Dienstag, 3. Juni 2008

Nur online rein

Nu werden die Ammis völlig kirre. Nach diesem Spiegelbericht muss man sich ab Januar spätestens drei Tage vor einer Reise nach Amiland online anmelden. Und was machen Leute ohne Internet? Werden die bei der Einreise gleich nach Guantanamo abgeschoben oder erschossen? Lustig auch die Begründung dafür: »Es besteht die Sorge, dass sich Europa radikalisiert.« Ja, das sehe ich genauso, zumindest dann, wenn man jeden Besucher des Landes wie einen Kriminellen behandelt. Dazu fällt mir dieser schön geschriebene Artikel von Daniel ein, der voll und ganz recht hat. Oder, um ein deutsches Sprichwort zu bemühen: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus. Bis die Amis das endlich einsehen und Menschen wie Menschen und nicht wie Stückvieh bei der Einreise behandeln, finde ich, dass jeder Amerikaner bei der Einreise zu uns genauso behandelt wird. Also das volle Programm: Fingerabdrücke, Visum, Onlineanmeldung und Beantworten hochnotpeinlicher Fragen. Dazu ab und an ein paar gebrüllte, unverständliche Kommandos der Zollbeamten.

26 Comments:

At 03 Juni, 2008 13:18, Blogger Der Imperator meint...

Von mir aus können sich die Amis auch auf ihrer zu groß geratenen "Insel" einmauern und da bleiben bis sie sich selbst ausgerottet haben. Leider würde das aber auch die paar vernünftigen Menschen treffen die dort leben (zumindest glaube ich fest daran, das es die gibt).

Ups jetzt bin ich doch glatt ein wenig ins radikale abgedriftet. So was aber auch. ^^

Wer weis wer das hier alles mit liest. ;-)

 
At 03 Juni, 2008 14:22, Blogger Mick meint...

ein Ami allein, kann ein netter Mensch sein. In der Gruppe sind sie immer unausstehlich.

 
At 03 Juni, 2008 16:44, Anonymous Sempai meint...

Anscheinend wollen die Amis sich in sich selber zurückziehen,weil sie überall Terroristen wittern. Dann lassen wir sie doch.Es ist ja nicht so,dass wir nur sie nötig haben.

 
At 03 Juni, 2008 17:15, Blogger Dos Corazones meint...

"Bis die Amis das endlich einsehen und Menschen wie Menschen und nicht wie Stückvieh bei der Einreise behandeln [...]"

Hoffentlich müssen Beschwerden über das neue Reisesystem nicht auch über das Internet eingereicht werden^^

 
At 03 Juni, 2008 20:42, Anonymous Kelloggs meint...

Habe ich mir bei meiner letzten Einreise auch gedacht, als ich mach ewigem Anstehen an der Migration zu einer Sonderbefragung mit einer Mappe geschickt wurde, auf der mit Bleistift "Sum Ting Wong" stand.

Zurück in Frankfurt hatte ich mir einen Extraschalter für US-Citizens gewünscht, wo nette Herren mit Gummihandschuhen zur Prostatamassage bereitstehen.

 
At 03 Juni, 2008 21:04, Blogger Orinoko meint...

@kellogs: Benutzen die Amis sparsamerweise ihre Mäppchen mehrmals, so dass Namen mit Bleistift drauf stehen, oder ist das bloss ein kryptisiertes scheinasiatisches Kürzel für "Some Thing Wrong" d.h. macht mal ne Sonderbefragung?

Ich bin froh, dass ich meinen Amilandbesuch letztes Jahr gemacht hab, bin aber auch da schon reichlich abgefragt worden.

 
At 03 Juni, 2008 21:35, Blogger Piano meint...

Die Amis werden immer bekloppter. So ist das.

 
At 03 Juni, 2008 23:09, Blogger DasDaniel meint...

achdusch... was zum Geier??

 
At 04 Juni, 2008 00:42, Anonymous Alandur meint...

Tja, das ist alles nur ein Plan von den Strippenziehern hinter dem doofen Bush gewesen ----> Achtung: Verschwörungstheorie! ;)
Mehr Kontrolle über In und Ausland.
Das ist wie mit DRM Kopierschutzsystemen: Der ehrliche Bürger wird in den Wahnsinn getrieben. Der fiese Pirat oder Terrorist wird immer einen Weg finden, denn er kümmert sich ja nicht um das Gesetz.


Jedenfalls hat der nächste Präsident der USA so EINIGES gearadezubiegen.
Ansonsten kann Amerika einpacken.
Andererseits gibt es dort drüben auch gute und intelligente Leute, man darf das nicht so verallgemeinern. Wir ärgern uns doch auch, wenn wir als Deutsche pauschal als Nazis beschimpft werden, ud das ist ja auch nicht wahr.

 
At 04 Juni, 2008 00:47, Blogger Jehuty meint...

Jetzt heben die Amis komplett ab - peinlich!

 
At 04 Juni, 2008 06:38, Anonymous K. Fromme meint...

Also, ich war jetzt schon sieben mal in den USA und kann eigentlich nur Gutes berichten. Keiner meiner Einwanderungsbeamten war besonders streng, die Bandbreite reichte eher von gelangweilt bis interessiert. Und die normalen Amis sind viel offener und freundlicher als die meisten Deutschen, quatschen einen sofort an und wollen einen am liebsten adoptieren, wenn sie hören, dass man aus good old Germany kommt. Für deutsche Autofahrer unvorstellbar: Der Ami hält sogar an, um einen Fußgänger über die Straße zu lassen, auch wenn an der Stelle kein Zebrastreifen ist.

 
At 04 Juni, 2008 10:39, Anonymous klaus meint...

ihr müsst das mal so sehen, nachdem unser bundesparanoiker den amis seine datensammlung gegeben hat, sind die wohl etwas nervös... wer weiss was der schäuble da so alles rüberwachsen hat lassen?

 
At 04 Juni, 2008 11:52, Anonymous Anonym meint...

Vorurteile und Schubladendenken FTW ^^

 
At 04 Juni, 2008 12:31, Blogger Mick meint...

@alandur: wie gesagt: Einzeln sind Amis erträglich, in der Masse unaustehlich. Und warum soll man die hier nicht auch mal bluten lassen, wie sies mit uns tun?
@k.fromme: die sind nicht freundlicher, das wirkt nur auf den ersten blick so. Das ist alles sehr oberflächliches Getue. Auch die permanenten Einladungen nach hause, die man immer erhält sind rein rhetorisch und niemals ernst gemeint. Und Deutsche mögen die genauso wenig wie andere auch. die sehen uns eher als Kuriosum und verbinden mit uns Lederhosen und Autobahnen. Zum Vekehr: Dann warst du aber noch nicht in Los Angeles oder New York, dagegen geht es in Rom und Paris fast friedlich zu.
Und die Einwanderungshoschis sind meist unterbezahlte, sehr unfreundliche und mies guckende Schergen, die gern rumbellen und auf Nachfragen allergisch reagieren. Ner Bekannten von mir wollten sie sogar mal so ganz nebenbei die PSP klauen.
@anonym: Nee, alles selber schon am eigenen Leib erlebt. Ich muss da leider sehr häufig hin, schön ist das meistens nicht. Das sind keine Vorurteile, sondern das reale Leben dort. Wie ich immer sage: Die USA sind ein gefährliches Disneyland!

 
At 04 Juni, 2008 19:26, Anonymous Dietmar meint...

Wenn man ständig in irgendwelche anderen Länder militärisch einfällt, muss man eben mit Feedback rechnen. Da verhält sich die US-Regierung nur konsequent.

Und wenn sich die USA dabei in einen Hochsicherheitstrakt verwandeln, so haben am Ende Bin Laden & Co. einen großen Sieg über den (bislang) freien Westen errungen.
Britische Überwachungskameras und deutsche Vorratsdatenspeicherung sind da nicht besser.

 
At 05 Juni, 2008 10:19, Blogger Mick meint...

doch, die stören zumindest niemanden. Und gegen eine Kameraübrwachung und Vorratsdatenspeicherung können doch nur Leute was haben, die auch was zu verbergen haben. Wenn bei mir jemand lückenlos dokumentieren möchte, wo ich heute morgen so alles hrgegangen bin, dann soll er doch. Dasselbe gilt für mein Servverhalten im Internet. Da ich nix zu verbergen habe, ist das gar kein Problem. Außerem: Diese Daten sieht normalerweise kein Mensch, dafür sind es viel zu viele.

 
At 05 Juni, 2008 13:38, Anonymous Anonym meint...

Jeztt legst du dir die Dinge aber so zurecht, wie du es brauchst. Dann sollen die Amis doch meine erste Adresse in den USA haben! Ich kann doch irgendeine angeben, wer kontrolliert denn das, keine Sau. Die Kameras in GB sind übrigens ein großer Flop, wie der Chef von Scotland Yard erst neulich zugegeben hat. Nur 3% aller Raubüberfälle konnten damit aufgeklärt werden.

 
At 05 Juni, 2008 14:57, Blogger Mick meint...

tue ich nicht. Die Amis wolle nicht nur meine Adresse haben, sie schikanieren mich bei der einreise. Ich muss jedesmal Fingerabrücke abgeben, blöde Fragen beantworten, muss mich zurechtweisen lassen von Leuten, die hierzulande nur den Gehweg fegen dürften, muss mich stundenlang in schlangen stellen, und wenn ich das Woirt "Bombe" sage schicken sie mich gleich wieder zurück. und und und. die Liste läßt sich lange fortsetzen. Selbst nach russland kommt man leichter und freundlicher rein als in das "Land of the Free". Gegen Kameraüberwachung habe ich dagegen nix, egal. Dass sie was bringt zeigen die Überfälle unserer freundlichen Migranten hier in Münchner U-Bahnen, nur durch die Kameras so leicht und so schnell aufgeklärt. Mit geht es nicht um Überwachung, sondern um Schikane. Wer so mit anderen Völkern umspringt, braucht sich nicht zu wundern,. wenn einer mal ne Bombe wirft.

 
At 06 Juni, 2008 08:03, Anonymous Dietmar meint...

@mick

"Und gegen eine Kameraübrwachung und Vorratsdatenspeicherung können doch nur Leute was haben, die auch was zu verbergen haben."

Dein Mangel an politischer Weitsicht ist mir schon öfters aufgefallen, aber eine derartige Ignoranz, eine derartige Gutgläubigkeit in staatliche Instanzen ist erschreckend.

Aber wehe, das Finanzamt berechnet Dir dreiunddreißig Euro zuviel Steuern. Dann machst Du daraus garantiert einen rhetorisch geschliffenen Blogeintrag.

 
At 06 Juni, 2008 11:18, Blogger Mick meint...

eben, wenn mich der Staat um Geld bescheißt rege ich mich auf.Wenn er mir bei belanglosen Sachen zugucken will, stört mich das wenig. Es ist schon bezeichnend aus welcher politischen Ecke solche Stürme im Wasserglas immer kommen. Merke: Aufregen um der aufregung willen nützt niemandem. Auch du hast von einer Kameraüberwachung Vorteile, wenn du eben kein Krimineller bist. Nur die scheuen das Licht der Öffentlichkeit... und son paar verhinderte alt-68er Revoluzzer, die irgendwie von der Zeit abgehängt wurden!

 
At 06 Juni, 2008 12:14, Anonymous Anonym meint...

Und die Attentäter vom 11.9. waren wohl alles Leute, denen man bei der Einreise eine Frage zuviel gestellt hat. Hat der Terror von Amerika-Hassern den Palästinensern oder sonstwem irgendwelche Vorteile oder Verbesserungen gebracht? Bin Laden und Co. sollten lieber Schulen und Bibliotheken bauen.

Für Australien braucht man als Deutscher übrigens ein Visum, das auch noch 20 AU$ kostet. Und wenn man dort eine Busreise machen will, muss man Namen und Anschrift des Veranstalters angeben. Darüber regt sich niemand auf.

 
At 06 Juni, 2008 12:29, Blogger Mick meint...

es geht ja nicht nur um die einreise. Die amis benehmen und benahmen sich schon seit dem Zweiten Weltkrieg, als ob ihnen die Welt gehören würde und haben sich so sehr viele Feinde gemacht. Für bin Laden & Co. hege ich keinerlei sympathien, ich kann nur verstehen, wie solcher Hass zustande kommt.
Zum Thema Australien: Dabei verhalten sich die Australier ähnlich wie die Kanadier aber deutlich freundlicher und tun nicht so, als wärst du ein Schwerverbrecher, wenn du einreisen willst. Ach ja, ich als Journalist brauche auch ein spezielles Visum für die USA das Geld kostet und mir eine unfreiwillige Reise nach Frankfurt zur Botschaft eingebracht hat, weil man das nur persönlich beantragen kann. Und in dieser Botschaft geht es schlimmer zu als bei Aldi in den ganz üblen Tagen. Wie meinte ein GS-Kollege so treffend: Wenn man die Amis bislang noch nicht gehasst hat, dann spätestens jetzt!

 
At 06 Juni, 2008 14:10, Anonymous Anonym meint...

Sogut mir der Blog ansonsten gefällt, die Naivität von Mick in Sachen "Wer nichts zu verbergen hat..." erschreckt mich zutiefst. Weil es bezeichnend ist für den Grossteil der Bevölkerung in diesem Land. "Was kümmerts mich, ich hab nix zu verbergen..." Aber auch diese Leute ändern ihre Meinung wenn sie festgenommen werden und erfahren, dass sie vom Staatsschutz überwacht wurden, weil sie in Google nen bösen Suchbegriff für die Recherche einer Arbeit eingegeben haben. Und das ist natürlich nur ein Beispiel.

Ich bin weder Krimineller, noch Angehöriger einer politischen Ecke/Vereinigung/sonstwas.
Und ich hab trotzdem was zu verbergen. Meine Privatsphäre.

Markus

 
At 06 Juni, 2008 16:20, Anonymous Mash meint...

@anonym (der gar nicht so anonym ist):
Niemand wird wegen eines Google-Suchbegriffes verhaftet. Da muss schon ein bisschen mehr zusammen kommen.

 
At 06 Juni, 2008 16:52, Blogger Mick meint...

@anonym: Wir lenen hier ja nicht in einer Operettendemokratie. Genau andersherum wird ein Schuh daraus. Wenn alles überwacht wird, kann man eben auch sehr leicht beweisen, dass man nix gemacht hat, bzw. kommt erst gar keiner erst auf die Idee. Das ist eher eine Befindlichkeit. Außerdem wirst du eh schon seit Jahren freiwillig in jedem Kaufhaus überwacht, bei jedem Telefonprovider etc. überwacht. Gerade die Menge der Daten ist ein guter Schutz oder glaubst du, die kann überhaupt irgendjemand jedesmal bis ins Detail überprüfen? Außerdem ist der Staat kein böses Einzelwesen sondern eben unser aller Gemeinwesen, der in der Regel für dich und nicht gegen dich arbeitet. Wie gesagt, wir leben ja nicht in der DDR wo grundlose Verhaftungen an der Tagesordnung waren!!! Wann und wo ist das bei uns passiert? Nie, eben oder kennst du wen der bei Nacht und Nebel plötzlich verschwunden ist. Das ist eher so ein Befindlichkeitszeug einiger Leute und leider vor allem hierzulande sehr verbreitet.

 
At 09 Juni, 2008 06:37, Anonymous Anonym meint...

@Mick

Zur Freundlichkeit der amerikanischen Einwanderungsbeamten: Ich bin in meinem Leben zweimal in die DDR eingereist und die Grenzer dort waren immer stinkfreundlich. Wahrscheinlich deshalb, weil sie genau wussten, dass man so mehr Infos aus Wessies rausbekommt als wen man die Hacken zusammenschlägt und rumblafft.

 

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