch damit kann man es gehörig übertreiben.

 
At 29 Juli, 2008 15:55, Anonymous maniac meint...

Snacking = Verzehr einer Zwischenmahlzeit, eine Flexion von "to snack". Pichler möchte erreichen, dass man in Zukunft bei dem Gedanke an Snacks in modisch-eleganter Umgebung sofort an McDonald's denkt. Genauso wie man heute beim Gedanken an einen Hamburger oder an Fast Food automatisch an das Unternehmen denkt.

Dahm möchte, dass sich das Angebot und die öffentliche Wahrnehmung von Premiere dahingehend verändert, dass sich mehr Menschen angesprochen fühlen. Bislang wird der Sender seiner Meinung nach wohl als Sender für Enthusiasten und Besserverdienende wahrgenomen (also als Ersteklassefernsehen).

Den Wert der Arbeit eines Marketingmanagers könnte ich zwar auch noch erklären, aber das würde weohl zu weit führen...

 
At 29 Juli, 2008 18:03, Blogger Mick meint...

@maniac: Und wieso sagt der Mann es dann nicht einfach, statt ein paar unsinnige Begriffe zu erfinden? Obwohl es wieder so ein typisches Beispiel für erfundene Zielgruppe ist, wenn glaubt irgendjemand wäre an "Snacks (immer noch ein Anglizismus) in modisch eleganter Umgebung" interessiert. Was soll das sein? Die Frittenbude für Models???
Und dass der Premieremensch mit "Ersteklassefernsehen" Besserverdienende meint, glaube ich mal nicht. Aber auch hier könnte man fragen, wieso der sich so gespreizt ausdrückt. "Sich den Menschen öffnen" klingt schwer nach Küchen-Psychologie für Einsteiger. Wenn diese Marketingmenschen doch solche Profis sind sollten sie eigentlich wissen, wie man geschliffene Texte formuliert oder sich jemanden suchen, der es kann, statt son nen Müll zu verzapfen. Wenn ich sowas in einer Bewerbung zum Redakteur lesen würde, landete das Ding ganz schnell in der großen Rundablage.
Daß der Marketing-Manager keinen Wert hat, sieht man allein schon daran, daß es dafür gar keinen deutschen Ausdruck gibt. Also braucht man sowas hierzulande offensichtlich nicht, denn sonst hätte man schon früher so einen Begriff geprägt. Diese Typen schaffen es nur heute immer wieder sich durch Dummquasselei wichtig zu reden und finden auch immer wieder genügend Dummköpfe, die ihnen Geld geben. Dafür spart man dann bei den richtigen Experten, die das Produkt entwickeln. Und ja, das kenne ich aus leidiger Erfahrung. Was sich diese Typen so zurecht babbeln, geht echt auf keine Kuhhaut mehr und ist von unglaublicher Unkenntnis, Ignoranz und Arroganz geprägt. Die erzählen tatsächlich, daß es egal ist, ob man Kühlschränke oder Spielehefte verkaufen will. Und wenn dann das Kind in dne Brunnen gefallen ist, ist das natürlich nie deren Schuld und sie suchen sich wieder nen neuen Dummen.

 
At 29 Juli, 2008 20:14, Anonymous Anonym meint...

Also McDoof sieht langsam wirklich aus wie die Frittenbude für Models.

Wobei »Wir gehen weg von der Nische des Ersteklassefernsehens und wollen uns mehr den Menschen öffnen.« auch heißen könnte, man wendet sich vom Niveauvollem Fernsehen ab und öffnet sich der Gerichtssendung-Soap-Klientel die am Nachmittag vor dem TV sitzt. ;)

 
At 29 Juli, 2008 21:56, Blogger Mick meint...

so habe ich es (nachdem ich dne Marketingcode erfolgreich geknackt habe) auch verstanden. Und dafür wollen die dann auch noch Geld haben...

 
At 31 Juli, 2008 10:47, Anonymous Anonym meint...

gibts in Netz eigentlich irgendwo eine Seite auf der diese genialen Marketingsprüche aufgelistet werden ?

 
At 31 Juli, 2008 11:26, Blogger Mick meint...

keine Ahnung, ich destilliere die immer direkt aus den Pressemitteilungen.

 
At 04 August, 2008 22:35, Anonymous Anonym meint...

Mir kommen eigentlich solche Sachen merkwürdig vor, wenn Begriffe aus dem Englischen im Deutschen anderst verwendet werden

z.B.

- Weiß eigentlich irgend jemand das Public Viewing -> Aufbahrung bedeutet? Ich mein ich war wirklich erst schockiert als ich das zum ersten mal gehört hab, dachte die gehen wirklich zur ner Leiche und so ..., toll das einem Englisch heut zu Tage nichts mehr bringt.

Was mich auch merkwürdig finde ist, dass irgendwelche Rucksäcke als Bodybags bezeichnet werden... warum kann man die nicht einfach Rucksack mit einem Riemen nennen oder sonst irgendwie ...

 

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