Montag, 31. Juli 2006

Angriff der Killer-Klempner

Früher kriegte man zum Abschied in der Firma eine goldene Uhr mit Gravur. Ich habe von der Redaktion ein Nintendo DS lite und ein Mario-Spiel bekommen. Gmbl, und das mir, einem Hüpfspiel-Hasser ersten Ranges. Und letzte Woche hat mich eine liebe Freundin von Sony derart mit LocoRocco angefixt, daß ich fast das gesamte Wochenende mit diesen gelben Kügelchen durch die Gegend gehopst bin. Dahinter steckt bestimmt die Hüpf-&-Spring-Mafia, die einen ihrer gröößten Kritiker, also mich, mit allen Mitteln (und seien es Geschenke) in die Abhängigkeit treiben wollen. Ich habe Mario noch nicht gestartet, das traue ich mich nicht. Aber irgendwann werde ich nicht wiederstehen können, ich kenne mich ja. Und dann hüpfe ich mit diesem schnurrbärtigen Klempner durch kunterbunte Nintendowelten und pfeife vielleicht sogar die Melodie mit und brülle »It's a me, Mariooooo«. Habe gerade erst mit Mühe das LocoRocco-Lied aus meinem Kopf verbannt. Ahhh, jetzt habe ich Angst. Was soll ich nur tun?

Trend in Prozent

Irgendwo habe ich gelesen, daß 90 Prozent der deutschen Frauen auf 10 Prozent der deutschen Männer stehen. Da ich mich zu den restlichen 90 Prozent zähle, frage ich mich: Was ist mit den restlichen 10 Prozent Frauen? Die, die nicht irgendwelchen aufgeblasenen Michelin-Männchen oder kantigen Reklame-Kerlen hinterher rennen? Von denen würde ich gern mal eine kennenlernen - ich mag clevere Frauen.

Sonntag, 30. Juli 2006

Glück aus Prinzip

Habe gerade den Film »Das Glücksprinzip« gesehen. Zugegeben, ein bisschen kitschig. Aber dessen Grundidee finde ich faszinierend: Was passiert, wenn jeder Mensch drei anderen Menschen in schwierigen Situationen völlig selbstlos hilft? Einzige Bedingung dabei: Derjenige, dem geholfen wird, muss wiederum drei Menschen helfen. Ein grandioses Konzept, finde ich, weil so in Windeseile wie bei einem Schneeballsystem lauter Leute sich um ihre Mitmenschen kümmern. Nächstenliebe als Lebenskonzept. Und das, ohne dabei auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein. Eine klare Kampfansage an alle Egomanen, Selbstdarsteller und Effektivitätsjunkies, die die größte Pest in unserer Gesellschaft sind. Obwohl, zuviel Fürsorge kann natürlich auch ganz schnell tierisch nerven. Aber im Prinzip ist dieses Prinzip ne klasse Idee. Vor allem, weil endlich mal die Guten durch Gutes die Bösen (eben jene Egomanen) besiegen. Mal gucken, wo fange ich denn an...

Samstag, 29. Juli 2006

Top 100 über Nacht

Hurra, schon wieder ein neues Lebensziel erreicht. Eigentlich war der Eintrag von gestern ja als kleines Dankeschön für Pia und Fabian gedacht. Aber dann hat sich die Geschichte um meinen Abgang bei GameStar irgendwie verselbstständigt und ist im GS Forum gelandet. Tja, und auf einmal schnellten die Besucherzahlen ins Unermessliche - und unsere Blogs landete über Nacht in der Top 100. Für Fabian nix neues, Pia und ich waren da aber noch nie drin. Endlich bekommen auch wir unsere 15 Minuten Ruhm. Bildblog wir kommen. Aber ich fürchte spätestens morgen sind wir wieder auf normalem Maß. Aber schön war's - für einen Tag. Danke allen, die mir mit ihren netten Kommentaren diesen kleinen Spaß ermöglicht haben :-)

Freitag, 28. Juli 2006

Zwei, die einfach klasse sind

Daß ich bei GameStar gehe, ist ja mittlerweile kein Geheimnis. Das »Warum« ja auch nicht (die Raffgeier bei uns sind eben so innovativ und streichen bei Leserschwund Stellen, also meine). Doch das ist nebensächlich. Viel wichtiger: Als ich das letzte Mal vor zwei Jahren gegangen bin, ist mir der Abschied dank des freundlichen Drücker-Duos Langer und Stangl sehr leicht gefallen. Doch diesmal ist das deutlich schwieriger. Das liegt vor allem an den beiden Kollegen Fabian und Pia. Fabian, der es mit mir zwei Jahre in derselben Zelle ausgehalten hat und stets meine Brummigkeit mit Freundlichkeit zu kontern wusste. Der meine notorisch miese Laune durch absurde Links zu youtube und anderen Absonderlichkeiten aufzuheitern wusste. Mit dem ich tiefgründige Gespräche samt Lebensberatung am sehr frühen Morgen hatte. Und, nein, den ich trotzdem nicht drücken möchte :-)
Tja und Pia, die Großartige hat ganz am Anfang ihres Praktikums bei uns den Fehler gemacht, sich mit den Worten »Hi, ich bin Pia« bei mir persönlich vorzustellen. Was sie damals nicht wusste: Sie wird mich nicht mehr los. Ihren Unmut darüber lässt sie aber zum Glück nicht an mir aus, sondern an diversen Prominenten wie der armen Tracy Chapman oder dem noch ahnungslosen Robbie Williams und diversen Bayern-München-Spielern. Dabei ist sie der freundlichste, liebste und netteste Mensch, den ich je kennenlernen durfte. Und ja, sie darf mich drücken. :-)
Diese beiden haben schon lange ein virtuelles Denkmal verdient. Und wo anders als im eigenen Blog ist genau der richtige Platz dafür. Euch als Kollegen zu haben, war das Beste, was mir je passiert ist, vielen Dank dafür.
Ach ja, noch ein kleine Bitte. Bitte postet den Link hierher nicht im GS-Forum, die Diskussion verlagert sich sonst nach dorthin.

Donnerstag, 27. Juli 2006

Udo wer?

Ach ich liebe englische Journalisten, die arbeiten immer so herrlich schlampig. Lestens habe ich einen Artikel über den Eurovisions Grand Prix von 1974 gelesen (das war der, bei dem Abba gewonnen hat.) Und da versteigt sich der britische Autor zu der schönen Meinung, daß man von den anderen Teilnehmern des Wettbewerbs nie wieder etwas gehört hat. Denn »wer erinnert sich heute noch an diesen komischen Österreicher namens Udo Jürgens?« Autsch!

Mittwoch, 26. Juli 2006

Gestern in der S-Bahn

Er »Du hast mich verraten, verraten, verstehst Du?«
Sie : irgendwas gutural bayerisches.
Er: »Da reicht eine Entschuldigung nicht, sie reicht einfach nicht.«
Sie: irgendwas gutural bayerisches, hektisch vorgetragen.
Er »Es geht um Wahrhaftigkeit, Wahrhaftigkeit!« (okay, das Ausrufezeichen ist von mir)
Sie: heult inzwischen, was ihre Verständlichkeit nicht gerade erhöht.
Plötzlich springt er auf und setzt sich woanders hin. Sie schnappt sich ihr Handy und beginnt darauf zu tippen. Er macht das gleiche. Verflucht, die beiden setzen ihre spannende Diskussion tatsächlich per SMS fort. Ab und an dreht er sich um und brüllt: »Niemals, niemals, hör mir zu.«
Dann tippt sie weiter. Beim Aussteigen gucke ich ihr über die Schulter... ... da läuft inzwischen ein Handyspiel, während er immer noch wütend SMSse schreibt...

Neulich beim Bäcker

»Ähm, ist das da auf der Pizza Salami?«
»Nein, Salami haben wir nicht mehr.«
»Na gut, dann nehme ich eben was vegetarisches.«
»Mit Schinken?«
»Ähhm, okay.«

Dienstag, 25. Juli 2006

Die LocoRoco-Hölle

Die nach mir gebroenen Generationen sind allesamt komplett wahnsinnig. Wie sonst kann man das hier erklären...? Und die anderen Kollegen fixt sie damit auch gerade an. Waaaaahhhh... und schuld bin ich.

Sonntag, 23. Juli 2006

Viel heiße Luft

Echt, heute war wieder mal so ein Tag. Früh morgens um zehn will ich mal gucken, was die lieben Kollegen so gebloggt haben, da funktioniert das Internet nicht. Na ja, zumindest mein DSL-Zugang wollte partout nicht. Böses Omen. Später Nachmittag: Habt Dank Ihr Götter des Onlinezugangs, die heilige Leuchte an der Fritzbox signalisiert, daß 1 und 1 noch existiert, (hatte zwischenzeitlich schon mal angenommen, die wären von arabischen Terroristen einfach abgeschaltet worden). Ha, jetzt noch schnell einen eigenen Eintrag schreiben, dann ist die Welt wieder gut. Und, hey, da is ja sogar ein Opfer, dem ich per ICQ meine Meinung aufdrücken kann. Doch irgendwie war das wohl zuviel Glück auf einmal. Denn mitten in einer spannenden Diskussion entscheidet Windows, daß es meiner CPU zu warm ist, und ordnet einen Zwangs-Reset an. Keine drei Minuten später dasselbe nochmal. Grmbl, was denn noch? Echt, heute ist die Welt mal wieder böse, ganz böse.
Nachtrag: Habe meinem Rechner jetzt nen Extralüfter gegönnt.

Samstag, 22. Juli 2006

Der Fan und der Kopter

Das war ich, zehn Jahre jünger und ein paar Kilos schwerer vor meiner allerersten Flugstunde in einem Hubschrauber. Danach gings ab über die Everglades, wo der Fluglehrer mir unbedingt ein Autorotationsmanöver demonstrieren musste. Dazu wird der Motor ausgemacht, der Hubschrauber geht in den Sturzflug und dann benutzt man die Eigenrotation des Rotors um den Heli abzufangen. Das fühlt sich genauso an, wie es klingt. Zum Glück hatte ich die Kotztüte dabei, die ich vor dem Start noch stolz hochgehalten habe. Ähm, hatte ich bereits erwähnt, daß das auch meine letzte Flugstunde in einem Hubschrauber war... Cessnafliegen ist doch gemütlicher.

Freitag, 21. Juli 2006

Bilder im Pixelschnee

Schauen Sie ganz genau auf das Bild. Konzentrieren Sie sich. Was sehen Sie? Nun, zwei Zeigefinger (einen linken und einen rechten) und ein Augenpaar, babyblau. Zumindest musste ich all das scannen lassen, um dieses wertvolle Dokument zu erhalten. Wie, Sie erkenen nichts? Gucken Sie konzentriert hin. Moment, jetzt sehe ich was es ist... .. ein Sombrero, oder ist es eine Kaffeekanne? Nee, jetzt hab ich's: ein Fisch, ja genau ich erkken, obwohl, mhhh,.... nicht doch ein Flugzeug?

Noch ne Lebensweisheit

Man bekommt immer soviel Spaß wie man sich nimmt!

Donnerstag, 20. Juli 2006

Mädchen in Rot

Hey, Du, ja genau Du. Mädchen mit den kurzen blonden Haaren, dem roten Pulli und dem langen roten Rock, die heute morgen am Rosenheimer Platz so nett gelächelt hat: Melde dich doch bitte. Ich hätte da einige interessante Dinge mit Dir zu klären. Und wenn Du das liest, Du der Typ direkt neben ihr: Falls Du ihr Freund bist, spendiere ich Dir gerne ne Kinokarte für heute Abend oder zwei, drei Bier. Hauptsache Du bist weg!

Mittwoch, 19. Juli 2006

Betrieb mit System

Manchmal kann man mich mit Windows vergleichen. Jetzt nicht dieses neumodische Windows XP, bei dem ich zwei Stunden gebraucht habe, bis es wieder wie das Alte aussah. Auch nicht die verbugte Milleniums-Edition. Nein ,da gute alte Windows 98. Okay, einiges läuft da noch auf 16-Bit, gerechnet wird in D-Mark, statt Euro und manche überflüssige Peripherie will ich einfach nicht erkennen. Aber ich verfüge über selbstheilende Kräfte, wie Win 98. Geht mal wieder alles schief, tritt ein Runtime-Error nach dem anderen auf, reicht ein Reset und ich erhole mich wieder. Das kann schon mal dauern, mal braucht man ein wenig Hilfe von lieben Menschen, aber dann fluppt es wieder. Ja, und immer wieder mal sehe ich vor Panik nur einen blauen Bildschirm, statt der eigentlichen Probleme. Bin ich deshalb schon überholt? Vielleicht, aber dafür laufe ich auch in 100 Jahren noch zuverlässig.

Dienstag, 18. Juli 2006

Weisheit des Tages

Wenn die Welt böse ist, dann ist sie böse!

Montag, 17. Juli 2006

Euthanasie als Therapie

Bayern-Oma in der S-Bahn: »Mei Sohn hat's eh net leicht. Sei Bub is a Mongolid und des Madel geht bald zur Kommunion. Des dauert noch bis die heiratet und wos einbringt.«
Dabei hat die alte Schachtel so ne typische Keifestimme und laut ist sie auch noch. Das Wort »Mongolid« spricht sie aus, als wenn sie von einem Außerirdischen reden würde. Ich vermute vom Down-Syndrom hat die gute Dame noch nie gehört. Dann keift sie weiter darüber, daß ihr Sohn ja selber auch kein Geld hat und »des Amt« jetzt will, daß sie was bezahlt von ihrer »Renten«. Und so geht es weiter. Geld, Geld, Geld, Enkel, die entweder wegen ihrer Behinderung oder weil sie es tatsächlich wagen ein kleines Mädchen zu sein »nix einbringen«. Leider kommen einem selber die besten Ideen erst immer hinterher. Ich hätte ihr liebend gern unter die Nase gerieben, daß ich ein Fan von Euthanasie im Fall von Altersschwachsinn bin und die auch gleich höchstpersönlich durchführen würde. Echt, ich bin alles andere als gewalttätig. Aber Leute wie die gehören... Nein, gehören sie natürlich nicht. Aber zumindest ein bißchen wehtun müsste man ihnen tun dürfen.. nur ganz wenig... ab und an einen Stromstoß oder sowas...

Sonntag, 16. Juli 2006

Auf der Flucht vor Kommunisten

Folgende Szene: Ich sitze in nem Cafe´irgendwo in Amiland. Trinke ne Cola, lese ein Buch und genieße die gelegentliche Sonne. Plötzlich nähert sich ein Pärchen von 9 Uhr. Er so'n wolliger Zottel, Sie hennarot im langen Rock. Offensichtlich Studenten, keine Ahnung ob Uni oder noch College. Beide das typische Ami-Dauergrinsen im Gesicht. Und wollen wissen, was das denn für eine komische Sprache auf dem Buchcover wäre.
Ich: »Das ist Deutsch. Wir sind die, die den Buchdruck erfunden haben.«
Beide grinsend: »Really?«
Ich: »Ja klar, genauso wie die Bücherverbrennung und die Autobahn«
Zugegeben, das war schon ziemlich provokativ. Wollte aber mal sehen, wie der Durchschnitts-Ami darauf reagiert.
Beide grinsend: »Really?«
Huch, die sind ja äußerst komunikativ. Mal gucken, wie weit ich das noch treiben kann.
Ich: »Ich selbst bin ja politischer Flüchtling.«
Beide (mit besorgter Mine): ¨Really?«
Ich: »Ja, wie ja jeder weiß ist Deutschland geteilt.«
Beide (wieder grinsend): Really?«
Ich: »Ja, es gibt das kommunistische Norddeutschland, das vom gnadenlosen Diktator Adolf Adenauer regiert wird. Und den freien Süden, der es unter der Regentschaft der gutmütigen, allerdings etwas einfältigen Königin Kunigunde zu etwas Wohlstand gebracht hat.«
So, das geht doch auf keine Kuhhaut mehr. Das muss den beiden doch auffallen.
Beide interessiert: »Really?«
Ich: »Allerdings droht auch dem Süden Gefahr, denn Samweis, der intrigante Sohn von Kunigunde will seine Mutter in einem Staatsstreich vom Thron stoßen. Ich selbst will mit all dem nichts mehr zu tun haben. Nach Jahren im Außendienst meines Landes laufe ich jetzt zu den USA über und beantrage Asyl. Warte nur noch auf meine Greencard.«
Mannoman, starker Tobak.
Voller Anteilnahme drücken mir beide die Hand, wünschen mir viel Glück und ziehen von dannen. Ich weiß bis jetzt nicht, ob die mir den Schmarrn wirklich geglaubt haben und wer da wen verarscht hat...

Samstag, 15. Juli 2006

Dänen lügen nicht

Als Kollege F. mir begeistert von seiner Reise nach Malmö erzählt hat »Da gibt's nur Supermodels, Suupeeermodells!«, habe ich ihm nicht so recht geglaubt. Doch nach meinem Besuch in Kopenhagen habe ich den Eindruck, er könnte Recht gehabt haben. Denn wie anders wäre die Zahl der nordisch-schönen Blondinen zu erklären, die einem da an jeder Ecke über den Weg laufen. Stellt sich nur die Frage, sind die von Malmö nach Kopenhagen rübergeschwappt oder umgekehrt? Eine Frage, der ich mal in einem meiner nächsten Urlaube nachgehen sollte. Allerdings, wenn man mit einer dieser Damen ins Gespräch kommen sollte, muss man auf ungewöhnliche Namen gefasst sein. »Meite« zum Beispiel klingt irgendwie merkwürdig. Andererseits, vielleicht ist der Name ja in Dänemark ganz üblich. Und immerhin hat uns die schöne Meite ihre Email-Adresse verraten. Nur knipsen lassen wollte sie sich partout nicht. Hoffentlich ist die Adresse auch echt. Obwohl, Dänen lügen nicht. Ich schreibe ihr einfach mal...

Dienstag, 11. Juli 2006

Traumflug

Stewardess: »Entschuldigen Sie, Sir. Haben Sie auch den Fisch gegessen?«
Ich: »Nein, ich esse den Flugzeugfraß nie. Wissen Sie, der schmeckt immer wie ...«
Stewardess: »Nun, der Käptn und der Kopilot aber schon. Und jetzt sind die ganz grün angelaufen... «
Ich: »Ähhhm, das klingt nicht gut. Aber wie kann ich da...«
Stewardess: »Nun, laut Bordliste kennen Sie sich doch mit dem Flight Simulator aus...«
Ich: »Ja, habe gefühlte 2 Millionen Stunden auf dem buckel. Aber immer nur die Cessna oder den Segelflieger...«
Dabei schieb mich die gute Frau den Gang entlang ins Cockpit. Jede Menge Knöpfe, Schalter, Regler scheinen mich zu erschlagen, ich greife den Steuerknüppel...
... dann wache ich schweißgebadet auf. Vielleicht hätte ich kurz vor dem Schlafengehen nicht den fettigen Fisch esen sollen...

Wer...

... ist eigentlich auf diese bescheuerte Idee gekommen, diese winzigen Aufkleber auf Äpfel zu pappen? Echt, bäh, wenn man so'n Ding in den Mund kriegt. Einfach widerlich...

Tempo ist nicht alles

Gestern wollte ich mal wieder besonders clever sein. Habe mir gedacht: »Wenn Du doppelt so schnell gehst, bist Du auch doppelt so schnell da.« 15 Kilometer später hatte ich dann gerade mal ein Drittel weniger Zeit gebraucht, dafür fühle ich mich heute ungefähr viermal so schlapp. Irgendwie ein schlechtes Geschäft...

Montag, 10. Juli 2006

Freunde fürs Leben

Ab und an macht man ja mal seine Lebensinventur. Ich habe heute mal meine Freunde gezählt. Also jetzt nicht irgendwelche Saufkumpanen, Grill- und Kegelbrüder oder Kinokumpels, sondern Menschen, denen man ohne Weiteres den Rücken zudrehen würde, ohne gleich ein Messer in die Rippen zu erwarten. Leute von denen man weiß, daß man ihnen bedingungslos vertrauen kann. Leute, die einen auch gern morgens um halb vier anrufen können, um Probleme jeder Art zu erörtern. (Okay, die müsen dann aber damit rechnen, daß ich die erste Viertelstunde nicht aktiv zuhöre.). Ich bin ohne großes Nachdenken auf exakt drei Leute gekommen. »Wie, nur drei?«, höre ich jetzt schon die ersten nölen. Nun, meine extrem konservative Zählweise hat den Vorteil, daß ich noch nie jemanden aus meiner Freundesliste wieder entfernen musste. 100 Prozent Trefferquote, das finde ich ist erstaunlich gut. So alle zehn, zwanzig Jahre kommt eventuell wer Neues dazu. Bin mal gespannt, wann es wieder mal soweit ist.

Manchmal hat unser Beruf auch Vorteile: Bekam heute ohne irgendeinen Kommentar oder sonst was den Roman »Eragon - Vermächtnis der Drachenreiter« zugeschickt. Muss wohl von Vivendi sein, die dieses Jahr ja noch das Spiel dazu rausbringen. Nun frage ich mich aber: Es heißt ja immer: Einem geschenkten Gaulschaut man nicht ins Maul. Betrifft das auch Bücher? Denn dann dürfte ich ja nicht reinschauen, und könnte es dementsprechend auch nicht lesen... Hmmm, schwierig...

Sonntag, 9. Juli 2006

Tod eines Händlers

Axel Böckem ist tot! Ja, ich weiß, das klingt jetzt ein wenig nach "Karl Ranseier ist tot". Nur gibt, oder besser, gab es Axel Böckem wirklich. Freundliche Seelen würden ihn als »Tausendsassa« bezeichnen, weniger nett gestimmte Geister (von denen es deutlich mehr gibt) nennen ihn einen »Hallodri«. Unbestreitbar ist, daß Axel Böckem Computerhändler war und einer der ersten, bei dem man Ataris in Hagen kaufen konnte. Axels Spezialgebiet waren, nun nennen wir sie »kreative Deals«, bei denen auf Wunsch Sondergarantien ausgehandelt wurde, die dann handschriftlich auf der Rechnung auftauchten. So erhielt ich einmal auf einen gebrauchten Drucker stolze zwei Jahre Garantie, Axel-Garantie wohlgemerkt. Was die wert war, musste eine Freundin von mir mal erfahren, als sie ihren Atari ST nach vier Wochen umtauschen wollte, Floppy im Eimer. Axel weigerte sich mit dem kreativen Argument, sie hätte ja auch keine Atari-zertifizierten Kopierprogramme benutzt. Daraufhin erklärte ihm meine, etwas rabiat veranlagte, Freundin, wie sie ihm seine Nase zertifizieren würde, wenn er den Rechner nicht umtauschen würde. War echt zum Brüllen, aber der Mann gab sich der weiblichen Gewalt geschlagen. Später machte Axel immer wieder im großen Stile von sich reden. Zuletzt als ich Hagen verließ. Da wurde er gerade aus dem Golfclub geschmissen, weil er in Hausfrauenpornos mitgespielt hatte. Tja, und selbst im Tod ist Axel immer noch für Publicity gut. Denn die Umstände seines Ablebens sind laut Polizeiangaben »ungeklärt«, es wird ermittelt. Da wird er nicht wieder mal mit jemandem eine kreative Auseinandersetzung gehabt haben? Und Axel selbst? Der steht jetzt garantiert vor dem Himmelstor und handelt mit Petrus einen besonders kreativen Sündenerlaß aus. Ich werde jedenfalls für Axel eine 3,5-Zoll-Diskette verbrennen. Dabei fällt mir ein, daß ich meine liebe Freundin von damals schon eine Weile nicht mehr angerufen habe. Hmm, heute wäre dafür eigentlich ein guter Abend. So hat Axel im Tod doch noch was Gutes.

Was zum Schmunzeln

Bin durch Zufall auf den (oder gern auch das) Blog vom Schmunzler gestoßen. Guckt mal hier rein, der hat spannendes zum Thema Spielebranche zu erzählen.

Samstag, 8. Juli 2006

Zeit erwachsen zu werden

Jennifer Aniston heiatet mal wieder, Keira Knightley mag keine Sandalenträger und Britney kriegt ihr zweites Kind: Hmm..., vielleicht wird es Zeit sich endlich mal realistische Lebensziele zu setzen...

Freitag, 7. Juli 2006

Aus den Tiefen meines Hirns

Bevor Cat Stevens beim Kricketspielen einen Schläger vor den Kopf gekriegt hat (oder so) und seitdem glaubt, er heiß Yusuf Islam, hat der Mann exzellente Lieder geschrieben. Eins davon hatte ich viel zu lange vergessen. Aber meinen verkalkten Hirnwindungen sei Dank, ist es mir heute wieder eingefallen. Father & Son funktioniert sogar ohne die Musik.

It's not time to make a change,
Just relax, take it easy.
You're still young, that's your fault,
There's so much you have to know.
Find a girl, settle down,
If you want you can marry.
Look at me, I am old, but I'm happy.

I was once like you are now, and I know that it's not easy,
To be calm when you've found something going on.
But take your time, think a lot,
Why, think of everything you've got.
For you will still be here tomorrow, but your dreams may not.

How can I try to explain, when I do he turns away again.
It's always been the same, same old story.
From the moment I could talk I was ordered to listen.
Now there's a way and I know that I have to go away.
I know I have to go.

Na gut, den Rest erspare ich Euch einfach mal. Aber schön ist es trotzdem.

Gefahr aus England

Hilfee: Habe gerade eine Vier-Kilo!!!-Tüte Weingummis im Redaktionsschrank entdeckt. Die guten englischen... Die wird mein Tod...

Donnerstag, 6. Juli 2006

Lecker Hund

Eigentlich laufe ich schon ne ganze Weile an dieser Bäckerei vorbei, wo es »Laugen-Beagles« gibt. Wollte immer ein Bild davon machen, hatte aber nie ne Kamera oder Handykamera dabei (einige Kollegen schmeißen Ihre sogar lieber ins Wasser, damit sie es nicht knipsen müssen). Doch zurück zum belegten Beagle: Das passiert eben, wenn ne Bäckereifachverkäuferin in der Berufsschule sich mal wieder nur die Nägel lackiert hat, statt mal ne Sekunde aufzupassen. Jetzt frage ich mich nur: Wie schmeckt Beagle eigentlich? Eher würzig, wie Schäferhund, salzig, wie Dackel oder doch eher wie Hühnchen?

Tip für Spieleentwickler

Noch eine Lebensweisheit: Spiele, die keinen Task-Switch zulassen, sind nicht nur unpraktisch, sondern erregen auch den Zorn des Spieletesters. (Wink, wink, ja, liebe Entwickler, hier ist er der ZAUNPFAHL!!!!). Spätestens, wenn nach dem dritten Systemcrash beim Checken der Emails, wird auch der gutmütigste Tester ein ganz klein wenig bißchen WÜTEND!!!

Mittwoch, 5. Juli 2006

Eine Lebensweisheit

Heute nur mal was ganz Kurzes: Hektik führt unweigerlich in die Katastrophe.

Dienstag, 4. Juli 2006

Mick beim Geheimdienst

Habe gerade bei Spiegel.de gelesen, daß der MI5 900 neue Mitarbeiter einstellen will. Mhhhm, das ist doch der Verein, bei dem auch Body und Doyle gearbeitet haben. Wer kennt die nicht? Na, die beiden Typen aus Die Profis. Englische Fernsehserie aus den späten Siebzigern. Die fuhren immer so nen coolen Ford Capri und retteten England (oder auch die Welt) vor bösen Terroristen. Wenn ich da also anfagen würde, könnte ich vielleicht auch spannende Fälle mit rassigen Schönheiten erleben. Ich glaube, ich schreibe der Queen mal nen Brief. Vielleicht nehmen die mich ja. Obwohl, Moment mal, die waren ja beim CI5, das ist ja die völlig falsche Abteilung. Mist, der Brief ist schon weg. Egal, fange ich eben beim MI5 an und diene mich dann hoch. Vielleicht kriege ich dann auch irgendwann ml die Doppel-Null...

Montag, 3. Juli 2006

Premium-Wetter

Und da sag noch mal jemand, im Internet könnte man kein Geld verdienen. Ich jedenfalls finde es hochgradig innovativ, daß man sein Wunschwetter auf wetter.de bestellen kann. Ich check jetzt mal, was das kostet und dann werde ich für Morgen zum Halbfinale Regen bestellen. Weil ich werde dann ganz bestimmt nicht im Stadion stehen...

Sonntag, 2. Juli 2006

Freude durch Kekse

Ein guter Tip für alle, bei denen die Lebensmittelkrise, neudeutsch »midlifecrisis«, mal wieder zuzuschlagen droht. Einfach etwas Milch in einen Topf tun und erhitzen. (Achtung, daneben stehenbleiben und aufpassen, sonst gibt's ne Sauerei) Dann ein, zwei Löffel echten Kakao reintun (also dieses ölige Zeug, NICHT dieses geschmacksarme Instantpulver). Dann das Ganze brav aufkochen und in eine schöne große Tasse füllen. Dann eine Rolle DeBeukelaer-Prinzenrolle-Kekse aus dem Tiefkühlfach nehmen (die man mindestens vier Stunden vorher reingetan haben sollte). Und diese gefrorenen Kekse in den knallheißen Kakao tunken und dann essen. Schwups, nach dem vierten oder fünften Keks sieht die Welt schon wieder besser aus. Okay, am nächsten Tag muss man dann irgendwie die eine Millionen Kalorien wieder loswerden... oder sich gleich in die nächste Krise stürzen.

Samstag, 1. Juli 2006

Unterwegs mit den Gefährten

»Es ist eine gefährliche Sache, Frodo, aus deiner Tür hinauszugehen. Du betrittst die Strasse, und wenn du nicht auf deine Füße aufpasst, kann man nicht wissen, wohin sie dich tragen.« Diese Lebensweisheit von Altmeister Tolkien im Ohr habe ich mich trotzdem entschlossen, wieder meine Mäccie-Wanderungen aufzunehmen. Doch diemal nicht allein, sondern mit den berühmten Gefährten. Habe nämlich beim Aufräumen (ja, ja, es ist mal wieder Wochenende) das uralte Herr der Ringe-Hörspiel gefunden, gleich MP3-isiert und alle elf CDs auf den iPod gepackt. Also laufe ich jetzt nicht mehr nach Kirchseeon, sondern Bruchtal. Das klingt doch gleich viel spannender. Essen werde ich nicht bei McDoof, sondern an Elronds Tafel und dann muss ich gucken, ob ich mich auf dem Rückweg an Zorneding... pardon Isengart vorbeischmuggle, um heil Helms Klamm, sprich Baldham zu erreichen. Hoffentlich lauern keine schwarzen Reiter da draußen...


Meine gute Tat für dieses Jahr

Früher habe ich ja mal geglaubt, daß die Bildung im Laufe der Zeit immer besser wird, es dadurch weniger dumme Deutsche gibt und somit letztlich auch die Idioten-Zeitungen aussterben. Allen voran natürlich Bild, aber auch AZ, tz, Merkur und wie die anderen gleichgeschalteten Müllschleudern sonst noch so heißen. Doch im Laufe der Jahre musste ich leider erleben, daß weder die Bildung besser, noch die Zahl der Dummen geringer wurde. Ganz im Gegenteil, manchmal glaube ich in einer Realsatire zu leben (Stichwort: Bär Bruno) aus der ich nicht mehr rauskomme. Doch zurück zum Thema: Ich habe mir jetzt vorgenommen, diese Blätter in Grund und Boden zu stampfen. Nur: Ich habe keine Ahnung wie. Und da kommt die Macht des Internets, also Ihr, liebe Mitleser und Meinungskommentatoren ins Spiel. Wer hat eine gute Idee? Ich starte mal mit der: Ich biete jedem Journalisten, der seinen Job bei einem dieser Käseblätter aufgibt, ein von mir bezahltes GameStar-Jahresabo. Zugegeben, ein wenig lau das Angebot, aber, hey, Leute, ich warte auf spannende Vorschläge. Zusammen schaffen wir das. Und dann haben wir alle eine gute Tat für dieses Jahr vollbracht.

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