Montag, 16. Juli 2007

Was ich zum Kotzen finde...

... sind Kollegen, die auf Teufel komm raus beweisen wollen, wie »oberkritisch« sie doch sind. Dazu gehören zum Beispiel einige Herrschaften, die es erstens nie müde werden, bei jeder noch so unpassenden Gelegenheit den Untergang der Print-Magazine heraufzubeschwören. Und auch sonst auf Teufel komm raus Provokantes von sich geben. Ich vermute mal, es geht dabei weniger darum, auf etwas wirklich Interessantes hinzuweisen, sondern einzig, um immer brav für Google (auf deren Startseite ihre Schlagzeilen dank Kooperation erscheinen) nen reißerischen Teaser zu generieren, der Klicks bringt und damit ihr täglich Abendbrot sichert. Auch Online-Redakteure haben Hunger. Diese Woche muss erneut der PC dran glauben, dessen Abgesang wegen angeblich schwachem E3-Lineup mal wieder zelebriert wird.
Für Euch, liebe Kollegen, ist diese Lebensweisheit: Der »aus der Mode gekommene Kahn« wurde über die Jahre bei wirklich jeder neu erscheinenden Konsolengeneration totgesagt, nur um davon unbeeindruckt fröhlich munter die Verkaufscharts zu dominieren. Warum erscheinen denn die meisten Sims-Titel (das meistverkaufte Spiel der Welt) auf dem PC? Worauf laufen WoW (und sämtliche Konkurrenten)? Wofür erscheint Starcraft 2? Worauf laufen praktisch alle Fußballmanager? Strategiespiele? Adventures? Rollenspiele wie Sacred 2? Hochkarätige Spiele in der Entwicklung wie The Witcher, StarCraft 2, Space Siege, Dragon Age, Die Siedler 6 oder Sim City Society unterschlagt Ihr elegant. Oder Addons zu Heroes 5 und Neverwinter Nights 2. Ganz zu schweigen davon, dass die meisten Konsolentitel auch ihren Weg auf den PC finden.
Liebe Mit-Redakteure, was ich Euch vorwerfe: Ihr wisst doch ganz genau, daß Ihr da Blödsinn erzählt und PC-Spiele auch die nächste, übernächste und darauf folgende Konsolengeneration überleben werden. Dahinter steckt doch bloß reines Kalkül mit besonders provokanten Themen möglichst viele Klicks zu generieren. Und wahrscheinlich klappt das sogar, denn es gibt ja sehr viele PC-Spieler, die Ihr damit verunsichert. Meine Bitte: Laßt bitte die Krachmacherei, schreibt lieber ordentliche Tests und haltet Eure Leser nicht für bescheuert. Auch wenn euch das ein paar Klicks von sensationsgeilen Lesern kostet.
P.S. An alle Konsolenfans: Hier geht's NICHT darum, welches System das »Bessere« ist. Und ja, ich weiß, es gibt tolle Spiele für Konsolen. Keine Frage. Also spart Euch bitte entsprechende Kommentare.

51 Comments:

At 17 Juli, 2007 01:03, Blogger Flo_the_G meint...

Das Ende naht! Die Zeit des PCs ist vorbei! Götterdämmerung!

 
At 17 Juli, 2007 01:16, Blogger Mick meint...

@flo: Das war ein wenig arg dreiste Eigenwerbung, deshalb die Löschung!

 
At 17 Juli, 2007 02:03, Blogger Evil meint...

4Players eben, was regst du dich noch groß drüber auf? Es haben auch schon Spielehefte in den vergangenen Monaten versucht sich mit Verrissen einiger Hype-Titel als kritisch zu etablieren. Mit "durchschlagendem" Erfolg *urks*

Ich halte die Leute noch für so mündig, dass sie die plumpe Provokation durchschauen und sich nicht mit solch' billigen Tricks fangen lassen...

Ohne diesen Blogeintrag wäre das neuerliche 4Players-Tam-Tam übrigens unbemerkt an mir vorbeigezogen ;)

 
At 17 Juli, 2007 07:18, Anonymous Sempai meint...

Was mich vor allem nervt am Ganzen:

Es wird immer so getan,als könnte mane ntweder nur PC oder nur Konsole spielen und so ein künstlicher Graben erzeugt.Dass es genug Leute gibt (wie mich),die sowohl PC (Strategie,MMOGs) als auch Konsole (Sport,Japano-RPGs) spielen,daran denkt keiner.Würde bei vielen dem Dogma "Konsole ist schlecht" oder "PC ist teuflisch"

 
At 17 Juli, 2007 07:56, Blogger Hazamel meint...

-hust- kleine Korrektur.... Sacred 2 wurde meines wissens erst für die 360 vorgestellt, mit dem Hinweis, dass man es parallel auch für den PC entwickeln würde, allerdings grafisch und Inhaltlich Unterschiede vorhanden sein werden. Vielleicht deswegen nicht grad das glücklichste Beispiel was du gewählt hast.
Ansonst glaube ich nicht, dass der PC tot ist. Zumindest ist meiner noch quietschfidel aber wenn ich mir die Zockerecke in den verschiedenen Läden anschaue, dann gibts da nichts großartig neues im Augenblick was mich vom Hocker reißen würde und für mich ein Must-Have-Titel wäre.

 
At 17 Juli, 2007 09:31, Blogger Mick meint...

@Evil: ich hoffe mal, Du hast Recht :-)
@Sempai: Exakt, stimmt genau. Ich spiel auch gern Japano-RPGs (egal auf welcher konsole) und Madden macht mir auf der Konsole auch nen Heidenspaß.
@Hazamel: Nee, stimmt nicht. Sacred 2 war eigentlich (wie der vorgänger auch) ein PC-only Titel. Die Xbox 360 Version wurde erst viel später angekündigt.

 
At 17 Juli, 2007 10:44, Blogger Avantenor meint...

Es gibt ausreichend Argumente, die für den PC sprechen. Und wenn die Wirtschaft mal wieder schwächelt, ist die Konsole ein teurer Luxus, den sich eben nicht jeder leisten kann. Billiger als beim PC kommt man garantiert nicht davon, das halte ich nachwievor für eine Milchmädchen-Rechnung.

 
At 17 Juli, 2007 10:47, Blogger Flo_the_G meint...

@mick: Humouristic licence, behaupte ich einfach. Aber du hast ja Recht. ;)

 
At 17 Juli, 2007 10:56, Blogger Froschi meint...

Vielleicht, geschätzter Mick, liegt hinter Bens Kolumne auch schlicht die Enttäuschung über die Schlappheit der PC-Titel, die mit der Innovationsfreude von vielen Konsolenspielen eben schon lange nicht mehr Schritt halten können, wie auf der diesjährigen E3 mal wieder überdeutlich zur Schau gestellt wurde. Aus diesem allgemeinen Thema aber ein gezieltes 4Players-Bashing zu generieren, sollte normalerweise unter deinem Niveau sein. Schade eigentlich.

 
At 17 Juli, 2007 11:08, Blogger Mick meint...

@froschi: ach ja, die Mär von den ach so innovationsfreudigen Konsolen. Was kam nach GTA 3 nochmal? Genau GTA 4. Nach MGS 3, ach ja, MGS 4. Und nach Halo 2, richtig ,Halo 3.

 
At 17 Juli, 2007 11:13, Blogger Mick meint...

@froschi: Ach ja, ich habe mich damals beim "kritischen Herbst" (oder wie hieß es nochmal?) schon stark zurückgehalten, weil andere das Thema ja schon aufgegriffen hatten. Wer austeilt, sollte auch einstecken können.

 
At 17 Juli, 2007 11:56, Blogger Froschi meint...

Wollen wir wirklich anfangen, eine »Jahaa, jetzt beweise ich dir am Beispiel von 97 Titeln, dass meine Plattform weitaus besser ist als deine!«-Debatte zu führen? Natürlich gibt es auch auf jeder Konsole unzählige Fortsetzungen der üblich verdächtigen Serientäter. Auf der anderen Seite aber auch wahnsinnig viele frische, innovative Titel, die auf einem PC (meine Güte, ich bin doch auch PC-Zocker erster Stunde!) so kaum möglich wären bzw. an die sich keiner rantrauen würde.

Was das Einstecken angeht: Ich denke, kaum ein deutsches Online-Spielemagazin hat mittlerweile mehr Kritik schadlos überstanden als wir. Das Problem ist nur, dass das deinerseitige Austeilen erstmal auf einer sinnvollen Basis stehen sollte - du hast Bens Kolumne schlicht völlig falsch verstanden, etwas herausgelesen, dass dort einfach nicht steht. Das ist an sich schon schlecht genug. Aber dass du die Gelegenheit für einen geflegten und leider völlig unnötigen Seitenhieb gegen die achsoböseundpenetrantprofilierungssüchtige Konkurrenz nutzt, ist einfach nicht deine Art (speziell angesichts der Tatsache, dass du für ein Magazin schreibst, dass aus Videos mehrseitige Previews klöppelt, und Berichte der englischen Mutterfirma übersetzt, um aktueller zu wirken - so viel zum Thema Profilierungssucht). Deswegen bin ich so verwundert über den hetzenden Stil deines Beitrags. Klar weiß ich, dass du ein oller Meckerkopp bist. Aber normalerweise haben deine rants eine solide Basis.

 
At 17 Juli, 2007 12:15, Blogger Avantenor meint...

Es gibt Innovation im Spielesektor? Halte ich für ein Gerücht.

 
At 17 Juli, 2007 12:23, Anonymous Lea meint...

"speziell angesichts der Tatsache, dass du für ein Magazin schreibst, dass aus Videos mehrseitige Previews klöppelt, und Berichte der englischen Mutterfirma übersetzt, um aktueller zu wirken - so viel zum Thema Profilierungssucht"

Ich wäre angesichts solcher Behauptungen oder sagen wir besser "Verleumdnungen" ziemlich vorsichtig. 1. Klöppelt hier niemand "mehrseitige Previews aus Videos". 2. Übersetzen wir nichts von unserer Schwesterseite, um "aktueller zu wirken". Falls es Übersetzungen geben sollte (was ingesamt 3% unserer Artikel ausmachen), erscheinen sie unter dem Namen des jeweiligen englischen Redakteurs und sind von unserer Schwesterseite "angefragt".

Ich frage mich allerdings, was Micks Kolumnen mit unserer Seite zu tun haben. Aber scheinbar kannst Du dich nicht gegen ihn wehren, ohne gleich auf die Konkurrenz abzuzielen. Schon ein wenig armselig....

 
At 17 Juli, 2007 13:04, Blogger Hazamel meint...

@mick:

Öhm... Siedler 6, StarCraft 2, Heroes 5, NWN 2 und SimCity Society sind keine Fortsetzungen?!

Das musste mir jetzt aber mal erklären....

 
At 17 Juli, 2007 13:06, Blogger Froschi meint...

@lea: Die Previews zu Metal Gear Solid 4 und Resident Evil 5 sprechen eine andere Sprache.

Was deine »Was hat das eine mit dem anderen zu tun?«-Frage betrifft: Nun, genau das war meine Frage, wie du vielleicht feststellen wirst. Wie war das mit dem »Wer austeilt, muss auch einstecken können«? Von daher wirkt dein Fingerzeig minimal heuchlerisch.

 
At 17 Juli, 2007 13:25, Anonymous Lea meint...

Du hast Metal Gear Solid 4 und Resident Evil 5 nicht wirklich durchgelesen, oder? Ansonsten hättest Du bemerkt, dass sie auf "Zählen wir mal alle bisherigen Fakten auf" abzielen. Es wird sogar mehr als deutlich in den beiden Vorschauen darauf hingewiesen. Und hinsichtlich Video - das war ein Artikeleinstieg. Vielleicht ist es dir noch nicht aufgefallen, aber nicht jeder Artikel muss mit einem langweiligen "Kann XXXX den Erfolg seines Vorgängers toppen"-Gesülze auffahren :)

Und mein Fingerzeig kann in keinster Weise "heuchlerisch" wirken, da ich nichts mit Micks Kolumnen am Hut habe. Ich habe sie heute sogar zum ersten Mal gelesen (sorry Mick), weil mich jemand drauf aufmerksam machte. Dir ist schon bewusst, dass Mick für mehrere Magazine schreibt, oder?

Mick ist ein freiberuflicher Redakteur (sogar ein ausgebildeter, sowas gibt es nämlich), insofern ist dein "Fingerzeig" einfach nur unangebracht und - wie immer - unsinnig.

 
At 17 Juli, 2007 13:30, Blogger Froschi meint...

@lea: Wie so oft artet eine Diskussion zwischen uns beiden in eine Privatfehde aus. Deswegen lassen wir den Mick jetzt mal Mick sein, und ich führe die Debatte in einer Mail fort, ja?

 
At 17 Juli, 2007 13:32, Anonymous Lea meint...

@froschi: Klar, per MSN gehts auch.

 
At 17 Juli, 2007 14:55, Blogger Mick meint...

@froschi: Ähm, Du hast diese völlig überflüssige Innovationsdiskussion doch angefangen. Mir gings nur darum, und das scheinst DU nicht verstanden zu haben, daß Ihr bei 4Players häufig, gern und oft Themen bringt, die allein der Quote dienen, in dem auf Teufel komm raus polemisiert wird, ganz egal, wie hoch der Wahrheitsgehalt dahinter ist. DAS geht mir auf den Keks. DAS ist Bild-Niveau und dient einzig der klick-Generierung. In diesem Fall war es nur eben mal wieder der arme PC der Euer opfer wurde. Denn das eigentliche Thema lässt sich völlig Plattformunabhängig führen. Und nein, ich habe ide kolumne sehr richtig verstanden, von wegen kein Hoffnungsschimmer, das ist ja kaum mißzuverstehen. Und ob Innovationen, die als solche gefeiert werden, wirklich welche sind, lasse ich mal dahingestellt.
Zum Schluß noch eins: Das hier ist ein Blog, den ich komplett ohne Konkurrenz-Scheuklappen führe. Hier steht, worüber ich persönlich mich aufrege, egal ob das GameStar, die PC Games oder eben 4Players ist. Wie Lea schon sehr richtig angemerkt hat, ich schreibe für mehrere Magazine und Online-Seiten, also ist es mir völlig egal, ob und wie gut Eure Seite läuft. Vor meinen Meckereien ist niemand sicher, ich sage eben das, was ich meine, ganz egal, ob "Arbeitgeber" oder nicht, das hat mich noch nie interessiert.
@hazamel: Habe ich was anderes behauptet? Ich sage lediglich, daß auch auf den Konsolen bei weitem das meiste die wiederholung der Wiederholung ist.

 
At 17 Juli, 2007 15:40, Anonymous Anonym meint...

Naja, 4P kann spätestens seit der peinlichen "kritischer Herbst"-Aktion nicht mehr ernst nehmen. Von daher ...

 
At 17 Juli, 2007 15:58, Blogger gloomy meint...

Zum "ordentliche Tests schreiben" brauchst du 4Players nicht aufzufordern. Imho sind das die besten Spieletests im deutschsprachigen Internet. Zumindest wenn sie von Jörg oder Paul stammen.
Aber selbst als 4P-Fanboi muss ich dir Recht geben: Diese Kolumne wirkt wie überflüssiges und ungerechtfertigtes PC-Bashing. Pauls Argumente zur Verteidigung ziehen da nicht, jedenfalls nicht bei mir.

 
At 17 Juli, 2007 16:49, Blogger Hazamel meint...

is bei mir so angekommen... aber wenn ich dich da falsch verstanden hab, dann zieh ich das natürlich zurück.

 
At 17 Juli, 2007 17:30, Blogger Froschi meint...

@Mick: Huch, ich hatte ja keine Ahnung, in was für ein Wespennest ich hier gestochen habe. Schau einer an. Nun ja, ich mache es kurz: Die Aussage »daß Ihr bei 4Players häufig, gern und oft Themen bringt, die allein der Quote dienen, in dem auf Teufel komm raus polemisiert wird, ganz egal, wie hoch der Wahrheitsgehalt dahinter ist« ist leider ganz, ganz großer Bullshit - und das solltest du als alter Hase auch wissen. Dass eine derartige Aussage ausgerechnet von dir kommt, ist eine echte Überraschung. Und keine gute. Das finde ich sehr schade. Aber gut, damit werde ich wohl fertig werden müssen.

Darüber hinaus: Um Gottes Willen, wo wollte ich dir denn den Mund verbieten? Ich schätze deine ungezügelte Klappe viel zu sehr, als dass ich mir wünschen würde, dass deine rants in irgendeiner Form zurückgefahren werden. Nur hat diese Diskussion hier eine zu gefärbte Richtung angenommen, aus der sie auch mit den besten Argumenten nicht mehr wegkommt - man sieht's ja an den üblich verdächtigen Unterihrensteinenhervorkriechern wie dem Anonymling unter dir. Von daher denke ich mir einfach meinen Teil, akzeptiere deine Privatmeinung als solche, und verdrücke mich in Richtung Kino.

@gloomy: Danke.

 
At 17 Juli, 2007 17:40, Blogger Mick meint...

@froschi: Ich bin ja nun wahrlich nicht der erste und einzige, der Euch die Quotenthemen vorwirft. Wer sich mit Kampagnen wie dem "kritischen Herbst" derart weit aus dem Fenster lehnt (oder eigentlich schon die Fensterbank verlassen hat) darf sich über solche Vorwürfe nicht wundern. Denn ich halte Euch für viel zu clever, als daß Ihr den Blödsinn, den Ihr da geschrieben habt, tatsächlich glaubt. Aber Du hast Recht, die Diskussion hier führt zu nichts. Ich wollte hier auch eigentlich nur kundtun, daß ich sowas eben zum kotzen finde. Hier, in meinem kleinen, unbedeutenden Blog.
Thema: Mundverbieten: Habe ich Dir gar nicht unterstellt (das muss völlig falsch rübergekommen sein). Es ging eher um den Eurogamer-Angriff, denn die armen Eurogamers hatten mit meinem Statement absolut nix zu tun, Lea wusste vorher nichts von meinem Posting. Und zum Schluß noch: Ich will übrigens Dich persönlich absolut nicht angreifen. MWürde ich nie tun, ich schätze dich und Deine Arbeit eigentlich auch sehr.Mir gehts eher um die Politik und die Kolumnen Deines Arbeitsgebers.
@gloomy: Das mit den "ordentlichen Artikeln" kam glaube ich falsch rüber. Ich hätte besser schreiben sollen: "Schreibt lieber weiter ordentliche Artikel...." denn an den Tests von 4Players habe ich absolut nix auszusetzen, die sind gut.

 
At 17 Juli, 2007 17:41, Blogger Mick meint...

@froschi: Ach ja: Viel Spaß im hoffentlich klimatisierten Kino. :-)

 
At 17 Juli, 2007 18:55, Blogger wolf meint...

Na ja, diese Diskussion ist gelaufen, trotzdem noch ein wenig Senf von mir dazu. Dein Einstieg ist der prophezeite Abgesang der Printmedien. Diese Weltuntergangsstimmung wird im Zeitalter des Internets immer wieder herauf beschworen. Ich bin mir jedoch sicher, solange es Menschen gibt, die inhaltliche Qualität wollen und nicht "journalistische Schnellschüsse", wird es weiter Printmedien geben - auch im Bereich der Computerspiele-Zeiztschriften. Natürlich werden Online-Medien weiter bestehen, aber hier wird die schnelle Nachricht vermarktet und nicht die qualitativ sauber recherchierte Story oder der kommentierende Spieletest-Artikel. Die Wahrheit hinter deiner Wahrheit Mick könnte durchaus noch schlimmer werden - wir sind bereits auf den Weg dahin: Wer nur hinter der schnellen Nachricht her ist, hat mit journalistischen Prinzipien immer weniger zu tun. Der ist auf die Pressemeldungen der Unternehmen angewiesen und läuft Gefahr, vorhandene Texte nur noch umzuformulieren, es schleicht sich Schludrigkeit in der Sprache ein und das journalistische Hinterfragen kommt auf das Abstellgleis. Diese Entwicklung könnte letztlich zum Tod der Printmedien führen, denn wer will Zeitschriften lesen und dafür Geld bezahlen, die von Menschen gemacht werden, die kein journalistisches Handwerkszeug besitzen.
Deine andere Kritik - PC versus Konsole - kann ich als Nicht-Gamer (Gelegenheitsgamer) nicht wirklich beurteilen. Für mich wirkt das eher nach Marketingstrategie: Der PC als Arbeitsgerät wurde mit immer mehr Spielekomponenten aufgerüstet, aber er bleibt primär Arbeitsgerät. Die Konsole als Spielgerät bekommt immer mehr Arbeitskomponenten (mit denen ich im Moment nicht wirklich arbeiten möchte), bleibt aber ein Spielgerät. Der PC wird bleiben - als Arbeitsgerät und als Spieleplattform - die Industrie wird diesen Markt nicht vernachlässigen, da bin ich mir ziemlich sicher.

 
At 17 Juli, 2007 19:12, Blogger Mick meint...

@Wolf: zum Thema Print: 100-prozentige Zustimmung von mir. Gut gemachte, sprich recherchierte und geschriebene Printmagazine wird man immer brauchen. Auch die Gefahren sehe ich ähnlich.
zum Thema: Pc vs. Konsole: Der Streit ist so alt, wie die Branche. Beide werden nebeneinander her existieren und immer wieder wird es Schlauberger geben, die den Untergang von einem von beiden prognostizieren. Und immer werden diese Schlaumeier unrecht behalten. :-)

 
At 17 Juli, 2007 19:41, Anonymous Anonym meint...

Ohoh, da sieht man mal wieder: 4P will zwar austeilen wie nen Großer, einstecken (sprich Kritik vertragen) können sie aber nicht. Wer sich so scheinheilig aus dem Staub macht ...

Davon abgesehen zur Diskussion um Print/Online. Das Problem ist einfach, dass Qualität eben Geld kostet. Dass man mit billigen Aushilfskräften (vor allem im Onlinebereich) bei den Honoraren, die gezahlt werden, nicht allzu viel Qualität erwarten kann, sollte jedem klar sein. Das heißt aber nicht, das die arroganten Seitenhiebe, die vor allem aus Richtung Print kommen (siehe aktuelle Gamestar) unbedingt berechtigt wären, denn da lehnen sich gerade die Falschen aus dem Fenster ...

 
At 17 Juli, 2007 20:47, Anonymous Lea meint...

@Anonym: Zum Thema "Qualität kostet eben Geld".

Stimmt, aber nicht nur. Meines Erachtens wird aktuell viel zu wenig "Ausbildung" betrieben. Egal ob erfahrener Redakteur oder - wie du es nennst - billige Aushilfskraft, man kann jedem Schreiberling immer noch etwas beibringen. Und das ist auch zwingend notwendig, um sich weiter zu entwickeln respektive den Qualitätsbestand zu sichern. Das sollte sowohl für Print als auch Online (besonders da) gelten.

 
At 17 Juli, 2007 23:33, Blogger Avantenor meint...

Ich denke, diese Schludrigkeit muss auch im Online-Bereich nicht sein. Ich hasse z.B. die ganzen Gerüchte-Küchen viel zu sehr, als daß ich sowas jemals unkommentiert weiterleiten würde. Oder dass ein Onlineredakteur eines großen Printmagazins mindestens zweimal an einem Tag seine zitierten Quellen nicht richtig liest und deshalb falsche Namen verwendet, darf eigentlich nicht sein. Ich will das nicht zu sehr hochstilisieren, vll hatte er einen schlechten Tag, kommt vor (auch bei mir). Aber solche Böcke laufen mir öfters mal über den Weg und das ist unnötig. Oder CVG mit seinen ständigen Versuchen Klicks durch KotOR3-Gerüchte zu produzieren, die gingen mir letztens doch mal wieder gehörig auf den Keks. Das wäre doch eine sehr große Überraschung, wenn ein Konzern ein Spiel produzieren würde, daß an Weihnachten rauskommt soll und zu Beginn des 2. Quartals immer noch nicht angekündigt worden ist. Selbst wenn das das Überspiel werden sollte, braucht PR nunmal ein Weilchen, um anzulaufen, und das weiß auch CVG. Das ist imho eine bewußte Verarsch*** des Lesers und der Fans dieser Spieleserie.

Vll macht das bei mir die wissenschaftliche Ausbildung, aber wenn dadurch die Qualität steigt, sollte jeder Onlineredakteur mal zwei Semester sich mit schlecht zitierten Werken und schludrigen Wiedergaben von Forschungsergebnissen beschäftigen, bevor er auf die Menschheit losgelassen wird. Vll entwickelt er dann ja auch eine solche Abneigung gegen schlecht recherchierte Meldungen. Mir ist Qualität sowieso lieber als Qantität. Ich lese sowieso nie eine Seite allein, sondern immer mehrere Quellen. Aber ich hab eine Rangliste, welcher Seite ich mehr Glauben schenke als der anderen, und da bin ich wahrscheinlich nicht der einzige, denn englische berichte sind nunmal schneller und umfangreicher, da in vielen Bereichen einfach direkt an der Quelle.

Jeder ist steigerungsfähig, es kommt nur darauf an, daß man es auch umsetzt. Ich persönlich versuche auch stets, mich irgendwie zu verbessern, wenn ich entsprechendes Feedback bekomme (bekäme). Bei manchen Institutionen der Spielepresse (Anwesende wie immer ausgenommen ;)) fühle ich dieses Bedürfnis, sich zu verbessern, nicht immer. Besonders wenn es aus der Community kommt.

 
At 17 Juli, 2007 23:50, Blogger Mick meint...

@avantenor: Engländer und Amerikaner sind auch nicht näher an den Quellen, als gerade deutsche Journalisten. An Infos kommt man genauso schnell, wenn man weiß wie. Niemand hindert Dich, die offiziellen und inoffiziellen Quellen gezielt anzuzapfen. Und jeder der ein wenig länger dabei ist, weiß auch, wie er direkt mit den Entwicklern in Kontakt kommt, bzw. ohnehin schon mit Ihnen kommuniziert Denn das gehört nun mal zu unserem täglichen Brot.

 
At 17 Juli, 2007 23:51, Blogger Mick meint...

ach ja: Lea hat natürlich recht. Es ist weniger eine Frage des Mediums, als vielmehr der Qualitätskontrolle durch den jeweiligen Lektor bzw. Chefredakteur. Und natürlich die Frage: Will ich Profis beschäftigen oder Praktikanten?

 
At 18 Juli, 2007 21:07, Anonymous Lea meint...

Na ja, der eine oder andere Profi ist auch nur so gut, weil sein Lektor was auf dem Kasten hat :p

Ich für meinen Teil richte mich immer nach dem Talent, da ist es mir egal, ob jemand das von der A-Taste auf gelernt hat oder durch Zufall zum Schreiben kam - und darauf kann man dann aufbauen :)

 
At 18 Juli, 2007 23:08, Anonymous Anonym meint...

@mick: und genau diese frage wird von vielen Magazinen (aus Kostengrünen) eben mit "Praktikant" beantwortet. Ich habe oft genug erlebt, dass gewisse Magazine 15-20 Euro für einen Artikel bieten und dafür Texte in einer Länge von 2-3000 (!) Worten (oder mehr) haben wollen. Da kippt man vom Stuhl, ist aber die bittere Realität.

Dummerweise gibt es sogar Leute, die sich für so etwas hergeben und damit die Preise und den Markt zerstören.

 
At 18 Juli, 2007 23:36, Blogger Mick meint...

3000 WORTE für 20 Euro? DAS habe ich tatsächlich noch nie gehört. Dafür arbeitet ja nicht mal ein Erstklässler.Und zum glück gibt es noch genügend Magazine, denen das geschrieben Wort was wert ist. :-)

 
At 19 Juli, 2007 00:00, Blogger Der Graf meint...

Ich will hier doch auch noch mal was sagen:
Erstmal zum Thema Print/Online. Ich lese nicht nur regelmäßig sowohl Tests bei Eurogamer als auch bei 4Players, sondern zusätzlich in GameStar, PC Powerplay, GamePro, Screenfun etc. (eigentlich gehört das "zusätzlich" zu Eurogamer und 4Players, denn ich lese doch eher Printmagazine)
Über die Qualität dieser verschiedenen Magazine (oder über meine Kaufgewohnheiten in Sachen Spielezeitschriften) will ich hier jetzt gar nicht reden. Denn die unterscheidet sich natürlich vom jeweiligen Redakteur. Das kann man unmöglich auf das Medium beziehen.

Online-Magazine haben natürlich den Vorteil, dass sie umsonst sind. Allerdings lese ich nicht so gerne von einem Bildschirm, lieber im Garten bei Sonnenschein. Das bietet mir nun nur mal eine richtige Zeitschrift.

Wegen reißerischen Artikeln:
Die gibt's wirklich überall, nicht nur bei 4Players. Besonders bei der Powerplay stören mich etwaige Überschriften und Artikel in letzter Zeit enorm.

@Mick: Mit welchen Qualifikationen kann man den als Profi bezeichnet werden? Das würde mich wirklich mal interessieren.

 
At 19 Juli, 2007 00:19, Blogger Mick meint...

@graf: ganz einfach: Lassen wir mal studierte Journalisten weg (das sind in unserer Branche tatsächlich die wenigsten). Aaaaber, man kann sein Handwerk auch anders lernen. Etwas wie ich (und so ziemlich jeder bei GameStar) an der Bayerischen Akademie der Presse, wo von Grundveranstaltungen wie Journalismus I und II Kurse, Workshops und Seminare zu so ziemlich allen Belangen des journalistischen Alltags angeboten werden. (Interviews, Recherche, Layout etc, etc.) Diese sehr anspruchsvollen Kurse werden von Profis veranstaltet, die selber jahrelang in der Branche aktiv waren oder sind. Etwa die Chefreakteure von Süddeutsche, Bild etc, etc. Dort lernt man sehr praxisnah mit zahlreichen praktischen Übungen eben, was Journalismus ausmacht, wie man Themen angeht und was man sonst noch so alles wissen muss. Dieses Wissen braucht man einfach, um sauber journalistisch arbeiten zu können. So ziemlich alle großen und mittleren Verlage schicken ihre Mitarbeiter dort hin, weshalb man auch etliche Kollegen aus den unterschiedlichsten Bereichen, von Süddeutsche bis "Kraut und Rüben" kennenlernt, was ebenfalls im späteren Beruf sehr nützlich ist. Neben dieser Ausbildung gehört natürlich die angeleitete Arbeit vor allen in den ersten Berufsjahren dazu. Wenn man etwa mit einem guten Textchef seine eigenen Artikel analysiert und Fehler erkennt und verbessert. Wir hatten in der Anfangszeit von GS zusätzlich noch Unterricht in sehr kleinen Gruppen bei Chris Bleher, einem gestandenen Redaktionsveteranen, der uns ne Menge über guten Stil und etliche Kniffe für den Arbeitsalltag verraten hat. Einige seiner Bücher gibts noch bei Amazon zu kaufen. Und der Rest ist dann gelebte Erfahrung. vor allem was den Umgang mit Publishern und Entwicklern angeht. Da muss man über die Jahre ein Gespür für entwickeln, Kontakte aufbauen etc. Daneben gehören exzellente Sprachkenntniss zumindest in Englisch und eine gewisse Hartnäckigkeit ebenfalls zum Beruf. All das zeichnet den Profi aus. Wer nur mal nen lustigen Spieletest schreibt, mag Talent haben, ein Profi ist er aber nicht.

 
At 19 Juli, 2007 00:22, Blogger Der Graf meint...

Oh, das ging schnell.
Danke, für die ausführliche Antwort. Die Bücher würden mich schon interessieren, aber hab bei Amazon unter dem Namen nichts gefunden...
Muss mich mal hier in der Nähe nach solchen Kursen für Schüler umgucken, weil München ist mir dann doch zu weit weg.

 
At 19 Juli, 2007 00:37, Blogger Mick meint...

versuchs mal mit "Christian Bleher"
Für Schüler sind diese Kurse an der Akademie allerdings nichts. Allein schon preislich, aber auch inhaltlich sind die für (angehende) Profis mit Redaktionserfahrung gedacht. Ich würde dir eher raten dich einfach mal an Deine Schülerzeitung zu wenden. Das ist ein prima Einstieg.

 
At 19 Juli, 2007 00:45, Blogger Der Graf meint...

HAHAHA
Der letzte Hauptartikel war über Knut. KNUT!!!11elfeins
Und das Durchschnittsalter der "Redakteure" müsste so um die 14 Jahre liegen. Aber ich kann es in drei Wochen ja erhöhen :D

 
At 19 Juli, 2007 01:12, Blogger Mick meint...

ansonsten versuchs mal bei der örtlichen Tageszeitung. die haben ja oft eigene Schülerprogramme

 
At 19 Juli, 2007 01:12, Anonymous Lea meint...

Knut ist Kult! :)

Seine Artikel habe ich schon gelesen, als ich so zwischen 11-13 Jahre alt war :p Und der altert irgendwie nicht :)

 
At 19 Juli, 2007 01:18, Blogger Der Graf meint...

@mick: Schön, wär's... Von sowas hab ich bei uns noch nie was gehört. Muss mich mal umhören

 
At 19 Juli, 2007 15:14, Anonymous Maniac meint...

Also im Wettstreit PC vs. Konsolen mag der PC zwar nicht am Ende sein, allerdings sehe ich die Konsolen doch so langsam an Land gewinnen. Bessere Grafik, mehr exklusive Spiele, Multiplattformspiele erscheinen zuerst auf einer Konsole, dann erst auf PC. Insofern sehe ich schon ein Quentchen Wahrheit in dem Artikel.

Was die Unterschiede zwischen professionellen und Hobbyredakteuren angeht, so sind die aus meiner Sicht nur so lange relevant, wie der Durchschnittsleser Qualitätsunterschiede auszumachen kann und sie zu schätzen weiß.

Und um ehrlich zu sein vertraue ich inzwischen, zumindest wenn es um Produkttests geht, lieber Berichten in Fanforen, als Tests in Fachzeitschriften.

Über die Verbreitung von Falschmeldungen und Gerüchten wird oft geklagt, aber hier sehe ich eher einen Konflikt zwischen Aktualität und Korrektheit. Ich lese im Internet zumindest lieber auch unbestätigte Meldungen und bilde mir eine eigene Meinung über die Glaubwürdigkeit, als das ich auf solche Meldungen ganz verzichte.

 
At 19 Juli, 2007 17:13, Anonymous Mash meint...

@maniac:
Würdest Du etwas derartiges, was die Glaubwürdigkeit angeht, auch in den regulären Nachrichten akzeptieren?
Ich nicht.

Was diese unselige PC-Geschichte angeht: das war doch jedes einzelne mal so. Und jedesmal hat's den PC nach wie vor als Spielemaschine gegeben.

 
At 19 Juli, 2007 18:12, Blogger Mick meint...

@Maniac: Wieso vertraust Du irgendwelchen Fans mehr als gestandenen Journalisten? Ich erwarte von einem Nintendo-MS-Sony oder sonstwie-Fanboy jedenfalls keine objektive Berichterstattung, geschweige denn Testberichte, die auch nur das geringste Maß an journalistischer Objektivität und Qualität bieten. Wie Mash schon sagt: Würdest Du auch an politische Nachrichten so niedrige Ansprüche stellen und dem Bericht des SPD-Kreisvorsitzenden Westfalen-Lippe-Süd mehr Glauben schenken, als einem Artikel in Spiegel, Süddeutsche oder Zeit?

 
At 19 Juli, 2007 20:29, Anonymous Maniac meint...

Mit "Fanforen" meine ich die Foren der zugehörigen Internet-Community, als z.B. das GSPB für Spiele, das digitalkamera.de-Forum für Digitalkameras oder telefon-treff.de für Handys. Warum ich denen mehr vertraue?
- Man bekommt die aggregierte Meinung von vielen und nicht nur die von einer Hand voll Testern
- Als Fans haben sie sich oft länger mit einem Produkt auseinandergesetzt, als das ein Redakteur in seiner Arbeitsroutine könnte
- Die Meinung zu einem Produkt ist unabhängig
- Man hat die Möglichkeit Details zu erfragen
- Man bekommt oft viel mehr und detailliertere Informationen, wohl weil es keine Platzprobleme gibt, oder auch weil sich halt viele zu einem Produkt äußern und darüber diskutieren

Dem SPD-Kreisvorsitzendem würde ich zumindest zuhören und mir danach eine Meinung bilden.

Es ist ja nun auch nicht gerade so, dass in politischen Magazinen jede Meldung immer auf nachweisbaren Fakten basiert. Das der Stuhl von Minister X wackelt, dass es in der Parteispitze der Partei Y kriselt - solche und ähnliche Nachrichten sind doch meistens auch nur Hörensagen.

 
At 19 Juli, 2007 22:13, Blogger Mick meint...

hmmm. Du sdheinst die journalisten zu unterschätzen. Dinge die nur auf "Hörensagen" basieren wirst Du in keinem seriösen Magazin finden. Das wäre abmahnbar und würde den Redakteur/Journalisten den job koste.
Thema Unabhängigkeit: Der Journalist ist ja natürlich unabhängig und (anders als Fans) will der auch niemanden bekehren sondern muss knallharte Fakten auf den Tisch legen, die recherchiert und überprüft sind. Und wie willst Du die Aussagen den Kreisvorsitzenden bewerten, ohne das nötige Hintergrundwissen, das dir eben der kritische journalist zur Verfügung stellt. journalismus (und das gilt auch für unsere Branche) ist eben etwas anderes, als treubrav die Presseinfos eines Herstellers abzutippen und mit eigener meinung zu vermischen!

 
At 20 Juli, 2007 10:01, Anonymous Mash meint...

@maniac:
Zu dem, was Mick sagt, will ich noch hinzufügen: der entsprechende Fachredakteur kennt für gewöhnlich sämtlichen (!) Konkurrenzprodukte und kann demzufolge das einzelne Produkt viel besser einordnen. Und das ist das, was mich letztendlich interessiert: wenn ich eine Digitalkamera haben will, welche soll ich kaufen? Ich habe mich mal davon abhalten lassen, eine Exilim zu kaufen, weil da angeblich das Display leicht bricht. Jetzt habe ich eine Canon und bin ebenfalls recht zufrieden, aber diese Display-Geschichte hat sich als klassische Internet-Mär entpuppt.

 
At 21 Juli, 2007 15:17, Anonymous Anonym meint...

Ich lese Artikel, in denen der Untergang einer Plattform ankündigt wird schon lange nicht mehr; außerdem war die E3 schon immer etwas "konsolenlastig"!

 

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