Freitag, 29. Dezember 2006

Rabatt, aber ratzfatz

Ich gehöre ja zu den Sparschweinen. Deshalb war ich heute auch Weihnachtsleckereien-Jagd, die nach den Feiertagen ja normalerweise immer viel billiger sind. Doch dieses Jahr ists Pustekuchen damit. Ein Beispiel: Für drei Mini-Nikoläuse von Kinderschokolade (Gewicht jeweils 15 Gramm) wollen die bei Plus immer noch stolze 1,29 Euro haben. Wohlgemerkt für 45 Gramm Schokolade!!! Oder bei Toys. Da kostet der Milka-Weihnachtsmann immer noch 1,99 Euro. Das ist doch kein Angebot. Na gut, dann warte ich noch. Und wenn es bis Ostern dauert...

Donnerstag, 28. Dezember 2006

Ringkrieg ohne Gandalf

Hörbücher sind ja eigentlich nicht so mein Ding. Dabei schlafe ich meist ein. Doch auf den Herrn der Ringe habe ich mich sehr gefreut, vor allem, weil Achim Höppner, die deutsche Stimme von Gandalf, als Vorleser dabei war. Der erste Band war auch wunderbar vertont und machte Lust auf den Rest. Deshalb erwartete ich gespannt die beiden anderen Teile. Und was passiert jetzt? Meister Höppner stirbt ganz einfach. Also, so geht das nun nicht. Wer soll denn nun den Rest vorlesen? Vielleicht kehrt er ja wie Gandalf im Buch als Achim der Weiße zurück. Allerdings mag ich daran nicht so recht glauben. Echt, so'n Mist...

Mittwoch, 27. Dezember 2006

Socki, verzweifelt gesucht

Achtung, Achtung: Wer eine Socke, mittelgroß, beige, einsam findet, bitte bei mir abgeben. Letzter bekannter Aufenthaltsort: Wohnzimmer... oder Bad oder so...

Dienstag, 26. Dezember 2006

Der Molekül-Flüsterer

Moleküle faszinieren mich in letzter Zeit zunehmend. Habe gerade etwas Lebkuchen gegessen und frage mich jetzt, wann das Lebkuchenmolekül, einmal in seine Bestandteile zerlegt, wohl wieder zurück in meinen Körper kommt und als was? Nehmen wir mal ein Kohlenstoffmolekül, das einst Teil des prä-weihnachtlichen Süßgebäcks war. Was wird aus dem? Landet es als Dünger auf irgendwelchen Feldern und erlebt seine Wiederauferstehung als Blumenkohl? Oder gelangt es auf Umwegen als Konservierungsstoff ins Shampoo oder ins Natriumglutamat der Pringles-Chips? Und wie lange dauert das? Ein paar Monate, mehrere Jahre oder passiert es nie, das ein und dasselbe Molekül wieder zu mir zurückkehrt? Erkennt es mich wieder und freut sich über das Wiedersehen, oder hat es gar kein Gedächtnis? Und was mag der Winzling dazwischen alles erlebt haben? Hey, liebe Naturwissenschaftler, erfindet mal was, das Molekülen das Sprechen beibringt. Dann werde ich der welterste Molekül-Flüsterer.

Montag, 25. Dezember 2006

Klassiker-Alarm

Komisch: Wenn man einen Schwarz-Weiß-Film länger als zehn Minuten guckt, vergißt man völlig, daß die Farbe fehlt.

Sonntag, 24. Dezember 2006

Pippis doofe Freunde

Was mir beim vorweihnachtlichen Fernseh-Wiederholungsgucken aufgefallen ist: Kann es sein, daß Tommi und Annika zwei ziemlich naive Blagen sind? Selbst mit acht Jahren hätte ich die Sache mit dem Limonadenbaum durchschaut. Komisch, früher ist mir das nie aufgefallen...

Samstag, 23. Dezember 2006

Aus aktuellem Anlaß

An alle, die mir was schenken wollen: Entgegen der landläufigen Meinung, habe ich absolut nichts gegen Bargeld einzuwenden. Gutscheine sind doof und bitte, bitte, bitte nichts Selbstgebasteltes oder -gestricktes. Ach ja, auch nicht Selbstgemaltes.

Freitag, 22. Dezember 2006

Das Frittenbuden-Mysterium

In jedem Heimaturlaub steht mindestens ein Besuch bei meiner Lieblingsfrittenbude auf dem Programm. Also so ne richtige Frittenbude, mit Pommes, Currywurst und Schnitzel, die nicht zu irgendner Ladenkette gehört. Nicht son langweiliger Dönerstand oder McDonalds-Einheitsfraß. Als ich da so stehe und über meine Bestellung sinniere, fällt mir etwas Merkwürdiges auf. Majonnaise kostet stolze 40 Cent, Ketchup sogar 50, während Senf völlig kostenlos ist. Das verstehe wer wil, denn im Laden kosten alle drei mehr oder weniger dasselbe. Das ist wohl eins der letzten echten Mysterien in unserem Land, das man mal in einer großangelegtenn Studie lüften sollte. Wer unterstützt diese wertvolle Forschungsarbeit mit einer kleinen Spende?

Donnerstag, 21. Dezember 2006

Der Butterflug

So ein schönes Geschenk. Da bekomme ich dich glatt eine ganze Woche Türkeiurlaub geschenkt. Steht zumindest in dem freundlichen Schreiben, das mir ins Haus geflattert ist. Okay, den Flug muss ich selber zahlen, aber sieben Übernachtungen in einem 5-Sterne-Hotel inklusive Halbpension bekomme ich auf jeden Fall. Sieht auch nett aus die Hotelanlage, aber hey, was ist das? Beim Studium des Rahmenprogramms werde ich ein wenig misstrauisch. Jeden Tag besucht man irgendwelche Fabriken, die spannende Sachen wie Teppiche oder hochwertige Schmuck- und Lederwaren herstellen. Und stets gibt es eine spannende Produktpräsentation und natürlich ausgiebige Einkaufsnmöglichkeiten. Nach ein wenig mehr Stöbern im Kleingedruckten finde ich die Erklärung, daß eine Teilnahmeverspflichtung an sämtlichen "Ausflügen" besteht. Häää, glauben die ich bin blöd und zahle auch noch die Flugkosten für eine nervige Butterfahrt durch die türkische Provinz? Möchte echt mal wissen, wer so blöd ist und darauf hereinfällt...

Sonntag, 17. Dezember 2006

Ich bin dann mal wech...

... auf Heimaturlaub. Und so sehr ich mich auf Mutters Selbstgekochtes und ein paar alte Kumpels und Kumpienen auch freue, eins habe ich da nicht: Einen ordentlichen Internetzugang. Trotzdem packe ich meinen Laptop sicherheitshalber ein und versuche wenigstens ab und zu mal hier reinzugucken und, falls möglich, auch noch was zu posten. Trotzdem möchte ich (nachdem Steffi Sturm das ja bereits heute nachmittag gemacht hat) Euch allen jetzt schon Frohe Weihnachten und nen richtig guten Rutsch wünschen. Laßt Euch schön beschenken, genießt die herrlichen Familienstreitereien über die Feiertage und paßt bloß auf, daß Ihr Euch beim traditionellen Weihnachtsbaumklauen nicht mit der Kettensäge den Fuß absäbelt. In diesem Sinne: Bis spätestens im nächsten Jahr, denn dann werden die Guten endgültig gewinnen.

Samstag, 16. Dezember 2006

Rückblick im Blick

Zum Jahresende neigt man ja immer dazu, ein wenig über das vergangene Jahr nachzudenken. Was war gut, was war schlecht? Und das ist bei mir dabei herausgekommen:

Beste Entscheidung: Mir endlich einen DSL-Anschluß zuzulegen. Denn mit meinem röchelnden 56K-Modem hätte ich meine zweitbeste Entscheidung, diesen Blog anzulegen, nie fällen können.

Schlechteste Entscheidung: Eine Xbox 360 zu kaufen. Bis heute kenne ich kein einziges Spiel, daß es nicht entweder besser auf dem PC gibt (Tomb Raider, Splinter Cell, Ghost Recon) oder das, wenn es denn für den PC erscheinen würde, darauf nicht besser spielbar wäre. (Gears of War, Viva Pinata, Phantasy Star Universe).

Bestes Buch, das ich gelesen habe: Bis ich dich finde von John Irving. Über diese Buch kann man nichts schreiben, man muss es lesen.

Schlechtestes Buch, das ich tatsächlich bis zu Ende gelesen habe: Puls von Stephen King. Meilenweit entfernt von seinen früheren brillanten Höchstleistungen. Obwohl man mir angedroht hat, daß Love noch viel öder ist.

Überflüssigstes Gespräch: »Na, wie is? Muss ja. Dann ist ja gut.«

Überflüssigste Worthülse in Spieletests: »Korrekt simulierte Physik«. Das gibt's nicht und wird's in absehbarer Zeit nicht geben. Dazu müsste nämlich eine ganze Horde von Differentialgleichungen, die einander wiederum beeinflussen, parallel gelöst werden, wodurch die aktuelle Rechnerkapazität gegen Null läuft. Also liebe Schreibende, lasst es bitte weg, das ist nur Marketinggeplapper.

Moment größter Panik: als der Eurostar auf der Wiesen zum zweiten Looping ansetzte.

Erste Weihnachtskarte dieses Jahr: kam heute von Dtp Software. Wahrscheinlich haben die meinen Runaway-2-Test noch nicht gelesen... hüstel...

Kalorienreichste Mahlzeit: die Three Musketeer-Riegel aus Amiland.

Kalorienärmste Mahlzeit: die aus Versehen auf die Zahnbürste geschmierte Bepanthensalbe

Höchster DVD-Stapel in meiner Wohnung: beträgt handvermessene 87 Zentimeter. Mal gucken, wann er kippt...

Größte Aufreger: die völlig überhöhten Brötchenpreise bei Müller Brot.

Das Fieseste in meinem Kühlschrank: Der Apfel? (ich glaube zumindest es war mal einer), den ich letzte Woche gefunden habe.

Sehnlichster Wunsch fürs nächste Jahr: das alles nochmal genauso kommt, nur besser und schöner!

Nachtrag: Bevor ich's vergesse: Mein liebstes Lied dieses Jahr war Engel fliegen einsam von Christina Stürmer.

Freitag, 15. Dezember 2006

Schlüssel im Obstfach

Nur mal so ne Frage, ohne... äähhhmmm... aktuellen Bezug: Wenn man Portemonnaie und Haustürschlüssel im Kühlschrank brav neben den Tomaten liegend findet, ist das schon ein Zeichen von Senilität... hüstel... oder beginnender Demenz?

Donnerstag, 14. Dezember 2006

8 Stunden bis zur Ewigkeit

mmmhhhhhmmmm.......

Wieso fällt mir ausgerechnet jetzt diese Frage ein?

Preisfrage: Wie heißt die Moderatorin, die sich in einer erregten Radio-Diskussion zum Thema Umweltschutz mit folgendem Satz komplett diskreditierte: »Ich dachte Cadmium wäre der lateinische Name für Blei.« Kleiner Tip: Es ist dieselbe Dame, die ein paar Jahre vorher mit dem legendären Schalke 05-Versprecher ihre Fußballkompetenz unter Beweis stellte.

Mittwoch, 13. Dezember 2006

Nie mehr ohne Werkzeug


Ich liebe Alles-in-einem-Geräte, die möglichst viele Funktionen in sich vereinen. Deshalb trage ich auch immer ein Victorinox-Messer mit mir rum. Aber sowas habe ich noch nie gesehen. Deshalb steht das da jetzt ganz oben auf meinem Weihnachts-Wunschzettel. So ein Ding hatte nicht mal der von mir so hoch geschätzte McGyver. Es leuchtet sogar!

Dienstag, 12. Dezember 2006

Mach's nie wieder, Sam!

Er kann schleichen, klettern und böse Buben ins Jenseits befördern. Sam Fisher ist ein Held, wie aus dem Bilderbuch, der sich keine Fehler leistet. Seine Entwickler offensichtlich schon. In Ubisofts Splinter Cell Double Agent tummeln sich mehr Bugs, als Alkoholprozente im Wodka Martini. Und noch ein Lapsus ist den Herrschaften aus Montreal unterlaufen: Sie haben unsere Frau für knifflige Fälle verärgert, sehr verärgert. Im Test auf Völlig Verspiel macht Pia ihrem Ärger Luft und präsentiert den meiner bescheidenen Meinung nach besten Artikel, den ich zu diesem Thema im weltweiten Netz gelesen habe. Wo es diesen tollen Bericht gibt? Hier natürlich.

Steffi ist wieder da

Die Älteren werden sich vielleicht noch erinnern: Steffi Sturm war ja zeitweilig verschwunden. Zumindest auf meinem Rechner lies sie sich die letzte Zeit nicht blicken. Quasi über Nacht konnte ich weatherpixie.com (ihre eigentliche Heimat) nicht mehr erreichen, obwohl das von anderen Accounts aus problemlos ging. Also habe ich mich bei meinem Provider 1 und 1 beschwert. Und, oh Wunder, seit gestern ist meine Schöne auch für mich wieder sichtbar. In der Mail vom 1und1-Support stand, man hätte meinen Account »optimiert«. Was auch immer das bedeuten mag. Schön, daß Steffi auch für mich wieder da ist. Nur frage ich mich jetzt: Welche Seite kriege ich stattdessen nicht mehr rein? Denn wo gegeben wird, wird auch stets genommen.
Anmerkung von Steffi Sturm: Na siehste, ich war nie weg. Dabei hast Du so gemeckert. Jetzt kannst Du auch endlich meine Gehaltszahlungen wieder freigeben. Ich musste die letzten Klamotten sogar auf Pump kaufen. Und der Weihnachtsbaum war auch nicht billig. Außerdem will ich mit meinem Freund über Sylvester auf nem kuscheligen FTP-Server Urlaub machen.
Anmerkung von Mick: Du probierst es schon wieder. Du kriegst gar kein Gehalt von mir. Dafür ein warmes Plätzchen auf meinem freundlichen Bloggerserver. Wenn das nix ist...
Anmerkung von Steffi Sturm: Apüh...

Sonntag, 10. Dezember 2006

Irrtümer der Geschichte

»Von diesem untalentierten jungen Mann werden wir garantiert nichts mehr hören.« Mick Schnelle 1984 über Tom Hanks in Splash. Tja, gut, daß ich nicht Filmkritiker geworden bin.

Wintereinbruch ähh... kauf

Kaum habe ich, weil es ja so immer noch so warm war, meine T-Shirt-Kollektion aufgestockt, da schneit es! Na super, jetzt kann ich am Montag losdackeln, und Pullover kaufen. Und warme Schuhe, und vielleicht ne Mütze... Wahrscheinlich wird es danach dann wieder 20 Grad...

Samstag, 9. Dezember 2006

Franchise-Frust

Okay, ich weiß, ich bin spät dran mit dieser Erkenntnis. Aber kann es sein, daß mittlerweile so ziemlich jeder Laden zu irgendeiner Kette gehört? Meist sogar irgendeiner Ami-Franchise-Kette? So Läden, in denen keine Menschen arbeiten, sondern Roboter in bescheuerten Uniformen? So Läden, in denen die Mitarbeiter meist keine Ausbildung zu dem gemacht haben, was sie da tun Stattdessen verfügen die nur über auswendig gelerntes Schmalspurwissen aus den Kladden, die die Firmenleitung ausgegeben hat. Läden, in denen unmotivierte Aushilfskräfte auf den Feierabend warten? Läden, in denen der Verkäufer nicht den Unterschied zwischen Baumwolle und Polyester erklären kann? Läden, in denen man gefragt wird, ob man mit der Bedienung nicht englisch reden könnte, weil sie des Deutschen nicht mächtig ist? Identisch aussehende Läden, bei denen man den Eindruck hat, als ob der Innenarchitekt sein Handwerk in Disneyland gelernt hat. Läden, die mit ihren verlogenen Rabattaktionen den Kunden für dumm verkaufen? Stichwort: »Ich bin doch nicht blöd, aber Geiz ist geil.« Wo sind die Läden geblieben, in denen ein idealistischer Besitzer seinen Kunden die höheren Weihen von High Fidelity näherbringt, und das auch nach Ladenschluß? Wo sind die Läden, in denen man, wenn man das Portemonnaie vergessen hatte, einfach am nächsten Tag bezahlt hat? Wo sind die Läden, die nicht alle zwei Wochen umgeräumt haben, um den Kunden jedesmal durch den ganzen Laden zu hetzen? Ich könnte jetzt noch seitenlang so weitermachen. Kennt jemand noch solche Läden? Würde mich echt interessieren, denn ich kenne keine mehr. Alles nur Franchise-Müll nach Ami-Bauart.

Freitag, 8. Dezember 2006

Die beste Szene in einem Spiel...


... ist mit weitem Abstand diese Eröffnungsszene der beiden Helden aus Final Fantasy 8, das es zum Glück auch auf den PC geschafft hat. Kleines Schmankerl am Rande: Ins Video auf die GameStar-CD durfte ich diese Szene erst nach sehr viel Protest und Rummeckerei packen, weil sie dem damaligen Herrn Chefredakteur zu wenig »zielgruppengerecht« war.

Donnerstag, 7. Dezember 2006

Das Wirtshaus zum kotzenden Redakteur

Neulich wollte ich essen gehen. Mitten in der Münchner Innenstadt. Und da habe ich es entdeckt: Das Wirtshaus des Grauens. Beim Reinkommen merkt man noch nichts, wirkt alles ganz normal. Daß es keine normale Getränke- sondern nur ne Weinkarte gibt, ist zwar verwunderlich, aber noch nicht sonderlich erschreckend. Aber dann: die Speisekarte! Horror pur! »Schlachtplatte mit heißer Blut- und Leberwurst im Pressack und Wammerl (das ist ein fetter, ekliger Speck)«. Oder das hier: »Pfälzer Saumagen«. Dabei fällt mir eigentlich nur immer Helmut Kohl ein. Apropos: »Sauerkohl mit Wollwurst«. Ich möchte gar nicht wissen, was das ist. Und der Knaller: »Kalbsbries mit saurem Lüngerl und Hackleber.« Spätestens als ich das gelesen habe, bin ich aufgestanden. Ganz vorsichtig natürlich, damit es niemand merkt. Ich vermute mal, wer hier Stammgast ist, frißt auch kleine Kinder, bestimmt aber dicke Redakteure. Habe mich dann sehr leise in Richtung Ausgang bewegt und bin danach um mein Leben gelaufen. Puh, nochmal Glück gehabt. Ich möchte aber nicht wissen, wieviele Opfer schon im Wirtshaus des Schreckens auf der Strecke geblieben sind.

Dienstag, 5. Dezember 2006

Paarung unter Molekülen

Die bedeutendsten Erkenntnisse der Menschheit kommen immer beim Trinken. Habe gerade eine Sprudelflasche leergetrunken und weil ich noch Durst hatte, gleich eine zweite geöffnet. Dabei hatte ich folgende Vision: Wahrscheinlich stammt der Sprudel aus beiden Flaschen ja aus dem selben Abfülltank. Ob sich dann einige der Wassermoleküle aus Flasche A und Flasche B kennen? Vermutlich schon. Wahrscheinlich sind sie glücklich und vergnügt im Tank rumgeschwommen, bis sie von der gnadenlosen Abfüllanlage grausam getrennt wurden. Und so feiern sie wahrscheinlich ein feucht-fröhliches Wiedesehen in meinem Magen. Nach Monaten der Trennung endlich wieder vereint. Gibt es eigentlich männliche und weibliche Moleküle? Hat sich vielleicht sogar ein verliebtes Pärchen H2O wieder getroffen? Können sich Moleküle auch paaren? Produziere ich gar unwissentlich Wasser, weil die beiden es jetzt so richtig krachen lassen? Lauter Fragen, auf die mir selbst gestandene Wissenschaftler, sprich: ehemalige Studienkollegen (die ich natürlich gleich angerufen habe) nicht beantworten konnten. Ich hatte auch ein wenig den Eindruck, die haben mich nicht ganz ernst genommen. Egal, ich werde diese Frage lösen. Bis dahin mache ich schnell noch ne Flasche auf und führe ein paar weitere Teilchen der Wiedervereinigung zu.

Montag, 4. Dezember 2006

Die Wunder der Chemie

Mein Vermieter ist so ein Ökofritze. Benutzt biologisch abbaubares Klopapier und sowas. Aber heute konnte ich ihm die Wunder der anorganischen Chemie eindrucksvoll demonstrieren. Nachdem er mir seine Schimmelprobleme geschildert hatte, zauberte ich flugs ein Fläschchen Natriumhypochlorid hervor und weil er so verzweifelt war, ließ er mich ihm tatsächlich beweisen, wie man den fiesen Sporen binnen drei Sekunden zu Leibe rückt. Okay, das roch ein bisschen nach Chlor, aber danach war der Schimmel weg. Davon beflügelt, bin ich seinen angestopften (also fast verstopften) Abfluß mit dem guten Drano Powergel zu Leibe gerückt. 20 Minuten später gluckerte es wieder. Da konnte der gute Mann seinen heißen Essigsud wieder einpacken. Wahrscheinlich hatte er irgendwo noch ein Tässchen Ringelblumenextrakt für ganz harte Fälle. Ich glaube, sein grünes Weltbild ist ein ganz kräftig ins Wanken gekommen. Mein nächster Einsatz steht an, wenn pünktlich zu Schnupfenzeit meine patentierte Salzsäure-Inhalier-Methode zum Einsatz kommt. Kurz dran schnuppern (aber nur an der verdünnten!!!) und die Nase ist für den nächsten Tag frei. Da kann kein Kräuterextrakt mithalten. Ich wusste doch immer ,daß mein Chemiestudium für irgendwas gut gewesen sein muss. Allerdings Achtung: Wer's nachmacht: Unbedingt auf gut gelüftete Räume achten, wegen der Chlordämpfe. Und auf keinen Fall heißes Wasser verwenden. Die Salzsäuremethode nicht zu oft anwenden, sonst sind die Nasenschleimhäute futsch!

Zum Weglaufen...

... ist Runaway 2 nun gerade auch nicht. Allerdings haben die spanischen Entwickler von den Pendulo Studios kräftig beim Design geschlampert und sich dadurch selbst um höhere Weihen gebracht. Warum? Das verrät mein Test bei Völlig Verspielt.

Sonntag, 3. Dezember 2006

Frauen-Power

Was man so in einigen Foren liest... Zum Beispiel das: »Also ich mag keine Spiele, in denen Frauen die Helden sind. In welchem Spiel hätte je ein Mädchen die Welt gerettet?«
Antwort: »Hello Kitty Adventures!«

Freitag, 1. Dezember 2006

Geschichten aus der Geschichte: Ich verstehe immer nur Chan

Wer erinnert sich noch an Trevor Chan? Den Chef von Enlight Software. Die haben einige ganz anständige Spiele gemacht, darunter Capitalism und Seven Kingdoms. Und da ich der einzige war, der seinerzeit überhaupt Trevor Chan kannte, sollte ich ihn auf einer E3 (ich glaube es war die von 2000) interviewen. Zugegeben, ich hatte mit Trevor schon in den Jahren davor immer wieder mal Kontakt gehabt, allerdings nur per Email. So gesehen, kannte ich ihn, ohne ihn tatsächlich zu kennen. Ich erscheine also am Messestand, begrüße Mister Chan aus dem fernen Hong Kong und stelle meine erste Frage. Trevor lächelt und beginnt sogleich mit einer langen, weit ausholenden Antwort. Glaube ich zumindest. Denn was ich in den ersten Minuten noch auf den hohen Lärmpegel an dem Messestand geschoben hatte, steigerte sich zum echten Problem: Ich verstand kein Wort von dem, was der gute Trevor von sich gab. Wie sehr viele Asiaten verfiel er in einen schleppenden Singsang, bei dem die Silben und Vokale melodisch ineinander gezogen werden. Was in irgendwelchen Hong-Kong-Klopperfilmen mit Untertiteln nicht stört, wurde hier zum journalistischen Giga-GAU. Zum Glück lief mein Diktiergerät mit. »Frag einfach weiter«, dachte ich mir. »Zu Hause analysierst Du das Kauderwelsch dann schon in aller Ruhe. « Also stellte ich brav meine Fragen und Trevor redete... und redete... und redete. Er war wirklich einer der auskunftsfreudigsten Entwickler, der mir je begegnet ist. Ab und an nickte ich besonnen, lächelte, wenn er lächelte und bedankte mich am Schluß artig für das schöne Interview. Zurück in der Redaktion hörte ich mir das Band an. Nee, nix zu verstehen. Nach wie vor konnte ich dem Sprachbrei keinerlei klaren Worte und schon gar keinen Sinn zuordnen. Ab und an meinte ich, das eine oder andere Wort zu verstehen. Verwarf die Übersetzung gleich wieder, weil Mister Chan garantiert nix von »Gurkengelee« oder »Schwammfischen« gesagt hatte. Doch dann erschien Rettung in Form unserer hochgeschätzten Anzeigenabteilung. Wegen offenkundigen Reklamemangels musste die Seitenzahl des Heftes gekürzt werden. Und leider, leider, so erfuhr ich mit der pflichtschuldigen Trauermiene, war kein Platz mehr für mein Interview. Das Angebot, das Interview zumindest Online zu stellen, lehnte ich mit der Bemerkung: »Ach, bringen wir es doch im nächsten Heft« dankend ab und erwähnte es nie wieder. Bis heute weiß ich nicht, was Trevor Chan mir so alles erzählt hat.

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