Freitag, 2. November 2007

So sind die in Hagen

In meiner Heimatstadt war man schon immer sehr kreativ im Abwimmeln von Industrie und Arbeitgebern generell. In der »Stadt der Baumärkte« hat man sogar so dicke Fische wie den Traditionsbetrieb Zwieback Brandt erfolgreich vertrieben. Und jetzt bemüht man sich wieder nach Kräften. Während anderswo der rote Teppich ausgerollt wird, demonstrieren in schöner alt-68er-Tradition Hagener Schüler samt Lehrer (man rate mal, wessen tolle Idee das war) gegen den Bau eines Hotels in der Innenstadt. Mit den schönen Begründung, Hotels könnte man ja auch am Stadtrand bauen. Autsch. Angeblich will man eine wertvolle Grünfläche schützen. Die ist aber eigentlich nur eine schäbige Wiese mit ein bisschen Gestrüpp drumherum. Liebe Hagener Lehrer, wenn Ihr nicht auf Dauer Hartz-IV-Schüler unterrichten wollt, solltet Ihr solche arbeitsplatzvernichtenden Aktionen besser sein lassen. Aber das lernt Ihr wohl nie...

17 Comments:

At 02 November, 2007 14:27, Blogger Tsuran meint...

Ach Mick,

ich komm aus Augsburg - da ist das genauso. Unsere direkt angrenzende Nachbarstadt Gersthofen freut sich und hat mittlerweile Ikea & Co. Augsburg hat dafür leere Innenstadt.

 
At 02 November, 2007 14:56, Anonymous Trabbi meint...

Hey Mick, das ist doch wirklich die kleinste Nummer im Hagener Sumpf der Peinlichkeiten:
- 60 Mio miese wg. Zinswettgeschichten
- Eine Bahnhofshinterfahrung wird seit über 10 Jahren geplant, die Bahn hat aber kein Interesse ihre Grundstücke abzugeben
- Ein Evo-Park muss her für 1000e Besucher jeden Tag...
- Ein Museum wird für einen Schuhmacher gebaut, den außerhalb keiner kennt.
- LKWs dürfen wg. Feinstaub nicht mehr am alten Finanzamt vorbei und fahren jetzt hoch nach Emst um dann den Autobahnzubringer wieder runterzufahren...

Das ist nur ein Anfang, Hagen ist die peinlichste Stadt, die ich kenne!

 
At 02 November, 2007 15:16, Blogger Tsuran meint...

@Trabbi

Klingt interessant! Bei uns wird auch aktuell eine der Hauptzubringerstraßen von 4 Spuren auf 2 Spuren reduziert, damit in der Mitte die Straßenbahn eine eigene Trasse bekommt. Wie das Funktionieren soll ist mir ein Rätsel - aber es wird gemacht. :-)

 
At 02 November, 2007 15:58, Anonymous Sempai meint...

Ich halte nichts davon,wenn Lehrer die Schüler zum demonstrieren einladen und das auch meistens während der Schulzeit.Als ob die Schüler da wegen dem Thema mitgehen,die wollen eh nur keinen Unterricht haben.

 
At 02 November, 2007 20:55, Anonymous Anonym meint...

die grünfläche zwischen unattraktivem fluss und straße ;-)
(aber in der sache mit dem mark E vorstand wars vielleicht auch garnicht so schlecht, dass sich einige alt-68er aufgeregt haben.)

 
At 02 November, 2007 21:43, Anonymous Uli meint...

Die demonstrieren gegen den Neubau eines Hotels? Wahnsinn, was kommt als nächstes? Demo gegen die Neueröffnung einer Bäckerei?

 
At 03 November, 2007 00:46, Blogger Mick meint...

Ja, lustig, oder? Aber was anderes haben die da draußen in der Provinz leider nicht. ;-)

 
At 03 November, 2007 02:59, Anonymous Dietmar meint...

Liegt es etwa an Deiner Herkunft aus Hagen, dass bei einigen Deiner Blockeinträge eine gewisse spießige Grundeinstellung durchscheint? Oder hat Dich doch eher Deine Karriere in München korrumpiert?
Wir beide sind etwa der gleiche Jahrgang, sind beide in einer Mittelstadt aufgewachsen, haben beide ein Chemiestudium abgebrochen.
Aber ich weiß noch, was Deutschland den 68ern zu verdanken hat. Ohne die hätte sich der alte Nazimuff auch in Westdeutschland womöglich noch bis 1989 gehalten. Eben so wie in der DDR.

 
At 03 November, 2007 08:27, Blogger n00bert meint...

lol wie traurig.
Ein Hotel bietet meist mehrere Ausbildungsberufe und Schüler demonstrieren dagegen.
In Deutschland ist der "Schutz einer Grünfläche" ein schwaches Argument für eine Demo. Da wird von irgendwelchen Behörden soviel Zeit investiert um festzustellen, dass eben dort kein fast vom aussterben bedrohter Marienenkäfer lebt und dann so eine doofe Aktion.

Ob die Schüler auch gegen ein Jugendzentrum mit Playstation und Freibier und Zigarren demonstrieren würden ?

 
At 03 November, 2007 10:36, Anonymous Sempai meint...

@ dietmar:

Du meinst die 68er,die als Lehrer die Schüler während der Unterrichtszeit zum demonstrieren mitnehmen,weil in der Freizeit keiner mitmachen würde?

 
At 03 November, 2007 13:29, Anonymous GreenStorm meint...

Du kommst also aus der Stadt der Einbahnstraßen ? Huiii :)

 
At 03 November, 2007 18:07, Blogger .hugn meint...

In mir ist niemand so...

 
At 03 November, 2007 22:51, Blogger McKenna meint...

Das ist ja insgesamt schon wieder so zynisch, dass von den Kindern niemals mehr jemand demonstrieren wird es sei denn es gibt frei vom Arbeitgeber.

Wann lernen Lehrer endlich zu lehren, dass man sich mit Themen auseinander setzen sollte? Nie? Okay.

 
At 04 November, 2007 11:26, Anonymous ich meint...

jetzt tut nicht so, wuppertal ist und bleibt immernoch wesentlich häßlicher/schlimmer!!!!

 
At 04 November, 2007 23:49, Blogger Mick meint...

die haben wenigstens die Schwebebahn.

 
At 05 November, 2007 09:20, Anonymous Mash meint...

@dietmar:
Ich weiß jetzt nicht, wie man aus dem Befürworten von Investitionen und Schaffen von Arbeitsplätzen eine spießige Grundeinstellung ableiten kann.
Dass sich in der DDR so ein gewisses Denken gehalten hat, mag vielleicht auch daran liegen, dass dort, im Gegensatz zu Westdeutschland, nur das eine totalitäre Regime vom nächsten totalitären Regime abgelöst wurde, das sich bis 1989 (1990) gehalten hat.

Ich weiß auch nicht, was die 68er nun mit dem "Abschaffen" der Nazis zu tun haben sollten.

 
At 12 November, 2007 05:16, Anonymous Dietmar meint...

@mash

"Ich weiß auch nicht, was die 68er nun mit dem "Abschaffen" der Nazis zu tun haben sollten."

Naja, in einem konkreten Fall haben sie es geschafft.
Aber lassen wir das Thema besser in diesem Blog.

 

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