Dienstag, 19. Juni 2007

Preis lass nach

Daß alles immer teurer wird ist genauso wahr, wie unabänderlich. Was ich in den letzten Tagen aber so an Wucher erlebt habe, schlägt dem Faß die Krone ins Gesicht. Es begann mit ein paar harmlosen, grünen Birnen. Di ewollte ich eigentlich kaufen... aber stolze 2,50 Euro, also rund 5 Mark sind dann doch etwas heftig für ein Kilo Obst. Dachte ich zumindest, bevor ich den Preis für die Pfirsiche sah. 6 Euro wäre schon als D-Mark-Preis viel zu viel gewesen. Aber 12 Mark? Sind die noch ganz richtig im Hirn? Daß bei den Obstpreise viel manipuliert wird, ist ja letztens sogar der EU aufgefallen, Stichwort Bananenkartell. Allerdings beherrschen einige andere diese Preistreiberei auch ganz perfekt. Ich erinnere mich noch dran, daß ein Bezinfilter für meinen alten Golf so um die 2 Mark gekostet hat, einbauen konnte man das Ding mit nem Schraubenzieher ganz allein und damit kostenlos. Mein Bruder wollte so ein Ding für seine Hyundai-Reisflitzerschüssel haben und wäre beinahe tot umgefallen. 65 Euro allein für den Filter, inklusive Einbau 100 Euro plus Mehrwertsteuer!!! Selbermachen war nicht, weil das gute Stück genialerweise direkt am Tank sitzt und man die komplette Rückbank ausbauen muss, um da dran zu kommen. Echt, sowas....

25 Comments:

At 19 Juni, 2007 15:47, Blogger EL Tommso meint...

Tja, was willst du dagegen machen? Die sind am längeren Hebel, da können wir noch so viel protestieren, es nützt einfach nix

 
At 19 Juni, 2007 15:50, Anonymous Sempai meint...

Ich war letztens bei uns auf einer größeren Kirmes - naja,was man in der nordhessischen Provinz "groß" nennen kann- und dachte auch nur: "Schnell weg hier."

Alleine ein Bierbonpreis von 1,6 € war es wert,wieder ab nach Hause zum PC zu flitzen.Vor gerade mal 6-7 Jahren (also vor dem Euro) hat man für ein 250 ml Bier einen Bon zum Preis von 2 DM benötigt,heute soll man über 3 Mark zahlen.

Da hilft nur vorsichtig sein beim Kaufen!

 
At 19 Juni, 2007 15:56, Anonymous industrievertreter meint...

früher war alles besser

 
At 19 Juni, 2007 16:14, Blogger Der Graf meint...

Irgendwie muss die Wirtschaft ja angeschraubt werden. Und das muss der Kunde dann nun mal ausbaden.

 
At 19 Juni, 2007 16:26, Blogger wolf meint...

Bleib cool! Einiges ist auch billiger geworden: Mein Arbeitgeber (Bezahlung nach TvöD) beispielsweise bekommt für weniger Geld mehr meiner Arbeitszeit - oder war das jetzt der falsche Blickwinkel?
Und das mit dem Obst kann man doch auch nachvollziehen. Nach neuester Greenpeace-Studie ist Obst mit Pestiziden belastet und das bekommen die Landwirte auch nicht umsonst, das müssen sie in der Preisgestaltung einfach miteinbeziehen. (Okay, Birnen und Pfirsiche waren jetzt in der Studie nicht dabei, aber die waren vielleicht gedoppt und das kann man noch nicht so gut nachweisen.)
Und das mit dem Bezinfilter ist eine Klimaschutzmaßnahme: Teurer als früher und hält nicht mehr solange - da überlegt man sich jeden Kilometer, den man mit dem Auto fahren will. Am Ende reduziert es den CO2-Ausstoss.

 
At 19 Juni, 2007 16:36, Blogger huGn meint...

was erwartest du, es werden heute schon autos gebaut die nicheinmal mehr anspringen wenn man sie nicht regelmäßig bewegt

 
At 19 Juni, 2007 16:36, Blogger Dos Corazones meint...

Du rechnest auch noch alle Preise in DM um? Meine Eltern sagen das immer bei PC Spielen, ich vermute ja, dass sie mich so vom Kauf abhalten wollen: "Du weißt das sind 100 Mark. - Ja, und jetzt sind es eben 50 Euro". Mann, Mann, Mann...

 
At 19 Juni, 2007 16:39, Anonymous Uli meint...

Naja, wenn schon denn schon: brauchbare Laptops für 1000 Mark gabs jedenfalls nie, heute bekommt man für 499 Eur schon Geräte mit denen man arbeiten kann. Und was wir zu D-Mark Zeiten für die rasend schnelle 768 kbps Dsl-Flatrate bezahlt haben... von den 60 Pfennig pro Minute für Ferngespräche bei der guten alten Post mal ganz zu schweigen. Oder europaweit mit Tante Lufthansa für 99 Eur fliegen, sowas gabs da auch nicht.

 
At 19 Juni, 2007 17:01, Anonymous Anonym meint...

Tja, alles lebensnotwendige (Lebensmittel, Benzin) wird teurer, und das was man normalerweise nicht unbedingt zwingend braucht (Unterhaltungselektronik, Flugreisen) billiger. ;)

 
At 19 Juni, 2007 17:06, Anonymous igby meint...

Manches ist teurer geworden, manches billiger... so what. Ich rege mich da erst gar nicht drüber auf. Höchstens über Menschen, die immer noch in Mark umrechnen... das bringt erstens nix und verleitet allenfalls dazu, die "gute alte Zeit" zu romantisieren...

Und dass sich Preise im Laufe der Zeit verändern, ist nicht erst seit dem Euro so...
Mick, manchmal glaube ich, du nimmst das mit dem "Die Welt ist böse" ein klein wenig zu ernst;-).

 
At 19 Juni, 2007 19:31, Anonymous Sempai meint...

@dos:

Naja,früher gab es Spiele mit 40+x Stunden Spielzeit für 80 DM,heute gibt es welche mit 10 Stunden Spielzeit für 50 €.Da sollte man schonmal vergleichen.

 
At 19 Juni, 2007 19:53, Blogger bd_1979 meint...

Mein Vater hat das schön zusammengefasst, früher war vieles günstiger - früher hat man aber auch viel weniger verdient. Man merkt das meist net so ganz aber mit der Zeit steigert sich der Lohn halt auch, vielleicht nicht ganz so schnell und sprungartig wie die Preise in Läden aber die Löhne steigen auch, ist also nicht alles ganz so schlimm wie man vielleicht schnell denkt. Heutzutage kriegt man Technik schnick schnack auch geschenkt.

 
At 19 Juni, 2007 22:16, Anonymous Anonym meint...

Wie sagt Tony Soprano so schön: "Remember when... is the lowest form of conversation."

 
At 19 Juni, 2007 22:23, Blogger Dos Corazones meint...

@sempai: Auch früher gab es Spiele, die nicht viel Spielzeit in Anspruch genommen haben.
Und Heute gibt es auch Spiele, für die du 100 und mehr Stunden brauchst, um alles zu sehen, Oblivion und Gothic 3 zum Beispiel. Allerdings will sich niemand in den genannten Spielen 100 Stunden aufhalten^^

 
At 19 Juni, 2007 23:02, Anonymous Sebastian meint...

Man sollte auch überdenken, das 6 Euro, oder 12 Mark, auch 17296,8 Venezuelanische Bolivar sind. Ich hasse diese D-Mark-Umrechnungsargumente. "Damals" hat man auch 1000Mark verdient, oder 500Euro, oder, ach lassen wir das mit den Bolivar. Rechnet selbst. Wucher!

 
At 20 Juni, 2007 00:20, Anonymous Alandur meint...

Ohhh! Ich hasse diese Inflation...
Haltet mich! Ich könnt brüllen. Und dann denke ich noch an Bill Gates der "ach so großzügig" Milliarden am Fiskus vorbei an sich selbst spendet! Immer weniger Qualität...zu höherberufenen Preisen!
Ach...
Immerhin kann man auch heutzutage noch Schnäppchen machen. Letzten Dezember z.B. Da lachte mich doch die Originalverpackung von NVN2 an und zwar für schlappe 27,- euro (und das im MM, wo die doch oftmals teurer als die Konkurenz sind). Da mußte ich zugreifen. Und nun denke ich wohlig an dieses eine Schnäppchen, um mich (vorerst) *nicht* mehr über eben jenen Werteverfall aufzuregen.

 
At 20 Juni, 2007 00:38, Blogger Mick meint...

@el: doch, kann man schon. Einfach nicht kaufen. Es müssen nur genug Leute mitmachen. Die Nachfrage regelt eben auch das Angebot.
@sempai: exakt,augen auf und Preise vergleichen lohnt sich nach wie vor.
@wolf: hmmm... könnte sein ;-)
@dos: ja, so kommt man dem Wucher am schnellsten auf die Spur.
@Uli: anders herum wäre es mir lieber. Dinge fürs tägliche Leben wie Obst und Gemüse werden heute gnadenlos überteuert angeboten. notfalls noch ein biosiegel draufgepappt und abkassiert.
@igby: Der Einzelhandel hat den Euro massiv benutzt um Preiserhöhungen durchzusetzen. Es geht nicht um "früher war alles besser", sondern um aktuellen Wucher. Oder meinst Du das 12 Mark für ein Kilo Pfirsiche gerechtfertigt sind? Oder 65 Euro für nen popeligen Benzinfilter, einfache Pfennigsware?
@bd: selbst wenn Du von einer Inflationsrate von 100 Prozent seit einführung des Euros ausgehst, sind Lebensmittel überproportional teuer geworden. Gerade Fleisch , Obst und Gemüse!
@anonym: Ich könnte kontern mit: "Wenn einem dazu nicht mehr einfällt, als ne öde Fernsehserie zu zitieren...
@Sebastian: ich rechne immer in D-Mark, dadurch kommst Du den Euro-Verteurern am leichtesten auf die Schliche
@Alandur: ja, Schnäppchen gibts und gabs immer. Aber ehrlich gesagt gehören Spiele und Elektronik nicht zum Lebensnotwendigen. Obst und Gemüse schon!

 
At 20 Juni, 2007 07:25, Anonymous Jonas meint...

Das nennt man ganz klassisch Marktwirtschaft. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.

Wen interessieren Pfirsiche und Benzinfilter? Mögen Sie auch vergleichsweise teuer sein, WER braucht diese Dinge zum Überleben? Wir leben sowas von im Überfluss, dass "Jammern auf höchstem Niveau" genau den auf den Kopf nagelt.

Fahr mal in arme Länder wie z.B. den Sudan, da geht's um Basics wie Wasser und Medikamente. Nix für ungut.

 
At 20 Juni, 2007 10:37, Blogger Mick meint...

was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ich rede hier von Wucher, nicht den Problemen der Dritten Welt. Immer schön beim Thema bleiben.
Ach ja: Jammern auf höchstem Niveau "nagelt den auf den Kopf"? Das hat schon fast Zwiebelfisch-Qualität.

 
At 20 Juni, 2007 11:29, Blogger die_mit_der_dampflok meint...

Ich denke, die Preissteigerung bei Obst hängt viel mit der Globalisierung zusammen. Es gibt Länder, die definitiv billiger produzieren als Deutschland. Um aber am Weltmarkt mithalten zu können, müssen unsere Bauern mit den Weltmarktpreisen mithalten. Für die Differenz Weltmarktpreis - Herstellkosten gibt eine Entschädigung vom Staat. Das nennt man dann Subvention. Dafür müssen dann aber wieder Steuern auf das eingeführte, günstiger produzierte Obst erhoben werden....Und wer zahlts? Der Verbraucher.

Könnte doch so sein, oder?

Ich fall z.B. regelmäßig drauf rein, wenn die in der Obstabteilung den Preis für 500g angeben. Sieht total billig aus und an der Kasse trifft dich der Schlag!

 
At 20 Juni, 2007 12:03, Anonymous igby meint...

Bei SternTV haben die mal (in Zusammenarbeit mit irgendeinem Institut, dessen Namen mir entfallen ist) einen Test gemacht und die heutigen Lebensmittelpreise mit denen von vor der Euroeinführung verglichen... demnach werden die vermeintlich teureren Preise schon ein wenig verzerrt wahrgenommen... klar, manche Lebensmittel wie Pfirsiche mögen teurer sein, dafür sind andere, wesentlich gebräuchlichere oder "lebensnotwendigere" Produkte wie Nudeln, Milch und sowas billiger geworden. Davon mal abgesehen ist es wohl auch ein großer Unterschied ob man supertolle Bio-Pfirsiche, die fair mit Takatuka-Land erhandelt wurden, kauft oder Otto-Normal-Pfirsiche aus dem Aldi...

Naja, ich würde jedenfalls mal behaupten, dass die Lebenshaltungskosten insgesamt im Verhältnis heute nicht viel höher sind als vor 10 Jahren.
Aber da gibt's doch bestimmt irgendwelche Untersuchungen dazu, die das belegen oder mich als Idioten entlarven... muss ich mal nachschauen...

 
At 20 Juni, 2007 13:42, Blogger wolf meint...

@jonas: Angebot und Nachfrage? Dass ich nicht lache. Landwirte haben beispielsweise eine Milchquote, die ihnen einen Mindestpreis pro Liter Milch garantieren. Überproduktionen werden nicht in Milchpulver für die 3. Welt umgewandelt, sonder weg geschüttet. Die Subventionspolitik dient letztlich auch dazu, das Gefüge von Angebot und Nachfrage außer Kraft zu setzen.
@igby: Schau mal beim statistischen Bundesamt, da kannst du sehen, dass bei Lebensmittel eine durchschnittliche Preissteigerung von 7,3 Prozent seit 2000 zuschlägt. Und bitte nicht auf die Mehrwertsteuererhöhung schieben - Lebensmittel liegen weiterhin bei 7 Prozent.
Übrigens, die Lebenshaltungskosten sind in den letzten 10 Jahren um 14 Prozent gestiegen - bei gleichzeitigem Kaufkraftverlust der Verbraucher, der eigentlich mit eingerechnet werden müsste. Vielleicht gibt es nur zu viele DINKIES, dass das nicht mehr wahrgenommen wird.

 
At 20 Juni, 2007 14:20, Anonymous Mash meint...

@wolf: gerade Milchprodukte sind momentan fast ausverkauft. Im Spiegel von vor zwei Wochen steht, dass der Butterberg gerade noch 40 Tonnen ausmacht - da reicht eine Lagerhalle.

@Mick: Grundsätzlich ist es aber schon so, dass fast alles mit der "normalen" Inflation teurer wird. Seit der Euro-Einführung sind ein paar Sachen erheblich teurer geworden, als da wären:
- Dienstleistungen (Gaststätten, die 2002 meinten, jetzt könne man die Preise kräftig erhöhen, was sie jahrelang vorher nicht gemacht hatten)
- frische Lebensmittel, was aber auch wieder an Sachen wie gestiegener Aufwand wegen BSE und sonst was liegt.

Dazu kommt der Kaufkraftverlust, weil sich ja gehaltsmäßig erst gerade wieder was tut.

 
At 21 Juni, 2007 10:43, Blogger RasPutina meint...

Zum Glück wachsen bei meinen Eltern die köstlichsten Pfirsiche im Garten. :)

Ich finds auch traurig dass Obst und Gemüse so teuer sind und dabei meist auch noch total verwässert schmecken.

Zum Thema Benzinfilter: die Personen, die in einer Autowerkstatt beschäftigt sind, müssen auch teure Pfirsiche bezahlen. Das Geld müssen sie dann irgendwo herholen...

 
At 21 Juni, 2007 11:46, Anonymous moeppeldoepp meint...

Fast hättest du "Fass" richtig erfasst.

 

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