Samstag, 28. Juni 2008

Ein echter Starr

Immer wenn man glaubt, dass andere sowieso viel besser sind, als man selbst, fällt mir folgendes ein: Als die Beatles ihre große Zeit hatten, war der arme Ringo Starr immer derjenige, der als talentloses Anhängsel betrachtet wurde. Der nicht mal im Takt mittrommeln konnte. Die anderen drei waren ja so talentiert. Und heute? John Lennon und George Harrison sind lange tot. Paul McCartney hat eine Skandal-Scheidung von nem fiesen, einbeinigen Model hingelegt, gegen die Heinrich VIII. wie ein Waisenknabe wirkt. Und unser Ringo? Der hat ein hübsches Bondgirl geheiratet und lebt glücklich und wohlversorgt wahrscheinlich bis an Ende seiner Tage. Sowas baut mich immer auf!

Donnerstag, 26. Juni 2008

Darf's ein bisschen mehr sein?

Mal ne Frage: Haben wir Deutschen eigentlich ein gut lesbares Schild vor dem Kopf kleben, auf dem steht: »Wir lieben's teuer« oder »Wir zahlen gern mehr als andere«? Der Euro brachte es an den Tag, bei uns wird von international operierenden Konzernen gern noch ein bisschen was extra auf den Preis geklatscht, egal ob Dänisches Bettenlager, Ikea, VW oder nun auch Electronic Arts. Der Sporebaukasten kostet zwar auch anderswo Geld, nur bekommen die Kunden den in England oder Frankreich auf den Kaufpreis der Vollversion angerechnet, Bei uns geht das natürlich mal wieder nicht. Also hilft nur eins: Das Ding links liegen lassen. Ich bin doch nicht blöd!

Mittwoch, 25. Juni 2008

Kleiner Buchstabe ganz groß

Hurra, es ist endlich soweit. Darauf habe ich lange gewartet. Das große Eszett ist endlich da, wie hier nachzulesen. Ich bin ja ein Riesen-ß-Fan und kann schon deshalb nicht mit der sogenannten neuen deutschen Rechtschreibung anfangen, weil diese Blödmänner meinen Lieblingsbuchstaben damit so gut wie ganz ausmerzen wollten. Es gab sogar »Experten« die sich nicht entblödet haben zu behaupten, das Eszett wäre überflüssig. Auf die Frage, ob er seine Frau anhand ihrer Masse oder Maße beurteile, konnte der gute Mann dann leider keine Antwort geben. Das mit Abstand dümmste Argument stammt von einer ehemaligen Kollegin bei IDG aus der Macwelt-Redaktion. Die meinte nämlich im gespreizten Marketingdeutsch, dass neben dem ß auch ä, ö und ü vollig »outdated« wären, schließlich wären die auf der Original-US--Appletastatur auch nicht zu finden und Deutsch als Sprache würde »anyway« binnen der nächsten Jahre verschwinden. Verschwunden ist nur die Dame, die Macwelt glaube ich (noch) nicht. Es bleibt nur die Frage, wo man das kleine und große Eszett auf der Tastatur unterbringt. Mein Vorschlag: Nehmt doch einfach die Windows-Taste, die braucht sonst eh keiner.

Montag, 23. Juni 2008

Zeit für Conan

Ich bin ja ein moderner Mensch, der in modernen Zeiten lebt. Außerdem bin ich auch ein bequemer Mensch, der in bequemen Zeiten lebt. Zumindest habe ich das gedacht. Denn warum extra nach München reinfahren oder warten bis der Amazonmann was liefert? Ich habe Age of Conan digital online direkt bei Funcom gekauft. Zumindest wollte ich das. Da ich ja noch einen alten Anarchy-Online Account habe, dachte ich mir, nix wie hin, eingeloggt und wollte Kreditkarte bei Fuß mein Ticket nach Hyboria lösen. Doch weit gefehlt. »Der Accountname ist schon vergeben« strahlt mir freundlich das knallrote Fehlerfeld entgegen. Hmmm, wieso das denn? Gecheckt, geprüft und nein, der Accountname ist immer noch meiner bei Anarchy Online. Nach zwei weiteren Misserfolgen in Folge entscheide ich mich also für einen neuen Account samt Namen und Passwort. Aber he, was ist das? Die wollen tatsächlich meine Handynummer haben, damit ich eine SMS mit nem Freischaltkode kriege, der... Ach das führt zu weit. Aber ich bin ja geduldig, dann eben auch noch die Handynummer, wobei nicht angegeben wird, ob man die Null am Anfang mit eingeben muss oder nicht. Ich hab sie einfach weggelassen und oh Wunder, eine SMS mit nem Freischaltkode trudelt eine Sekunde später ein. Nur wo gebe ich den ein? Ah, da, gut versteckt im oberen Drittel der Homepage. So, das wars, der Account ist aktiv. Aber: Wo ist das Spiel? Was einem keiner sagt: Still und heimlich schickt Funcom eine Email, in der es einen gut getarnten Link zur Downloadseite gibt. Folgt man dem und scrollt ganz nach oben auf dem Bildschirm, findet man wirklich den Download. Beziehungsweise, den Downloader. Den muss man dann nochmal per Hand separat starten und jetzt lädt er fröhlich das Spiel runter. Mal gucken, ob das Einloggen ins Spiel genauso komfortabel ist. Nur noch zwölf Stunden, bis der Download beendet ist...

Hölle verwaist

Weil es mich interessiert: Spielt eigentlich noch irgendjemand Hellgate: London?

Donnerstag, 19. Juni 2008

Tage, wie dieser

Ausgerechnet heute traf MGS 4 endlich aus Kanada ein. Ausgerechnet heute ist das Spiel gegen Portugal. Ausgerechnet heute trudelte jede Menge Arbeit rein. Jetzt könnte ich einen Zeitverdoppler gut brauchen...

Buße in der Roten Mühle

Da blase ich die Backen hier auf und lasse mich über Männlichkeit und Brotbackautomaten aus und dann das: Ja, ich bin heute bei RTL light (oder wie der Sender heißt) in Moulin Rouge »reingerutscht«. Na ja, eigentlich war es so, daß ich Kylie Minogue am Anfang als Absinthfee erlebt habe (also im Film) und dann hatten sie mich irgendwie. Was dann folgte war eine wilde Achterbahnfahrt durch die Musik der letzen 50 Jahre oder so. Von Marylin Monroe über Bowie, Queen, U2, Madonna ins Nirwana und weit darüber hinaus. Das alles originell und teilweise sehr schräg arrangiert. Und nein, ich hatte nicht einen Schluck der grünen Fee intus. Dazu ein wildes Farben- und Ausstattungsspektakel, ziemlich rasant inszeniert und ne Story, die direkt aus La Boheme stammen könnte. Bis dahin hatte ich Moulin Rouge immer für nen reinen Frauenfilm gehalten. Aber da habe ich, wie Anno 1984 als ich prophezeit habe, daß Tom Hanks nie Karriere machen würde, mal so richtig daneben gelegen. Vieler Worte knapper Sinn: Ja, ich habe mich geirrt, der Film ist klasse und arrogant, wie ich ab und zu bin, habe ich das jahrelang nicht mitgekriegt. Aber egal, bis zum nächsten Irrtum werde ich garantiert Buße tun und Ewan McGregor, Nicole Kidman und vielleicht auch Tom Hanks nen Entschuldigungsbrief schreiben. Ob die den wohl lesen?

Dienstag, 17. Juni 2008

Post-Sex

Bei Amazon findet man wirklich die besten Stilblüten: »Dr. Ruth ist zurück! In Silver Sex zeigt die Bestseller-Autorin Ruth Westheimer, wie Sie Sex im Alter lustvoll genießen können. Natürlich portofrei!«

My Home...

... is my Castle. Vor allem, weil Ruhe ist, wenn ich die Tür hinter mir schließe. Wie viel das wert ist habe ich erst neulich erkannt, als ich die Wohnung eines nahen Verwandten für ein paar Stunden hüten musste. Der Schlauberger hat sein Domizil clevererweise in direkter Nähe zu einer Kirche samt Glockenturm, einer Grundschule und der Musikabteilung der Volkshochschule gewählt. Also: Alle Viertelstunde schlägt ein Glöcklein. Zu vollen Stunde bimmelt das Ding viermal plus jeweils einen Glockenschlag für die jeweilige Uhrzeit. Zum Glück verwendet das Ding die 12-Stundenreglung und nicht die 24er. Und wenn eine Messe droht, donnern die Glocken fünf Minuten vorher und natürlich nochmal wenn die Messe anfängt. Dazu kommt alle Dreiviertelstunde das Klingeln der Schulglocke, alle zwei Stunden rennen die Bratzen für ne Weile auf den Schulhof und spielen Weltrevolution. Ist die Schule vorbei, öffnet die Musikschule ihre Pforten und jede Menge untalentierte Bläser pusten sich auf Tubas, Hörnern und was weiß ich noch allem die Seele aus dem Leib. Ehrlich gesagt, mich würde das völlig kirre machen, Filme gucken kann man eigentlich erst nach 20 Uhr abends, wenn man mit den Viertelstundenklingeleien und dem Volle-Stunden-Donnern klarkommt. Keine Ahnung, wieso dieser nahe Verwandte die Wohnung genommen hat. Ich gehe auf jeden Fall wieder nach Hause und genieße meine Oase der Stille.

Montag, 16. Juni 2008

Mein Lieblingsposting...

... dieses Monats findet Ihr hier.

Samstag, 14. Juni 2008

Brot und Nutten

Was soll man nur von Männern halten, die zum Geburtstag von ihrer Freundin einen Brotbackautomaten bekommen und sich wie blöd darüber freuen? Habe ich letztens erst bei nem Bekannten erlebt. Obwohl ich ja glaube, daß das nur gespielt war. Wahrscheinlich gings danach mit Koks, Wodka und Nutten so richtig zur Sache. Hoffe ich zumindest mal für den armen Kerl. Auf jeden Fall immer noch besser als Brotbacken.....

Mittwoch, 11. Juni 2008

Drum prüfe, wer sich ewig bindet...

Manche Firmen müssen sich nicht wundern, wenn sie keine fähigen Mitarbeiter finden. Da bewirbt sich ein Schulfreund von mir mit 20 Jahren Berufserfahrung und jahrelanger Personalverantwortung auf eine leitende Position bei einem, nun sagen wir mal, mittelgroßen Unternehmen. Zurück bekommt er eine schriftliche Absage mit dem bezeichnenden Satz: »Nach intensiver Prüfung Ihrer Anfrage sind wir zu dem Schluß gekommen, daß wir Ihnen in diesem Jahr keine Lehrstelle anbieten können.« Vielleicht sollte jemand mal diese Personalabteilung »intensiv prüfen«. Denn allzu kompetent scheint man da ja nicht zu sein...

Dienstag, 10. Juni 2008

Sex vor Indy?

Wie kann es sein, dass der Sex and the City-Film vor Indiana Jones im Kinobesucherranking liegt? Einzige Erklärung für mich: Da rennen diese ganzen frustrierten Spätvierzigerinnen rein, auf der Flucht vor der EM.

Freitag, 6. Juni 2008

Au-dessus des nuages

Es war einmal... auf einem (zugegebenermaßen kurzen) Flug von Houston nach Austin.
Ich zu meinem Sitznachbarn: »Ah, Sie sind auch Deutscher. Guck an, die Welt ist doch klein. Ich bin als Journalist unterwegs und Sie?
Der Typ: »Ich bin Wisenschaftler und arbeite eigentlich in Südamerika. Aber wissen Sie was? Auf deutsch unterhalte ich mich nicht so gerne. Das ist unserem Gastland gegenüber sehr unhöflich«
Beim Aussteigen habe ich der Torfnase dann ein fröhliches »Au revoir« gewünscht.

Donnerstag, 5. Juni 2008

Weils gerade so schön klingt

Hörbefehl für diese Woche: »Music of the Spheres« von Mike Oldfield. Wer Oldfield mal orchestral erleben will und »Tubular Bells« mag, sollte sich diese recht neue Platte nicht entgehen lassen. Wer mag, kann hier ja mal reinhören.

Alles im Bilde

Heute im Supermarkt an der Kasse. Vor mir ein kleiner Junge, vielleicht zehn Jahre alt.
Junge: Habts Ihr Fußballbuilderl?"
Verkäuferin: Solche von Panini zum Sammeln?
Junge: Ja, genau die.
Verkäuferin: Nein, die haben wir nicht mehr.
Der Junge geht enttäuscht. Zu mir meint sie dann:
»Die hatten wir mal. Das war schrecklich. Den ganzen Tag kamen hier Kinder rein, die nur diese Bildchen kaufen wollten. Riesige Mengen. Das ging uns auf die Nerven, deshalb verkaufen wir die einfach nicht mehr.«
Ehrlich gesagt war ich schon ziemlich perplex, wie die gute Frau mir im Plauderton erzählt, dass sie an Umsätzen offensichtlich kein Interesse hat. Manche Leute glauben offensichtlich tatsächlich, ihr Arbeitsplatz würde ihnen bis zur Rente staatlich garantiert...

Dienstag, 3. Juni 2008

Nur online rein

Nu werden die Ammis völlig kirre. Nach diesem Spiegelbericht muss man sich ab Januar spätestens drei Tage vor einer Reise nach Amiland online anmelden. Und was machen Leute ohne Internet? Werden die bei der Einreise gleich nach Guantanamo abgeschoben oder erschossen? Lustig auch die Begründung dafür: »Es besteht die Sorge, dass sich Europa radikalisiert.« Ja, das sehe ich genauso, zumindest dann, wenn man jeden Besucher des Landes wie einen Kriminellen behandelt. Dazu fällt mir dieser schön geschriebene Artikel von Daniel ein, der voll und ganz recht hat. Oder, um ein deutsches Sprichwort zu bemühen: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus. Bis die Amis das endlich einsehen und Menschen wie Menschen und nicht wie Stückvieh bei der Einreise behandeln, finde ich, dass jeder Amerikaner bei der Einreise zu uns genauso behandelt wird. Also das volle Programm: Fingerabdrücke, Visum, Onlineanmeldung und Beantworten hochnotpeinlicher Fragen. Dazu ab und an ein paar gebrüllte, unverständliche Kommandos der Zollbeamten.

Montag, 2. Juni 2008

Drei Krimis - ein Büro

Woran sich heute ja kaum noch einer erinnert: Lange bevor Harry Stefans Wagen holen musste, war er der Hilfsscherge des Kommissars. »Harry, bring den Verdächtigen rein.« Der ermittelte in seligen Schwarzweiß-Tagen zusammen mit Günther Schramm in schummrigen Münchener Beatkellern. Und das in einer Zeit, als Kommissare noch in jeder Szene gemütliche ne Fluppe quarzen durften, sich mit schöner Regelmäßigkeit einen Cognac gönnten, den sie gemeinsam mit dem Bösewicht tranken, welcher wiederum stilsicher noch ein Einstecktüchlein trug. Eins hat sich über die vielen Jahre aber nicht geändert: Die Kulisse. So wie es im Büro des Komissars vor über 40 Jahren aussah, sieht es heute noch im Büro des Alten (und seinerzeit auch bei Derrick) aus. Kein Scherz. Ich bin mir sicher, die Büromöbelkulissen sind exakt dieselben, nur das man die heute in Farbe statt schwarzweiß präsentiert bekommt. Schön, daß man zumindest in der Krimiabteilung des ZDF so sparsam mit unseren Gebühren umgeht.

Sonntag, 1. Juni 2008

Guter Rat aus Kalauen

Wer eine neue Waschmaschine sucht, sollte sich vor »Auslaufmodellen« hüten!

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