Mittwoch, 28. November 2007

Helden vor die Brandmauer

Für alle, die wie ich bei Company of Heroes: Opposing Fronts statt im Solospiel immer nur im Mehrspielermenü gelandet sind, hier ein Tip: Sperrt in eurer Firewall den Zugriff des Spiels aufs Internet (nicht nur die Einträge mit »Company of Heroes« sondern auch die mit »Relic«). Danach das Spiel starten und schon ist man im Solomenü.
Soviel zum Thema »Intelligentes Installationsmenü das alle Einstellungen selbst erkennt.« Langsam bezweifle ich, daß es überhaupt noch sauber programmierte Spiele gibt.

5 Comments:

At 28 November, 2007 12:13, Anonymous Sixtus Freebyte meint...

Naja, es gibt so wenig sauber programmierte Spiele wie sauber programmierte Software insgesamt. Insgesamt ist die Fehlerquote in den letzten 20 Jahren eigentlich konstant geblieben - mit steigender Komplexität kommen halt gerne Fehler an die Oberfläche, mit denen keiner gerechnet hat.

Dass solche Fehler überhaupt beim Anwender auftreten ist paradoxerweise ein Folgeproblem der immer besseren QA die versucht, mit immer besseren Testprozeduren Probleme frühzeitig zu finden aber letztendlich daran scheitert, dass Benutzer das Produkt eben nicht nach einem vorgegebenen Plan nutzen sondern erratisch vorgehen.

Die beste Methode, eine Software zu testen ist immer noch, das Produkt zusammen mit einer Kiste Bier einem "jungfräulichen" Anwender in die Hand zu drücken der möglichst überhaupt keine Ahnung davon hat was passiert und sich zurecht finden muss - es ist immer wieder erstaunlich, welche Probleme solche Leute in Software finden die wir eigentlich als fehlerfrei und idiotensicher angesehen haben.

Nur: in der Spieleindustrie fehlen dazu in der Regel schlichtweg die Ressourcen für einen solchen Usertest.

Sixtus

Sixtus

 
At 28 November, 2007 12:21, Blogger Mick meint...

wenn ein Spiel schon bei der Installation rumzickt, weil es cleverer sein will, als der spieler, dann stimmt ganz gewaltig was nicht. Und nein, früher war die Entwicklung schieriger. In Prä-windowstagen musste jeder Hersteller eigene treiber für Grafik und sound entwickeln ZUSÄTZLICH zum Spiel. Komplexer sind die Spiele auch nicht geworden. Das ist nur so lieblingsausrede einiger Hersteller. Stattdessen brauchen die nur immer mehr Leute, die unter immer mehr Zeitdruck arbeiten. DAS ist das Problem. Einen richtigen Betatest plus Auswertungsphase in dem die ermittelten Fehler auch tatsächlich bereinigt werden, macht ja keiner. Stattdessen erscheint zum Release der erste Patch, und der Rest wird dann in den darauffolgenden Wochen erledigt, wenn überhaupt. Soviele Spiele wie derzeit, die nicht oder nur eingeschränkt laufen, hatte ich noch nie!

 
At 29 November, 2007 00:13, Anonymous Sixtus Freebyte meint...

Äh..

In Prä-Windowstagen hatte ich Herkules, CGA und Ur-VGA - was über die Kompatibilitätsschiene BIOS und später externe Treiber abgewickelt wurden. Wer für bestimmte Karten mal was besseres wollte, der hat sich das halt erforscht oder bekam vom Hersteller eine Diskette mit nützlichen Hinweisen.

Soundmässig wurde man vom Hersteller bezuschusst bis sich dann AdLib und Soundblaster als Quasistandard entwickelt haben - für den Rest war MILES zuständig.

Zum Thema "Komplexität": Du nimmst heutige Features als gegeben hin, die 1985 noch als Science Fiction abgetan wurden.

Sprüche wie "Das ist nur so Lieblingsausrede einiger Hersteller" tun da einfach nur weh, weil auch DU in deiner Zeit als festangestellter Redakteur einen technischen Orgasmus nach dem anderen bekommen hast wenns mal irgendwo besonders schön donnerte und blitzte - Eigenschaften eines Spiels, die Du natürlich heute überhaupt nicht mehr brauchst.

In diesem Sinne,
Sixtus

 
At 29 November, 2007 00:49, Blogger Mick meint...

lol, wer SVGA-Grafik wollte, durfte den harten Weg per eigenem Treiber absolvieren. Diese Universaltreiber kamen erst viel später. Und der Support der Grafikkarten Hersteller war nicht existent. die taten doch damals so, als wären Spiele was Böses und warben nur mit "Multimedia". Vom Entwicklersupport ganz zu schweigen. Und Sound: Nix war mit Miles, ich rede von der Zeit als Soundblaster Pro, Soundblaster 16, diverse Midi-Standards, mal mehr mal weniger kompatibel zu Roland und Pro Audios durch die Welt geisterten. und so manchem entwickler den Angstschweiß auf die Stirn trieben. Wir reden hier übrigens nicht von 1985 sondern 1993. Und seitdem hat sich spielerisch nicht wirklich viel weiterentwickelt. Egal ob Shooter, Rennspiel , Sportspiel oder Echtzeitstrategie. Es sieht heute nur schöner aus. Und grafischer Flitter war mir eh nie wichtig, soviel zum Thema "Orgasmus" Damals habe ich es nie erlebt, daß beim Release Patches herauskamen, daß Spiele aus der Packung heraus unspielbar waren und der Kopierschutz tausende Spieler ausschloss. Damals waren lediglich config.sys und autoexec.bat Konfigurationen teilweise tricky, die spiele waren deutlich fehlerfreier. Auf Konsolen übrigens erst Recht. Auch da wird ja mittlerweile kräftig geschlampt. Das Schlimmste aber ist, dass das bewusst in Kauf genommen wird, à la "Der Spieler wirds schon akzeptieren, wenn auch mit Murren."

 
At 29 November, 2007 00:51, Blogger Mick meint...

noch was: wohin das führen wird ist auch klar: Ich empfehle jedem Spieler daß er mit dem Kauf auf die Budgetversion warten soll. Da spart er Geld und bekommt ein lauffähiges Spiel. Je mehr Leute das tun, desto größer wird der Druck auf die Hersteller. Vielleicht mal eine ganz heilsame Erfahrung für einige.

 

Kommentar veröffentlichen

<< Home

kostenloser Counter