Freitag, 7. März 2008

Nur Weicheier?

Uns fehlen in der aktuellen Generation hierzulande Leute, die freiwillig zum Bund gehen, ferner Ingenieure, Naturwissenschaftler und sonstige nützliche Menschen... nur Musicalsänger und Tänzer scheint es (wenn man Sat1 mit ihrem Tarzandingens Glauben schenkt) offenbar ausreichend zu geben. Irgendwie macht mich das sehr nachdenklich.

32 Comments:

At 07 März, 2008 23:09, Anonymous Choplifter meint...

Tja, alle leben halt ihren Traum ;-)

 
At 07 März, 2008 23:15, Anonymous Alyobaarbetous meint...

mh seltsam... ich möchte freiwillig zum bund und interessiere mich für physik und chemie, muss wohl daran liegen, dass ich österreicher bin :D

 
At 07 März, 2008 23:29, Anonymous Anonym meint...

Ja sag bei der Ösi-Stellungkommision du interessierts dich für Allah, Physik, Chemie und Giftgas und du bist schon untauglich. Egal wie sportlich und gesund du bist.

 
At 08 März, 2008 00:01, Blogger Mick meint...

@choplifter: Tja in meiner Jugend war Raketenwissenschaftler oder Kernphysiker noch ein Traumberuf. ;-)

 
At 08 März, 2008 00:34, Anonymous Anonym meint...

Der Mensch lebt nicht von Brot allein. ;-)

 
At 08 März, 2008 09:26, Anonymous def meint...

was machst du nochmal beruflich?

 
At 08 März, 2008 09:52, Anonymous Anonym meint...

xD...... der war gut def

 
At 08 März, 2008 10:58, Anonymous Flufur meint...

in ca 10 Jahren wird Deutschland einen massiven Fachkräftemangel haben. Das ist kein Geheimnis. Wie ein Land wie Deutschland, welchem es gerade deshalb so gut geht, weil es Qualität "produtziert",das überstehen wird, ist mir schleierhaft und wird noch ein rießen großes Problem darstellen. Tja kein Wunder wenn man sich jahrelang größtenteils die Leute ins Land holt die von Bildung von Grund auf rein überhaupt nichts wissen wollen. Klingt hart, is aber so ... und jetzt wundern sich alle.

 
At 08 März, 2008 13:01, Blogger Mick meint...

@def & anonym2: Journalist und Übersetzer, damit zähle ich mich mal zu den Nützlichen. Vor allem ist das nicht so unmännlich!
@flufur: schon wahr, ich frage mich nur, wieso die einheimschen, hier geborenen jungen Männer keinerlei Interesse an technischen und naturwissenschaftlichen Berufen mehr haben? Liegt das an der "Ausbildung" durch dieses ganze 68er Pack, für die Technik ja immer noch der Satan persönlich ist?

 
At 08 März, 2008 13:27, Anonymous ich meint...

@ mick, das liegt vielleicht auch daran, dass einem auf der schule vermittelt wird, dass wenn bwl, vwl oder so nen kram macht man zu den top verdienern gehören wird.
ingenieure werden meistens garnicht erst erwähnt.
so geht das dann auf der uni weiter, wir ingenieure werden wie ein notwendigs läßtiges übel behandelt das man am liebsten gestern schon abgeschafft hätte.
in der geselschaft wird der ingenuer auch nicht wirklich gut angesehen. war neulich mal in der bank und man unterhält sich da ja so mit der hübschen jungen angestellten, die frag was man so macht, und als ich erwähnte ne ingeneurwissenschaft zu studieren war das gespräch mit "ach ingeneur" beendet...

 
At 08 März, 2008 14:21, Blogger bd_1979 meint...

Ich bin ja auch einer "dieser" Ingenieure und kann "ich" nur zustimmen, solche Reaktionen hört man öfters. Als Physiker oder sonstiger Naturwissenschaftler gehts einem auch nicht besser, wenn man erzählt dass man auch noch Mathematik studiert ist man absolut suspekt. Aber Handys, Coputer, Autos etc will jeder benutzen.

Ich bin ja absoult kein Fan von BWL ; Es gibt halt so viele BWLer dass man da schneller einen Trottel findet. ;-)
Was mir auch auffällt es gibt viele Leute (zurzeit so um die 20) die einfach Reich sein wollen und in Luxus leben wollen ... und beruflich nicht dass machen wollen was ihnen Spaß macht.

 
At 08 März, 2008 14:50, Anonymous Anonym meint...

Geld wird verdient, wo Entscheidungen gefällt werden. Ingenieure / Informatiker etc. fällen keine, sondern sie setzen um.

Im übrigen:
Wieso unterzeichnen die meisten Ingenieure mit "Dipl.Ing." ? Falscher Stolz ?

 
At 08 März, 2008 15:08, Blogger Mick meint...

@bd & ich: Kann ich als Ex-Chemiker gut nachvollziehen...
@anonym: Tja, und genau da liegt das Problem. Ein paar Schlips-Fuzzis ohne Ahnung aber mit dem messerscharfen Blick auf kurzzeitige Rendite fällen Entscheidungen, die Tausende in die Arbeitslosigkeit treiben. Früher war das mal anders, da saßen hauptsächlich Leute vom Fach in der Unternehmensleitung. Wird mal wieder Zeit, daß sich das ändert. Und warum sollten Diplomingenieure nicht mit "Dipl. Ing" unterzeichnen? Das ist ein hart erworbener Titel, und anders als die meist englischen Operettenbezeichnugnen im Wirtschaftswesen tatsächlich ein echter Leistungsnachweis.

 
At 08 März, 2008 16:46, Anonymous ich meint...

@ anomyn, das unternehmen will ich sehen, das ohne die Ideen von Ingenueren noch geld verdient.
WArum ist denn Deutschland (noch) Exportweltmeister? Warum ist der deutsche Maschinebau weltweit nachgefragt?
Sicher nicht weil ein paar BWLer in der Betriebsleitung die Augen nur auf kurzdristige Rendite gerichtet haben.

 
At 08 März, 2008 17:25, Anonymous Anonym meint...

@mick: Ich kenne einige studierte Leute, die mit Sicherheit keinen viel einfacheren Weg beschritten haben als besagte Ingenieure, dabei aber nicht in jedem Anschreiben oder gar Briefkopf auf ihre Qualifikationen hinweisen müssen.
Kann persönliche Wahrnehmung sein, glaube ich aber nicht.

@ich: Nirgends habe ich behauptet, dass die Ingenieure nicht "die treibende Kraft" wären. Die hohen Gehälter werden trotzdem woanders verdient.

Auch wenn euch das nicht gefällt: Vor Ingenieuren, Naturwissenschaftlern etc. braucht man nicht mehr Respekt zu haben als den Absolventen anderer Fachrichtungen. Das gilt auch für Bwl'er und Volkswirte.

 
At 08 März, 2008 17:35, Anonymous Anonym meint...

Bafög streichen, Studiengebühren verlangen und altmodische Hochschulen, was soll daraus sonst entstehen? Mani

 
At 08 März, 2008 20:07, Anonymous ich meint...

@ anonym.
du merkst selber dass da was falsch läuft? Ingenuere sind die treibede kraft aber sie verdienen zu wenig geld... da stimmt was nicht. ein grund mehr warum wir den fachkräftemangel haben.

und wenn ich ganz ehrlich bin, dann muss ich sagen dass ich mir meinen bachelor titel härter erarbeiten muss als so mach anderer studiengang...
da hört man dann die klagen ach ich hab 18 semesterwochenstunden und montag und freitag frei ich weiß garnicht wie ich das schaffen soll... ja schön ich hatte im ersten semester 39 wochenstunden und im dritten 36...

 
At 08 März, 2008 23:58, Blogger Flo_the_G meint...

@ich:
Wenn du im Bachelor 39 Wochenstunden hast, dann hast du das System nicht verstanden - man kann natürlich auch auf Krampf die Regelstudienzeit um ein Jahr verkürzen, dann braucht man sich aber auch nicht über den Aufwand beklagen.

@generelles Thema:
Dass die Kompetenz nach oben hin stark abnimmt ist doch allgemein bekannt, und daran wird sich auch nichts mehr ändern. Der Aktuelle ist ja auch der erste Verteidigungsminister überhaupt der Grundwehrdienst geleistet hat...

 
At 09 März, 2008 01:30, Blogger Mick meint...

@flo: In den Natur und Ingenieurswissenschaften stellt man sich normalerweise nicht einen Stundenplan gemütlich zusammen, sondern das sind allesamt Pflichtveranstaltungen. War bei uns damals im Chemie-Diplomstudiengang nicht anders. Du bist von morgens bis abends an der Uni. Vorlesungen bis um 14 Uhr, danach praktische Übungen und Seminare. Das MUSS man alles machen!

 
At 09 März, 2008 01:54, Anonymous Anonym meint...

@ich: Vielleicht bist du etwas befangen bezüglich der Gehaltsfrage.

Ingenieure verdienen vielleicht nicht so viel, wie der Manager im Vorstand. Aber ob das richtig oder falsch ist ... wer kann das schon beurteilen.

Ingenieuren geht es mit Sicherheit nicht so schlecht, wie vielen aus Bereichen der Theaterwissenschaften etc. Und die leisten auch etwas, auf das ich nicht verzichten möchte.

 
At 09 März, 2008 07:59, Anonymous Shiraz meint...

Ein Informatiker, eine Wirtschaftsrechtlerin, beide im gleichen Semester. Ersterer war die ganze Zeit am Buckeln, zweitere am Feiern. Bestanden haben beide, mit ähnlichen Noten.
Wer später mal mehr verdienen wird traue ich mich nicht zu fragen, die Antwort könnte mich deprimieren.

Dabei wär die Antwort auf den Fachkräftemangel doch so einfach: Erhöht die Gehälter. Wenn sich erstmal rumsprechen würde, dass man mit Ingenieurswissenschaften so viel verdient wie nirgendwo sonst, dann wär das mit dem Defizit schnell Vergangenheit.

 
At 09 März, 2008 10:02, Blogger Aufklärungszentrale meint...

Also ich hab mich erfolgreich vor'm Bund gedrückt und werd sicherlich ein ganz ganz toller Naturwisenschaftler jetzt. Anschließend erobere ich die Weltherrschaft!

 
At 09 März, 2008 14:28, Anonymous ich meint...

@ anonym ja, vielelicht bin ich befangen, vielelicht ist mein verstand auch zu klein um zu verstehen warum die leute die seit jahren die deutsche wirtschaft konkurenzfähig halten wie ein notwendiges übel betrachtet werden...

das ist aber, wie bereits erwähnt, ein generelles geselschaftsproblem.

vielleicht würde es ja schon helfen wenn die herren bwler einsehenwürden, dass auch ingenieure gute ideen haben, auch wenn sie nicht immeer zu 100% wirtschaftlich sind.
ich sag da jetzt mal nachhaltigkeit als schlagwort.

 
At 09 März, 2008 14:40, Anonymous Anonym meint...

@shiraz: In _keinem_ Studiengang gibt es so schlechte Noten, wie in Jura. Dass die Jura-Studenten im Schnitt dümmer sind als andere wage ich mal zu bezweifeln.
Wie das bei Wirtschaftsjuristen aussieht, kann ich nicht beurteilen.

 
At 09 März, 2008 16:38, Blogger Mick meint...

@alle: Generell ist das Problem die Amerikanisierung unserer Wirtschaft während der letzten 30 Jahre. Wenn ein Deutscher ne Firma gründet, will er zuallererst gute Qualität herstellen. Ein Amerikaner überlegt schon bei Gründung von Unternehmen 1, wann er die erste Filliale eröffnen soll. Dabei zählt für ihn nur der Gewinn und Wachstum, die Qualität steht erst an zweiter oder dritter Stelle und wird erst verändert, wenn die Zahlen nicht mehr stimmen und dann auch nur so weit, wie es unbedingt nötig ist. Zu sehen ist dieses Phänomen besonders deutlich im hiesigen Mittelstand. Da gibt es nämlich hierzulande ne Menge Firmen, die von Ingenieuren oder Naturwissenschaftlern gegründet wurden, und wo BWLler als Buchhalter nur die zweite Geige spielen. Die meisten dieser Unternehmen sind strunzgesund. Leider gilt das nicht für die Großíndustrie, die von BWlern geleitet werden. Die definieren sich allein über Umsatz (dabei vergessen diese Leute gern, daß Umsatz und Gewinn nicht dasselbe sind) und Wachstumsraten. Denn Stillstand ist angeblich der Anfang vom Ende. Passieren Fehler aufgrund von Fehlentscheidungen (offtmals weil diese Herren keine Ahnung von dem haben, was sie eigentlich produzieren und verkaufen sollen), werden einfach Arbeitsplätze abgebaut. Irgendwann stellen sie fest, daß zu viele Leute entlassen wurden und neue werden für teuer Geld eingestellt. Dann geht das Spielchen wieder von vorne los. Das nennen diese Typen dann "Wirtschaft" und ihr eigenes Versagen eben die "Folgen der Globalisierung" mit denen man leben muss. Und versagen sie völlig, gehts mit ner fetten Abfindung entweder in die verfrühte Luxusrente oder zum nächsten Unternehmen.

 
At 10 März, 2008 11:21, Anonymous Anonym meint...

Diese Diskussion ist doch abwegig.
BWL ist ein Studiengang, bei dem im Schnitt genauso viele Idioten und Nichtskönner rauskommen dürften, wie bei Naturwissenschaften auch.

_Wenn_ tatsächlich ein Ingenieur eine große Aktiengesellschaft besser leiten könnte als ein typischer Manager, dann würde der Ingenieur auch auf dem Chefsessel sitzen.
Schließlich wollen viele Aktionäre eine schöne Rendite und setzen den Mann an die Spitze, der ihrer Meinung nach das am besten realisieren kann.

Hier scheinen einige Studenten der Naturwissenschaft / MaschBau etc. unterwegs zu sein, die schon ein nicht unerhebliches Maß an Arroganz mitbringen. Weder sind Ingenieure die (alleinigen) Leistungsträger dieser Gesellschaft, noch sind sie in irgendeiner Weise den Mitmenschen überlegen. Solche Vorstellungen mögen schmeicheln, sie sind aber unsinnig und anmaßend - um es mal auf den Punkt zu bringen.

 
At 10 März, 2008 11:28, Anonymous ich meint...

gut, dass herr Prof. Dr. ING Reitzle z.B. bei Linde der Vorstandvorsitzende ist....

 
At 10 März, 2008 14:03, Blogger Mick meint...

@anonym: Nö, das stimmt so nicht. Mittlerweile hat sich gerade bei Großunternehmen eine Kultur breitgemacht (angetrieben eben von der BWL-Fraktion) Techniker und Ingenieure wenn eben möglich draußen zu halten, "Damit sie nicht weiter stören") Dei Info habe ich von einem sehr guten Bekannte, der bei einem börsennotierten Unternehmen arbeitet und sich eben gerade darüber häufig beklagt.
@ich: Das sind aber noch Leute aus einer anderen Generation, außerdem frage ich mich, was umgekehrt solche Leute im Aufsichtsrat der Allianz Lebensversicherungs-AG
zu suchen haben?

 
At 10 März, 2008 14:04, Anonymous Anonym meint...

Zum einen bestätigen Ausnahmen bekanntlich die Regel.

Außerdem ist das hier natürlich interessant:
"Von 1972 bis 1975 absolvierte Reitzle ein Zweitstudium der Arbeits- und Wirtschaftswissenschaften zum Wirtschaftsingenieur."

 
At 12 März, 2008 17:44, Anonymous Anonym meint...

Statt Diplomchemiker werden die Leute eben lieber Spieletester. ;-)

by the way: was ist an "Leuten, die freiwillig zum Bund gehen", nützlich?

 
At 12 März, 2008 20:20, Blogger Mick meint...

das könnte auch daran liegen, dass damals ein Überangebot an Dipl- Chemikern existierte.
Und der Nutzen der Bundeswehr ist ja wohl unbestritten.

 
At 14 März, 2008 23:19, Anonymous Anonym meint...

Naja, Mick, nu sag schon, alles voller Tucken :D....

Androgyne Monster :Dm die sich ne lecker Gesichtscreme für 38,50€ kaufen, anstelle mal ein Hemd drei Tage lang zu tragen :D...

Mal gamz im Ernst...
Männer.... back to the Roots....

In diesem Sinne...

Micha

 

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