Sonntag, 30. Dezember 2007

Faul in den Ferien

Nein, ich bin noch nicht plötzlich verstorben oder vom Verband empörter Spieleentwickler (VeS) entführt worden. Der Grund für meine Funkstille ist simpel: Ich befinde mich im Heimaturlaub und bin nur ganz selten mal online. Dazu komm, dass ich derzeit genau das tue, was ich am besten kann: nichts. Also lese ich viel oder gucke fern oder mache sonst was Unproduktives. Das führt natürlich dazu, dass ich auch so gut wie gar nichts erlebe, das einen Bericht wert wäre. Das einzig Spannende ist die Warterei auf meinen neuen Porno-Full-HD-Mit-Allerlei-Speränzchen ausgestattetem Großbildfernseher, der hoffentlich rechtzeitig zu meiner Heimkehr nächste Woche eintrifft. Kleiner Tip für interessierte Einbrecher: Momentan gibt’s bei mir nix zu holen außer einem Sony-Monofernseher Baujahr 1984. Und der ist auch noch sau schwer. Und ein alter Gamecube, der Rest ist derzeit woanders untergebracht. Falls Ihr trotzdem einbrecht: Wenn Ihr Bargeld finden solltet, macht bitte fairerweise Fifty-Fifty mit mir.
Allen rechtschaffenen Lesern dieses Blog (die zum Glück in der deutlichen Überzahl sind) wünsche ich aber jetzt schon mal einen guten Rutsch und einen phantastischen Start ins Jahr 2008. Mein Dank gilt Euch allen, die hier regelmäßig mitlesen und kommentieren. Denn sonst würde es sicherlich keinen Spaß machen. Ich hoffe, dass ich demnächst auch wieder fleißiger hier blogge. Wäre doch gelacht, wenn mir nicht bald schon irgendwas einfallen würde. Bis dahin genieße ich noch weiter die Ruhe und erhole mich einfach. Bis nächstes Jahr.

Dienstag, 18. Dezember 2007

Ist das Leben nicht schön... zumindest für einige

Als ich klein war wurde ich immer wieder gefragt, was ich mal werden will, wenn ich groß bin. Ich habe lange nachgedacht, und jetzt endlich weiß ich die Antwort: Chef bei Blizzard. Denn dann müsste ich nicht wie alle anderen auch weiter herumrätseln und orakeln, wann denn nun endlich Diablo 3 erscheinen wird, was mit WarCraft 4 ist und wann denen die Ideen für WoW-Addons ausgehen. Ich würde einfach vor dem zu Bett gehen auf meinen Wandkalender gucken, sanft mit dem Finger über die rot angekreuzten Releasetermine streichen und heute Abend einfach mal so eben den Termin für WoW2 festsetzen. Mit einem einfachen Federstrich. Herrlich, so ein Leben als Blizzard-Chef.

Montag, 17. Dezember 2007

Weils mal wieder an der Zeit ist...

... und ich derzeit niemanden kenne, der derart klar und präzise Stellung zum Thema Islam bezieht, verweise ich auf diesen lesenswerten Artikel von Meister Broder. Wäre schön, wenn sich diese Erkenntnisse mal in den Köpfen »besorgter Bürger« und »besonnener Politiker« festsetzen würden, damit uns in Zukunft einige der dort aufgeführten Absurditäten erspart bleiben.

Sonntag, 16. Dezember 2007

Wochenendrätsel

Welche Flugsimulation sollte ursprünglich ein Adventure werden? Kleiner Tip: Einziges Gebäude im ganzen Spiel ist eine Pyramide, die noch auf das geplante Abenteuerspiel zurückgeht. Die Auflösung kommt spätestens am Montag.

Freitag, 14. Dezember 2007

Kalauer der Woche

Wenn Apple ein Betriebssystem für PCs entwickeln würde, wie würde das heißen?
Jetzt kommt der Brüller: iDOS!

Preis-wert oder frag-würdig?

Hab gerade gelesen, dass Siedler 6 beim Deutschen Entwicklerpreis mächtig abgesahnt hat. Bin ich der einzige, den das verwundert? Ist das wirklich die Krone deutscher Entwicklerkunst? Dieser langweilige und extrem biedere Serienaufguß? Und dann der Innovationspreis: Der ging an das Adventure Overclocked. Hä? Innovationspreis? Wofür? Mal abgesehen von der Story, die zumindest ein paar originelle Ansätze hatte, war daran absolut nix innovativ. Ein braves Adventure, wie hunderte andere auch. Aber absolut nix Wegweisendes.
Warum ich mich überhaupt aufrege? Nun, angeblich honoriert der Deutsche Entwicklerpreis nicht den kommerziellen Erfolg, sondern »innovative Ideen, stimmiges Design oder wegweisende neue Technologien bei Video- und Computerspielen aus Deutschland.« So zumindest steht es auf der GS-Seite nachzulesen. Aber nicht eine dieser Kategorien trifft auf eins dieser Spiele zu. Mein Tipp an Jury und beteiligte Kollegen: Wenns nix Ordentliches zum Auszeichnen gibt, einfach den Preis unter den Tisch fallen lassen. Das ist tausend mal besser, als Dutzendware hochzuloben

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Eine Frage der Ehre

Sind meine Nachbarn eigentlich nur strunzfaul oder sehr clever? Die lassen tatsächlich für ihre vier Fensterchen jeden Monat einen Fensterputzer antanzen. Ich will gar nicht wissen, was das kostet. Andererseits: Während die ihre Freizeit genießen, frieren mir hier gleich die eiskalten Finger ab, von den Rückenschmerzen ganz zu schweigen. Trotzdem: Nur wer selber wischt ist ein Held der Arbeit, alle anderen sind weichliche Putzdienstverweigerer. Rede ich mir zumindest ein...

Dienstag, 11. Dezember 2007

Wii ohne Ende

Heute versuche ich das unmögliche: Genau, ich stürze mich ins Weihnachtsgetümmel und versuche irgendwo ein Wii herzukriegen. Freunde und nahe Verwandte haben nur einen mitleidsvollen Blick für mich übrig. Ich aber glaube fest an mich und mein Glück. Irgendwo werden ich das Ding schon noch auftreiben. Und dann werde ich endlich auch dieses Endless Ocean spielen, von dem mir derzeit jeder einen vorjubelt. Und wehe, das ist doch langweilig.

Freitag, 7. Dezember 2007

Publisher kauft Wertung

Es gibt ja derzeit die Debatte um den Einfluss von Spielepublishern auf Magazine, ausgehend von der Entlassung eines Gamespot-Redakteurs in Amiland. Weil ich bei 4Players einen Kommentar im Forum hinterlassen habe, landen auch bei mir etliche Mails, die sich um die Frage drehen: Sind die Spielemagazine bestechlich ?, beziehungsweise: Üben Publisher über Anzeigen Druck aus und »erkaufen« sich so bessere Wertungen? Ich könnte mich zu dem Thema jetzt stundenlang äußern, verkürze das aber einfach mal elementar. Man kann doch sehr leicht die Wertungen der einzelnen Magazine (egal ob Online oder Print) mit den eigenen Erfahrungen vergleichen. Denn jeder, der solche Hefte liest, kauft und spielt doch auch selber Spiele und kann sich deshalb ein eigenes, kompetentes Bild machen. Wer dann die Frage: »Sind die Wertungen nachvollziehbar?« mit einem »Ja« beantworten kann, liest offenbar die richtige Zeitschrift bzw. die richtige Onlineseite. Allzu mißtrauisch sollte man übrigens auch nicht sein. Denn keine Spielewertung ist unantastbar und niemand ist vor Fehlwertungen gefeit. Aber solange ein Heft eine nachvollziehbare Linie (gern auch mit kleinen Ausreißern) fährt, ist alles im grünen Bereich. Lautet die Antwort »Nein« sollte man das Heft einfach nicht mehr kaufen. Denn höchstwahrscheinlich ist die Redaktion einfach inkompetent. Oder dort wird wirklich manipuliert, was ich in meiner 15-jährigen Laufbahn allerdings noch nie erlebt habe. Noch ein Hinweis zum Schluß: Das klappt natürlich nur, wenn man nicht auf die beigelegte Vollversion schielt und sich um den Inhalt des Heftes nicht schert.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Der Ton macht die Musik

Heute muss ich mal Abbitte leisten. Und zwar meinem werten Herrn Bruder. Der hat nämlich eine richtig dicke Dolby Digital 6-Punkt-irgendwas-Anlage zu Hause stehen. Und ich habe mir immer einen Spaß daraus gemacht zu behaupten, ich würde keinen Unterschied zwischen den mehrere tausend Euro teuren Highend-Boxen und den Brüllwürfeln hören, die standardmäßig in den Fernseher eingebaut sind. Momentan ist die Dolby-Anlage wegen Umzugs außer Betrieb und ich habe mir den ersten Teil vom Herrn der Ringe auf den Brüllwürfeln angetan. Mein Fresse, wie man sich doch an so Luxuslautsprecher gewöhnen kann. Also, werter Bruder: Ich hatte Unrecht, aber bitte mach endlich hinne und bau die Anlage wieder auf. Die zwei Türme will ich nicht wieder im knarzigen Stereoton ertragen müssen.

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Frag-Würdig

Öfter mal was Neues: Daß ich mal für ne Frauenzeitschrift arbeiten würde, hätte ich auch nicht gedacht. Obwohl, so als Frauenversteher käme ich sicher gut an. Trotzdem durfte ich das Interview mit dem Alice-Mädel leider nicht machen. Dabei hatte ich so spannende und subtile Fragen auf Lager: »Wo wohnst Du? Was machst Du am Wochenende?« Leider war auch das Interview mit Magdalena Neuner schon vergeben, weshalb ich meine aufregenden Fragen »Wo wohnst Du? Was machst Du am Wochenende?« wiederum nicht stellen konnte. Tja, also blieb mir nur der Mass Effect-Test. Aber ich hebe mir meine Fragen für die Zukunft auf. Wäre ja gelacht, wenn mein Talent als investigativer Interviewer nicht bald schon erkannt würde.

Zeichen der Zeit

»Die Zahl der Freunde wird klein, wenn man älter wird.« Das hat mein Opa mal gesagt und ich habe ihn damals (gut 30 Jahre mag das her sein) wohl falsch verstanden. Denn ich habe gedacht, »Klar, die werden ja selbst alt und sterben dann ja alle nach und nach.« Heute ist mir dieser Satz wieder eingefallen und jetzt verstehe ich ihn anders. Denn mit 20 hat jeder ne Menge Freunde, Leute, die man gut kennt und mit denen man was unternimmt. Aber im Laufe der Zeit werden das weniger, Lebenswege trennen sich. Aber es kommen auch weniger neue Freunde dazu. Woran das liegt? Kein Ahnung, vielleicht wird man wählerischer mit dem Alter. Im Kindergarten ist jeder, der Dir nicht dein Spielzeug wegnimmt, erst mal Dein Freund. Mit 30 sah ich das dann schon deutlich differenzierter, mit 40 erst recht. Echte Freunde (jetzt nicht so Urlaubszufallsbekanntschaften) hat man nämlich tatsächlich nur sehr wenige. Das merkt man aber erst im Laufe von Jahren und nicht nur in Notsituationen, sondern auch daran, wie wichtig man selbst den sogenannten Freunden ist. Wer älter als 30 ist überlege mal, wie viele Freunde er verloren hat, weil die meinen, dass ihr Job viel wichtiger ist oder sich derart übertrieben in die eigene Familie samt Nachwuchs stürzen, dass sie plötzlich keinerlei Zeit mehr für andere haben. Und so schrumpft die Zahl, neue kommen nur selten dazu. Warum mir das gerade einfällt? Na, ja, man spart auch ne Menge Porto bei Weihnachtskarten. Die kriegen nämlich nur richtige Freunde, sonst keiner und sind somit selten.

Montag, 3. Dezember 2007

Putin und der alte Fritz

Wenn ich mal von irgendwas so gar keine Ahnung habe, dann vom Schach. Okay, die Grundregeln kenne ich natürlich, wie so ziemlich jeder andere auch. Aber dann hört's schon auf. Vorausschauendes Spielen, zehn Züge im Voraus planen, Petersburger Scharade oder Wolfenbüttler Zickzacktaktik (oder wie dieses ganze Zeug heißt) und ähnlich schlaue Sachen erschließen sich mir einfach nicht. Wahrscheinlich bin ich auch einfach nur zu dumm. Und das macht mich fuchsteufelswild. Deshalb werde ich mich ab sofort intensiv mit Fritz 11 auseinander zu setzen, sämtliche Schulungen absolvieren und üben, üben üben. Bis ich Schachgroßmeister geworden bin... oder russischer Oppositionspolitiker.

Samstag, 1. Dezember 2007

Lotto-Weisheiten

»Mit Ihrem Spieleinsatz unterstützen Sie kulturelle, soziale und gemeinnützige Projekte sowie die Sport- und Umweltschutzförderung.« Wenn's denn sein muss - Hauptsache ich kassiere die 38 Millionen, dann können die mit den 4,75 Euro machen, was sie wollen.

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