Mittwoch, 31. Januar 2007

Die Guten gehen früh

»Hallo Mick, mir geht es momentan sehr gut. Jede Menge Buchprojekte warten auf mich und ich mache mir gerade einige Gedanken zum Addon der Höhlenwelt-Saga. Es ist schön, so richtig viel zu tun zu haben. Bis bald und viele Grüße, Harry.«
Diese Email erhielt ich von Harald Evers vor ein paar Monaten. Als ich diese Zeilen las, ahnte ich nicht, daß es unser letzter Kontakt sein sollte. Am 30. November 2006 starb er im Alter von 49 Jahren an einem Herzinfarkt.
Als ich vor gut vierzehn Jahren in die Spielebranche kam, war er schon einer der wenigen Entwickler, die hier in Deutschland richtig prominent waren. Seine Adventures Das Stundenglas, Die Kathedrale und Hexuma kannte jeder, und ich war sehr nervös, als ich bei der Vorstellung seines damals neuen Spiels Die Höhlenwelt das erste Mal mit ihm zu tun hatte. Aber wer Harry kennt, weiß, daß meine Nervosität unbegründet war. Denn er erwies sich als ein herzensguter, sehr sympathischer und alles andere als eingebildeter Mensch. Und, was mich am meisten beeindruckte: Er war »echt«. Jemand, der auch meinte, was er sagte. Jemand, der stets mit vollem Herzen bei der Sache war. Und auch jemand, der sich so richtig schön aufregen konnte. Wer miterlebt hat, wie er laut über die Technik schimpfend, ein Modem vor die Zimmerwand knallte, weiß, wovon ich rede.
Als er dann mit seinen acht Höhlenweltromanen richtig Erfolg hatte, blieb er trotzdem der bescheidene, höfliche Mensch, der er war. Der über seine Homepage stets den Kontakt zu seinen Lesern suchte, und von seinen Fans dafür geliebt wurde. Außerdem war er herrlich unkommerziell. Ihn interessierte immer nur sein Projekt, nie, ob sich das auch vermarkten lies. Sein letztes Spieleprojekt war das digitale Sammelkartenspiel Trivocum (später als Die Höhlenwelt-Saga bei Bhv erschienen.), das dieses Jahr noch ein Addon erhalten sollte.
Ich habe ihn auch als Ratgeber in schriftstellerischen Fragen sehr geschätzt. Er war sich nie zu schade, mir kleinem Hobby-Bastei-Western-Autor mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Mit Harald Evers geht einer der Guten viel zu früh. Die Welt ist böse!

P.S. Ich habe bewusst keine Vita mit Namen und Daten runtergerattert. Wer daran interessiert ist, findet die hier bei Wikipedia oder auf seiner eigenen Homapage.

Dienstag, 30. Januar 2007

Klasse Kekse


Irgendwie ist die Muppets-Marketingabteilung damit 30 Jahre zu spät dran. Mein altes Alter Ego: Das Krümmelmonster, seinerzeit nur getoppt von Oskar aus der Mülltonne. Allerdings verwirrt mich dieser »Bio«-Aufkleber. Der steht doch normalerweise für »kauf mich nicht«.

Lügen, die ich nicht ausstehen kann...

1) Ja, gerne!
2) Schön, daß Du anrufst.
3) Auf jeden Fall!
4) Es liegt nicht an Dir.
5) Ich melde mich, versprochen!

Warum sagt man nicht einfach: »Nee, vergiss es. Ich würde mir lieber die rechte Hand in Schwefelsäure dünsten lassen, als noch einmal Deine blöde Hackfresse zu sehen«? Das wäre zumindest ehrlich.

Sonntag, 28. Januar 2007

Die Macht des Frühstücks...

Samstag, 27. Januar 2007

Lockruf des Geldes

Klebt mir ein Zettel an der Stirn wo drauf steht: Ich habe kein Geld? Wirke ich so, als würde ich über meine Verhältnisse leben? Hat mir irgendjemand das Wort »Überziehungskredit« auf den Rücken tätowiert? Nein, natürlich nicht. Und deshalb, liebe Deutsche Bank, Postbank und Hypo Vereinsbank (um nur mal die drei hartnäckigsten Raffgeier zu nennen): Belästigt mich bitte niiieeee wieder mit irgendwelchen halbseidenen Kreditangeboten. Ein für allemal: Nein, ich zahle meine Rechnungen stets pünktlich, kaufe mir nur das, was ich mir auch leisten kann und überziehe mein Konto nie! Deshalb brauche ich auch keine überteuerten Kredite von Euch samt Wucherzins, auch wenn Ihr mir noch so oft mit Eurer Reklame meinen Briefkasten verstopft. Wieso kriege ich eigentlich nie mal Reklame für Geldanlage? Ich bin nämlich ein klassisches Sparschwein und einem guten Zinssatz (also für mich gut, nicht für Euch, liebe Geldinstitute) niemals abgeneigt.

Bacardi Wii-ling

Ich habe ja immer noch den Plan, mit meiner ersten Lotto-Million einen eigenen Verlag zu gründen und das gnadenlos beste Spielemagazin zu machen. Das Geld habe ich noch nicht, aber schon Ideen: Zum Beispiel, wo meine Redaktion liegen soll. Nach langem Nachdenken habe ich mich für die Bacardi-Insel entschieden. Den ganzen Tag Sonne, Schnaps und flotte Mädels zwischen lauter Plastikpalmen, weshalb es da auch keine störenden Viecher wie Vögel oder Insektengetier gibt. Mittags um zwölf ist Redkonf, ab halb eins geht's ab zum Strand. Abends dann Grillparty. Okay, zugegeben, den monatlichen Erscheinungszyklus werden wir so nicht halten können, aber alles halbe Jahr müssten wir ein Heft fertig kriegen. Das stelle ich dann kostenlos online. Ich finde, ein guter Plan. Während ich auf die Ziehung der Lottozahlen warte, mache ich mir schon mal ne Flasche Bacardi auf und saufe mir die hässliche Grafik der versammelten Wii-Spiele schön.

Donnerstag, 25. Januar 2007

Dem Wahnsinn so nahe

Hilfe, ich glaube langsam aber sicher verblöde ich, ohne es richtig zu merken. Habe mich heute länger, als gut für mich war, mit dem Leben und Werk von Uschi Obermaier beschäftigt. Und später dann, als ich mich nach dem Trip in die wilden 60iger und 70iger wieder einigermaßen klar im Kopf glaubte, doch tatsächlich die ersten 50 Perry Rhodan-Bände als EBooks gekauft. Ich spinne wirklich total. Und jetzt muss ich die Dinger auch noch alle lesen, sonst wär's ja schade um das Geld. Egal, das habe ich mir selbst eingebrockt, da muss ich durch. Ich habe nur Angst davor, was ich morgen so alles anstelle...

Mittwoch, 24. Januar 2007

Moderne Zeiten

Pressevorführungen von irgendwelchen Spielen sind immer eine spannende Angelegenheit. Und das auch, wenn das jeweilige Spiel sterbenslangweilig ist. Ich genieße es zuzugucken, was so manche schwerbepackte Kollegen so alles an Equipment mitbringen. Es beginnt beim Laptop, ohne den offensichtlich gerade jüngere Kollegen nicht auskommen können. Aufgeregt balancieren sie ihr Tausend Euro teures Gerät auf den Knien, tippen wild auf der Tastatur, während ich mit meinem Bic-Kuli eine Handvoll Stichwörter auf meinem 1-Euro-Spiralblock notiere. Den Rest der Informationen lege ich einfach in meinem Gehirn ab, das ich sowieso meistens dabei habe, ergonomisch hinter meiner Stirn gelagert. Andere verlassen sich lieber auf die Technik: Elegant gestylte Universal-Handy-und-das-komplette-tragbare-Büro-PDAs, die selbst Kirks Kommunikator alt aussehen lassen und mehr gefühlte Rechenleistung haben, als das komplette Kernspaltungszentrum Jülich, liegen auf dem Tisch, nehmen jedes gesprochene Wort des Entwicklers, dessen Name ich gerade mal wieder vergessen habe, auf und speichern es, MP3-kodiert, für die Ewigkeit ab. Gleichzeitig biept eine SMS aus der Redaktion herein. Jeder scheint jederzeit mit einer rund um die Uhr Online Gewehr bei Fuß stehenden Redaktion verbunden zu sein. Da geht es schließlich um Sekunden, denn wer als erster auf seiner Homepage meldet, daß Ultrametzel-Shooter 2008 mit einer Milliarde Polygonen und bioluminiszenter Kantenglättung in Highdef aufwarten kann, hängt die Konkurrenz im Tagesgeschäft der Page Impressions und Unique Visits gnadenlos ab. Hektisches Getippe, nervöse Telefonate. Ich warte auf den ersten, der per Infrarot-Headset live in die gerade laufende Redaktionskonferenz zugeschaltet wird, während er dem Entwickler (verdammt, wie hieß der Kerl noch gleich, irgendwas ostgotisches) weltbewegende und spannende Fragen wie: »Wieviele Texturen wurden für die Haare des Helden verwendet?« stellt. Tja und am Schluß wandert dann der PR-Mensch des Herstellers herum und läßt jeden Anwesenden eine Erklärung unterschreiben, die die Veröffentlichung sämtlicher Bilder und Informationen für eine Frist von zwei Wochen untersagt. Das reicht mir locker aus, um meine zugegebenermaßen krakelige Handschrift gemütlich zu entziffern, und brav aus dem Gedächtnis heraus meinen Artikel zu schreiben. Das Schöne dabei: Während die anderen ihren Hightechzoo auch wieder abbauen und einpacken müssen, stecke ich mein Schulheft flugs in die Tasche und kann mich gemütlich den Schnittchen am Buffet widmen. Und mit ein wenig Glück treffe ich da den Entwickler, den ich, während ich ihm meine Visitenkarte aufdränge, ganz zwanglos nach seinem Namen fragen kann.

Winstons Weisheiten

Winston Churchill hat mal gesagt: »Die Amerikaner machen alles richtig, nachdem sie alles andere ausprobiert haben.« Über uns Deutsche meinte er: »Die Deutschen hat man entweder zu Füßen oder an der Gurgel.« Allerdings ist mein Lieblingszitat: »No Sports«. Wie ich heute gerade auf Winston Churchill komme? Keine Ahnung, nur gingen mir diese Zitate den ganzen Tag nicht aus dem Kopf. Und bei meiner Recherche habe ich festgestellt, daß der Mann exakt heute vor 42 Jahren gestorben ist. Da habe ich mir gedacht, widme dem guten, alten Winnie heute einfach mal ein wenig Platz, vor allem, weil er mit jedem seiner Zitate recht hat.

Dienstag, 23. Januar 2007

So sah es aus...

... als ich heute morgen aus dem Fenster guckte. Dabei habe ich gestern noch darüber gelästert, daß sich die Anschaffung von Winterreifen dieses Jahr ja wohl nicht gelohnt hat. Egal, hoffen wir mal, daß das weiße Zeug auch schön schnell wieder verschwindet, ich muß heute noch weg.

Montag, 22. Januar 2007

Wir machen den Weg frei

Ich habe neulich irgendwo gelesen, daß Männer auf Frauen attraktiver wirken, wenn eine andere Frau sie anlächelt. Kein Ahnung, ob das stimmt. Dafür weiß ich genau, daß man sich in Begleitung einer Dame so manchen Umweg sparen kann. Denn ob der zunächst unwirsch wirkende Hausmeister mit Ossidialekt mir allein auch das verschlossene Werkstor geöffnet hätte (und das auf dem Hin- und Rückweg!), das den Weg zum Parkplatz versperrte, wage ich zu bezweifeln. Der freundlichen Bitte eines weiblichen Wesens konnte der gute Mann sich aber nicht widersetzen. Schön, daß meine Geschlechtsgenossen so berechenbar sind.

Sonntag, 21. Januar 2007

Pinguine an die Macht

In einer Kolonie, ganz in der Nähe des Südpols, lebte einst ein Pinguin namens Frederieke. Ihr Stammplatz befand sich ziemlich am Rand und ab und zu wurde es mächtig kalt. Aber trotzdem beschwerte sich Frederieke nie. Geduldig wartete sie darauf bis es an der Zeit war, daß sie auch mal ins mollige Innere hinein durfte. Doch bis dahin würden noch viele Jahre vergehen.
Eines Nachts erschien ihr eine gute Fee. »Frederieke«, flüsterte sie. »Kleine Rieke, wach auf.«
Etwas unwirsch, denn Frederieke liebte es ganz und gar nicht während der Schlafphase gestört zu werden, öffnete sie ihre Augen. Vor ihr schimmerte ein hell leuchtendes Etwas. Eine kleine Elfe, die einen Zauberstab in der Hand hielt.
»Ist Dir denn nicht kalt, hier am Rand?« fragte die Fee. »Würdest Du nicht auch viel lieber drinnen im Zentrum der Kolonie stehen, wo es wärmer und viel gemütlicher ist?«
Der kleine Kaiserpinguin dachte nach. »Schön wäre es schon, wenn es nicht gar so frostig wäre«, antwortete sie. »Aber wenn ich mal groß bin, bekomme ich sicher einen Platz weiter drinnen.«
»Tja«, meinte die Fee mit einem Achselzucken, »wenn Du so lange warten willst... Hast Du denn gar keinen Ehrgeiz, in der Hackordnung möglichst schnell aufzusteigen?«
Frederieke hatte noch nie von einer Hackordnung gehört. Fragend schaute sie die kleine, ein wenig verschlagen aussehende Fee an.
Und dann erzählte die dem kleinen Pinguin von der Offiziellen Welt-Hackordnung (OWH) mit ihren ganzen Ligen, Unterligen und Kreisverbänden (Frederieke sollte in der Ortsgruppe Antarktika Süd-Süd-West starten), in der sich agile Pinguine um den ersten Platz stritten. Frederieke erfuhr, was sie tun musste, um sich ganz nach oben zu kämpfen.
Die Fee, mittlerweile ihre Managerin, half ihr am Anfang, indem sie die erste Schnabel-Widerhaken-Transplantation bezahlte. Derart optimiert, stürzte sich der einstmals friedfertige Pinguin in rasante und nicht selten blutige Schnabelduelle. Nach den ersten Siegen leckte der clevere Kaiserpinguin Blut - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Immer wieder steigerte sie sich in einen wahren Hackrausch. Die von ihr veranstalteten Metzeleien riefen besorgte Stimmen im Veranstalterkommitee auf den Plan, die sich weniger »gewalttätige Orgien« wünschten. Da aber die Einschaltquoten stetig stiegen, wurden diese Mahner schnell von ihren Positionen entfernt. Böse Zungen behaupten, einige wären einer Spezialbehandlung der »Metzel-Maid vom Südpol« zum Opfer gefallen.
Währenddessen rüstete Frederieke immer weiter auf. Der Schnabel wurde mit Metalleinlagen versehen, carbonverstärkt und täglich scharf geschliffen. Schon bald besiegte sie Gegner wie den flotten Fridolin, der sich fortan sein Brot als Linux-Maskottchen verdienen musste. Und sogar der coole Cornelius, bisheriger Spitzenreiter hatte Frederieke zu weichen.
Schließlich war sie an der Spitze angelangt. Königin des Hacksports nannte man sie respekt- und angstvoll. Auf einen Platz in der Mitte ihrer alten Kolonie war sie längst nicht mehr angewiesen. Sie besaß zahlreiche Zentralheizungen auf mehreren Kontinenten und ein schickes Mützchen. Doch ab und an sehnte sie sich nach etwas Frische, ein wenig kühlem Luftzug, von dem sie an ihrem alten Stammplatz immer wieder ein wenig abbekommen hatte. Nachdenklich strich sie sich über den rasiermesserscharfen Schnabel. »Quatsch«, sagte ihre Fee. »Du bist der mächtigste Pinguin der Welt und solltest in die Politik.« Und so entschloß sich Frederieke bei den nächsten Präsidentschaftswahlen in Amerika anzutreten, weil es da die besten Klimaanlagen der Welt gibt. Wir wünschen Amerika viel Glück... das Land wird es brauchen.

Schalke im Abseits

Daß ich das noch erleben muss: Nach über 40 Jahren treuer Fangefolgschaft drücke ich den Schalkern ab sofort nicht mehr die Daumen für die Meisterschaft. Nicht etwa, weil sie die ja wahrscheinlich eh nicht gewinnen. Nein, daran bin ich ja gewöhnt. Aber wer mit Gasprom-Schriftzug auf der Brust antritt, hat die Deutsche Meisterschaft nicht verdient. Daß der abservierte Schröder für die Gasgangster aus Rußland arbeitet, ist schon peinlich genug. Allerdings kann mir das wurscht sein, ich konnte den aalglatten Schwätzer noch nie ausstehen. Aber Schalke, das ist Fußballtradition, das ist deutsche Fußballgeschichte. Und darin haben Putins skrupellose Geschäfte nun absolut nichts zu suchen. Pfui Schalke, sag ich nur, möge Ernst Kuzorras Fluch über Euch kommen, auf daß ihr kein einziges Spiel mehr gewinnt, solange ihr mit diesem Schandmal auflauft.

Freitag, 19. Januar 2007

Der Michael, der ein Doktor war

Eigentlich wollte ich heute Abend ja endlich mal wieder losziehen, ein paar Bierchen trinken und mit ein paar Leidensbereiten lautstark Diskussionen um Kaisers Bart führen. Aber irgendwie kam alles anders. Denn durch Zufall sah ich bei uns hier in der Buchhandlung Michael Crichtons neuen Roman. Binnen Sekunden war der Bierdurst erloschen. Crichtons Bücher sind für mich immer etwas Besonderes. Der Kerl schreibt nicht nur spannende Stories, sondern hat auch immer eine klare moralische Aussage dahinter. Eine, der ich meist bedenkenlos zustimmen kann. Außerdem erfährt man immer gut recherchierte Details über Gott und die Welt. Und da Wind und Regen eh wenig Lust darauf machen, das schützende Heim zu verlassen, werde ich mich heute Abend gespannt dem neuen Werk des Doktor Crichton widmen. Ach ja, eine Anekdote habe ich auch noch dazu. Vor über zehn Jahren, als Crichton mit Dino Park auf dem Höhepunkt seiner Popularität angekommen war, wollte ich mal ein Interview mit dem Mann machen. Furchtlos kontaktierte ich seine Agentin in den USA und fragte, wann ich denn mal mit Mister Crichton reden könnte. Zuerst herrschte Schweigen am anderen Ende der Leitung. Dann schnarrte die gute Frau: »You mean DOCTOR Crichton, aren't you?« Ups, ich wusste ja nicht, daß der Mann solch gesteigerten Wert auf akademische Titel legte. »Äh, yes, of course, Doctor Crichton, as you wish«, antwortete ich. Danach fragte sie auch schon für welches Magazin das Interview sein sollte. Völlig naiv sagte ich »PC Joker« und das war's dann auch schon. Freundlich, aber bestimmt, wie die Amis immer sind, erklärte mir seine Agentin, daß Doktor Crichton in absehbarer Zeit garantiert keine Termine freihabe und, nein, auch per Email würde er mir nicht antworten. Damals habe ich zum ersten Mal begriffen, daß man als Redakteur beim PC Joker wohl eher eine unbedeutende Nummer ist. Drei Monate später habe ich dann gekündigt und bin zur PC Player gegangen. Michael Crichton habe ich bis heute nicht interviewt.

Donnerstag, 18. Januar 2007

Sturm für Stoiber

Baldham, 13.05, mpa: Während Bild, Spiegel, Süddeutsche und FAZ noch ahnungslos im Dunkeln tappen, haben wir von Die Welt ist böse bereits recherchiert: Wir wissen, was, oder besser wer hinter dem Orkan wirklich steckt. Edmund Stoiber natürlich. Wie wir aus gut informiertem Kreisen erfahren haben, hat sich der angeschlagene bayerische Ministerpräsident ausgerechnet bei seinem einstigen Widersacher Ex-Kanzler Gerhard Schröder Rat geholt. Der hatte bei der Wahl 2002 in polnischen Talsperren Wasser gesammelt, und schließlich ganz Ostdeutschland überfluten lassen (Codename »Die Rote Flut). Dadurch hatte Schröder, wie wir alle wissen, ja seinerzeit die Wahl knapp gewonnen. Getreu dem neuen Motto »Wer Wind sät, wird Sturm ernten« überziehen Schröder und Stoiber nun ganz Deutschland mit einem Orkan. Böse Zungen behaupten, jeder der beiden Machtpolitiker allein könnte schon viel heiße Luft erzeugen. Was sie gemeinsam anrichten können, erleben wir in diesen Stunden überall in Deutschland. Kann Stoiber damit von seinen Problemen ablenken und zumindest in der Partei die Wogen glätten, während gleichzeitig der Starnbergersee in den Chiemsee überschwappt? Wir sind skeptisch, halten Sie aber weiter auf dem Laufenden.
Anmerkung von Steffi Sturm: »Hey, die Überschrift kann man aber gewaltig mißverstehen. Als wenn der Ede und ich...«
Anmerkung von Mick: »Klappe«

Film ab, Scotty!

Wenn ich mal ein paar Tausend Euro über habe, baue ich mir sowas auch. Das eigene Heimkino im Enterpriselook. Das gibt's wirklich, wie man hier nachlesen kann. Ich freue mich jetzt schon drauf, wie ich mich vor jedem Filmstart in meine Captains-Uniform zwänge und »Energie!« brülle, bevor es losgeht. Und nein, davon gibt's dann keine Bilder.

Mittwoch, 17. Januar 2007

Lego für Arier

Nur mal so ne Frage: Wenn man davon geträumt hat, das Führerhauptquartier aus Lego nachzubauen (also aus den normalen Steinen, nicht Duplo), sollte man dann nach dem Aufwachen zuerst zum Arzt gehen oder einfach nur kalt duschen?

Dienstag, 16. Januar 2007

Heiß auf den brenennden Kreuzzug

So, meine Collector's Edition ist gestern rausgeschickt worden. Jetzt sitze ich hier und warte... und warte... und warte... Beim letzten Mal auf die Uhr gucken, war es genau 5 Minuten früher, als jetzt. Ich will endlich durch das Dunkle Portal schreiten und wie alle anderen auch ein paar schöne Serverlags erleben, auf Bugs stoßen (da sind garantiert ne ganze Menge noch drin) und mich so richtig herrlich aufregen über die anderen Nerds, die gleich am allerersten Tag die Server blockieren müssen. Schon wieder 5 Minuten vorbei... die Burning Crusade rückt näher.
Nachtrag: So, nu ist sie da. Doch was muss ich feststellen: Das In-Game-Haustier wird »wegen eines Produktionsfehlers in der europäischen Version« erst aktivert, nachdem ich den Barcode ausgeschnitten! und den an Blizzard nach Frankreich per Brief! geschickt habe. Und meine Accountdaten soll ich auch noch ausdrucken und beilegen. Ja, wann leben wir denn eigentlich? Geschludert hat offensichtlich Blizzard. Und die kriegen es nicht hin, das Problem online zu lösen? Sollte man denn nicht anhand der Registrierungsnummer erkennen, ob es sich um eine Collector's Edition handelt, oder nicht? Warum muss ich einen berittenen Kurier losschicken im Zeitalter elektronische Datenübermittlung? Das fängt ja gut an...

Montag, 15. Januar 2007

Das kleine Amok 1 mal 1

Diese Seite habe ich heute leider des öfteren gesehen. 1 und 1 hatte mal wieder Serverausfall. Das Technik-Team, das das »Problem in Kürze behebt« ist wohl noch im Wochenendurlaub. Wenn mir also heute jemand ne Mail geschickt hat und noch keine Antwort gekriegt hat, bitte nochmal schicken. Ich hoffe die Bande kriegt das irgendwann mal geregelt. Sonst hätte ich einen Auftrag für Clancys Rainbow-Six-Team.
Kleines Update: So richtig funktioniert es noch immer nicht. Es dauert etliche Stunden, bis Mails bei mir ankommen. Also liebe Schreiber: Bitte nicht verzagen, ich antworte, sobald die Post bei mir eintrudelt. (Warum fühle ich mich jetzt so retromäßig an die Snail-Mail erinnert?)

Kuhler Kassler

Ich bin ja nicht gerade ein Fan der Bücher von Clive Cussler. Die sind mir einfach zu plump. Warum ich den Mann trotzdem für ne coole Sau halte? Ganz einfach, Mister Cussler hat das getan, wovon jeder Autor träumt: Er hat ein Stück seiner Fiktion Wirklichkeit werden lassen. In den meisten seiner Bücher taucht die sogenannte NUMA (National Underwater and Marine Agency), auf, die Cusslers Held Dirk Pitt absurdeste Expeditionen finanziert. Nachdem Cussler wohl einige Milliönchen mit seinen Schmökern verdient hat, gründete der Kerl tatsächlich die echte NUMA. Die sucht im wahren Leben auch nach untergegangenen Schiffen und das offensichtlich mit einigem Erfolg, wie die Homepage verrät. Ich finde das wirklich beeindruckend und die Idee sollte anderen Autoren als Ansporn dienen. So könnte Tom Clancy doch ein echtes Rainbow-Six-Team aus dem Boden stampfen. Zugegeben, deren Einsatzgebiet wäre dann mangels staatlicher Deckung wahrscheinlich etwas weniger spektakulär. Als Kaufhausdetektive vielleicht, oder Security bei nem Tokyo-Hotel-Konzert. Oder Hausmeister bei IDG...

Samstag, 13. Januar 2007

Ein Gebäude für die Ewigkeit

Ha, heute gewinne ich endlich im Lotto. Und zwar sechs Richtige mit Zusatzzahl, Super 6 und Spiel 77. Und was mache ich mit all dem Geld? Ein teueres Auto kaufen? Nö, brauche ich nicht. Eine fette Villa? Schon eher. Mir schwebt zwar ein Eigenheim vor, allerdings ein ganz Spezielles. Denn angeregt durch das Posting dieser Dame habe auch ich mal ein wenig über den Tod nachgedacht und mir überlegt: Was bleibt eigentlich nach dem seeligen Dahinscheiden von mir? Damit sich auch noch die Nachwelt meiner erinnert habe ich beschlossen von dem Geld eine Pyramide bauen zu lassen. Mitten in Baldham (oder meinetwegen auf einem der freien Felder drumherum). Und damit das Ding bis zu meinem Ableben auch sinnvoll genutzt wird, packe ich bis dahin ein Einkaufszentrum da rein. Oder ein McDrive oder beides zusammen. Vielleicht habe ich ja Glück und meine Pyramide ist das einzige, was unsere Zivilisation überlebt. Dann stoßen in ein paar tausend Jahren irgendwelche Forscher auf meine Grabstätte und glauben, den König von Bayern entdeckt zu haben. Ein sehr beruhigender Gedanke, ich fiebere der Zahlenziehung heute Abend auf jeden Fall gespannt entgegen.

Freitag, 12. Januar 2007

Asiatische Rätsel

Wieso klingt die Musik in Anime-Filmen eigentlich immer, als ob sie vom Super-Nintendo stammen würde? Wieso sehen die Heldinnen immer so aus wie Heidi? (Zumindest im Gesicht, der Rest ist dann eher Samantha Fox). Und warum gibt es da immer irgendwelche fliegenden Schlösser, Burgen oder gleich ganze Königreiche? Oder aber »Gaia« ist mal wieder bedroht.

Donnerstag, 11. Januar 2007

Von einer, die auszog...

... das Umziehen zu lernen. »Juchu, ich habe meine eigene Domain«, jubelte die junge Dame noch am Anfang der Woche. Doch dann kam alles ganz anders, und zumindest zeitweise schien Pias Blog rettungslos ins Nirwana geflüchtet. Und dann tauchte an der alten Adresse auch noch so ein dämlicher Reklameblog auf. Doch jetzt ist alles wieder gut. Aber natürlich nur unter der neuen Adresse www.piadettmer.de. Ab sofort gibts Pia pur exklusiv hier, inklusive des kompletten Archivs und ganz sicher (das hat sie felsenfest versprochen) gibt's bald auch Bilder von den neuen Moonboots. Aber nur, wenn alle Verlinker (und die, die es noch werden wollen) ihre Links auch entsprechend korrigieren. Wer's als erster macht, kriegt auch ne lobende Erwähnung in den Fußnoten ihrer irgendwann garantiert sicherlich erscheinenden Auto-Biographie »Mein Toyota und ich«.

Dienstag, 9. Januar 2007

Zurück in die Zukunft

Okay, heute oute ich mich mal. In den 80iger Jahren trug ich ne VoKuHiLa-Matte, nen Wolle-Petry-Schnauzbart und Karottenjeans. Nee, stimmt nicht, zumindest kann es mir keiner beweisen. Wer wissen will, was ich vor gut 20 Jahren tatsächlich getrieben habe, sollte hier nachsehen. Allerdings auf eigene Gefahr.

World of Wahnsinn


Es scheint Menschen zu geben, die einfach zu viel Geld haben. Obwohl mich der Artikelstandort ja misstrauisch machen würde...

Montag, 8. Januar 2007

iFlop

Es gibt für den iPod ja ne ganze Menge völlig unsinniges Zeug, inklusive hässlicher Socken. Aber dieses tolle Gerät toppt alles. Wer braucht denn eine Fernbedienung für das Ding? Ich stelle mir das reichlich kurios vor: Also entweder habe ich den iPod um den Hals hängen, und stopfe die Fernbedienung in die Tasche. Oder ich packe den iPod in die Tasche und hänge mir dieses Ding um den Hals. Oder wie, oder was? Und vor allem , warum sollte ich das tun, befindet sich der iPod doch eh stets in Reichweite meiner Hände? Das ist in etwa so sinnvoll, wie eine solarbetriebene Taschenlampe. Aber wahrscheinlich bin ich nur zu dumm, um die höhere Philosophie hinter dieser einzigartigen Erfindung zu erkennen...

Sonntag, 7. Januar 2007

Indianer, wie Du und ich

Habe mich heute, glaube ich, mit einer guten Freundin arg verkracht. Aber irgendwie war sie auch selber schuld daran. Denn die Gute will ihre neugeborene Tochter tatsächlich Adlerfeder nennen. Das Standesamt findet das albern, stellt sich quer und sie will dagegen tatsächlich klagen. Weil ich ausnahmsweise mal finde, daß das Amt voll und ganz im Recht ist, sage ich: »Klasse, sach Bescheid wenn Du damit durch bist. Ich nenne meinen ersten drei Söhne dann Tick, Trick und Track, die Zwillinge Winne-One und Winne-Two und das Mädchen Schlumpfine.« Jetzt ist sie sauer, und ich musste ihren matschigen Apfelkuchen über den grünen Klee loben, damit ich lebend die Wohnung verlassen konnte. Vielleicht hätte ich mich nicht auch noch ausgerechnet mit »Howgh, ich habe gesprochen« verabschieden sollen...

Freitag, 5. Januar 2007

Singen, bis man Sterne sieht

Sie verkleiden sich, schwärzen sich die Gesichter und wollen unser Geld: Genau, die Sternsinger sind unterwegs. So auch bei mir, heute morgen. Komisch nur, daß aus den drei heiligen Königen inzwischen wohl vier geworden sind. Zumindest bei uns in Baldham. Und als das Quartett sein Sprüchlein aufsagt fiel mir wieder ein, wie ich das vor Urzeiten ja auch mal gemacht habe. Nur hatte ich das Gesicht nicht mit Kork geschwärzt, sondern auf Anraten unseres Herrn Vikars Mutters gute Bräunungscreme benutzt. Weil dadurch die Klamotten nicht so schnell eingesaut wurden. Meinte zumindest der besorgte Seelsorger. Allerdings sah ich dadurch weniger nach Mohr von Bethlehem, als mehr nach ner stark geschminkter Transe mit Pappkrönchen aus. Außerdem mussten wir nicht nur ein Gedicht aufsagen, sondern auch noch das Gloria in excelsis deo singen. Nach dem zigsten Treppenhaus, das wir rauf und runtergelaufen sind, wars aus mit der Puste fürs Singen, und aus dem Glohhohohohohohohohohohohoooooria, wurde eher ein gejapstes Glrja mit reichlich Husten. Dabei war der Weihrauchqualm, vom dem wir ein wenig reichlich aufgelegt hatten, weil es so schön qualmte, nicht gerade hilfreich. Ich glaube den damals inhalierten Rauch bin ich bis heute nicht ganz losgeworden, was meinen gelegentlichen Quartals-Irrsinn erklären könnte.

Donnerstag, 4. Januar 2007

The Evil is Always and Everywhere

Neues Jahr, neuer Name. Na, nicht ganz. Aber einer der häufigsten Kommentare einiger lieber Mitmenschen war »Wieso hast Du denn den Namen von Deinem Blog eigentlich geändert?« Nachdem das heute mal wieder passiert ist, bin ich in mich gegangen und ja, sie haben wahrscheinlich Recht. Schließlich IST die Welt nun mal böse. Deshalb gilt ab heute wieder Die Welt ist böse. Und keine Panik, nochmal ändere ich den Namen nicht... es sei denn ich gewinne endlich eine Phantast-Trillion im Lotto, dann nenne ich ihn Die Welt ist nicht genug.

Mittwoch, 3. Januar 2007

Mehr Wert ohne Steuer

Für einige sind bereits 19 Prozent ein Horrorszenario. Doch wir legen noch kräftig eins drauf und erhöhen auf stolze 90 Prozent! Nein, wir sind nicht Völlig Verrückt, sondern Völlig Verspielt. Pia war von Rainbow Six Vegas schwer begeistert, geriet zwischen all den Casinos in einen Spielrausch und war von der 90-Prozent-Wertung auch mit Gewalt nicht mehr abzubringen. (außerdem sollte man nie einer bewaffneten Frau widersprechen). Und einen extrem schicken Wertungskasten hat unsere fleißige Testerin auch noch gebastelt, den Ihr ab sofort in jedem Völlig-Verspielt-Test findet. Uns gefällt er sehr gut, wir sind schon gespannt auf Eure Kommentare. Pias treffsichere Review findet Ihr natürlich hier.

Montag, 1. Januar 2007

PC... away

Es ist soweit: Bis Mittwoch bin ich Laptop-los, also komme ich auch nicht hierhin. Ich wünsche Euch allen viel Spaß bis dahin und genießt schon mal das neue Jahr.

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