Freitag, 13. Oktober 2006

Man muss auch Danke sagen können


Im Namen aller Besitzer günstig eingekaufter Boeing-Aktien möchte ich mich herzlich bei EADS, und ganz besonders bei der unfähigen Airbus-Chefetage bedanken. Ohne Eure schludrige Geschäftsführung, das hilflose Krisenmanagement, Eure Schluderein mit dem Airbus 380 und den damit verbundenen miesen Schlagzreilen hätte ich nie soviel Gewinn mit meinen US-Aktien in so wenigen Tagen machen können. Auf deutsch-französische Kooperation ist eben Verlass :-)

19 Comments:

At 13 Oktober, 2006 15:33, Blogger Man in Metropolis meint...

Glückwunsch....Schnäppchen-Mick

 
At 13 Oktober, 2006 16:10, Blogger Chernaya Akula meint...

Aber Du bist kein Aktionär, oder? Leute, die Geld ohne eigene Arbeit machen.

Aber das die Börse keine Ahnung hat hat man schon gesehen als der Gewinner des "Joint Strike Fighter"-Programms bekanntgegeben wurde. Die Aktien von Lockheed Martin hätten explodieren müssen. Sind sie aber nicht. Das grösste Flugzeugbeschaffungsprogramm aller Zeiten. Und die Börse verpwnnt es - und geilt sich lieber an den paar Airbussen auf, die die Chinesen gekauft haben.
Und die Korruptionsaffäre um Boeing, die sie 1 Milliarde Dollar in US-Verteidigungsaufträgen gekostet haben, hat die Börse auch verpennt.

Lasst die ganzen "Experten" mit dem Geld anderer Leute rumspielen - irgendwie müssen wir die Wirtschaft ja kaputt kriegen!

 
At 13 Oktober, 2006 17:33, Blogger Mick meint...

Aktien sind eine legitime Geldanlage, wie Sparbriefe oder das gute alte Sparkonto auch. Ich gebe Firmen Geld, die investieren das und ich bin letztlich am Gewinn beteiligt. Unsd natürlich gibt es den ebenfalls gewinnbringenden Handel mit den Aktien. Was ist daran schlimm?

 
At 13 Oktober, 2006 17:58, Anonymous Kevin meint...

Jeah gratulation Mick^^

 
At 13 Oktober, 2006 19:07, Blogger Chernaya Akula meint...

Was daran schlimm ist? Dass oft genug irgendwelche Spekulanten Aktien nur kaufen um sie hinterher besser weiterverkaufen zu können. Oft genug so, dass ein Konsortium gekauft wird, um es hinterher zu zerschlagen.
Wenn es einem um die Sache geht, in Ordnung, dann geht das.

Ich glaube 1997 war das erste Jahr, dass mit Aktien und Verschieben von völlig irrealem Geld mehr Umsatz gemacht wurde als mit echten Waren. Und das IST böse! Die Differenz dürfen nämlich irgendwelche armen Schweine bezahlen.

Und irgendwann wird dieses Kartenhaus zusammenfallen, und dann geht es richtig ab! Und ich habe ehrlich keinen Bock auf eine echte Wirtschaftskrise nur weil sich irgendwelche Geldsäcke die Taschen noch voller machen müssen. Solange keiner die Rechnung haben will, geht das ja.
Ich glaube in Japan war das. Da hat einer ne Fabrik gekauft. Und die als Sicherheit genommen um noch eine zu kaufen. Dabei hat er den Wert seiner ersten etwas geschönt, um mehr aufnehmen zu können. Das ist dann x-dutzendmal passiert. Bis einer eine Fabrik verkaufen musste. Zum echten Wert. Böses Erwachen.

Die Menge des Geldes vermehrt sich schneller als die Menge der verfügbaren Waren. Das nennt sich Wirtschaft. Ich finde, dass müsste Inflation heissen.
Aber die Zeche zahlen ja die Grossaktionäre nicht, die zahlen die Arbeiter die entlassen werden, weil sie gegen das sisch vermehrende Geld nicht anarbeiten können.

IKEA verkauft Duschvorhänge für 20€. Der Chinese, der sie produziert, gibt 60 Cent an Produktionskosten dafür aus - und bekommt 70 Cent von IKEA.
Glaubt denn allen Ernsrtens einer, dass liesse sich so weitermachen? Irgendwann kann sich hier nämlich keiner mehr den 20 Euro-Vorhang leisten. Weil sein Arbeitsplatz nach China ausgesiedelt wurde.

Und dann? Was wird passieren wenn die Chinesen ihre Vorhänge nicht mehr loswerden. Dann müssen sie auch entlassen. Und dann wird nix mehr produziert! Weil einer 19,30 Gewinn abschöpfen musste.

Und die werden dann aufgehangen - am nächsten Laternenpfahl.

Warum klafft wohl die Arm-Reich-Schere so auseinander. Nicht wegen dem "überbezahlten" VW-Arbeiter.
Hier in Dezutschland befinden sich 50% der Geldmittel in 10% der Hände. Muss das so sein? Das ist Entwicklungsland-Niveau!
Zumal die Geldsäcke nicht die Wirtschaft ankurbeln. In den meisten Fällen liegt deren Geld auf der Bank - um noch mehr virtuelles Geld zu produzieren.

Also, die ganze Sache ist zwar legal, aber rechtens ist sie nicht.

 
At 13 Oktober, 2006 19:18, Blogger McKenna meint...

Tja, Aktien sind eine Geldanlage wie jede andere auch. Nur nicht ganz so sicher. Umso mehr ärgert man sich über Verluste.

Das wiederum erinnert an den Herren der nach dem Zaubertrick, bei dem ein 50€-Schein zu einem 10€-Schein wurde, rief: "Das wäre auch mit einer Telekom-Aktie gegangen."

 
At 13 Oktober, 2006 19:32, Blogger Mick meint...

@chernaya: Wei bei allen Geschäften gibt es überall schwarze Schafe. Nur: Das ist ja nicht Schuld des Aktienhandels. Niemand hindert Dich daran ebenfalls Unternehmensbeteiligungen zu kaufen und zu sehen, daß sie gute Rendite abwerfen. Oder ein wenig zu spekulieren und darauf zu hofen, daß die mal mehr wert werden. Sag mir ein Wirtschaftssystem das besser funktioniert. Keins, eben. Man kann zugucken, oder man dran teilnehmen. Und solange man sich nicht an Hedgefopnds beteiligt (was bei meinen mitteln auch kaum möglich wäre) sehe ich kein Problem dabei mit Aktien Geld zu machen. Denn auf die Gewinne zahlt man Steuern, das wiederum lässt den Staat funktionieren. Das Geld was zuhause im Sparstrumpf lagert ist totes Kapital, verliert an Wert und schadet letztlich sogar der allgemeinheit, weil Kaufkraft entzogen wird.

 
At 13 Oktober, 2006 19:33, Blogger Mick meint...

ach ja: Leute am Laternenmast aufhängen, weil sie reicher sind ist tatsächlich ein Verbrechen. Und ein äußerst Dummes noch dazu!!!

 
At 13 Oktober, 2006 22:18, Blogger Chernaya Akula meint...

Nein, gegen Kleinanleger habe ich nichts. Aber auch die müssen sich klar sein, dass sie möglicherweise gar nichts haben, weil ein Grosser noch mehr Geld braucht und deshalb die Firma zerschlagen und die Reste verkaufen.

Ich habe auch gar nichts gegen den Kapitalismus. Überhaupt nicht. Nur sollte die ganze Sache mit Augenmass von sich gehen.

Und zur Rendite. Oft genug bleibt die nur übrig, weil sie anderen, die sie erwirtschaftet haben, nicht gegeben wird. Überall müssen die Leute länger arbeiten oder werden ganz entlassen, damit deine Rendite stimmt.

Ich möchte nicht gehässig sein, aber warum bist Du nicht mehr bei der GS? Du warst, so denke ich, ein verdienter Mitarbeiter. Gehen musstest Du, weil irgendwem nicht genug überblieb. Oder?

Das mit dem Aufhängen hat nichts mit Neid oder dergleichen zu tun. Auch habe ich in nächster Zeit nicht vor, jemanden aufzuhängen. Nur ist das genau das, was kommen wird, wenn die Armutsschere nur weit genug auseinanderklafft.

Und die Zahl von 1997 sollte man nicht ausser Acht lassen. Es gab mehr "virtuelles" Geld, dass keinen echten Gegewert hat, als umgesetzte Waren. Das sollte einem doch zu denken geben.

Und der Spruch mit den schwarzen Schafen tröstet mich wenig, wenn man sieht, dass ausgerechnet die schwarzen Schafe das meiste Geld machen. Mag sein, dass wenn man sich die Herde anguckt, die allermeisten weiss sind. Jedoch haben die schwarzen eindeutig den meisten Einfluss. Und das nicht nur auf die Wirtschaft, sondern über Umwege auf unser aller Leben.

 
At 13 Oktober, 2006 22:20, Blogger Chernaya Akula meint...

A propos Sparstrumpf: Die Sparstrümpfe sind leer. Die, in denen noch was drin sind, haben sowieso mehr Geld als sie ausgeben können. Wie gesagt, 50% er Mittel in 10% der Hände. Der Kleinverbraucher hat doch gar nicht mehr die Möglichkeit, irgendwas auf die hohe Kante zu legen.

 
At 13 Oktober, 2006 22:37, Blogger Mick meint...

natürlich hat er das. Wie mache ich das denn? Man muss natürlich rechnen können, war schon immer so.

 
At 13 Oktober, 2006 22:51, Blogger Chernaya Akula meint...

Ja, in Ordnung, aber es sind doch bestimmt keine riesigen Beträge?
Ausserdem wärst du der Einzige, der trotz Teuerung und nicht steigender Verdienste, auf lange Sicht was überbehält.
Zumal das meiste Sparguthaben wahrscheinlich eh für irgendwelche grösseren Ausgaben gespart wird, der Konjunktur also nur kurzzeitig was verloren geht.
Also so war es bei mir in den letzten Jahren zumindest. Die paar Kröten sind meist recht schnell wieder im Umlauf gewesen. Viel Zinsen sind da nicht rumgekommen. Ein paar Cent, glaube ich.

 
At 13 Oktober, 2006 23:17, Anonymous Zeny meint...

Also Mick hat unvorsichtigerweise kundgetan, einen Teil seiner Ersparnisse in Aktien angelegt zu haben. Oder anders formuliert: er investiert sein wohlverdientes Geld in Firmen, die damit möglicherweise sogar Arbeitsplätze schaffen. Wieso Du ihm jetzt deswegen eine Diskussion über sämtliche Ungerechtigkeiten der Weltwirtschaft an die Backe klebst, ist mir wirklich ein Rätsel.

 
At 14 Oktober, 2006 01:26, Blogger Mick meint...

@chernaya: Wieso wäre ich der einzige. Wer einen klaren Kopf behält und etwas Sach- und Menschenverstand walten lässt, kann an der Börse immer gutes und völlig legales Geld machen. Und wer sagt denn, daß Gehälter nicht steigen? Für gute Arbeit bekommt man nach wie vor gutes Geld. kleiner tipp von mir: Wenn Du selber keine Möglichkeiten siehst, kann Dir ein mittelmäßig begabter Steuerberater garantiert weiterhelfen.
@zeny: puh, besten Dank. Ich dachte schon ich bin der einzige, der aktien kauft ;-)

 
At 14 Oktober, 2006 03:17, Blogger Chernaya Akula meint...

Erstens: Ich bin nicht der Meinung, dass Mick hier an irgend etwas Schuld ist. Wenn das bisher nicht deutlich geworden ist, dann hoffentlich jetzt.
So wie Mick das anscheinend macht, Firmen zu unterstützen, die ihn interessieren, das ist in Ordnung. Das sollte gar kein Angriff auf Mick sein. Wollte nur mal meine Ansichten diesbezüglich darlegen.

Zweitens: Das Gehälter nicht steigen ist nun mal Fakt. Tatsächlich fallen sie sogar, wenn man mal die Teuerung mit einrechnet.

Drittens: Das mit dem einzigen bezog ich auf die Geschichte, dass man bei gleichem gehalt und teuereren Preisen weniger bis gar kain Geld auf die hohe Kante legen kann.

Das man mit kühlem Kopf, und vor allem ohne überzogene Erwartungen, immer ein bisschen Geld an der Börse machen kann ist klar.

 
At 14 Oktober, 2006 13:18, Anonymous Peter meint...

Eine der beste Aktienanlagen die man derzeit haben kann sind meiner Meinung EON-Aktien. Eine Gelddruckmaschine die nicht besser funktionieren könnte. Außerdem ärgere ich mich schon lange nicht mehr über Strompreiserhöhungen, sondern kaufe gleich ein paar neue Aktien.

 
At 14 Oktober, 2006 16:51, Blogger Bacchus meint...

n1!

Ich hatte Anfang des Jahres mit JoWood ziemliches Glück. Hab die Gewinne aber mittlerweile bei Bwin wieder verloren :/

 
At 15 Oktober, 2006 00:51, Blogger Mick meint...

@bachus: mit Jowood? Na ich hoffe mal, die bist Du inzwischen wieder gut losgeworden...

 
At 15 Oktober, 2006 22:10, Blogger Bacchus meint...

@mick

Die Gewinne hab ich nach 49h realisiert - mit 201% vom ursrünglichen Kapital ausgestiegen ;)

 

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