Montag, 30. April 2007

Käse-Katastrophe

Heute an der Kasse:

Frau Nummer 1: »Es sieht schlimm aus, ganz schlimm!«

Frau Nummer 2: »Wirklich, so schlimm?«

Frau Nummer 1: »Ja, das Würz-Käs-Zenario ist eingetreten!«

Hmmm... vielleicht ist ihr ja nur der Harzer-Roller ausgegangen?

Highlight gesucht

Fällt jemand irgendein Spiel ein, das in nächster Zeit (sagen wir mal die nächsten acht Wochen) erscheint, das zu spielen sich lohnen könnte? Mir leider nicht...

Sonntag, 29. April 2007

Pfui Pastell

Bei uns in Baldham wird derzeit fleißig gebaut. Lauter neue Häuser entstehen, sogar ein komplettes Einkaufszentrum. Aber warum müssen diese Häuser alle in so einer fiesen blassen Pastellfarbe gestrichen sein? Die China-Pagoden-Dächer hätte ich vielleicht noch verzeihen können. Aber dieser Miami-Vice-Pfirsich-Aprikosen-Verputz ist echt grausam.

An Tagen wie diesen...

... würde ich gern in den Kühlschrank klettern und mich nebens Eisfach legen. Allerdings habe ich Angst, daß ich nicht mehr raus komme. ..
P.S. Eigentlich wollte ich mich heute über die Hilflosigkeit von Chefredaktionen auslassen, die schwindenden Leserzahlen mit plumpen Anti-Bush(oder meinetwegen auch Beckstein)-Aufklebern begegnen, die sie ihren Abonnenten unterjubeln. Aber für dieses Thema ist es mir heute wirklich zu heiß.

Samstag, 28. April 2007

Heute beim Metzger

steh ich da und bestelle zwei Frikadellen.
Ich: »Zwei Frikadellen, bitte«

Verkäuferin: »Pute oder Schwein?«

Ich: »Schwein!«

Die Verkäuferin nickt und holt aus der Schale zielsicher zwei Frikadellen raus.

Verunsichert frage ich: »Wie unterscheiden Sie denn die Putenbuletten von den normalen?«

»Ganz einfach«, antwortet die Fachfrau, »in die aus Pute kommt immer noch extra Petersilie. Dadurch kann ich die leicht auseinander halten.« Sagt sie und präsentiert mir eine Putenfrikadelle, die voller grüner Petersiliensprenkel ist. Na wieder was Neues dazugelernt. Ich kann für die Geflügelfreunde nur hoffen, daß nicht mal eine Schweinfrikadelle verschimmelt und ebenfalls grüne Sprenkel ausbildet...

Mittwoch, 25. April 2007

Schwamm drüber

»Mein Verhältnis zu Behörden war nicht immer ungetrübt
Was allein nur daran liegt, daß man nicht kann, was man nicht übt
Heute geh' ich weltmännisch auf allen Ämtern ein und aus
Schließlich bin ich auf Dienstwegen schon so gut wie zu Haus
Seit dem Tag, an dem die Aktenhauptverwertungsstelle Nord
Mich per Einschreiben aufforderte "Schicken Sie uns sofort..."

Einen Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars
Zur Bestätigung der Nichtigkeit des Durchschriftexemplars
Dessen Gültigkeitsvermerk von der Bezugsbehörde stammt
Zum Behelf der Vorlage beim zuständigen Verwaltungsamt«

An diese wahren Worte von Reinhard Mey musste ich heute morgen die ganze Zeit denken, als ich im Landratsamt in Ebersberg einen Termin hatte. Danach folgten zwei weitere Behörden. Und je länger ich mit denen zu tun hatte, desto vehementer hämmerten Meister Meys Verse in meinem Hirn. Ich bezweifle ehrlich, daß irgendjemand, der länger mit Verwaltungen, Behörden, derem Logik-resistenten Denken und dem ganzen Formularwust zu tun hat, sich seine geistige Gesundheit erhalten kann. Als ich endlich wieder zu Hause war, musste ich mich erstmal mit ner Folge Spongebob beruhigen. Danach sah die Welt schon gelber... äh rosiger aus. Ich habe nur Angst vor nächstem Mittwoch, da geht der Ämtermarathon weiter. Vielleicht gucke ich danach Kim Possible...

Montag, 23. April 2007

Du sprecke Deutsche? Update

Eigentlich hatte ich gedacht, die Zeiten grauenvoll übersetzter Spiele wäre lange vorbei. Vor allem wenn es sich um große Publisher und bekannte Teams handelt. Aber die Webseite von Big Huge Games macht mich misstrauisch. Dort wird die Xbox live-Version von "Die Siedler von Catan" folgendermaßen angepriesen...
Originalzitat: »Settlers of Catan, das legendäre Brettspiel von der Meinung von Klaus Teuber, kommen zu Xbox Live Arcade. Entwickelt von Brian Reynolds und Big Huge Games wird Catan für die Ausgabe im Mai 2007 mit Schiefer gedeckt.
Catan legt den Spieler in die Rolle von Kolonisten auf der kürzlich entdeckten imaginären Insel desselben Namens. Durch die Strategie und den Handel wetteifern 3-4 Spieler für die Kontrolle über das wertvolle Territorium und Mittel dieser unerforschten Wildnis. Mit zehn Millionen Kopien bereits verkauft sind Settlers of Catan das seltene Brettspiel, das an zufällige Spieler so viel wie harte Enthustiasten appelliert.
Catan für Xbox Live Arcade setzt die Tradition von großartigem gameplay und leichter Zugänglichkeit fort. Spieler bewerben sich online mit ihren Freunden aus der ganzen Welt oder wählen von bis zu 6 dynamischen Computeranzüglichkeiten. Das Spiel zeigt einen robusten KI entwickelt in einer merklichen Kollaboration zwischen Klaus Teuber und Brian Reynolds, Designer der Civilization II und des Rise of Nations in der Hauptrolle. "Ich bin ein großer Fan von Settlers of Catan, am Wettkampf persönlich gespielt. Wir stürzten uns auf die Gelegenheit, einen Xbox 360 Version zu schaffen," sagt Brian Reynolds vom Titel in der Entwicklung. "Das Design ist so elegant Sie können in Minuten jemanden spielen lehren und dann Jahre versuchend ausgeben, es zu meistern. Mit unserem Expertise im Benutzeroberfläche-Design und künstlicher Intelligenz war es einem natürlichen passenden für das Projekt ähnlich!"
Autsch, mein persönlicher Liebling sind die »6 dynamischen Computeranzüglichkeiten«. Herrlich, aber ich glaube Big Huge Games sollte noch ein wenig Big Huge Money für einen Big Huge Übersetzer ausgeben...
Update: Huch, das ging aber schnell: Big Huge Games hat mittlerweile den grausig übersetzten Text gegen eine gut eingedeutschte Variante ausgetauscht. Eigentlich schade...

Das letzte Geheimnis der Menschheit

Wieso heißen Kurzwaren eigentlich Kurzwaren? Und wie lang dürfen die maximal sein?

Sonntag, 22. April 2007

Farbe bekennen

Ich war ja seit jeher immer ein Fan von dem schwarzen Spion (hier im Einsatz mit seinem weißen Kollegen gegen was Lara-Croft-Ähnliches). Keine Ahnung warum, aber in den Spion-&-Spion-Comics habe ich mich immer tierisch gefreut, wenn der Weiße eins drübergekriegt hat. Bin ich jetzt ein Rassist?

Freitag, 20. April 2007

Bastelpanik

Heute war es wieder mal soweit: Ich musste meinen PC aufschrauben und Speicher wechseln. Sowas tue ich ja extrem ungern, weil ich in handwerklichen Dingen der reinste Autist bin. Theoretisch weiß ich alles, an der praktischen Umsetzung hapert es aber gewaltig. So gehöre ich zu den Leuten denen Schrauben gern hinters Motherboard rutschen, Grafikkarten anbrechen und Prozessoren durch reines Angucken killen. Ich vergesse nie wie ich mit einem Data-Becker-Buch auf den Knien seinerzeit den Schreib-Lesekopf meiner C64-Floppy reinigen wollte. Es endete damit, daß ein paar wesentliche Schaltkreise danach die Zusammenarbeit verweigerten und ich mir eine neue kaufen musste. (Damals rund 700 Mark teuer, keine Freude). Immer wenn ich so werkle beneide ich Menschen wie Pia. Die erzählt mir im Plauderton, wie sie eben mal den Lüfter austauscht, Festplatten ummontiert oder ihren Rechner sonstwie optimiert. Und wenn sie mal was nicht weiter weiß oder elementares Werkzeug fehlt, hat sie das Problem binnen einer halben Stunde gelöst und die Surroundanlage am PC ist perfekt verstöpselt und verkabelt. Mein Bruder ist ähnlich. Was er nicht kann, bringt er sich binnen kürzester Zeit eben selber bei. Ich vergesse nie, wie er mit einem Auto, das bis unters Dach mit Lautsprechern vollgestopft war, so daß außer dem Fahrer wirklich niemand mehr reinpasste, ankam. Ratzfatz waren die Dinger (ich glaube es waren sechs oder sieben) in der Wohnung aufgestellt, sämtliche Kabel handgeschnitten und verlegt und an so nen dicken Kasten angeschlossen hat, der mit seinen Phalanxen gleich aussehender Anschlüsse und Buchsen aussieht, wie die Kontrolleinheit des US-Raketenabwehrsystems. Oder er baut mal eben son Monsterschreibtisch, für den man eigentlich zwei Leute braucht, innerhalb einer Viertelstunde allein zusammen - wohlgemerkt, sowas hatte er vorher noch nie gemacht. Ich bin auf sowas schon ein wenig neidisch, kriege ich doch schon bei nem einfachen Drehstuhl Probleme. Warum ich das hier erzähle? Weil ich wider Erwarten doch den Speicher mit Anstand vom Motherboard gelöst habe. Ein unbedeutender Schritt für die Menschheit, ein großer Sieg für mich... bis zum nächsten Mal.

Donnerstag, 19. April 2007

Man lernt nicht aus

Bis heute Abend wusste ich gar nicht, daß Dunkelbier so lecker schmeckt.

Mittwoch, 18. April 2007

Die Post weiß Bescheid

Guck an, auch in Amiland funktionieren die Automatismen des schlecht informierten Reflex-Journalismus. Kaum hatte der Amoklauf von Cho Seung Hui an der Virgina Tech stattgefunden, wusste die Washington Post bereits Bescheid, daß er ein Fan von Counterstrike gewesen sei. Woher dieses Wissen stammte, verriet man nicht. Aber irgendwie scheint diese Info in der aktuellen Version des Artikels »verloren« gegangen zu sein. Denn mittlerweile behauptet man das da nicht mehr. Aber für einen ersten Aufreißer, der ein paar Stunden lang Klickquote bringt, reicht es ja allemal. Dafür kann man auch mal ein Weilchen erfundenen Blödsinn schreiben.

Schütt gut auf Kraut und Rüben

Als freier Journalist ist man ja immer auf der Suche nach neuer Kundschaft. Hefte und Magazine, denen man seine wertvolle Mitarbeit antragen kann. Dabei bin ich auf dieses bemerkenswerte Magazin gestoßen, das bei Vogel-Burda erscheint. Was mich am meisten beeindruckt: der Name des Heftes: Schüttgut! Das nenne ich mal klar und deutlich. Das Magazin für die Kiesbranche ist dadurch unverwechselbar. Das erinnert mich an ein anderes Heft aus dem Hause Burda: Kraut & Rüben. Auch hier weiß man gleich, worum es geht. Ich frage mich nur, was die wohl für Titelstories haben. Bei Schüttgut vielleicht: »Kies & Laster - wie man die Konkurrenz elegant im Steinbruch verschwinden lässt.« oder »Brennelemente natürlich entsorgen - mit Uran im Kiesbett Schotter machen.« Bei Kraut und Rüben wäre eventuell »Radieschen von unten betrachtet« ein reizvolles Thema. Hat irgendjemand hier eins dieser Hefte abonniert?

Dienstag, 17. April 2007

Mick allein auf der Welt

Kommt man für sowas auch ins Guiness Buch der Rekorde? Ich habe tatsächlich zwei Tage lang keinerlei Anrufe, Briefe oder Emails gekriegt. Nicht mal Spam. Dafür gibt es eigentlich nur zwei Erklärungen: a) ich bin so unwichtig, daß nicht mal mehr die gewerbsmäßigen Abzocker an mir interessiert sind oder b) die Welt ist nach einem Atomkrieg komplett entvölkert, bis auf mich! Ich bin mir nicht sicher, was mir lieber ist, a oder b?

Heiß, heißer... Ü30-Fan

Ein Merksatz für den Rest des Sommers: Wer im Winter die Lüfterleistung auf 30 Prozent runtergeregelt hat darf sich nicht wundern, wenn der Prozessor beim ersten warmen Sonnenstrahl zu Überhitzungen plus Autoreset neigt.

Sonntag, 15. April 2007

Geschichten aus der Geschichte - Unter der Sonne Kaliforniens

Bei dem schönen Wetter ist mir eine lange vergessen geglaubte Pressetour wieder eingefallen.
Man nehme einen seinerzeit wichtigen Spielehersteller in der Nähe von Los Angeles, einen Redakteur, dem eine europäische Pressebetreuerin einen exklusiven Besuch bei just jenem Hersteller versprochen hat, und los gehts. Nach 12-stündigem Flug und schlecht geschlafener Nacht im Hotel treffe ich besagte Pressedame, die eigens aus London angereist ist, vor dem Hotel. Zusammen fahren wir zu den Büros des Herstellers. Doch am Empfang weiß man nichts vom Besuch. Die Engländerin wird zuerst bestimmt, dann resolut, schließlich ärgerlich - vergebens. Die Entwickler stellen auf stur. Man weiß nichts vom Besuch, man läßt auch niemanden rein. Nicht mal die kleine Engländerin. Hektische Telefonate mit dem europäischen Publisherbüro folgen. Wir warten... und warten... und warten... Nichts geschieht. Schließlich folgt ein sehr langes Telefonat mit der Europazentrale im lauten Tonfall plus einiger Flüche. Schließlich legt sie resigniert auf und meint: »Das wird nix. Wann geht Dein Flug zurück?«
»Erst in zwei Tagen«, antworte ich. »Wir hatten ja extra etwas mehr Zeit eingeplant, wegen Video und Interviews.«
»Tja, mein Flieger geht auch erst am Sonntag«, meint sie. »Aber weißt Du was?« Dabei grinst sie wölfisch. »Das Reisebudget ist bereits genehmigt. Wir haben zwei volle Tage und ein volles Portemonnaie.«
Das Wetter war kalifornienmäßig toll und der Rest auch. Zurück in der Redaktion habe ich natürlich pflichtschuldig den Geknickten gegeben, der ja leider völlig umsonst um die halbe Welt geflogen ist. Immer wenn das Wetter so herrlich ist, wie an diesem Wochenende, fällt mir diese Reise wieder ein - von der ich hier erstmals die volle Wahrheit erzählt habe.

Mutantenkakao

Ich habe hier einen irgendwie sehr merkwürdigen Kakao. Wenn ich den ne Weile stehen lasse, sinkt der Kakao zu Boden und die Flüssigkeit wird wieder weiß, wie reine Milch. Dann muss ich durchrühren und es geht ne Weile. Echt, sowas hatte ich ja noch nie. Von schwerem Wasser habe ich ja schon mal gehört. Aber schwere Kakaomoluküle sind wohl ne neue Entdeckung. Vielleicht kriege ich dafür ja endlich den Nobelpreis...

Samstag, 14. April 2007

München oder Mittelerde?

So, jetzt ist es endlich so weit: Ab heute früh um 9 Uhr öffnen endlich die Herr der Ringe Online-Server. Ich war extra nicht zu lange in der Beta, damit ich nicht schon zuviel kenne. Wer ebenfalls nach Mittelerde aufbricht und einen etwas unbeholfenen Zwerg durch die Gegend torkeln sieht, möge Nachsicht mit dem Kerl haben. Er ist nicht mehr der jüngste und hat vielleicht seinen Namen vergessen. Wer ihn findet, weise ihm den Weg zum nächsten Gasthaus. Aprops: Wenn das Wetter aber weiterhin so gut bleibt, ist es gut möglich daß ich vielleicht doch lieber in den Biergarten gehe. Um danach volltrunken durch Eriador... äh München zu torkeln. Wer deshalb im echten Leben einen etwas unbeholfenen Spieletester durch die Gegend torkeln sieht, gebe ihn bitte im nächstgelegenen Heim für trunkene Redakteure ab. Der Dank der gesamten Branche ist Euch gewiss.

Freitag, 13. April 2007

Zwei Welten - eine Klinge

Habe gerade gelesen, was in der Luxus-Version von Two Worlds enthalten ist, das mein »Lieblingspublisher« Zuxxez (ich hoffe, ich habe den albernen Namen richtig geschrieben) herausbringt: Unter anderem ein Edelstahl-Brieföffner in Form eines Fantasy-Schwertes. Allerdings nur in der PC-Version, Xbox 360-Spieler müssen darauf verzichten. Wahrscheinlich glaubt der Publisher, daß die Konsolenzocker jünger sind und deshalb gar nicht wissen, was eigentlich ein Brief ist und warum man ihn öffnen muss. Oder man geht davon aus, daß die PC-Version fehlerbehafteter als die Konsolenfassung ist, weshalb die Käufer etwas brauchen, womit sie sich abreagieren können. Keine Ahnung, ob das so stimmt. Wer Bedarf an einer handlichen Klinge hat, sollte sich den Releasetermin im Kalender rot anstreichen.
Huch, ich sehe gerade, heute ist ja Freitag, der 13te. Hoffentlich ist das kein böses Omen...

Mittwoch, 11. April 2007

Make Love NOD War

Ich weiß, das ist ein alter Kalauer, aber ich konnte nicht widerstehen. Genauso wenig, wie ich den Test zu Command & Conquer 3 auslassen konnte. Da hatte ich mich schon das ganze Jahr drauf gefreut - blöd nur, daß Tiberium Wars bei weitem nicht so toll geworden ist, wie die Demo hoffen lies. Warum, lest Ihr natürlich hier auf Völlig Verspielt.

Montag, 9. April 2007

Nomen est Omen

Wie kommt es eigentlich, daß alle tollen Frauen, die ich in den letzten 25 Jahren kennengelernt habe, entweder Eva oder Christiane (bzw. Varianten wie Kristina, Christine etc.) heißen? Gibts dafür irgendein Naturgesetz?

Samstag, 7. April 2007

Clever kaufen in Kanada

Wer wie ich gern Importspiele auf Konsolen zockt, kennt das Dilemma. Hiesige Importhändler lassen sich die Spiele gern in Gold oder Platin aufwiegen. In Amiland selber kaufen lohnt sich dank absurder Portokosten auch nur, wenn man gleich mehrere Titel auf einmal bestellt. Und da der Wert dann gern 100 Euro übersteigt, landet die Lieferung gern beim Zoll. Das bedeutet dann nicht nur den langen Marsch durch die mittelalterlichen Instanzen (»Ist das eins von diesen Videomodulen?«), sondern auch zusätzliche Kosten, die locker nochmal genauso hoch sein können, wie der Warenwert. Umso erfreulicher ist meine neueste Entdeckung: Video Games Plus befindet sich in Kanada, wo erstens die Preise deutlich unter denen in Amiland liegen und zweitens das Porto erfreulich bezahlbar ist. So habe ich am letzten Montag Puzzle Quest für das Nintendo DS bestellt, das mich ganze 25 Euro gekostet hat, plus lächerliche 4,70 Euro Versand. Wohlgemerkt für Luftpost. Zusammen also gerade mal rund 30 Euro. Angekommen ist das Päckchen heute. Das nenne ich mal fix und günstig. Ach ja, wer Lust hat sich den flotten Mix aus Rollenspiel und Bejeweled mal anzugucken, kann sich hier die Demo für den PC runterladen. Aber Vorsicht, wer damit anfängt, wird so schnell nicht wieder aufhören und wie ich wahrscheinlich die PC-Version nicht mehr abwarten können. Aber Ihr wisst dann ja, wo's günstig die bereits erschienene DS-Variante gibt.

Endlich Schwein gehabt

Bislang war ich ja eher ein langweiliger Typ. Vor allem im Bezug auf Lieblingstiere. Wale, Delfine (die gehören ja irgendwie dazu) und Pinguine sind meine Favoriten, nicht gerade besonders originell. Aber jetzt hat es mir eine andere Spezies angetan. Wie die schlauen Leute vom Spiegel artig berichteten, gibt es im Zoo in Landau (wo immer das auch liegen mag) Nachwuchs bei den westafrikanischen Pinselohrschweinen. Super, endlich mal eine Rasse, die nicht jeder x-beliebige Feld-, Wald- und Wiesenredakteur total niedlich findet. Bringt mir demnächst sicher auf Partys auch einen Bonus beim Smalltalk. Wer interessiert sich schon für westafrikanische Pinselohrferkel? Da kann ich mit meinem Wissen garantiert ganz groß auftrumpfen. Nur eins ist ein wenig dumm: Ich habe keine Ahnung von den Viechern. Weiß weder wie die aussehen, noch welche Farbe sie haben und ob die mehr dem gewöhnlichen Hausschwein ähneln, oder vielleicht doch ganz was anderes sind. Aber egal, das westafrikanische Pinselohrschwein (hach, wie ich es liebe dieses Wort zu schreiben) ist mein Tier des Jahres. Ach ja, was man aus dem Artikel auch noch lernt: Die Spiegeltypen haben keine Ahnung, wie man den Pluraldativ von »Dromedar« bildet.

Donnerstag, 5. April 2007

Die NPD-Bananen

Hilfe, meine Bananen sind bei dem warmen Wetter über Nacht braun geworden...

Apothekenpreise bei Microsoft

Ich finde es immer wieder lustig, wie Microsoft eiskalt Blödsinn erzählt. Jüngstes Beispiel: Die neue Festplatte für die Xbox 360. Für lächerliche 120 GByte verlangt man happige 180 Dollar. Ein klein wenig teuer, könnte man denken. Aber Microsoft kontert, man könnte die Preise nicht einfach mit ordinären PC-Festplatten vergleichen. Schließlich müsste man die ja dann auch noch selbst installieren. Wahrscheinlich würde mit derselben Begründung bei Microsoft ein Brötchen fünf Euro kosten, mit dem Hinweis, daß es dafür auch schon aufgeschnitten wäre. Aber wer 80 Euro für nen WLan-Adapter verlangt (ein Stück Plastik mit Draht und nem USB-Anschluß) hat wohl generell ein kleines Problem mit den Realitäten des Lebens.

Mittwoch, 4. April 2007

Mutterlight

In den Zeiten der Globalisierung muss man schon gnadenlose Marktanalysen machen. Selbst hier im Blog. Ich habe zum Beispiel festgestellt, dass Postings zu Themen wie Fußball oder Computerspielen am meisten angeklickt werden. Deshalb rede ich jetzt mal über Nahrung. Okay, eigentlich geht's eher ums Fernsehen. Also das war so: Neulich schlafe ich vor der Glotze ein, und als ich aufwache, läuft so'n investigatives Magazin auf nem Privatsender. Die Herrschaften da warnen mich gerade vor einem üblen Etikettenschwindel. Die böse Industrie schreibt nämlich, so verrät mir die aufgeregte Moderatorin, auch das Wörtchen »light« auf Sachen, die gar nicht so leicht sind. Und zum Beweis präsentiert sie ein »Mars Delight«. Eine heulende Mutti ist auch gleich zu sehen, die sich bitter beschwert, daß sie ihren Bratzen nur gesunde Dinge gibt, und extra Light-Produkte kauft. Dabei ist die arme hirnamputierte Frau doch prompt auf diesen niederträchtigen Betrug hereingefallen. Herr, laß Hirn vom Himmel regnen, einige können's echt brauchen.

Her mit die Äktschn

Ich hätte mal wieder Lust einen richtig schön spannenden Action-Roman zu lesen. So was Hightech-mäßiges mit klarem Gut-Bösebild. Kalter Krieg ist okay, aber auch ein aktuelles Szenario. Allerdings habe ich schon alles von Tom Clancy, Frederic Forsyth, Vince Flynn, Eric. L. Harry, Glenn Meade, Matthew Reilly und Patrick Robinson gelesen. Hat jemand einen guten und möglichst aktuellen Tip?

Sonntag, 1. April 2007

Die Rückkehr der Kittelmuttis

Eben am Royal-Kino in München:
Ich: »Hallo, ich habe reserviert. Nummer 19 bitte.«
Alte Frau mit grausam bayerischem Keif-Akzent: »19? Homma net!«
Ich: »Doch, haben Sie sehr wohl!«
Sie tippt auf ihrem Uralt-PC, danach: »Na, des homma net.«
Ich, mich beherrschend: »Nu bleiben Sie mal schön freundlich. Die Nummer war die Eins-Neun«. Dabei zeige ich ihr mit den Fingern die einzelnen Ziffern, vielleicht hat die Gute ja was an den Ohren.
Sie: »San die Korten für Morgen?«
Ich: »Sie haben es erfasst. Bingo.«
Sie: »Des müssen's mir schon sog'n.« Dabei druckt sie die Karten, die sie offensichtlich doch gefunden hat, aus.
Ich: »Nein, ich muss gar nichts. Ihr System ist wohl ein wenig dämlich, wenn es zur Reservierungsnummer auch noch den Wochentag braucht.«
Sie: »Wollens jetzt die Korten oder net?«
Ich: »Haben Sie mir nicht zugehört? Habe ich den Begriff "ich will nicht" oder sowas benutzt? Nein. Ich habe lediglich gesagt, daß Ihr System reichlich bescheuert ist. Das geht woanders unkomplizierter.«
Sie grummelt sich ein »Dann gehen's da doch hin« in den Damenbart.
Ich nicke, und verabschiede mich mit einem »Dann gehe ich beim nächsten Mal eben ins Matthäser, da ist die Reservierung auch unkomplizierter.«
Ich habe mich dann nicht mehr umgedreht, aber ich glaube mir wurde in dem Moment ein Blickdolch in den Rücken gerammt. Echt, solche Zicken habe ich lange nicht mehr erlebt. Früher gab's diese angejahrten Muttis (immer im schicken Polyesterkittel) häufig in Kinos. Die wurden über die Jahre aber meist durch günstigere Studenten ersetzt. Die hier muss die Säuberungsaktionen überlebt haben. Wahrscheinlich ist sie hochgradig gefährlich. Egal, das nächste Mal gehe ich eben woanders hin, dann kann Mutti wen anders vergraulen.

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