Montag, 7. August 2006

Smoke-Alarm

Die von mir wenig geschätzte EU samt willfähriger Bundesregierung haben es mal wieder auf die Raucher abgesehen. Jetzt soll es sogar legal sein Bewerber abzulehnen, weil sie rauchen. Echt, diese Hexenjagd nimmt teilweise schon skurille Formen an. So in Kalifornien, wo man auf der Straße zwar rauchen, aber nichts trinken darf, während drinnen striktes Rauch- aber kein Alkoholverbot herrscht. Wer also zum Wein eine rauchen will, muss permanent rein und rausrennen. Schwachfug. Ich bin Nichtraucher, fühle mich aber von anderen Sachen deutlich mehr gestört, als von ein paar Glimmstengeln. Popcorn zum Beispiel kann mir ganze Filme im Kino versauen. Das Zeug stinkt einfach nur widerlich und dann noch die ekligen Schmatzgeräusche. Oder diese fies riechenden Käse-Nachos. Ich frage mich bei einigen Leuten wirklich, warum die überhaupt ins Kino und nicht gleich essen gehen. Oder bestimmte Parfumsorten, die sich wie Klebstoff auf die Lunge legen. Oder diesen furchtbar lauten THX-Vorspann, oder Omas, die an der Kasse ewig im Kleingeld wühlen, oder Politiker, die ihre eigene Inkompetenz hinter Hetzkampagnen verbergen, oder eine »Wirtschaftsgemeinschaft«, die mit ihrem Kontroll- und Regulierungswahn mehr Schaden anrichten, als sämtliche Investor-Heuschrecken der Wallstreet.... Bevor es jetzt völlig absurd wird: Wie wär's einfach mit ein bisschen Toleranz und Rücksicht auf beiden Seiten? Raucher, die wissen wann man auch mal auf die Kippe verzichtet und Nichtraucher, die nicht bei jedem Qualmwölkchen gleich das Abendland bedroht sehen. Könnte doch klappen, oder?

34 Comments:

At 07 August, 2006 10:28, Blogger DasDaniel meint...

/signed.

 
At 07 August, 2006 10:34, Blogger unkita meint...

Mal über einen Job bei der EU nachgedacht? Du könntest da viel bewirken!

Und: Heureka, endlich mal jemand der auch findet, das Popcorn stinkt!!!

 
At 07 August, 2006 10:44, Blogger Bacchus meint...

Also ich finde nach wie vor beim Fortgehen die Dunstglocke in Bars grauenhaft.

Ich war einmal in Südtirol fort, wo in den Lokalen Rauchverbot herrscht, und ich habe es geliebt.

Auch auf der Tanzfläche ist es nervend ständig auf die besoffenen Raucher aufzupassen die mit ihren Glimmstängeln eine ständige Gefahr für das Gewand anderer Leute darstellen.

 
At 07 August, 2006 10:47, Anonymous Marquis de Morieve meint...

Ich persönlich empfinde den Gestank von Nikotin weitaus schlimmer, als den Geruch von Popcorn.
Ich bin auch entgegen deiner Meinung das Ansicht, daß Rauchen in geschlossenen Örtlichkeiten in denen Nahrungsmittel konsumiert werden, verboten gehört. Nichts ist widerlicher, als beim Essen in einem Restaurant von einem Tischnachbar vollgequalmt zu werden. Da vergeht einem das Essen und der Geschmackssinn für die teure Mahlzeit wird durch das Inhalieren des Rauchs getrübt. Von mir aus kann jeder Raucher in seinem stillen Kämmerlein vor sich hinqualmen, aber ich möchte gerade im Sommer bei schlechter Luft, Allergiegeschädigtem Organismus und verstopfter Nase nicht auch noch stinkenden schädlichen Rauch inhalieren müssen.

 
At 07 August, 2006 11:08, Anonymous Anonym meint...

Hm, also an sich finde ich auch, dass man am besten das Rauchen ganz verbieten sollte.
Aber doch zumindest dort, wo es andere Leute tangiert. Also z.B. in Restaurant oder und vor allem in der Schule.
Die Jugendlichen werden einfach zu früh in die Abhängigkeit getrieben.

Daher ist es vollkommen o.k. wenn man den Rauchern auf den Schlips tritt, da deren Qualm allen Nichtrauchern mindestens den geleichen Schaden anrichtet wie ihnen selbst.

Und zur EU. Eine tolle, nein großartige Erfindung. Stimmt zwar mit dem Regulierungwahn und so, aber noch nie in der Geschichte Europas herschte so lange Frieden seit Bestehen der EU. Und 20.000 regulierungen sind immer noch besser als 1 Krieg.

by Sebastian

 
At 07 August, 2006 11:21, Blogger GenosseMzK meint...

Der Krieg kommt noch. Wir in Schleswig-Holstein haben nämlich ÖL!
JAHA!

Btw. Popcorn, vor alle das in Kinos, stinkt. Kann ich voll und ganz zustimmen.
Und würden Raucher meine Gesundheit nicht gefährden, wenn sie mir ihren Rauch ins Gesicht blasen, hätte ich kein Problem mit ihnen. Nur leider scheinen Raucher am liebsten dort zu qualmen, wo sich Menschen am meisten dadurch gestört fühlen. Als ob da eine kalkulierte Gehässigkeit dahintersteckt. Aber nun wirds auch bei mir absurd. ;)

 
At 07 August, 2006 11:26, Anonymous Heiko S. meint...

Ich finde es zwar etwas übertrieben, dass man rauchende Bewerber ablehnen darf (ein einfaches Rauchverbot am Arbeitsplatz sollte ja reichen), aber generell bin ich schon ganz extrem fürs Nichtrauchen.
Warum sollte ich Raucher tolerieren? Passivrauchen ist gesundheitsschädlich! Und ich soll kommentarlos hinnehmen, dass jemand meine Gesundheit schädigt? Wohl kaum!
Dadurch, dass Raucher zur Befriedigung ihrer eigenen Sucht die Schädigung von Nichtrauchern billigend in Kauf nehmen, sind sie für mich hochgradig asozial.
In seinem eigenen Kämmerchen kann ja jeder machen, was er will, aber in Restaurants oder ähnlicher Öffentlichkeit in Anwesenheit anderer (nichtrauchender) Menschen sollte jeder Raucher auf das Konsumieren seiner Droge verzichten.

 
At 07 August, 2006 11:28, Blogger RasPutina meint...

Parfüm- Popcorn und sonstige Gestänker sind jedenfalls nicht gesundheitsschädlich und auch nicht überall anzutreffen.

 
At 07 August, 2006 11:35, Blogger Taluien meint...

Also ich finde Raucher an und für sich auch nicht so schlimm. Bin zwar nichtraucher, aber ich wurde immer wieder latent zugequalmt, was mir nicht viel ausmacht. Das einzige was ich wirklich ekelhaft finde ist der Geruch von kaltem Rauch, der sich so bis zur nächsten Wäsche in Textilien aller Art breitmacht.

Aber ansonsten... ich finde es eine Idiotie sondergleichen die Webung für Tabakprodukte zu verbieten. Die wenigen Leute die sich davon überhaupt beeinflussen lassen, rauchen meist eh schon und wechseln grade ihre Marke.

Wenn mal jemand wirklich die Zahl der Raucher verringern will:

Verbietet diese ganzen Parfümierungsstoffe und so weiter. Wenn mal jemand nen Vergleich haben will der Marlboro, Camels oder Luckys oder so raucht, soll er sich beim nächsten Mal ne Schachtel Gitanes holen. Die verzichten nämlich auf diesen ganzen "besserer Geschmack"-Schnickschnack. Und schmecken damit den meisten Rauchern viel zu scheusslich. Vor allem würde man damit den Jugendlichen einen weiteren guten Grund zum Nichtrauchen geben. Denn wer raucht schon gerne was das scheusslich ohne Ende schmeckt.

 
At 07 August, 2006 11:56, Blogger Klapsenschaffner meint...

Denkt eigentlich einer dran, welche Lärmbelästigung Popcorn, Nachos und der ganze andere, in Hochglanzkunststoffknitterknattertüten verpackte Müll auf dem Weg zum Mund entwickelt?
Ich entferne mich hier mal bewusst von der langweiligen Nichtraucher/Raucher Kriegsführung.

Wenn ich dürfte, würde ich ja mit einer mit rostigen Nägeln geladenen abgesägten Schrotflinte das Kino meiner Wahl besuchen und Knisterer, natürlich nach freundlicher Warnung (Entschuldigung, aber wenn du noch mal so fies knisterst, dass ich das auf der Leinwand gesagte nicht hörne kann, fühle ich mich genötigt, dich zu erschießen!) aus ihrem Sitz ballern.
Das trifft hauptsächlich diese grobmotorischen Trottel, die immer und immer wieder mit der Hand ihren XXL Popcorneimer durchpflügen als erwarten sie auf dem Grund einen Schatz zu finden.
Nehmt von oben... schmeckt genauso "gut" ist leiser und rettet vielleicht leben.

 
At 07 August, 2006 11:56, Anonymous Mash meint...

Also, den THX-Vorspann finde ich schon deswegen klasse, weil der dem ganzen labernden Volk im Kino das Wort abschneidet und so anzeigt "Schnauze! Der Film geht los!"
Ansonsten bin ich mittlerweile auch eher dafür, das Rauchen zu verbieten. Ob man deswegen Bewerber ablehnen können soll, sei mal dahin gestellt, als nächstes sind dann Alkohol und Fastfood dran, aber ich bin schon ganz froh, sowohl bei der Arbeit als auch zu Hause damit nicht belästigt zu werden.

 
At 07 August, 2006 12:03, Blogger RasPutina meint...

In ein paar Jahren wirds eh normal sein, in anderen Ländern klappts ja auch.

 
At 07 August, 2006 14:08, Blogger Mick meint...

ja, z. B. in Amiland, wo Raucher wie Verbrecher behandelt werden. Und diese ganze Passiv-Raucher-Hysterie ist mal wieder medienmäßig aufgeblasen. In Amiland ist die Lebenserwartung nach dem Rauchverbor jedenfalls nicht angestiegen. Komisch, oder? Müsste sie doch eigentlich.
@klapsenschaffner: Sehr gute Idee. Das unterschreibe ich so!!!

 
At 07 August, 2006 14:24, Blogger Falcon meint...

Ohoh - Toleranz im menschlichen Miteinander?
Geradezu revolutionär, diese Forderung, aber leider wenig erfolgversprechend.
Es ist ja bedauerlicherweise so, dass in der Regel erst die Kombikeule aus Verbot und Bußgeldandrohung die Menschen zum Einlenken bringt.
Oder glaubt jemand ernsthaft, dass sich heute der größte Teil der Autofahrer an das Handyverbot hält, weil sie alle eingesehen haben, wie gefährlich das ist?
Ich muss im Übrigen zu meiner Schande gestehen, dass Kino und Popcorn für mich untrennbar zusammenghören. Allerdings in einem bescheidenen kleinen Tütchen und immer brav einzeln von oben genommen;-).
Und ja, ich liebe den THX-Trailer. Ich krieg immer noch 'ne Gänsehaut wenn ich den höre.

 
At 07 August, 2006 14:47, Blogger PropheT meint...

lasst sie rauchen denn sterben sie früher und es bleibt mehr von allem für mich!

 
At 07 August, 2006 14:56, Anonymous Marquis de Morieve meint...

Hm, dann will ich auch noch etwas konstruktives zum Thema amerikanischer Freundschaft und freundlichen Besuchen schreiben.
Man muss ja nicht gleich Amok laufen und einen Giftgasanschlag gegen Raucher starten. Dabei ist egal, ob die Nikotinsüchtigen nebst Tabak auch noch Crack / Heroin rauchen, oder kokainsüchtige Gamer, Cracker oder Hacker sind, die den Rauch oder das Nikotin nur zum Aufputschen nutzen. Es spielt auch keine Rolle, ob der Wohnsitz der Raucher im Libanon liegt, oder ob im Empire State Building am 9.11. vielleicht ein Sack Reis umfällt. Rauchen, ob mit oder ohne Zusatz von Betäubungsmitteln, die illegal in's Land geschifft werden, ist bewiesenermaßen ungesünder als das Geräusch von Chipstüten, dessen Inhalt nichts mit den Chips aus Silicon Valley gemein haben.
Die Lebenserwartung der Menschen hängt von verschiedenen Faktoren ab, und statistisch gesehen kann beim Passivraucher schlecht erforscht werden, nach wieviel Passivkonsum von Nikotin ein nichtrauchender Lungenkrebspatient an Lungenkrebs erkrant ist.
Du kannst ja mal eine Karottendiät machen, und dich dabei stets in Räumen aufhalten, in denen du passiv mitrauchen musst. Vielleicht komme ich dich dann mal in der Klinik besuchen, und erinnere dich daran, daß Passivrauchen die Lebenserwartung von manchen Menschen nicht beeinträchtigt.

 
At 07 August, 2006 15:51, Anonymous me meint...

Das mit dem Bewerber-Ablehnen ist wirklich übertreiben. Fast genauso absurd wie der Versuch seitens der EU Österreich das Wort "Konfitüre" aufzuzwingen und "Marmelade" zu verbieten.

Ich hab nix gegen Raucher, von mir aus können die gerne ihrer Sucht nachgehen. Aber sobald anderen passiv durch das Rauchen Schaden zugefügt wird endet meiner Meinung nach die persönliche Freiheit des Rauchers.

Die Knister-Fetischisten im Kino sind auch mir manchmal zuviel, die können einem den ganzen Film vermiesen. Zum Glück nehm ich keine abgesägte Schrotflinte mit rostigen Nägeln mit ins Kino *g*

 
At 07 August, 2006 15:59, Anonymous Anonym meint...

Ich denke halt das es eine Geldentscheidung ist, ich z.B. gehe so gut wie nie essen, nicht weil ich ein bösartiger Mensch bin sondern weil mich der Rauch stört und ich nicht passiv mitrauchen möchte. Meiner Meinung nach sollte jeder Gastronom der keine Arbeitnehmer hat selber entscheiden dürfen, wenn natürlich Arbeitnehmer da sind sollten die auch ein Wort mitreden dürfen

 
At 07 August, 2006 16:04, Blogger Mick meint...

Ich halte diese ganze Raucherdiskussion für eine typische überhypte Amerikanisierung. egal, was für einen Müll die da drüben anrichten, mit schöner Regelmäßigkeit landet das mit ein paar Jahren Verspätung bei uns. In den letzten paar hundert Jahren Gasthausgeschichte gings doch auch, ohne Haufenweise Todesopfer, warum plötzlich nicht mehr. Und wo endet das? Als nächstes könnte man ja eine Lautstärkleverodnung für diskotheken fordern. Alles was über Zimmerlautstärke hinausgeht ist nachweislich gesundheitsschädlich. Oder Zucker ist auch ungesund. also raus damit aus dem Eis, das in Eisdielen verkauft wird. Und es gibt durchaus mehrere Parfüms mit krebserregenden Inhaltsstoffen. Daran stört sich doch auch keiner usw. usw. usw.

 
At 07 August, 2006 17:05, Anonymous Anonym meint...

Ich fühle mich durch Zigaretten in der Kneipe belästigt und finde es richtig, wenn in Gasthäusern Rauchverbot herrscht. Nämlich bin ich der Ansicht, dass mir die Zigarette des Nachbarn schnell und erfolgreich das gesamte Essen verderben kann.

 
At 07 August, 2006 18:00, Blogger Lou meint...

Das mit dem Rauchverbot in Kalifornien hat seinen Sinn...überleg doch mal warum das so sein könnte.

 
At 07 August, 2006 18:19, Blogger Deviant meint...

Ich bin selbst Raucher, aber ich versuche meine Wolke auch bei mir zu behalten. Wenn ich beim Burger King bin und hinter mir sitzt eine Familie mit Kindern, oder jemand der gerade noch genüsslich seinen Burger verdrückt, dann lasse ich das Rauchen halt solange bleiben.

Niemand soll sich durch mein Privatvergnügen gestört fühlen, das ist eins meiner Lebensmottos und bezieht sich nicht nur aufs Rauchen.

Aber auch Nichtraucher sollten einen gewissen Respekt vor den Rauchern bewahren. Ich hatte mal einen, der hat sich mit Absicht in meine Wolke reingestellt und sich dann beschwert, dass ich doch bitte woanders hin gehen soll. Darauf habe ich ihm direkt ins Gesicht gepustet. Dann war erstmal Ruhe.

 
At 07 August, 2006 19:48, Blogger jackoneill meint...

wobei mir aufgefallen ist, dass das THX-Logo bei fast keinem Film mehr kommt 0o

 
At 08 August, 2006 15:03, Blogger Deviant meint...

Weil das einfach zu teuer für die Produzenten ist. Das THX-Logo ist nichts weiter als ein Zertifikat für besonders guten Sound.

 
At 24 Oktober, 2006 15:44, Anonymous Anonym meint...

... "Raucher, die wissen wann man auch mal auf die Kippe verzichtet und Nichtraucher, die nicht bei jedem Qualmwölkchen gleich das Abendland bedroht sehen. Könnte doch klappen, oder?"

Leider kann das nicht klappen! Denn wenn überall geraucht werden darf sind diejenigen, die sich davor schützen wollen ohne jede Chance! Es ist unmöglich in einem Restaurant alle Raucher zu bitten das Rauchen einzustellen. Das wäre aber notwendig, wenn man einen echten Schutz möchte. Die kanadische Kellnerin Heather Crowe , die in ihrem ganzen Leben nie eine einige Zigarette geraucht hat, hat sich viele Jahre lang vergeblich gewehrt, den Passivrauch an ihrem Arbeitsplatz einatmen zu müssen. 2002 ist Heather Crowe an Lungenkrebs erkrankt. Im Mai 2006 ist Heather Crow gestorben. Eine Woche nach ihrem Tod wurde ihrem Antrag auf ein umfassendes Rauchverbot in Gaststätten in der Provinz Ontario in Kanada stattgegeben.

 
At 24 Oktober, 2006 16:30, Blogger Mick meint...

willkommen im reich der urbanen Legenden. A) kenne ich diese Heather nicht, weiß nicht ob es stimmt, daß sie b) den Krebs nur dadurch gekriegt hat, dass sie Rauch am Arbeitsplatz einatmen musste. ich habe noch nie gehört, daß die Sterblichkeitsrate unter Kellnern höher ist, als sonst wo.

 
At 24 Oktober, 2006 18:57, Anonymous Anonym meint...

Heather Crowe ist keine "Urban Legend" sondern eine real existierende identifizierbare Person, die an den Folgen des Passivrauchens gestorben ist. Eine Urban Legend ist eine Anekdote, die meist mündlich weitergegeben wird und deren Quelle sich in aller Regel nicht mehr zurückverfolgen lässt. Das ist hier nicht der Fall: Heather wurde geboren am 23.4.1945 in Yarmouth, Nova Scotia, und ist am 22. May 2006 in Ottawa, Ontario im Alter von 61 Jahren an Lungenkrebs gestorben. Wenn Sie ein Foto von Heather Crowe sehen wollen, dann können sie das beispielsweise auf den englichssprachigen Seiten von Wikipedia haben.

Ihre Reaktion demonstriert die typische Raucherhaltung - Es muss alles abgestritten werden was meine so gut "legitimierte" Sucht in irgend einer Form in Frage stellen könnte. Wenn ein Faktum nicht mehr abstreitbar ist, wird der Autor angegriffen, wenn das auch nicht mehr greift, wird der Arzt, der die Diagnose gestellt hat in Frage gestellt, schliesslich wird Heather Crowe als nicht repräsentativer Einzelfall ad acta gelegt. Studien, die die Mortalität des Passivrauchens dagegen quantifizieren werden abgetan, weil sie aufgrund der hohen Latenzzeiten im Einzelfall nicht nachweisen können, ob der spezifische Patient wirklich an den Folgen des Passivrauchens starb. Sie können nur zeigen, dass Passivraucher ein höheres Mortalitätsrisiko haben.

Ihre Reaktion zeigt weiterhin, dass die schöne Vorstellung von Rücksicht nehmenden Rauchern tatsächlich nicht funktioniert, denn Sie erkennen die Schädlichkeit des Passivrauchens nicht an. Das ist aber die Grundvoraussetzung für Rücksichtnahme.

 
At 24 Oktober, 2006 19:07, Blogger Mick meint...

umgekehrt wird ein Schuh daraus. Wenn Sie sich immer so gut informieren, wundert mich ihre sehr einseitige Darstellung der Dinge nicht. Denn: Wie kommen sie darauf, daß ich Raucher bin. Bin ich nicht, war ich nie. Und zum Zweiten: Sie fordern Rücksicht von Rauchern ein. Am besten per Gesetz, wie wärs noch mit der Todesstrafe? sie gehen genau so vor, wie sie es mir vorwerfen. Behauptung aufstellen, der Gegenseite jegliche Kompetenz absprechen, vehement die eigene Meinugng verteidigen. Wir beide (und das unterstelle ich jetztr Ihnen mal) kennen besagte Heather genauso wenig, wie wir beide wissen, wovon ihre Krebserkrankung (so es sie denn gegeben hat) ausgelöst wurde. Wei gesagt: Kellner sterben nicht häufiger an Krebs, als andere Berufsgruppen. Aber mit toleranz scheint es bei Ihnen ja nicht weit her zu sein. Ja ja, Toleranz gilt immer dem Andersdenkenden. Wenn beide Gruppen ein wenig Rücksicht nehmen, geht das ganz leicht. Und niemand zwingt Sie, in eine Gaststätte zu gehen, in der geraucht wird. so leicht lässt sich das Problem lösen!

 
At 25 Oktober, 2006 10:13, Anonymous Anonym meint...

Ich habe nicht gesagt, dass Sie Raucher sind, sondern dass Ihre Reaktion die typische Raucherhaltung demonstriert, und das tut sie. Ihre Argumentation ist exakt die, die sie in Raucherforen wie "www.forces.de" finden können: "Gegenseitige" Rücksichtnahme, Passivrauchen ist unschädlich, wer dennoch nicht mitrauchen will soll zu Hause bleiben. Toleranz ist etwas das man freiwillig ausüben sollte und nicht etwas zu dem man gezwungen wird. Was Sie vorschlagen ist, dass Leute, die sich dem Passivrauch nicht aussetzen wollen, einfach nicht in Gaststätten gehen sollten (- und natürlich sind diese Leute als völlig intolerant anzusehen). Heather Crowe konnte diese Entscheidung nicht treffen. (Und hören Sie doch bitte auf Ihre Existenz abzustreiten. Sie machen sich lächerlich. Pressenotitz im Stern: http://shortnews.stern.de/shownews.cfm?id=623228&CFID=31594782&CFTOKEN=43393163, CBC news: http://www.cbc.ca/canada/story/2006/05/23/crowe-mon.html, www.canada.com: http://www.canada.com/topics/news/national/story.html?id=1aa57125-7541-44b0-ae0a-032f14981710&k=53636, u.v.m.)
Ich will das Argument aber auch nicht an Heather Crowe alleine festmachen. Es gibt zahllose Opfer des Passivrauchens, die weniger dramatische Schäden davontragen, aber dennoch unter dem Rauch leiden ohne sich entscheiden zu können und vielfach in ihrer Lebensqualität erheblich beeinträchtigt werden (Und etliche von denen kenne ich persönlich).

Im Übrigen: Ich fordere keine Rücksicht von Rauchern ein, das tun Sie! Sie sagen "wenn beide Gruppen ein wenig Rücksicht nehmen"... Was bedeutet denn "beide Gruppen"? Meinen Sie wirklich "beide Gruppen"? Ich habe auch weder ein Verbot, geschweige denn eine Strafe (gar die Todestrafe) eingefordert. Ich habe nur festgestellt, dass die "gegenseitige" Rücksichtnahme nicht funktioniert. Wenn überall geraucht werden darf gibt es keine Chance sich vor dem Rauch zu schützen, und das ist nichteinmal ein Vorwurf an die Raucher, und es hat auch nichts mit meiner persönlichen Toleranzschwelle zu tun. Es ist nur eine Feststellung. Sie erkennen aber ganz richtig, dass die Konsequenz aus dieser Feststellung öffentliche Rauchverbote sein müssten. Wie man die praktikabel und gesellschaftsverträglich umsetzt steht wieder auf einem anderen Blatt.

 
At 25 Oktober, 2006 11:20, Anonymous Anonym meint...

Nachtrag...

Zu Ihrer Kenntnisnahme darf ich darauf hinweisen, dass Kellner sehr wohl ein erhöhtes Krebsrisiko tragen, und dass es dazu auch bereits Studien gibt - z.B. die Folgende:

[Estimation of the excess of lung cancer mortality risk associated to environmental tobacco smoke exposure of hospitality workers]
* Lopez MJ,
* Nebot M,
* Juarez O,
* Ariza C,
* Salles J,
* Serrahima E.
Servei d'Avaluacio i Metodes d'Intervencio, Agencia de Salut Publica, Barcelona, Spain. mjlopez@aspb.es

BACKGROUND AND OBJECTIVE: To estimate the excess lung cancer mortality risk associated with environmental tobacco (ETS) smoke exposure among hospitality workers. The estimation was done using objective measures in several hospitality settings in Barcelona. METHOD: Vapour phase nicotine was measured in several hospitality settings. These measurements were used to estimate the excess lung cancer mortality risk associated with ETS exposure for a 40 year working life, using the formula developed by Repace and Lowrey. RESULTS: Excess lung cancer mortality risk associated with ETS exposure was higher than 145 deaths per 100,000 workers in all places studied, except for cafeterias in hospitals, where excess lung cancer mortality risk was 22 per 100,000. In discoteques, for comparison, excess lung cancer mortality risk is 1,733 deaths per 100,000 workers. CONCLUSION: Hospitality workers are exposed to ETS levels related to a very high excess lung cancer mortality risk. These data confirm that ETS control measures are needed to protect hospital workers.

 
At 25 Oktober, 2006 11:51, Blogger Mick meint...

Studien gibt es zu allem und jedem. Und daran lässt sich so ziemlich alles belegen. Ich bin mit sicher es gibt auch genug Gegenstudien, die das Gegenteil beweisen. Merke: Glaube nur den Zahlen, die Du selbst gefälscht hast. Ich kenne etliche Leute, die teilweise seit Jahren kellnern, Krebs hat von denen keiner. Aber ich würde vorschlagen, wir lassen das Thema. Sie haben ihre Meinung, ich meine. Ich find ein Rauchverbot indiskutabel (genauso könnte man ein Autofahrverbot, ein Fahradfahrverbot (wenn man mal an die Zahl der Unfälle denkt) oder ein Schokoladenverbot (Erhöhtes Risiko der Zuckerkranheit), ein sportverbot (dabei kommt es jährlich immer wieder zu Herzinfarkten) etc, etc, etc.

 
At 25 Oktober, 2006 15:04, Anonymous Anonym meint...

Die Reaktion war vorhersehbar. Zuerst wird behauptet es gibt kein Risiko, wenn dann ein konkretes Fallbeispiel auftaucht wir es geleugnet, wenn eine Studie auftaucht heisst es mit Statistik kann man alles beweisen, dann kommt das Argument: Ich kenne x Kellner die haben alle keinen Krebs, und schliesslich kommen die haarsträubenden Vergleiche mit Schokoladenverbot, Sportverbot, ... usw. Im Gegensatz zu all diesen unsinnigen Vergleichen werden beim Rauchen nachweislich Dritte geschädigt, und zwar in erheblichem Umfang. Jetzt werden Sie argumentieren beim Autofahren werden auch Dritte geschädigt. Ja, hätte das Autofahren nicht zufällig den sozialen Mehrwert der Mobilität dann würde es auch verboten werden. Und so könnten wir die Diskussion weiter ad absurdum führen. Es geht nicht um Schokolade und nicht um Sport und nicht ums Autofahren. Es geht darum, dass das Rauchen Dritte schädigt. Gemäß aktueller Untersuchungen des DKFZ sterben jährlich allein in Deutschland etwa 3300 Menschen an den Folgen des Passivrauchens - Entschuldigung, Studien erkennen Sie ja nicht an. Dann bringt es wohl auch nichts wenn ich Ihnen noch verrate, dass in Italien die Zahl der Herzinfarkte nach Inkrafttreten eines Rauchverbots um beachtliche 11 Prozent zurückgegangen ist und in Pueblo, Kalifornien sogar um 25%. Vermutlich werden Sie diese Fakten auch einfach ignorieren oder nach einer Erklärung suchen, die Ihnen erlaubt zu glauben das hätte nichts mit dem Passivrauchen zu tun.

Es stimmt, Sie haben Ihre Meinung, und Sie lassen sich nicht davon abbringen. Ob Heather Crowe nun an den Folgen des Passivrauchens gestorben ist oder nicht ist Ihnen letztlich egal. Genauso egal ist Ihnen was durch klinische Studien nachgewiesen wurde. Sie behaupten einfach das Gegenteil. Und wenn ich mich auch nur erdreiste diese Dinge hier beim Namen zu nennen dann heisst es gleich: "mit toleranz scheint es bei Ihnen ja nicht weit her zu sein".

Darf ich vielleicht auch einmal einen hinkenden Vergleich bemühen: Schwimmen sie gerne? ja? Würden sie auch in ein Schwimmbecken steigen, in das 30% der Schwimmer reinpinkeln? Nein? Gut, dann richten wir doch Nichtpinklerzonen ein - Würden Sie jetzt ins Becken steigen? Nein? Tja, mit Toleranz scheint es bei Ihnen ja nicht weit her zu sein.

 
At 25 Oktober, 2006 15:50, Blogger Mick meint...

lol, mir, der hier für Respekt und ein nettes Miteinander eintritt Intoleranz vorzuwerfen ist echt drfeist. Hallo, aufwachen. Sie sind intolerant. Tolerant kann man immer nur gegenüber dem Andersdenkenden sein. Sie stellen sich hin und fordern! Und wehe man erdreistet sich, eine andere Meinung zu vertreten. DAS ist allerdings dann Intoleranz! So und jetzt reicht es mit aber mit den Klugscheißereien hier. Bitte keine komentare mehr von ihnen hier in meinem Blog!

 
At 25 Oktober, 2006 18:35, Anonymous Anonym meint...

Ich habe niemandem Intoleranz vorgeworfen, sondern nur Sie zitiert. Aber bitte: Ich bin intolerant. Ich verbeuge mich. "So und jetzt reicht es mit aber mit den Klugscheißereien hier. Bitte keine komentare mehr von ihnen hier in meinem Blog!" Ich sehe es ein: Sie sind tolerant.

 

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