Zeitung für Erwachsene
Nachdem mittlerweile selbst die FAZ sich dem Quotendruck beugt, und das Layout dem vermeintlichen Zeitgeist anpasst und der Dow-Jones-Konzern durch Rupert Murdoch zum leichtfüßigen Infokanal zu verkommen droht, ist es an der Zeit für eine neue seriöse Zeitung. Keins von diesen bunten Nullinfoblättern mit der Halbwertszeit einer Schneeflocke. Kein Schicki-Micki-Tableau Format-Neuer-Zeitgeist-Blödsinn. Ich will ein Magazin, dass sich stilistisch nicht um vermeintliche Leichtlesigkeit schert. In dem man in jeder Zeile ein neues Wort entdeckt, man sich den Inhalt eines Artikels erkämpfen muss. Ein Blatt, in dem Inhalt vor Aktualität kommt. wo Bilder eine Seltenheit sind. Kurz, Leselektüre, die einen normalsterblichen Mitteleuropäer fordert und nicht verblödet. Wer traut sich? Ich bin auch einer der ersten Abonnenten, versprochen!!!


31 Comments:
Och das is einfach ... die Börsenblätter lesen =) Ich versteh da pro Zeile ungefähr KEIN wort ^^ is auch fast eine eigene Sprache
Nein, Scherz.
Stimmt schon, aber der Standard (weiß nicht obs den in deutschland auch gibt) ist aber denk ich schon so eine Zeitung.
das zweite "aber" unten bitte einfach ignorieren ^^
den Standard kenne ich nicht. Allerdings lese ich da auch wieder so böse Begriffe wie ePaper, Webedition... brrrrr......
ja, aber darum gehts doch nicht, oder? Ich dachte es geht um eine reale Zeitung, so eine aus Papier ^^
schon klar, nur Verlage die auch diesen ePaper-Blödsinn mitmachen, die haben meist auch kein Auge für den Inhalt ihrer Publikationen. Allerdings, wie gesagt: den Standard kenne ich nicht, vielleicht ist er ja trotzdem gut.
Ich befürchte, dass es soche Zeitungen nicht mehr gibt,Mick.Egal ob Nachrichten oder Computerspiele,alle beugen sich heutzutage dem Druck der Werbekunden und liefern den Leute das,was sie lesen wollen.
ich glaube eher, die liefern den Lesern, was sie GLAUBEN, was die Leute lesen wollen. Und davon haben die meisten Verlage leider keine Ahnung, einfach weil sie ihren Werbeleuten mehr vertrauen als den Redakteuren.
Also, ich mit meinem Neue Züricher-Abo sehr zufrieden. Die leisten sich sogar sowas altmodisches wie ein gut ausgebautes Korrespondentennetz.
felix helvetia ;-)
OK, ich arbeite dran ;-)
Blut und Morde. Sex, Drugs and Rock´n Roll. BlackJack und Nutten. "Nackte""tat""sachen". "Nachrichten"
Ich habe meine Fachzeitschriften (Auflage 4000 Stk/Monat) und Bücher, weit weg von einer BILD, oder BILD für fortgeschrittene (-> Fokus)
Och. Obwohl ich Ruhrpottler bin, mag ich ja nach wie vor die Süddeutsche sehr gerne.
Auch wenn ich mein Abo momentan kaum nutze und meist nur dazu komme die Titelseite zu lesen.
Naja, dann hat die FAZ demnächst eben 1 Bild auf der Titelseite... Who cares?
Es bleibt immer noch das linke Blatt das es schon immer war und der Inhalt wird nicht besser.
also schön weiter Süddeutsche lesen *daumenhoch*
Die haben auch nen guten Internetauftritt... und ein gutes ePaper :-D
*hihi*
ps: Meine Meinung zur FAZ beruht auf folgender Unterhaltung:
Schülerausflug vor ein einigen Jahren nach Frankfurt, besuch bei der FAZ und kleine Fragerunde mit einem der Ressortleiter:
Frage Schüler (ich): Warum haben Sie eigentlich keine Bilder auf der Titelseite?
Redakteur: Wir haben bei der FAZ eine lange Tradition von *schwafel schwafel* Unsere Leser erwarten das so *schwafel schwafel*
(ich): Das klingt aber irgendwie ziemlich scheinheilig. Sollten die Leute die Zeitung nicht wegen der Qualität des Inhalts kaufen und nicht weil das Layout unverändert bleibt?
Der Redakteur hat gestutzt und das Thema gewechselt ^^
hab leider oben meinen Namen vergesseen =D
@mike: könnte es sein, daß Du die FAZ mit der TAZ verwechselst??? Denn ein "linkes Blatt" ist die FAZ sicherlich nicht.
zum Thema Layout: Na ja, das Layout hat natürlich auch mit dem Inhalt zu tun. Eine Zeitung die alle zwei Jahre das Layout wechselt scheint den eigenen Inhalten ja nicht sonderlich zu trauen. Und wer braucht schon bilder in ner Zeitung?
und die Süddeutsche ist seitdem man sich dort die Textchefs einspart gespickt mit Fehlern. Mal ganz davon abgesehen, daß ich diesem Blatt politisch nun wirklich nichts abgewinnen kann.
Ich bleib bei der Zeit und ein wenig Spiegel.de
Die FAZ ist doch das stockkonservativste Blatt im deutschsprachigen Raum? Das was Jurastudenten während des Grundstudiums lesen.
Jaja die NZZ ist schon ne gute Zeitung. Wenn nur der Bezug hier in Berlin nicht zum Glücksspiel verkommen würde. Hatte sie mehrere Monate im Abo. Nur war die Chance sie auch tatsächlich zu erhalten bei 50% und dann auch erst zwischen 10 und 11.
Die deutschen Zeitungen kann man fast ausnahmslos in die Tonne werfen. Beziehe jeden Samstag die FAZ zwecks Stellenangeboten. Aber lesen kann man die nicht. Finde oft nur zwei Artikel, die es auch wert sind.
Wie wärs mit der New York Times o0? Und selbst da gibts ePaper. Vom Lesestoff allerdings, ist die NYT meilenweit vor hiesigen Zeitungen...
Ja, die Fehler häufen sich in letzter Zeit wirklich immer stärker. Fällt mir aber seit geraumer Zeit in sämtlichen Print-VÖs immer negativer auf. Selbst in Büchern, wo man meinen sollte, die Lektoren hätten etwas mehr Zeit zur Korrektur, nimmts leider immer stärker zu.
Politisch ist mir die Süddeutsche auf jeden Fall lieber als die FAZ. Die Taz ist mir zwar sympathisch, aber irgendwie finde ich sie unlesbar. Sämtliche Machwerke des WAZ-Konzerns, der hier die Vormachtstellung hält, oder anderer lokaler Zeitungshäuser, sind ja leider absolut unzumutbar.
Bleibt also nur noch die SZ.
naja, wer die FAZ liest hat es auch nicht besser verdient. ich empfehle dir das neue Deutschland, dürfte was für dich und deine gesinnungsgenossen sein.
@anonym1:na ja, aber dann habe ich nur ne Ami-Zeitung, die hilft mir hier auch nicht weiter.
@Christian: nee, die SZ ist nun wirklich nix für mich, dazu kommt, daß die noch nen grausam schlechten Aboservice hat.
@anonym2:lol, das Neue Deutschland... dann könnte ich ja gleich den Stürmer lesen. Nee, wenn ich lachen will, krame ich lieber alte MAD-Hefte raus.
Ach, ich finde nicht, dass die FAZ so unglaublich konservativ ist. Zumindest in Bezug auf das Feuletton kann man das nicht sagen. Da schreiben viele ausgewiesene Linke. Ehemalige Spex-Redakteure wie z.B. Dietmar Darth oder Ex-TAZ-Redakteure. Diese Art von Pluralismus gefällt mir. Aber wie gesagt: NZZ. Die kommt zwar nur selten an, da hat Jens schon recht, aber wenn, dann hat man davon. Lieber so als anders rum. Außerdem können ein paar beleidigte e-mails Wunder wirken ;)
Wie wärs mit der GALORE?
Eine ganz neutrale Zeitung gibt es eh nicht.Selbst meine Lokalzeitung ist links geprägt in Nordhessen.Von dem Blickwinkel aus findet man nie eine Zeitung.
Ich mag Die Zeit. Schon mal versucht?
"Och. Obwohl ich Ruhrpottler bin, mag ich ja nach wie vor die Süddeutsche sehr gerne."
Geht mir ähnlich. Beziehe die Sueddeutsche immer in meinen Semesterferien und selbst da reicht ja oftmals die Zeit nicht. Aber qualitativ die beste Zeitung, die ich kenne. (der Hang zur CSU is mir dabei relativ Schnuppe ;) )
@Mick: Also der Aboservice ist m.E. mehr als freundlich (und das sag ich als Norddeutscher :D ); ich kann jederzeit das Abo kündigen/aussetzen lassen, Schnupperabos, sehr freundliche und v.a. kompetente Mitarbeiter.
@dago: Hang zur CSU in der süddeutschen? Nee, so ziemlich genau das Gegenteil davon findeste darin. Heribert Prandtl ist nach wie vor ein Intimfeind von Helmut Hohl und Ede Stoiber. Und ich habe hier mit dem kundendienst in Münchener Osten genau die entgegengesetzte Erfahrung gemacht. Mehrfach falsch geliefert, sehr unfreundlich am Telefon, alles in allem mies.
Ok, dann is die Deutschlandzentrale vonner Süddeutschen wohl netter. :)
(ahja, die gigantischen Abschnitte "um" die CSU, speziell dat Fräulein Pauli, hab ich meist links (triffts dann ja auch eher ;) ) liegen gelassen)
Ich empfehle "Brand Eins", ist zwar keine Zeitung sondern eine Zeitschrift, aber sehr sehr sehr gut.
Eine Wirtschaftszeitung die solche Titelgeschichten hat wie: "Das Ende der Arbeit" und andere sehr kreative und gute Texte.
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