Freitag, 12. Oktober 2007

EA in die Biotonne

Oh, super, EA kauft Bioware. Nun will ich hier nicht grundloses EA-Bashing betreiben. Aber die beiden Firmen passen zusammen wie Hähnchen und Nugat, also gar nicht. Auf der einen Seite die quartalsgetriebenen Dauer-Serien-Todnudler von EA und auf der anderen Seite der heilige Gral der Rollenspielwelt Bioware. Was EA in der Vergangenheit mit Spitzenentwicklern gemacht hat, beweisen ja die traurigen Beispiele Origin, Westwood und Maxis. Entweder platt oder zu Serientätern degradiert. Mal gucken, wann die ersten Herren von Bioware gehen und was Neues aufmachen. Ich tippe spätestens auf nächstes Frühjahr...

29 Comments:

At 12 Oktober, 2007 08:20, Blogger Gloegg meint...

[homermode]hmmm, Nugathähnchen[/homermode]

Aber so kommt wenigstens Bewegung ins Spiel: Firma macht auf, Firma macht tolles Spiel, Firma wird geschluckt, Mitarbeiter kündigen und starten neue Firma, neue Firma macht tolles Spiel, etc..

 
At 12 Oktober, 2007 09:11, Anonymous Gumril meint...

naja mal schauen was da passieren wird da ja Bioware sowieso nicht sehr viele Nachfolger ihrer Spiele veröffentlichen, sondern sehr oft was neues machen, kann EA ruhig Kotor 3, Jade Empire 2 usw. rausbringen mann muß sie ja nicht kaufen :D

 
At 12 Oktober, 2007 10:09, Blogger Merian Parvus meint...

Die Zeiten ändern sich...hoffentlich. EA müßte eigentlich einsehen das sich die Biowarespiele nicht wie die eigenen vermarkten lassen. Noch gebe ich die Hoffnung nicht auf. :)

 
At 12 Oktober, 2007 10:36, Blogger Tsuran meint...

Mal sehen ob Bioware wieder zum Arbeitgeber des Jahres gewählt wird. Sicherlich nicht.

 
At 12 Oktober, 2007 10:37, Blogger Tulio meint...

Goodbye good games, you will be missed...

Gottseidank ist Mass Effect schon fertig, wir werden es dankbar als das letzte brauchbare Spiel von Bioware in Erinnerung halten.

In 2-3 Jahren werden die kreativen Köpfe und fähigen Programmierer die Firma verlassen haben und neue, unabhängige studios gründen, die allesamt nie wieder an die Glanz und Glorie anknüpfen können. Der Rest arbeitet an Madden2010.

Fuck.

 
At 12 Oktober, 2007 10:59, Blogger Piano meint...

Hm, lecker, Hähnchen mit Nougat :-)

 
At 12 Oktober, 2007 13:25, Blogger Dr.Best meint...

Für eine Firma wie Bioware ist
es absolut unmöglich, solche
Kurzlebigen Seriendinger zu machen...
Die wechseln sicher alle bald zu
Flagship ô.Ô

 
At 12 Oktober, 2007 13:48, Anonymous Sempai meint...

Vor ein paar Wochen hat der EA-Chef ja groß gesagt,dass der Spieleindustrie der Mut zu neuem fehlt.Jetzt kann EA selber beweisen,ob sie nur wieder auf 10 bewährte Bioshocks im Episodenformat setzen oder ob sie dem Entwickler mal Freiraum lassen.

Ich hoffe das Beste und erwarte das Schlimmste.

 
At 12 Oktober, 2007 14:16, Blogger Ulv meint...

NEIN!!! Warum nur...?

@sempai: Bioshock? Das kommt von 2K Games.

 
At 12 Oktober, 2007 16:37, Blogger Lucius meint...

hast du überhaupt shcon mal Nugat-Hähnchen gegessen?

 
At 12 Oktober, 2007 18:22, Blogger Eldest meint...

EA nervt langsam. Die kaufen alles was Geld verspricht. Traurig, vor allen Dingen da es Bioware ist, ich freue mich so auf Dragon Age und die folgenden Spiele.
Ob das jetzt noch was wird.

 
At 12 Oktober, 2007 20:09, Blogger bd_1979 meint...

Die Welt ist grausam , in diesem Fall sogar sehr :-(

 
At 12 Oktober, 2007 21:24, Anonymous Jutsch80 meint...

Wieso sind alle so sauer auf EA. Es ist sicher richtig das sie Serien bis aufs Blut ausquetschen und meist nicht wirklich inovativ sind aber mal ehrlich, es gibt kaum wirlich schlechte Spiele von EA, sie sind immer zwischen Mittel und Super. Mich stört auch nicht das jedes Jahr ein neues NFS und jedes 2. Jahr ein neues BF erscheint, bekommt wenigstens regelmäßig Nachschub.
Und die Hauptsache ist doch, das ein Spiel Spass macht, ob das jetzt durch etwas völlig Neues oder einfach durch bewährte Dinge kommt ist mir dabei egal.

 
At 12 Oktober, 2007 22:57, Blogger PropheT meint...

Und 2010 gibts dann Baldurs Gate Teil 17?

 
At 13 Oktober, 2007 08:26, Blogger Tulio meint...

@Jutsch80

Weil die ewig gleich aufgewärmte und recycelte Massenware dem Genre nicht wirklich weiterhilft.

Schauen wir uns mal an, was aus wirklich guten IPs in der Hand von EA aka "Electronic Moloch" oder auch "Computerspiele Borg" so wurde (erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit):

Bullfrog:
Magic Carpet
Dungeon Keeper
Populous
Syndicate
Theme Park/Hospital

Origin:
Ultima
Wing Commander/Privateer
Crusader


Westwood Studios:
Lands of Lore
DuneII/Command & Conquer - (C&C Renegade omg)

Maxis:
Sim franchise
(eine sehr kreative Serie, die aus Titeln wie -city -earth -life -ant -farm -tower -copter in eine Mainstream-Massenserie verwandelt wurde, die alle 3 Monate seelenlose Addons rauswürgt.)


Wie hoch sind die Chancen, dass diese Übernahme wirklich den daraus resultierenden Spielen zuträglich ist?

 
At 13 Oktober, 2007 09:25, Anonymous Gumril meint...

vielleicht haben sie ja auch aus ihren früheren Übernahmen gelernt und zerstören die Marken nicht mehr wie bei Westwood usw.

 
At 13 Oktober, 2007 13:23, Blogger n00bert meint...

@gumril
It´s all about Money.

Es rechnet sich über Entwickler-Leichen zu gehn, denn "jeder ist ersetzbar*".
Neben den zahlreichen Übernahmen sind ja wohl auch die Arbeitsbedingungen ein running Gag für sich. Aber darüber reden wir wenn die ersten Leute von Bioware die Flucht ergreifen...
Haben die überhaupt noch die Top-Leute der Übernahmeopfer an der Angel ?

*Standartsatz von meiner ehemaligen Chefin.

 
At 13 Oktober, 2007 13:28, Blogger TEM meint...

Heulsusen allesamt... Typisches (deutsches) antikapitalistisches "Glas ist halbvoll" - Denken.

Erstens, gönnen wir den Doktoren Muzyka & ... (Name gerade entfallen) doch ihre Millionen. Das haben die sich verdient.

Wie wäre es auf der Chancenseite? Bioware entwickelt Spitzenspiele, Mass Effect wird imho der Renner des Jahres 2007 auf der XBOX 360, wenn die ganzen Spieler die 8 Stunden Halo 3 Solo-Inhalt durch haben.

Bioware passt zu EA. Wenn die ein Spitzen-MMOPG schaffen wollen (was von der kreativen Seite her kein Problem wäre), dann brauchen die Multi.Millionen.Dollars. So $40m oder $50m sagen wir mal. EA hat das in der Portokasse (nicht ganz, aber sinngemäß). Wäre es euch lieber, Bioware stemmt das aus eigener Kraft, übernimmt sich und geht bankrott, weil das Spiel finanzielle Probleme bereitet? Lieber einen finanzstarken Partner dahinter stellen.

Weiterhin sollte EA mittlerweile erkannt haben, dass es frisches Kreativpotenzial benötigt. Bioware & Pandemic liefern das.

Ich sehe dem ganzen sehr positiv entgegen. EA ist nicht der Erzfeind der Branche, sondern eine Säule. Wer Spiele aus der Nische heben will, braucht Big Companies wie Microsoft, Ubisoft, Vivendi, EA.

Warum? Unprofessionelle kleine Studios, wie sie in Europa "in" sind, bringen nur halbgaren Schrott auf den Markt oder genauso den zehnten Aufguss. Beispiel?

Siedler 1,2 - originell. Ab Nr. 3 nur noch Aufguss.
Anno 1604 - Super, Anno 1503... na ja
Gothic?
JoWood? P-Bytes? Sucks-ess?

Noch mehr Namen gefällig?

Big is beautiful.

 
At 13 Oktober, 2007 13:54, Anonymous Sempai meint...

@ tem:

Das Problem ist halt,dass man EA kennt.Die sind nicht gerade für ihre Innovationsbereitschaft bekannt und oftmals werden gute,alte Serien eingestampft,wenn sie keinen großen Erfolg mehr versprechen.

Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen,wirklich positives erwarten werde ich allerdings nicht bei EA.

 
At 13 Oktober, 2007 17:00, Anonymous Der mit dem gnu im schuh meint...

Gute/Alte Serien, die sich nicht verkaufen (am besten zum Vollpreis) gehören eingestampft.

 
At 13 Oktober, 2007 21:16, Anonymous Micha meint...

@tem: "Heulsusen allesamt... Typisches (deutsches) antikapitalistisches "Glas ist halbvoll" - Denken."

Nein. Eher "Scheiße, in Zukunft werden die keine Experimente wie BG oder NWN mehr machen dürfen"-Denken. Und "Scheiße, in Zukunft wird ein Spiel wie Dragon Age keine fünf bis sechs Jahre Entwicklungszeit mehr bekommen"-Denken.
Ist ja nicht so, als ob Bioware nicht selber auch ein kapitalistisches Unternehmen wäre. Genug Geld, um ihr MMORPG vernünftig auf den Markt bringen zu können, haben (bzw. seit vorgestern: hatten) die garantiert auch.

Bioware passt nicht zu EA.
Weil Bioware Experimente gemacht hat und die gut genug waren, um gute Verkaufszahlen zu haben.
EA macht keine Experimente, die verlassen sich auf altbewährtes. Das ist nicht zwangsläufig schlecht, aber irgendwann, nach 10 Jahren, wird's einfach langweilig, schon wieder nur ein/en [beliebige Spielebeschreibung einfügen] zu spielen, den's schon x Mal vorher gab.

Davon, dass Bioware für ihre Spiele verdammt lange und verdammt guten Support anbieten, selbst wenn der Publisher dagegen war, will ich gar nicht erst anfangen.
Jetzt kann man da nichts mehr gegen den Willen des Publishers machen. Man gehört ihm schließlich.

Und ja: Ich werde Dragon Age "trotzdem" kaufen, wenn es ein gutes Spiel wird. Aber ich werd's nicht vorbestellen, wie ich das bisher bei Biowarespielen machen konnte, ohne dabei jemals enttäuscht zu werden.

 
At 14 Oktober, 2007 02:03, Anonymous Dietmar meint...

Bugware, die erst Monate nach Erscheinen halbwegs fertig gepatcht ist; Kopierschutzrootkits und paranoide Aktivierungsstrategien; innovationsarme Fließbandprodukte mit immer kürzerer Spieldauer...
Die Spieleindustrie hat anscheinend nichts von den Fehlern der Musikindustrie im Umgang mit (potentiellen) Kunden gelernt.

 
At 14 Oktober, 2007 06:47, Blogger TEM meint...

Schon komisch, dass unter der EA Ägide auch Spiele wie Spore, die Sims, Crysis, you name it entstehen.

Ob wir als Kunden es mit uns machen lassen NHL/FIFA/etc. 2001/2002/2003/2004/2005/2006/2007 usw zu kaufen, das ist unsere Kaufentscheidung. Wer sagt denn, dass man jedes Jahr das neue Sequel kaufen MUSS? Es gibt auch Leute, die haben 2001 gekauft, dann 2003 oder 2004.

Ich wiederhole, EA hat finanzielle Einbußen erleiden müssen WEGEN der Sequel-Politik. Genau deswegen bin ich der Meinung, dass sie erkennen, dass Kreativität eingekauft werden muss. Und erhalten wird, aber eben unter dem Diktat finanzieller Erfolge.

Schlechte Handwerkskunst, ellenlange Verzögerungen habe ich oben schon mal angesprochen. EA Spiele sind sicher nicht perfekt, aber meistens doch von deutlich höherer Qualität als manch anderer Mist der auf dem PC rauskommt.

Außerdem, die Natur ist bestrebt, ein Vakuum zu füllen. Wenn EA es verbocken sollte, besteht für ein neues Studio die Chance, die Lücke zu füllen und mit frischen Ideen uns neue Spiele zu geben.

Eines glaube ich aber ganz fest. Wenn Bioware unter dem EA Dach ein MMOPG herausbringt, ist das kein Verlust für uns. WoW funktioniert klasse unter dem Vivendi-Dach.

 
At 14 Oktober, 2007 15:08, Anonymous Alandur meint...

Irgendwie gibt es im Spielesektor doch eine Stagnation auf hohem Level.
Die Grafik wird zwar immer besser(bei unglaublichen Hardwareanforderungen da unoptimierter Code), das eigentliche Spielerlebnis der neuesten Spiele haut mich nicht mehr vom Hocker. Früher hatten die Entwickler selbst noch gute Ideen. Heutzutage bedienen sie sich in den Foren und bei Marketinganalysten. Dabei werden innovative und gute Vorschläge meistens nicht mehr berücksichtigt, denn die Entwicklungskosten sind ja eh schon am explodieren. Daß dies dem Endprodukt nicht gut bekommt, wir wissen es doch insgeheim alle. ;)
Es gibt eben immer mehr Massenware. Kaum noch echte Qualität. Und die Spiele werden so dermaßen in den Himmel gelobt was bei Veröffentlichung dann häufig zu größter Enttäuschung führt.
So sind die "neuesten" Spiele oftmals nur recycelt. Sie schmecken lecker süß und sind groß wie eine Kaugummiblase, der Traum zerplatzt aber bald und macht auch nicht satt. ;)
Aber ach genug gejammert, ich geh jetzt die Sonne genießen und wünsch Euch noch nen schönen Sonntag. :)

 
At 15 Oktober, 2007 12:50, Anonymous Jutsch80 meint...

Die nächste große Chance zur Lizenzausschlachtung hat EA ja bei Rock Band, welches schon fast danach schreit monatliche kostenpflichtige Songupdates herauszubringen.

 
At 15 Oktober, 2007 15:03, Blogger ich mittendrin meint...

Juhu Baldurs Gate 3 kommt! und Teil 4 auch! Und 5 nicht zu vergessen! Nur werden die Teilen abgedroschen sein und nur existieren um uns alten Fans das Geld aus der Tasche zu ziehen. EA ist ein Großkonzern andere kleine Fische auffrisst. Statt vieler Spiele die mit Liebe zum Detail produziert werden produziert EA nur Lückfüller für den breiten Markt. Spiele für die Massen so zu sagen. Wie tief ist diese Industrie nur gesunken? oder besser: Wie tief wird sie noch sinken?

 
At 15 Oktober, 2007 22:19, Anonymous henne meint...

Hellas,

@ich mittendrin: kann sie überhaupt noch tiefer sinken?

Was kommt denn überhaupt noch in die Regale: ein mieser Diablo-Klon nach dem anderen - pfui. Ich kann den Schund nicht mehr sehen.

Würde mich nicht wundern, wenn KOTOR das letzte Bioware-Spiel sein wird, das ich mir gekauft habe. Habe es mir übrigens erst dieses Jahr zugelegt und war nach dem G3-Desaster wieder versöhnt.

Gruß
Henne

 
At 16 Oktober, 2007 16:57, Blogger ich mittendrin meint...

@henne
Stimmt das ergibt mehr Sinn. Nach Sachen wie Episoden oder kostenpflichtige Spiele Pluggins (Marke Oblivion) ist das kaum noch zu unterbieten. Und wie Mick schon beschrieben hat darf man Bioshock dank des Kopierschutzes nur 5 Mal installieren. Auch wenn der kopierschutz nicht passt. aber egal.

 
At 26 Oktober, 2007 07:58, Blogger Tulio meint...

Addendum: "Bioware is fucked" oder "EA does it again":

http://www.destructoid.com/restructuring-layoffs-forthcoming-at-ea-mythic-studios-50896.phtml

 

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