Dienstag, 17. Juni 2008

My Home...

... is my Castle. Vor allem, weil Ruhe ist, wenn ich die Tür hinter mir schließe. Wie viel das wert ist habe ich erst neulich erkannt, als ich die Wohnung eines nahen Verwandten für ein paar Stunden hüten musste. Der Schlauberger hat sein Domizil clevererweise in direkter Nähe zu einer Kirche samt Glockenturm, einer Grundschule und der Musikabteilung der Volkshochschule gewählt. Also: Alle Viertelstunde schlägt ein Glöcklein. Zu vollen Stunde bimmelt das Ding viermal plus jeweils einen Glockenschlag für die jeweilige Uhrzeit. Zum Glück verwendet das Ding die 12-Stundenreglung und nicht die 24er. Und wenn eine Messe droht, donnern die Glocken fünf Minuten vorher und natürlich nochmal wenn die Messe anfängt. Dazu kommt alle Dreiviertelstunde das Klingeln der Schulglocke, alle zwei Stunden rennen die Bratzen für ne Weile auf den Schulhof und spielen Weltrevolution. Ist die Schule vorbei, öffnet die Musikschule ihre Pforten und jede Menge untalentierte Bläser pusten sich auf Tubas, Hörnern und was weiß ich noch allem die Seele aus dem Leib. Ehrlich gesagt, mich würde das völlig kirre machen, Filme gucken kann man eigentlich erst nach 20 Uhr abends, wenn man mit den Viertelstundenklingeleien und dem Volle-Stunden-Donnern klarkommt. Keine Ahnung, wieso dieser nahe Verwandte die Wohnung genommen hat. Ich gehe auf jeden Fall wieder nach Hause und genieße meine Oase der Stille.

12 Comments:

At 17 Juni, 2008 15:23, Blogger Michael meint...

Kommt vielleicht auf die Arbeitsbedingungen an...

Du kannst zuhause arbeiten, andere Leute arbeiten im Büro und hören den ganzen Krach nicht wenn sie abends nach Hause kommen

 
At 17 Juni, 2008 15:34, Blogger Mick meint...

wer ums sechs zu Hause ist kann die Übungen der Musikschule noch bis 21 Uhr "genießen", die Stundenläuterei geht die ganze Zeit weiter.

 
At 17 Juni, 2008 16:15, Blogger Dos Corazones meint...

Ich habe auch Bekannte, die nur wenige Meter von einer mit Glocken ausgerüsteten Kirche wohnen. Wenn wir die besuchen, zucken wir bei fast jedem Glockenschlag zusammen. Unsere Bekannten reagieren da schon nicht mehr drauf - nach ein paar Jahren gewöhnt man sich eben an den Lärm.

 
At 17 Juni, 2008 16:21, Blogger Pandamon!um meint...

Die Babelfisch übersetzung auf Deutsch packt alle 3 Wörter "sterben" in deinen Text...lol

 
At 17 Juni, 2008 17:54, Anonymous Gumril meint...

ich wohne selbst an unserem Dorfbahnhof, am Anfang hat man die Stadtbahn noch gehört aber jetzt bekomme ich das nichtmehr mit.
Ok Klocken sind schon ein anderes Kaliber :), aber man gewöhnt sich an vieles.

 
At 17 Juni, 2008 18:23, Anonymous LeDoc meint...

Menno Mick, du schreibst in letzter Zeit ja nur noch Negatives. Ich weiss, die Welt ist böse und wir alle auch dann und wann. Aber wie wärs mal mit ner positiven Nachricht? Man könnte ja fast denken, du wirst auf deine alten Tage intolerant. :)

 
At 17 Juni, 2008 18:42, Blogger Mick meint...

nee, Positives gibt's hier nur sehr sehr selten. Wer fröhliche Nachrichten will, ist bei der Bildzeitung oder GameStar besser aufgehoben. Und intolerant war ich schon immer und betrachte das mal als Lob

 
At 17 Juni, 2008 19:45, Anonymous Sempai meint...

Da meine Großeltern auch bei einer Kirche wohnten kann ich aus Erfahrung sagen,dass man sich nach 1-2 Tagen an alels gewöhnt hat.

PS: Der Seitenhieb auf GS ist gemein, aber (leider) war ;).

 
At 17 Juni, 2008 21:16, Anonymous Toast meint...

Ich kann zwar den Berufsverkehr-Lärm hier an der Straße ganz gut abschalten, Glockengeläut ginge zwar auch in etwa die gleiche Richtung, aber Kindergeplärre und kakophonische Unterhaltung durch die Musikschule wären mir dann auch zu anstrengend...
Naja, einige Leute sind eben toleranter. Ich nicht, und ich ändere mich auch nicht. Pöh. ^^

 
At 17 Juni, 2008 21:37, Anonymous Michael St. meint...

Hi,

ach Mick, man gewöhnt sich an alles :D:D:D...

Gruß
Michael St.

 
At 18 Juni, 2008 02:34, Anonymous Alandur meint...

Hey Mick, ist bei Dir noch ein Zimmer frei?

 
At 02 Juli, 2008 01:12, Anonymous Anonym meint...

Da wurde gerufen " Bratwurst hier".

Mick war Schnell.

 

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