Freitag, 2. März 2007

Musik entknotet

Das passiert, wenn man vor lauter Arbeit nicht über den Schreibtischrand guckt. Man wird immer düsterer, die Welt schrumpft zusammen und irgendwie scheint alles fad. Spätestens wenn ich nicht mehr weiß, ob es sechs Uhr Abends oder Morgens ist und ich den Wochentag nicht eindeutig zuteilen kann, muss ich die Notbremse ziehen. Dann ist es mal wieder Zeit, die Hirnwindungen zu entknoten. Das geht bei mir am besten mit Musik. Gestern war bei mir italienische Oper angesagt, heute Queerbeet (gerade höre ich die Aria di Mezzo Carattere aus Final Fantasy 6) und morgen habe ich mir die Klangwelten des Mike Oldfield vorgenommen. Diese Therapie wirkt bei mir wahre Wunder. Vermeintliche Probleme werde auf ihr wirkliches (meist nicht sonderlich großes) Maß zurückgestutzt und die Dinge geraten wieder in die richtigen Relationen. Wieso vergesse ich bloß immer wieder, wie wichtig die regelmäßige Entkrampfung der Hirnwindungen, wie wichtig generell Musik ist?

12 Comments:

At 02 März, 2007 04:19, Anonymous Erik meint...

Ich nehme mir schon seit Monaten vor, mich endlich ins abgedunkelte Wohnzimmer zu setzen, ein Glas Cognac aufzustellen und das Weisse Album einfach durchlaufen zu lassen.

Nur mal wirken lassen, im ganzen Ausmaß.

Mal nix Denken, Sorgen, unruhig Herumwuseln, einfach nur wirken lassen.


Nur find' ich keinen Laden, der mir etwas mehr Zeit zur Seite legen kann...

 
At 02 März, 2007 04:40, Blogger Chernaya Akula meint...

Ja, die richtige Musik ist sehr wichtig!

Seit ich ein ordentliches Autoradio habe und für mich von mir ausgesuchte Musik hören kann (und nich mehr diese nsaublöden Radiomist!), fahre ich viel gelassener, bzw. bin nicht schon auf dem Weg zur Uni genervt.

 
At 02 März, 2007 08:37, Blogger Klapsenschaffner meint...

Mache gerade auch die entkrampfungs und Welt-auflockerungs Musik Therapie.
Nach drei Nachtschichten bin ich zeitlich und örtlich immer leicht unentschlossen.

 
At 02 März, 2007 10:30, Blogger Mick meint...

@Erik: Sehr gute Idee, der cognac ist nix für mich, aber das Weiße Album mal wieder hören, ist ne sau gute Idee. :-)
@chernaya: oh, ja, diese selten dämlichen Quassel-Radiokanäle, was habe ich diese Plapperbrüder hassen gelernt. ;-)
@klapsenschaffner: das kenne ich auch gut. Noch schlimmer ist, finde ich, Wechselschicht. Das macht völlig weich in der Birne.

 
At 02 März, 2007 11:25, Blogger RasPutina meint...

Ja, Mike Oldfield rockt ^^

bzw. Synthesizert ;)

mein Lieblingsstück ist Crystal Clear, das hab ich mit 12 oder 13 das erste Mal gehört und war total beeindruckt.

 
At 02 März, 2007 11:50, Blogger Mick meint...

den habe ich das letzte Mal bei der Night of the Proms live gesehen. Mein absolutes Highlight ist nach wie vor Tubular Bells, das ist heute noch so gut, wie vor 30 Jahren.

 
At 02 März, 2007 16:00, Anonymous Mash meint...

Incantations und Ommadawn nicht vergessen! Überaus brillant!

 
At 02 März, 2007 16:07, Blogger Mick meint...

wie wahr. Was mir den Kerl zudem sympathisch macht: Der guckt auf der Bühne mindestens genauso finster, wie ich. :-)

 
At 02 März, 2007 16:42, Blogger RasPutina meint...

Kann man den denn noch live sehen und hören?

 
At 02 März, 2007 16:51, Blogger Trabbi meint...

Hi Mick, das sind die typischen Probleme des Heimarbeiters. Manchmal lohnt es sich dann Rituale zu schaffen, um dem Tag regelmäßige Züge zu verleihen. Das passt zum Schema einer Deiner letzten Einträge, in dem Du die ganzen Möglichkeiten beschriben hast, eine Arbeit bis zum geht nicht mehr vor Dir her zu schieben. Da Du das aber schon ein paar Tage lang machst, brauchst Du solche Tipps warscheinlich gar nicht... Hör einfach gute Musik, mach ich ja auch gern!

 
At 02 März, 2007 17:42, Blogger Mick meint...

@rasputina: ich glaube derzeit macht der keine Solotournee mehr. Ich habe ihn ja im Dezember im Rahmen der Night of the Proms gesehen.
@trabbi: ita est. :-)

 
At 02 März, 2007 18:37, Anonymous Erik meint...

@mick: Naja, Cognac muss nicht unbedingt sein... Brandy? Sherry? Ach, ein gute Kühles schmiegt sich genauso leicht an die Wange... Und ein definitives "Zwei Daumen Hoch" zu Mike Oldfield, der alten, turbulenten Glocke!

 

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