Samstag, 30. Juni 2007

Ab sofort...

... ziehe ich jedem Spiel, das Speicherpunkte statt einer freien Speicherfunktion verwendet die vollen 10 (in Worten: zehn) Wertungsprozente ab. Und bevor jetzt ein ganz Schlauer wieder was von wegen fernöstlicher Spielephilosophie-Weisheit oder ähnlichen Blödsinn erzählt: Nein, es ist keine Auszeichnung, wenn man NICHT speichern kann. Wer nicht speichern will, soll es bleiben lassen. Ich will aber, wenn ich es eben will. So, jetzt ist jeder vorgewarnt. Es soll mir hinterher keiner kommen und sagen: »Das habe ich nicht gewusst!«

Big Trouble in little London

Da bin ich nach Jahren mal wieder für einen Tag in London und was passiert? Bombenalarm. Und natürlich spielte alles mal wieder verrückt. Verschärfte Sicherheitskontrollen am Flughafen. Angeblich zu meiner eigenen Sicherheit. Stolze 18 Mal wurde ich bei Ein- und Ausreise heute kontrolliert, musste mehrfach Jacke und Schuhe ausziehen. Ich habe nur noch drauf gewartet, daß mir die Tommys befohlen haben, auf einem Bein zu hüpfen. Aber was bringt das? Ich sage mal nichts. Wie, ich unterschätze die Gefahr? Von wegen. Ich selbst bin der lebende Beweis dafür. Denn insgesamt fünfmal habe ich falsche Dokumente bei den Kontrollen vorgelegt. Das erste Mal aus Versehen. Das war die abgelaufene Bordkarte von Seattle aus dem letzten Jahr, die noch in meiner Tasche lag. Gemerkt hat das niemand. Danach habe ich das Spielchen noch viermal gemacht. Diesmal mit Absicht. Das Ergebnis: Wieder viermal Erfolg. Wozu also dieser Kontrollwahn, wenn die eh nicht richtig hingucken? Das ist doch nur Show, um zu zeigen: »Guckt her, wie gründlich wir sind«. Reine Schikane für normale Fluggäste, weil welcher Terrorist ist so dumm und betritt nach einem Anschlag einen Flughafen? Unterbezahlte und unmotivierte private Wachdienste waren da in London am Flughafen am Werk. Und wie man sieht, waren die zwar nervig und präsent, aber schon sträflich schludrig. Meine Tasche hat auch niemand kontrolliert... nur immer wieder den Personalausweis (den sie, kaum hatten sie ihn in der Hand, kaum eines Blickes würdigten) und eben die Bordkarte, die ja nicht die richtige war.
Ach ja: Wer wissen will, weswegen ich überhaupt in London war, sollte am Montag nachmittag mal bei Buffed.de nachgucken. Wer's vorher errät, hat hellseherische Fähigkeiten...

Mittwoch, 27. Juni 2007

Hallo Halo, Bye, bye Vista

Liebe Microsofties. So, heute ist es nu passiert. Ein paar findige Burschen haben Halo 2 unter XP ans Laufen gekriegt und es läuft auch noch schneller. Sehr peinlich. Damit ist Euer ach so toller, und komplett erfolgloser Marketingcoup endgültig geplatzt. Niemand hat wegen Halo 2 Vista gekauft. Es gibt aber ne Menge Leute, die es gern unter XP zocken würden. Die haben derzeit nur die Möglichkeit unter »bösen« Adressen nachzugucken, wo es auch gleich das ganze Spiel zu haben gibt. Mein Vorschlag: Veröffentlicht doch einfach selber nen ganz legalen Patch, um die XP-Sperre (mehr war es ja nicht) endlich aufzuheben. Das bekommt euren Halo-2-Verkaufszahlen gut und Ihr schickt willige Spieler nicht ins die Untiefen der Crackz-&-Warez-Community. Da haben wir dann alle was von.

Dienstag, 26. Juni 2007

Die Rückkehr der Redi-Ritter

Ha, drei volle Tage mal nichts zu tun. Also nichts Wesentliches. Klar, könnte ich endlich mal aufräumen, saubermachen, den ganzen Behördenkram erledigen. Oder endlich mal halb gelesene Zeitungsartikel zu ende bringen. Der letzte handelte glaube ich von der Landung der Alliierten in der Normandie. Aber nein, das kann ich später immer noch. Ich schmeiße jetzt KOTOR 2 rein, das ist mir seinerzeit völlig entgangen. Drei Tage Krieg der Sterne pur, und jetzt fange ich an.

Montag, 25. Juni 2007

Anfragen aus der Hölle

»He, Sie da, Sie sind doch freier Journalist. Schreiben Sie mal was für mich. Ich zahle auch Geld.«
Manchmal muss ich wirklich staunen, wie »potentielle Auftraggeber« so den ersten Kontakt herstellen wollen. Dem hier gebe ich eine freundliche Antwortmail Zeit, zum gebührlichen menschlichen Miteinander zu finden.

Noch ne Lebensweisheit

Wenn in Buchbesprechungen Helden als Protagonisten bezeichnet werden, ist der Roman meist langweilig.

Sonntag, 24. Juni 2007

Journalisten, die die Welt braucht

Endlich hat mal ein Journalist nen Preis gekriegt, der es auch verdient hat. Und Meister Broder hat auch gleich einen Artikel verfasst, der mir so richtig aus dem Herzen spricht. Schöner, kann man es kaum formulieren. Schade, daß solche Autoren so selten sind.

Freitag, 22. Juni 2007

Gipfelgespräche

Auf dem EU-Gipfel gab es gestern »Rollmops vom Seesaibling mit Frankfurter grüner Soße und Wildkrautsalat« zum Essen. Oh, schau an, Frau Merkel scheint wirklich sparen zu wollen. Zu Hause bei uns an der Frittenbude würde das »Hömma, gib mir ma nen Rolli mit Kapps. Aber ordentlich Matsche oben drauf« heißen und 3,10 Euro kosten. »Soll ich es einpacken?« käme dann als Frage beim Bezahlen. Ich vermute mal Angela und ihre Gäste würden antworten »Nee, lass man, wir essens gleich hier.«

Donnerstag, 21. Juni 2007

Der mit Abstand dümmste Leserbrief...

... den ich jemals lesen musste/durfte war folgender: »Sehr geehrte Damen und Herren, als Käufer Ihres Magazins finde ich es eine unverschämte Zumutung, daß man in Ihrem Preisausschreiben Fragen beantworten muss. Ich kenne die Antworten nicht. Aber als zahlender Kunde habe ich das Recht an dem Wettbewerb um die Preise teilzunehmen, wenn ich will. Ich fordere Sie hiermit auf, diesen Brief als meine Teilnahme an dem Preisausschreiben zu akzeptieren. Ansonsten beschreite ich den Rechtsweg.«

Welcher Film ist das?

Wer wissen will, was ich gestern gesehen habe, darf mitraten. Als Hinweis ein paar der Darsteller: Götz George, Terence Hill und Elke Sommer. Bei imdb suchen ist cheaten.

Mittwoch, 20. Juni 2007

Was gibt es Schöneres...

... als sich bei der fiesen Hitze ein wohltuendes Kneipp Mandelblüten Pflegeölbad zu gönnen. Haaaah, herrlich..... :-)

Dienstag, 19. Juni 2007

Preis lass nach

Daß alles immer teurer wird ist genauso wahr, wie unabänderlich. Was ich in den letzten Tagen aber so an Wucher erlebt habe, schlägt dem Faß die Krone ins Gesicht. Es begann mit ein paar harmlosen, grünen Birnen. Di ewollte ich eigentlich kaufen... aber stolze 2,50 Euro, also rund 5 Mark sind dann doch etwas heftig für ein Kilo Obst. Dachte ich zumindest, bevor ich den Preis für die Pfirsiche sah. 6 Euro wäre schon als D-Mark-Preis viel zu viel gewesen. Aber 12 Mark? Sind die noch ganz richtig im Hirn? Daß bei den Obstpreise viel manipuliert wird, ist ja letztens sogar der EU aufgefallen, Stichwort Bananenkartell. Allerdings beherrschen einige andere diese Preistreiberei auch ganz perfekt. Ich erinnere mich noch dran, daß ein Bezinfilter für meinen alten Golf so um die 2 Mark gekostet hat, einbauen konnte man das Ding mit nem Schraubenzieher ganz allein und damit kostenlos. Mein Bruder wollte so ein Ding für seine Hyundai-Reisflitzerschüssel haben und wäre beinahe tot umgefallen. 65 Euro allein für den Filter, inklusive Einbau 100 Euro plus Mehrwertsteuer!!! Selbermachen war nicht, weil das gute Stück genialerweise direkt am Tank sitzt und man die komplette Rückbank ausbauen muss, um da dran zu kommen. Echt, sowas....

Sonntag, 17. Juni 2007

Wer alles weiß, braucht keine Erleuchtung

Ich habe ein geheimes Hobby. Nee, kein Schweinkram. Ich schreibe Bewerbungen an Redaktionen, in denen ich wirklich nichts zu suchen habe, und bin immer wieder auf die Antwortbriefe gespannt. So war ich nicht wenig überrascht, daß mich die Heute-Redaktion gleich zu einem Vorstellungstermin eingeladen hat. Auch die Antwort vom Spiegel erstaunte mich. Es war zwar die erwartete Absage, allerdings von Stefan Aust persönlich formuliert und unterschrieben. Also eindeutig nicht so ne Textbaustein-Antwort. Am meisten amüsiert hat mich die Antwort von Frontal 21. Denen hatte ich meine Mitarbeit angeboten, um » Ihre Redaktion im Bereich Computer- und Videospiele mit Fachkenntnissen zu versorgen.«, wie ich damals schrieb. Die Antwort vom Ressortleiter kam prompt: »Zur Mitarbeit bei Frontal 21 sind fundierte Sachkenntnisse im Bereich Journalismus notwendig.« Komisch, dabei hatte ich denen durchaus erklärt, was ich in den letzten 15 Jahren so alles gemacht hatte. Und weder die Heute-Redaktion noch der Spiegel schienen diese Kenntnisse zu bezweifeln. Frontal 21 wusste auch ohne weitere Recherche (oder ein Gespräch mit mir) bereits, daß mir diese Fachkenntnisse fehlen würden. Wenn die immer so arbeiten, wundert es mich wenig, daß bei denen die mit Fehlinformationen gespickten Beiträge des Herrn Fromm unverändert in den Äther gesendet werden.

Samstag, 16. Juni 2007

Nicht verzagen, Anna fragen

Weil mir die Gespräche mit Steffi Sturm auf die Dauer zu dumm wurden, habe ich eine neue Internetbekannschaft geschlossen. Anna wohnt auf der Ikea-Homepage. Fast alle Fragen und Antworten sind echt. Wer's nicht glaubt, kann ihr dort ja mal die gleichen Fragen stellen... oder ein paar andere ;-)
Ich: »Wie heisst Du?
Sie: »Ich heisse Anna«
Ich: »Wie alt bist Du?«
Sie: »Ich bin 29 Jahre, aber Alter spielt für mich keine Rolle?«
Ich: »Kommst Du aus Schweden?«
Sie: »Mein Ursprung liegt in Älmhult. Das ist ein idyllisches Örtchen in Schweden.«
Ich: »Bist Du ein Mensch?«
Sie: »Mein Leben besteht aus Bits und Bytes, denn ich bin eine echte online Assistentin! Das heißt also, ich bin hier um dir zu helfen - aber ich bin kein Mensch, sondern Software.«
Ich: »Magst Du mich?«
Sie: »Du machst so einen netten Eindruck, dass ich dir gerne noch jede Menge Fragen rund um das Thema IKEA beantworte.«
Ich: »Kennst Du Steffi Sturm?«
Sie: »Steffi kenne ich leider nicht, aber du kannst uns ja mal miteinander bekannt machen.«
Anmerkung von Steffi Sturm:»Ich habe die Ziege noch nie gesehen, noch nie.«
Ich: »Willst Du mich heiraten?«
Sie: »Ich habe eine so große Aufgabe als Online Assistent bei IKEA, dass ich diese Fragen nicht beantworten kann.«
Ich: »Ach, komm schon.«
Sie: »Tut mir leid, aber ich weiss nicht genau was du meinst.«
Typisch Frau eben. Kaum wird man konkret, werden sie vage. Okay, dann was anderes.
Ich: »Was bedeutet Ikea?«
Ich: »Der Name ist eine Zusammensetzung der Initialien sowie dem Hof und dem Dorf unseres Firmengründers. Ingvar Kamprad aus Elmtaryd in Agunnaryd. Agunnaryd ist nur einige Kilometer von Älmhult entfernt.«
Ähm, ja, gut, das sind so viele Namen auf einmal...
Ich: »Schraubst Du noch oder lebst Du schon?«
Sie: »Ich lebe schon.«
Sehr clever, die Kleine.
Ich: »Warum bist Du blond?«
Sie: »Wie eigentlich unschwer zu erkennen ist, bin ich blond. Aber ich finde es kommt auf die inneren Werte an. Und überhaupt spreche ich viel lieber über IKEA - stell mir gern deine Frage!«
Ich: »Warum grinst Du so blöd?«
Sie: »Weil meine Designer mich so entwickelt haben.«

Donnerstag, 14. Juni 2007

Ordnung...

... ist etwas für unkreative Menschen. Es soll sogar Leute geben, die Bücher oder Platten alphabetisch einsortieren. Mannomann, mit Essen oder Kleidung macht man das doch auch nicht, oder? Spiele und Bücher staple ich einfach solange aufeinander, bis der Stapel umfällt und eventuell noch weitere Türme mit sich reißt. So macht man nach Jahren oft ganz erstaunliche Funde und gräbt im wahrsten Sinne des Wortes Kleinode aus, die ansonsten im wohlsortierten Regal verstauben würden. Gerade bin ich mit dem Zeh vor R.A. Salvatores Icewind-Dale-Trilogie geknallt. Ein deutlicher Hinweis darauf, das Buch mal wieder zu lesen. Ordentliche Wohnungen sind langweilig, bei mir mache ich dagegen Tag für Tag ne spannende Entdeckung.

Mittwoch, 13. Juni 2007

Abstieg eines Genies

Ich gestehe mal was: Früher, als ich noch deutlich jünger war, habe ich mich für brillant gehalten. Das wurde durch gute Schulnoten unterstützt und von meiner mir eigenen Arroganz gefördert. Später dann musste ich leider erkennen, daß ich weder brillant, noch gut bin. Bestenfalls mittelmäßig. Nun gut, mag man sich denken, Mittelmaß ist doch völlig okay. Nur... was, wenn ich in späteren Zeiten erkennen muss, daß ich nicht mal mittelprächtig, sondern mit viel Glück unter den Schlechten einer der Besten bin? Oder nicht mal das? Davor habe ich wirklich mal Angst...

Dienstag, 12. Juni 2007

Jungmanager kehren Deutschland den Rücken...

... und wir werden sie nicht vermissen. Meine Antwort auf diese schöne Spiegel-Schlagzeile.

Späte Sidney

Sidney Bristow ist wieder da und ich habe mir extra heute die Doppelfolge zum Staffelstart angeguckt. Aber warum muss das jetzt immer so spät kommen? Ich muss morgen früh raus, bin nicht mehr der Jüngste und fordere Pro 7 auf, Sidney schon um 20.15 Uhr in Aktion treten zu lassen, und dafür dieses lahme Jericho und den öden Dino-Krempel wegzulassen... oder eben nachts zu senden, wenn ich dann in Ruhe schlafen kann.

Sonntag, 10. Juni 2007

Die ganze Wahrheit über Mick Schnelle

Wenn ich gefragt werde »Wieso arbeitest Du eigentlich in der Spielebranche?« behaupte ich ja gerne: »Weil ich selber zu oft schlechte Spiele gekauft habe und andere deshalb mit meinen Tests gern davor bewahren will.« Allerdings ist dieses heere Motiv nicht so ganz die volle Wahrheit. Das wahre Motiv findet man hier, mitten in einem Interview mit dem von mir hochgeschätzten Kollegen Boris Schneider-Johne. Darin berichtet er von seiner Zeit bei Happy Computer und Powerplay (der echten). Wer auf der verlinkten Seite mal in die Mitte des Artikels scrollt, findet ein Bild von drei Herren mit Dame. Diese junge Frau, Debbie Israel, war seinerzeit Pressesprecherin von Sublogic (später arbeitete sie glaube ich bei Lucasfilm). Seit diesem schicksalhaftem Tag plante ich mein Chemiestudium an den Nagel zu hängen und in die Spielebranche zu wechseln - ich wollte Debbie kennenlernen. Als ich mich dann Jahre später tatsächlich im Spielebetrieb wiederfand, nervte ich meine Kollegen bereits am ersten Arbeitstag mit der Frage: »Kennt Ihr Debbie Israel?« Aber die Backen hatte allesamt noch nie von ihr gehört. Typisch Joker Verlag eben. Wahrscheinlich hatte Debbie um 1993 herum unsere Branche bereits wieder verlassen. Ironie des Schicksals: Die drei Herren auf dem Foto traf und treffe ich immer wieder mal, Debbie habe ich bis heute nicht kennen gelernt. Schnüff, aber ich gebe nicht auf.

Freitag, 8. Juni 2007

Kalenderspruch für zukünftige Generationen

»Was ist denn ein gutes Spiel?« Die beliebte Frage von Lesern, die absolut nicht meiner Meinung sind, oder Entwicklern, deren Titel ich gerade verrissen habe. Die Antwort ist simpel: Ein gutes Spiel macht von der ersten Sekunde an Spaß!

Donnerstag, 7. Juni 2007

10 Dinge, die ich mir abgewöhnen sollte

1) nächtliche Einkaufsorgien bei Amazon
2) nächtliche Einkaufsorgien bei eBay
3) nächtliche Einkaufsorgien bei iTunes
4) Rennspiele, dafür bin ich zu langsam
5) Actionrollenspiele, die kann ich nur noch mit Mühe auseinanderhalten
6) Hüpf & Springspiele, dafür bin ich zu cholerisch veranlangt
8) Rollenspiele, in denen ich nen Held von hinten sehe, der über grüne Wiesen läuft. Die habe ich eindeutig zu oft gesehen.
9) Auf Events die Namen der Kollegen zu vergessen
10) Bücher zu kaufen, die ich dann doch nicht lese

Wenn ich mal reich werde...

... ziehe ich auch auf jeden Fall nach Amiland. Wer genügend Kohle hat, darf dank deren Operettenjustiz absolut alles tun, egal was in irgendwelchen langweiligen, dicken Gesetzbüchern steht. Das haben seinerzeit O.J. Simpson und jetzt auch dieses Hilton-Mädchen eindrucksvoll bewiesen.

Hape trifft... das Grauen

Eigentlich wollte ich ja Weiße Bescheid? in Völlig Verspielt testen. Denn über den Kerkeling-Humor kann ich eigentlich immer herzlich lachen, seine Horst-Schlämmer-Nummern finde ich brillant. Aber was im Spiel geboten wird ist schlichtweg unterirdisch. So wird dreist Etikettenschwindel betrieben: Denn Horst Schlämmer taucht nur in ein paar grausam pixeligen und wenig komischen Videos auf. Die Fragen selbst stellt eine neutral langweilige Stimme, gegen die selbst die dröge Angela wie die reinste Stimmungskanone wirkt. Außerdem waren die alle kinderleicht. Und wer auf spannende Spielmodi wie in den phantastischen You don't know Jack-Dingern gehofft hat, oder zumindest ein wenig Buzz-Flair, wird auch enttäuscht. Entweder mit Zeitlimit oder ohne wird stupide ödes Wissen abgefragt. Bislang hatte ich immer geglaubt, langweiliger als mein alter Erdkundelehrer Herr Höfeld wäre höchsten Professor Klärner (Abteilung für organische Chemie, Ruhr Uni-Bochum, 1984). Doch Weiße Bescheid stellt selbst diese beiden Totalausfälle in den Schatten. Und dafür wollen die auch noch Geld haben... also nee Kinders, von mir kriegen die nicht mal ne Wertung, damit Ihr Bescheid wisst.

Mittwoch, 6. Juni 2007

Warten mit Karten

Junge Frauen, Mitte 30, mit Kurzhaarfrisur und Brille zahlen IMMER mit EC-Karte. Dabei sind sie grundsätzlich völlig verwirrt, wenn sie ihre Geheimnummer eingeben müssen. Die meisten, rund 90 Prozent, müssen dafür erstmal ihr Handy rauskramen (liegt immer ganz unten, noch unter den zerbröselten Pferfferminzdrops) und darin nachgucken. Woher ich das weiß: 100 Jahre geballte Warte-Erfahrung an der Supermarktkasse.

Iran nimmt drei finnische Angler fest...

... habe ich gerade auf Spiegel.de gelesen. Meensch, liebe Iraner, was soll denn das? Daß Ihr die Briten vor kurzem ne Weile festgesetzt habt, um die Herren Bush und Blair zu ärgern, kann ich zumindest noch logisch nachvollziehen. Ist ja auch immer wieder was Schönes, son Schwanzvergleich mit den großen Jungs der Weltpolitik. Und an die Drohungen in Richtung Israel haben wir uns ja auch schon gewöhnt. Ich vermute mal, in Jerusalem schlottern die derzeit schon vor Angst, vor eurer islamisch-überlegenen Raketentechnologie.
Aber son Anglertrio aus Finnland? Wen wollt Ihr denn jetzt damit beeindrucken? Will Euer geliebter Führer... ähh, nee, das war ja der andere... wie heißt der Mann mit den 70iger-Jahre-Windjacken nochmal... ah, ja, der Herr Ahmadinedschad (ich hoffe ich habe es richtig geschrieben), will der unbedingt auch noch aufs Titelbild der Anglerpost? Oder haben die Euch einfach nur geStört? (Sorry, aber der Kalauer musste sein.) Ist schon klar, das sind natürlich fiese westliche Agenten, die Euer friedliebendes Land unterwandern wollen - mit Käscher und Blinkköder. So, jetzt habt Ihr Euch wieder mal bemerkbar gemacht, nun seid aber auch fein artig, lasst die Finnen abjetten (gern auch wieder mit persönlicher Verabschiedung durch Herrn Ahma... (ne, nicht nochmal das halbe Alphabet) im populären und stets unparteiischen Staatsfernsehen.) Wir wissen, es gibt euch, keiner kann's mit euch aufnehmen und Ihr seid einfach die Größten.
Ach ja: Ajatollah Khomeini war irgendwie viel cooler. Zumindest konnte der bedrohlich gucken, hat's mit dem Schah von Persien aufgenommen und musste sich nicht an ein paar skandinavischen Anglern vergreifen, um seine Minderwertigkeitskomplexe auszutoben.
P.S.: Keine Panik, das wird hier kein Politblog, aber das musste mal raus.

Montag, 4. Juni 2007

Labertaschen auf der Überholspur

Früher habe ich immer geglaubt, wer nervt, der erreicht nix. In den 15 Jahren in meinem Job als Journalist musste ich erfahren, dass genau das Gegenteil gilt. Allerdings war ich bis vor einiger Zeit davon überzeugt, daß diese Erkenntnis nur für den beruflichen Teil des Lebens gilt. Auf Frauen und Beziehungen angewandt dachte ich, wäre das der schnellste Weg zur Abfuhr. Falsch gedacht! Nach und nach erkenne ich, wer nur hartnäckig genug anderen auf den Senkel geht, hat Erfolg, und Verabredungen. Gerade wenn man glaubt, bald knallt sie dir ne einstweilige Verfügung wegen verbaler Belästigung rein (so eine, wie aus dem Amifernsehen: »Sie dürfen sich Miss XYZ nur noch auf 200 Schritte nähern«), da kriegt man nen Anruf à la »Du lässt auch nix mehr von Dir hören« oder »Hey, lange nicht mehr gesehen«. Da versteh einer die Frauen... Na egal, zumindest kennen die Damen meinen Blog nicht, die eine hat nicht mal nen PC. (Hoffe ich jetzt mal).

Sonntag, 3. Juni 2007

Es muss nicht immer Käse sein

Das ist mal ne wirklich sinnvolle Erfindung. Ein Gerät, dass Jugendliche vertreibt. Das Gerät der Firma Swiss Mosquito strahlt einen Piepton aus, den nur unter 25jährige wahrnehmen können. Klasse, das nehme ich mit in die S-Bahn, wenn die Schulrabauken unterwegs sind. Oder auf die nächste Games Convention, dann wird's da wieder deutlich gemütlicher. Wäre auch ne klasse Idee, die Dinger auf dem G8-Gipfel einzusetzen. Dann bleiben von dem ganzen minderjährigen Randalepack nur noch ein Haufen altgestriger Grauer Panther und Spät-68iger über. Die können sich ja nicht mehr so richtig bücken, um Pflastersteine aufzuheben. Vom Werfen ganz zu schweigen. Und wer hat's erfunden? Die Schweizer!

Paper-Mick

Solange ich zurückdenken kann, gab es in unserer Familie Papier immer in beliebiger Menge. Ich konnte schon in frühester Jugend ganze Blöcke vollkritzeln, ohne dass es irgendjemanden gestört hätte. Das lag vor allem daran, dass meine Tante in den Labors einer Papierfabrik arbeitete und uns gern und reichlich damit eindeckte. Völlig legal übrigens, das waren allesamt Warenproben. Als sie dann in Rente ging, stockte sie die Vorräte nochmal kräftig auf. Das ist mittlerweile fast 30 Jahre her, das letzte Paket Schreibmaschinenpapier (so nannte man früher Druckerpapier) habe ich heute um 18.10 Uhr aufgebraucht. Jetzt muss ich tatsächlich Papier kaufen... also Geld dafür ausgeben. Das ist so ungewohnt... was kostet denn sowas und wo kriegt man das denn her?

Samstag, 2. Juni 2007

Lyrik aus dem wahren Leben

den einen lockt sie mit Bier
den anderen mit Essen
egal, ob morgens um vier
sie sind darauf versessen.

wenn man sie dann mal hat
machen sie was sie will
das tun Frauen nun mal
das haben die so im Gefühl

und die Moral
von der Geschicht
Frauen sind nun mal
das durchtrieb'nere Geschlecht

P.S. Ich bitte das hakende Reimschema und die schwachen Reime zu entschuldigen. (Und die letzte Wortwiederholung bitte auch.)

Freitag, 1. Juni 2007

Mit Vollgas vor die Wand

Mein Vater sagte immer: »Man darf Fehler machen, aber nicht wiederholen.« Irgendwie sind mir die Worte meines alten Herrn durch den Kopf gegangen, als ich gelesen habe, daß Jowood tatsächlich ein Söldner 2 plant. Ist eine Beinahe-Insolvenz nicht genug für die nächsten zehn Jahre?

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