Freitag, 30. Juni 2006

Be a Rockstar

Früher war alles besser. Selbst die Rockstars. Mal ehrlich, in den Siebzigern besaßen die noch den Anstand auf dem Höhepunkt ihrer Karriere an Suff oder Drogenexzessen zu sterben oder zumindest sich beim Waffereinigen von hinten durch die Brust ins Auge zu erschießen. Davor zerlegten sie noch eben ein paar Hotelzimmer und schwängerten hordenweise Groupies. Waren der Jugend also echte Vorbilder. Und heute: Wenn sie nicht ne peinliche Sendung auf MTV haben, zerstören sie ihre eigene Legende in Oliver Geissens Chartshow, machen eine allerletzte Welttrournee nach der anderen und leben seit 30 Jahren schon von »Best of...«-Platten . Bäh, ich will ne Zeitmaschine... und 'n Groupie, oder zwei, oder drei...

Donnerstag, 29. Juni 2006

Verwirrende Asiaten

Neulich, beim Installieren: Ich weiß ja, daß Lineage 2 vor allem im asiatischen Raum sehr beliebt ist. Und daß dort einige Dinge einfach anders funktionieren, als bei uns. Allerdings hatte ich bislang ebenfalls an dieAllgemeingültigkeit der Mathematik geglaubt. Ein Sack Reis ist und bleibt ein Sack Reis, egal, wo er auf der Erde umfällt. Bei der Installationsroutine von Lineage 2 wird allerdings die Mathematik komplett auf den Kopf gestellt. Es beginnt bei - 16 Prozent und endet irgendwo bei 215 Prozent. Vielleicht unterscheidet sich das konfuzianische Zahlensystem doch von unserem. Na, egal, nach gut vier Stunden hatte es mein Rechner aus taiwanersicher Produktion auf jeden Fall auf der Festplatte. Jetzt mache ich die asiatischen Server unsicher. Ob man dort wohl auch bei Level 1 anfängt oder vielleicht doch bei -16???

Wer war das?

Ähem, räusper: Wer ist gestern über Google mit dem Suchbegriff "Inge Meisel nackt" auf meine schöne Blog-Seite gekommen? Derjenige möge sich bitte freiwillig melden, in die Ecke stellen und schämen. Und zur Strafe alle Folgen von "Die Unverbesserlichen" gucken. Also echt mal...
P.S. Wer nach "Gier nach Süßem durch Unterzuckerung" gesucht hat, möge sich bitte ebenfalls melden. Dem kann ich wertvolle Ratschläge geben.

Mittwoch, 28. Juni 2006

Kaufrausch

Das hat man davon, wenn man nach ewig langer Zeit mal wieder ein Bier trinkt, oder zwei oder so. Früh morgens um 12 wacht man auf und stellt fest, daß man im Vollrausch wohl noch kurz im iTunes-Shop war und für 30 Euro Zeugs gekauft hat. Jetzt tummeln sich plötzlich Sandy, Reinhard Mey und irgend so'n spanisches Flamenco-Zeugs auf meinem iPod. Mist!

Montag, 26. Juni 2006

Das ultimative Fußballied



Habe gestern eine Spitzenfolge von meinem Lieblingsstar und Seelenverwandten, Bernd Brot gesehen. Und dabei hat er dieses herrliche Lied gesungen, das ich allen Lesern von »Die Welt ist böse« nicht vorenhalten will, weil soviel Wahrheit drinsteckt. Endlich sagt es mal einer: Bravo Bernd!
Und hier nun das schöne Lied:

Fußball Fußball Hey Hey Hey
Fußball find ich voll okay

Fußball macht die Birne weich
und viele dicke Männer reich
ist dein Gehirnumfang gering
dann ist dieser Sport dein Ding
Bist du sportlich, aber doof
geh zum Bolzen in den Hof
Fußball ist der letzte Grind –
ich sag Dir noch mal wie ich’s find:

Fußball Fußball Hey Hey Hey
Fußball find ich voll okay

Viele Leute rennen dumm
um einen blöden Ball herum
Manchmal treffen sie das Tor
manchmal steht auch wer davor
Der kriegt den Ball dann an die Rübe
der Kopf, er dröhnt, der Blick wird trübe
Fußball ist der größte Mist –
ich sag euch noch mal wie es ist

Fußball Fußball hey hey hey
Fußball find ich voll okay

warst Du in Sport noch nie ein Ass
wird auch aus Dir beim Fußball was:
werd doch einer von den Vielen
die Fußball vor der Glotze spielen
schrei laut rum und brülle sehr
und mach viele Flaschen leer
Fußball ist der letzte Grind:
ich sag Dir noch mal wie ich’s find.

Fußball Fußball hey hey hey
Fußball find ich voll okay

Der Trainer spricht ins Mikrofon
nuschelt rum, spricht monoton
Und aus dem ganzen Gegrunz
versteht man nur „Was mache Strunz“
Fußball ist der letzte Mist:
Ich sag euch noch mal wie es ist.

Sonntag, 25. Juni 2006

Geschichten aus der Geschichte Teil 1

Ein bekannter Spieleentwickler, nenen wir ihn Louis Castle, kommt nach München und besucht uns. Man kommt ins Gespräch und will den hohen Gast aus Amerika gut unterhalten. Und da der gute Louis sich sehr gut mit deutscher Geschichte auskennt, erzählt man ihm von den Sehenswürdiugkeiten in und um München. Ganz besonders interessiert er sich für König Ludwigs Neuschwanstein.
»Ah«, sage ich im besten Parade-Englisch, »You want to visit Mad King Louis Castle?«
Eine Sekunde herrscht Schweigen im Raum. Louis guckt mich mit ernstem Gesicht an und sagt dann »You mean Ludewig, right?"
»Äh, ja, äh, yes. Absolutely. «
Seitdem grüßt Mr. Castle mich bei jedem weiteren Treffen mit so einem hintergründigen Lächeln. Ich glaube, der hat das auch bis heute nicht vergessen.

Filmmomente, die glücklich machen

Tusch, Träräää! Und hier ist sie nun: Meine allerliebste Filmszene überhaupt. Der Moment, in dem der Grönemeier den Öllappen ins Gesicht kriegt, gehört zu den glücklichsten Momenten, die ich je im Kino erleben durfte. Lieber Herr Petersen: Vielen Dank dafür. Wer jetzt nicht weiß, welcher Film das ist, sollte sich schämen und eine Woche lang bei imdb die Festplatten putzen.

Samstag, 24. Juni 2006

Neue, alte Erfahrungen

So, nun isses so weit: Grillen, Bier, Kumpels und Kumpienen und.. ja auch Fußball stehen an. Ich hoffe nur mal, daß ich das mit dem Brennspiritus hinkriege... Das habe ich schon ein paar Jahre nicht mehr gemacht...

Der Fluch des Kleingedruckten

Das passiert, wenn man mal CD-Covers liest: Eins meiner aktuellen Lieblingslieder ist »First Day of My Life« von Mel C. Und was muß ich heute auf dem Cover lesen? Das Lied stammt von Enrique Iglesias. ENRIQUE IGLESIAS!!!! Also sowas...

Freitag, 23. Juni 2006

Oskar röchelt

Er ist schon über 30 Jahre alt und einer meiner besten Freunde: Oskar, der Markenkühlschrank der Firma Bosch. Oskar stammt noch aus einer Generation, als Kühlschränke vor allem eins taten: Kühlen, und zwar richtig. Nicht so'n schwuler Öko-Bio-Stromspar-Wedler, der bestenfalls zum Vorkühlen taugt. Nein, Oskar kann so richtig frostig werden. Auf Stufe 5 lässt der sogar ohne Gefrierfach Wasser den Aggregatszustand wechseln. Doch letzte Nacht hat Oskar angefangen zu röcheln. Irgendein komisches Geräusch kommt jetzt so alle halbe Stunde. Das wird doch nicht der Anfang vom Ende sein? Der Schluiß einer wunderbaren Freundschaft? Die vielen eiskalten Bierflaschen, die aus versehen gefrorene Gurke, das satte Brummgeräusch während der Nacht. Das alles würde mir sehr fehlen. und vor allem gibt es heute ja dank diesem ganzen Umweltscheiß keinen adäquaten Ersatz mehr!!! Ich hoffe einfach mal das Beste, daß sich Oskar auf wundersame Weise wieder von selbst erholt. Sonst hätte ich ein echtes Problem, und das mitten im Sommer...

Telefon am Morgen

Ich »liebe« es, wenn man an seinem freien Tag früh morgens (also so um zehn) von einem Callcenter geweckt wird. Aber manchmal habe ich auch im Halbschlaf meine brillanten Momente:
Callcentermensch: »Schönen guten Morgen. Ich rufe im Auftrag von T-Online an, um...«
Ich:»Hurra! Habe ich den Job?«
3 Sekunden Ruhe, dann...
Callcentermensch: »Ähm, wie bitte. Wir...«
Ich: »Das ist sooo toll. Meine Frau hat mir schon die Hölle heiß gemacht. Aber ich wusste, daß das Vorstellungsgespräch gut gelaufen ist. Suuuper!«
Nochmal etwas Ruhe, dann
Callcentermensch: »Entschuldigung, nein, ich wollte Sie nur für die DSL-Flatrate interessieren, die wir...«
Ich: »Waaas? Sie rufen nicht wegen meines Job an? Könnten Sie dann vielleicht mal nachfragen. Das war der Herr XYZ (Name von der Redaktion geändert).
Callcentermensch: »Tut mir leid. Damit haben wir gar nichts zu tun.«
Ich: »Oh nein.«
Callcentermensch: »Ich vermute mal, an einer Flatrate sind Sie nicht interessiert?«
Ich: »Doch, wäre ich schon. Bin aber arbeitslos und kann mir deshalb keine leisten. Ich hatte soooo auf den Job gehofft.«
Callcentermensch: »Wenn ich ihnen vielleicht doch Infomaterial schicken soll...«
Ich: »Die Personalstelle hat ja meine Unterlagen. Da steht auch meine Adresse drin.«
Tüüüt. Der Callcentermensch hatte aufgelegt.
Ich bin mir sicher, daß ich heute bei denen in der Mittagspause (sofern solche Leute eine haben) das Gesprächsthema bin. Ziel für heute erreicht.

Donnerstag, 22. Juni 2006

Faule Tiere


War gerade im Zoo. Irgendwie ein merkwürdiges Erlebnis. Die wollten 9 Tacken Eintritt, aber die Hälfte der Tiere schien Urlaub zu haben. Jedenfalls waren sie nicht da. Und der Rest hatte wohl auch keine rechte Lust. »Die Fledermäuse fliegen dir wild um den Kopf herum«, wurde mir versprochen. Tatsächlich mühte sich ein müder Blutsauger lustlos durch die Höhle, der andere hing schlafend an der Decke. Das »Raubtierhaus« wurde von Herrn Löwe, der schnarchend in der Sonne lag und seiner Gattin (ebenfalls lahm auf dem Boden liegend) besetzt, sonst war da nix und niemand. Ach ja, eine Horde Meerschweinchen drängelte sich aufgeregt um ein paar Schulkinder. Ganz drollig: diese Hühner, die aussahen wie 60iger Jahre Beatniks. Ganz bemerkenswert: Der Kaiserpinguin der während der fünf Minuten, in denen ich ihn beobachtete, sich nicht einen Millimeter bewegt hat. Dabei dachte ich, daß die Biester immer »niedlich gucken und winken«. Ein Seelöwe lag so lange bewegungslos auf dem Beckenboden, daß ich echt geglaubt hatte, daß er ertrunken war. Tja und der Silbermähnen-Pavian, von dem ich gern ein Bild gemacht hätte, ist wohl schon vor einiger Zeit an Krebs (oder Langeweile?) gestorben. Blieb mir nur ein Schnappschuß von mir neben einer Affenstatue, den die reizende Frau Scully gemacht hat, deren witzigen und treffenden Kommentare diesen Ausflug gerettet haben. Trotzdem: Für nächste Woche muss ich mir was Dramatischeres einfallen lassen. Vielleicht mal was aus der Rubrik »Abenteuer Kunst«.

Mittwoch, 21. Juni 2006

Unterwegs bei Blitz und Donner

Ich liebe Regen! Ehrlich, zumindest wenn er warm wie heute ist. Heute abend hatte ich mir vorgenommen zum McDoof zu gehen. Wohlgemerkt gehen, das sind pro Strecke etwa 7,5 Kilometer. Da lasse ich mich auch von ein paar finsteren Wolken nicht abbringen. Nachdem ein enger Blutsverwandter nach 10 Metern! bereits schwächelte (»Ich werde ja naß«) bin ich tapfer weitermarschiert. Auf halber Strecke ging es dann so richtig los. Regenguß, Blitz, Donner, das volle Programm. Ich stand in einem kleinen Waldstück und konnte von dort direkt auf eine Wiese sehen. Das sah absolut faszinierend aus. Dann habe ich angefangen gegen den Donner anzubrüllen. Dabei wurde ich klatschnaß, aber der Regen war warm und somit ganz angenehm. Echt, das war wirklich ein herrlicher Spaß. Okay im Mäccie habe ich dann natürlich wie ein begossener Pudel ausgesehen. Aber das war es wert. Und zu Hause habe ich mir dann ein heißes Bad gegönnt. Ich glaube die tour mache ich morgen nochmal. Ob's regnet oder nicht.

Träumen und Sein

Es ist ja schon peinlich, wenn man in den Träumen anderer auftaucht und sich dann auch noch schlecht benimmt. So habe ich (angeblich) letztlich mit jemandem in dessen Traumwelt gemeckert, ohne daß ich tatsächlich dort gewesen wäre. Sowas ist besonders schade, denn dann hatte man von dem Meckern ja nicht mal was. Doch die Natur lässt sich nicht beirren. Dieselbe Person erschien gestern Nacht mir im Schlaf und sagte ein Treffen aus Zeitgründen ab. Weil diese Person (angeblich) in der Nationalmannschaft heute Abend das Endspiel bestreitet. Da habe ich nicht mal im Schlaf geglaubt.. Obwohl, danach hatte ich wieder meinen Lieblingstraum, wie ich die Hauspost bei IDG durch mein komplexes Rohrpostsystem revolutioniere. Ob ich gestern was Falsches gegessen habe..?

Von Mathe, Kunst und Musik


Lange habe ich sie ruhen lassen. Aber ab und an holt mich meine naturwissenschaftliche Seite doch wieder ein. Habe gerade beim Aufräumen (das mache ich gern Nachts) eins meiner Lieblingsbücher wieder entdeckt. »Gödel, Escher, Bach« von Doug Hofstaedter habe ich bereits vor über 20 Jahren gelesen und heiß und innig geliebt. Obwohl ich es bis heute nicht komplett verstanden habe. Worum es darin geht? Nun, ich versuchs mal zu erklären: Hofstadter macht nichts Geringeres, als Mathematik, Musik und Kunst miteinander in Verbindung zu bringen. Er vergleicht Mathematik, die Musik Johann Sebastian Bachs und die Bilder von M. C. Escher und stellt Zusammenhänge her. Dazu benutzt er den vom Mathematiker Kurt Gödel aufgestellten »Unvollständigkeitssatz« auf Johann Sebastian Bachs »Kunst der Fuge« und Eschers Grafiken an und entdeckt Muster und Schleifen. Dabei absolviert er einen wahren Parforce-Ritt durch Bereiche der KI, Gentechnik, griechische Mythologie und Mono-, Dia- und Triologe. Ist sehr schwer zu erklären, noch schwerer zu verstehen und absolut faszinierend. Wer's noch nicht kennt und keine Angst vor gewagten Gedankenexperimenten hat: Unbedingt lesen. Wer's schon kennt: Nochmal lesen, aber das tut sowieso jeder, der der Hofstaedterschen Logik verfallen ist. Kurz und gut: JEDER sollte einmal in seinem Leben »Gödel, Escher, Bach« gelesen haben, sonst stirbt er dumm.

Dienstag, 20. Juni 2006

Hörner aufgesetzt


Frage: Was bedeutet es, wenn einem Frauen in der Redaktion feierlich ein Kuhhorn überreichen? Muss wohl ein bayerischer Brauch sein...

Montag, 19. Juni 2006

Interview mit einem Vampir.. ähh einer Praktikantin

Heute um 17 Uhr ist es soweit: Unsere Praktikantin Pia beantwortet alle Fragen zum Sinn des Lebens, wie man in Guild Wars cheated und warum sie ein bewegtes Doppelleben führt. Einziger Wermutstropfen: Man muss einen Premium-Acount bei gamestar.de besitzen, dann geht's hier los.

Die Barbarella von Bagdad

Ein neues Lebensjahr beginnt man am besten mit einem neuen Haarschnitt. Habe ich mir auch am Samstag gedacht und bin zu meinem Friseur gegangen. Das ist so ein hasenzähniger Exil-Iraker, der einen Vorteil hat: Da dauert es nie lange. Binnen zehn Minuten ist man reigegangen, drangekommen und dann sind die Haare auch schon ab. Doch am Samstag war alles anders. Der Maestro selbst war nicht da. Stattdessen eine neue Friseuse, oder heißt das Barbarella? Immerhin sah sie fast so aus. Hmm, die hat zwar eine geschlagene halbe Stunde gebraucht, dafür ist sie deutlich attraktiver als Meister Hasenzahn. Und da hatte ich gegen die Verzögerung echt nichts einzuwenden. Ein harmloses Vergnügen für 7 Euro an einem sonnigen Samstagmorgen. Alte Männer über 42 sind schon für kleine Freuden des Alltags dankbar

Sonntag, 18. Juni 2006

Famous last Words


Komisch, habe mir "The Ring" ausgeliehen und die in der Videothek wollten, daß ich im voraus bezahle. Sehr mysteriös. Jetzt starte ich das Video mal...

Freitag, 16. Juni 2006

Level 42

Hurra, ich habe es geschafft. Ich habe endlich Level 42 erreicht. Ich bin noch gerade rechtzeitig vor Ablauf des Zeitlimits durch den Checkpunkt gebraust und habe wieder ein wenig Extrazeit erhalten. Und sogar einen Skillpunkt. Mal sehen in welche Eigenschaft ich den investiere. Kommunikationsfähigkeit? Mhhh, vielleicht, aber dann quassle ich ja noch mehr als vorher. Charisma? Ich fürchte, davon wird mein grimmiger Gesichtsausdruck auch nicht mehr fröhlicher. Außerdem würde mir dann was fehlen. Dann vielleicht Trinkfestigkeit, damit mir nicht wieder in entscheidenden Momenten schlecht wird. Nee, das schaffe ich durch Training auch so. Ich weiß was: Ich verscherble den Punkt im Auktionshaus und für das Gold kaufe ich meinen lieben Kollegen am Montag ein paar Leckereien und versüße ihnen den Redschluss. Einmal im Jahr kann nämlich selbst ich nett sein und die Welt ist dann für 24 Stunden auch mal nicht ganz so böse.

Männergespräche

Wo ist der Mann noch ein Mann? Richtig, auf dem Klo. Und wo finden noch richtige Gespräche statt? Eben. Gerade so erlebt. Kurze Szenenbeschreibung: Zwei Pinkelbecken, davor zwei Redakteure.
Ich: »Hey«
Kollege: »Hey«
Ich: »Und wie is?«
Kollege: »Muss ja«
Ich: »Man trifft hier immer dieselben«
Kollege. »Exakt»
Ich: »Na denn, frohes Schaffen«
Kollege: »Selber...«
Danach kurzes Wasserrauschen, dann Stille.

Donnerstag, 15. Juni 2006

Peinliche Sache

Das passiert, wenn man in alten Unterlagen rumwühlt: Auf der Suche nach ein paar Bildern und so'm alten Zeug von mir bin ich auf eine Pressemappe eines Spiels von 1997 gestoßen. Ich wußte gar nicht mehr, daß ich die noch hatte. Ich schlage auf und finde darin einen verschlossenen Umschlag. Darin, nee keine Schmiergelder, sondern Fotos von mir bei einem Event, die mir die damalige Pressechefin des Unternehmens geschickt hat. Dabei lag eine handschriftliche Notiz, sehr nett formuliert, mit der Bitte mich doch so bald wie möglich zu melden. Ich weiß noch genau, wie schade ich es damals fand, daß sich diese sehr nette Dame anders als versprochen nicht bei mir gemeldet hatte. Doch offensichtlich hatte sie das schon. Nur hatte ich den Umschlag in dem ganzen Pressematerial komplett übersehen. Das würde auch ihre merkwürdige Reaktion erklären, als ich sie einige Zeit später mal auf der E3 getroffen habe. Leider ist die Gute schon vor einiger Zeit aus unserer Branche verschwunden. Schade...

Juchu, ICQ

Wie abhängig man doch von der Technik ist. Heute morgen funzte ICQ nicht. Das hat mich dann gleich in eine Sinnkrise gestürzt. All meine sozialen Kontakte waren weg, niemand erreichbar. Daß ich einfach zum Telefon greifen konnte (oder noch einfacher ins Nachbarbüro gehen), um mich direkt zu unterhalten, ist mir dabei gar nicht eingefallen. Genauso wenig, wie daß die meisten Leute um die unchristliche Frühzeit am Feiertag wohl sowieso noch gepennt haben. Stattdessen habe ich Fehlersuche betrieben, Sachen deinstalliert, installiert, Probeaccounts angelegt, Windows verflucht, die Welt verflucht, Cola getrunken. Jetzt geht alles wieder, ich bin glücklich - und habe gleich diesen Blogeintrag geschrieben. Statt es jemandem zu erzählen. Vielleicht sollte ich doch mal wieder in die Sonne und mit richtigen Menschen reden...

Mittwoch, 14. Juni 2006

Wie ich das 1 : 0 geschossen habe

Ja, ja, ich weiß: Ich wollte ja gar kein Fußball gucken. Aber es kam nix anderes, es war so heiß und außerdem brauchte ich einen guten Grund, um nicht Titan Quest spielen zu müssen. Also habe ich die zweite Halbzeit tatsächlich geguckt. Dabei bin ich fast eingeschlafen, bis kurz vor Schluß. Ich habe gedacht »Ist ja eh vorbei«, bin aufgestanden, habe mich rumgedreht und bin zum Kühlschrank gewankt. Und da fällt tatsächlich noch ein unerwartetes Tor für Deutschland. Das ist garantiert nur deshalb gefallen, WEIL ich nicht hingeguckt habe. Wichtige Dinge passieren immer wenn ich gerade nicht hingucke. Die Challenger-Katastrophe (war ich gerade auf dem Klo), derFall der Mauer (war ich im Kino) na und jetzt das Tor. Vielleicht sollte ich öfter nicht hingucken. Das funktioniert aber nur, wenn ich vorher eine Weile zugeguckt habe. Und nur damit Deutschland Weltmeister wird, tue ich mir die ganzen Spiele sicher nicht an. Obwohl, wenn man mich dafür bezahlen würde ab und an nicht hinzugucken...

Ich werde alt

Ein Biergarten mitten in Bayern und ich mittendrin. Alles sehr entspannt, lecker Spearribs und ja, ein Brause-Bier-Mix im Eimer (Radlermaß nennt man das hier). Und dann passiert es. Ich schwächle. Kein Scherz, plötzlich dröhnende Kopfschmerzen, Nase läuft, allgemeines Unwohlsein. Okay, das ist erst nach dem zweiten Eimer (also Großglas ) von dem Zeug passiert, aber sowas kann und darf eigentlich nicht sein. All die Jahre des Trainings im Bierstemmen nach dem Abi und die Übung durch die Altbier-Uni-Meisterschaften scheinen verloren zu sein. Ich bin ein Weichei! Schäm!

Dienstag, 13. Juni 2006

Leberkäse, die Mafia und ich

Mystisches Erlebnis im Einkaufszentrum: Ich stehe bei Vinzenz-Murr an der Theke. Normalerweise stehe ich nie da. Bei Brandenburg sind die Leberkäse-Semmeln... äähhh Fleischkäse-Brötchen billiger und besser. Aber heute stehe ich bei Vinnie. Die Verkäuferin guckt mich an und fragt: »Wie immer?« Ich nicke, dann erst fällt mir ein, daß ich hier ja nie einkaufe. Gerade will ich was sagen, da schneidet sie schon den Leberkäse und macht so ein Brötchen fertig. Wie ich es haben will, ohne Senf. Tja, jetzt frage ich mich: Woher weiß die das? Regiert in München eine Leberkäse-Mafia, die Daten über treue Kunden austauscht? Haben die von Brandenburg die Vinzenz-Murrler etwa vorgewarnt? Oder habe ich einfach ein Leberkäse-Gesicht, an dem jeder geschulte Verkäufer ablesen kann, was ich will?

Der Grill-Idiot

Aus der Abteilung: Leute, die Müll erzählen. Da wird bei spiegel.de ein Grillweltmeister vorgestellt. Und was verzapft der Kerl für einen Blödsinn? Daß es eine »Unsitte« wäre »Grillgut« (was für ein Ausdruck) mit Bier abzulöschen. Daß das »geschmacklich gar nichts bringt.« Der Mann hat wahscheinlich nie ein gut durchgegrilltes Steak mit lecker Altbier abgelöscht. Und ja, ja, meinetwegen entstehen dabei »polyzyklische Kohlenwasserstoffe.« Aber hey, ich habe zehn Jahre Laborarbeit hinter mir und bin gegen jede Art von armoatischen Verbindungen immun. Habe schließlich das Organik-Grund- und Fortgeschrittenen-Praktikum jeweils gleich zweimal gemacht. (Okay, das war je eine »Ehrenrunde«) Und dann mokiert sich der gute Mann auch noch über den schönen deutschen Brauch Ketchup aufs Steak zu knallen. Stattdessen rät er dazu Gemüse dazu zu dünsten. Oder ein »Kammsteak« mit Obstcocktail aus der Dose zu füllen und dann auch noch mit Curry oder Honig abzuschmecken. Das klingt wie »mit Nougat gefülltes Hähnchen«. Also sowas: GRILLEN bedeutet FLEISCH, FLEISCH, FLEISCH. Kein Obst, kein Gemüse und schon gar kein Honig!!!! Ein ehrliches Steak, meinetwegen ne Bratwurst und ein kühles Bier. So und jetzt habe ich Hunger. Vielleicht gönne ich mir heute Abend ein paar Spearribs. (Die sind nämlich auch sehr lecker.)

Montag, 12. Juni 2006

Schoko und Granaten

Im Zeichen der »political correctness« verschwinden immer mehr Leckereien, zumindest rein namentlich. Das finde ich zwar albern (es gibt ja auch immer noch Schwarzbrot und Weißbrot), aber sei's drum. So mutierte mein geliebter Negerkuss klammheimlich zum Schokokuss. Und auch den Mohrenkopf hat's mit der Umbenennung erwischt. Wie, Negerkuss und Mohrenkopf sind dasselbe? Nee, das ist ganz was ganz eigenes. Schokocreme auf Mürbekeks, überzogen mit ner leckeren Schokoglasur. Bei uns zu Hause wird er jetzt gern Schokoberg genannt. In einer bayerischen Landbäckerei habe ich heute morgen entdeckt wie man »bedenkliche« Namen auch kreativ verwandeln kann. Dort heißt der Mohrenkopf: Granatsplitter. Jetzt frage ich mich: Hat der schon immer hier so geheißen oder soll das so eine Art kulinarisches Kriegerdenkmal sein?

Sonntag, 11. Juni 2006

Marcia, Marcia, Marcia

Wenn man mich, als ich sechs Jahre alt war, gefragt hätte "Wer ist das tollste Mädchen auf der Welt?", hätte ich ohne zu zögern mit "Marcia Brady" geantwortet. Wer das ist? Nun ja, alle, die wie ich noch vor dem Krieg geboren wurden (dem Vietnam-Krieg wohlgemerkt), erinnern sich vielleicht noch an die Fernsehserie "Drei Jungen und drei Mädchen". Die lief früher jeden Sonntag um 1 uhr (also mittags, nicht nachts) und ich habe keine einzige Folge verpasst. Dabei habe ich auch wichtige Dinge fürs Leben gelernt: Zum Beispiel was Rabattmarken sind, daß man beim Bau eines Kartenhauses keine Armbänder tragen sollte und daß Familien in Amerika tatsächlich zwei Autos besitzen. (Was mir allerdings nie aufgefallen ist: Im Badezimmer der Bradys gab es zwar zwei Waschbecken aber keine Toilette.) Daß Marcia in Wirklichkeit Maureen McCormick heißt, wusste ich damals nicht. Ach ja, auf dem Bild ist sie natürlich nicht die Dame in der Mitte (das ist Alice, die Haushälterin), sondern natürlich die Süße oben links. Warum ich in meinen verstaubten Hirnwindungen nach vergilbtem Wissen suche? Nun: Ich habe jetzt endlich alle Folgen auf DVD. Und heute um 1 werde ich eine Folge gucken. Heute bin ich für eine halbe Stunde wieder sechs Jahre alt.

Samstag, 10. Juni 2006

April is back


Ich hatte es ja angedroht: Heute spiele ich Dreamfall. Ich hatte mich so auf ein Wiedersehen mit April Ryan gefreut. Doch was ist das? Bis ich dieses Bild machen konnte, muste ich eine geschlagene Stunde mit Zoe durch die Gegend ziehen, der neuen Hauptheldin. Und die ist eine ziemlich dämliche Kuh. So ne typische Bussi-Bussi-Tusse, vor denen es in München wimmelt. Wääähhh, und jetzt auch auf meiner Festplatte. Noch schlimmer ist ihre Freundin Olivia, die ach so coole Hackerbraut. Warum ist April nicht die Hauptheldin? Was soll das denn? Echt, gleich krame ich die Nummer aus Norwegen doch noch raus und rufe da an. Ich mag Zoe nicht, die soll weg. So, mal gucken ob's doch noch besser wird. Sonst gehe ich zurück nach Factions.

Morgens um Halb vier

Das hat man davon, wenn man völlig nüchtern schon um halb zwölf in der Falle lag: Man wacht zu dieser völlig unchristlicher Zeit auf, hat hämmernde Kopfschmerzen, fühlt sich hundeelend und hat nicht mal was gemacht, was diesen Zustand auch nur im entferntesten rechtfertigen würde. Während andere feiern, denen es offensichtlich auch noch gut geht. Die Welt ist eben echt böse!

Freitag, 9. Juni 2006

E:\ ist tot

»Warten ist ja«, wie eine bekannte Blog-Kolumnistin unlängst feststellte, »wie Selbstmord auf Raten.« Demnach sterbe ich gerade, denn ich starre seit Stunden auf den blauen "Teste-Festplatte"-Bildschirm beim Booten. Mein tapferes Laufwerk E:\ verabschiedet sich derzeit immer wieder nach spätestens 10 Minuten. Zeit für nen gründlichen Check. Ich hoffe der kleine Kamerad erholt sich wieder, schließlich liegt noch belastendes Bildmaterial von einigen Kollegen darauf. Das muss unbedingt gerettet werden. Mhhh, was ist das denn? "Datendateien werden überprüft". Wie Datendateien? Was sind die anderen denn? Nicht-Daten-Dateien? Dateien ohne Daten? Wieso sind es dann Dateien? Und wieso dauert es geschlagene 20 Minuten bis 1 Prozent bearbeitet wurde? Das klingt doch ziemlich nach Amt, die sind auch so langsam. Ach, schnüff, tapferes E:\ , ich werde Dich vermissen. Werde wieder ganz schnell gesund...

Dicke Fans

Aus gegebenem Anlass mal einen Aufruf: Liebe Fußballfans der Gewichtsklasse Mick und drüber (also so etwa XL bis 4XL): Lauft bitte nicht mit Mannschaftstrikots durch die Innenstadt. Das Sportliche nimmt euch eh keiner ab, es wirkt eher irgendwie lächerlich. Und Bierdosen am frühen morgen in der S-Bahn finde ich auch irgendwie unpassend.

Donnerstag, 8. Juni 2006

Sexiest Woman Alive

Nun ist es offiziell: Laut FHM ist Jeanette Biedermann »sexiest woman alive« geworden. Kein Scherz, gewählt wurde die Gute von den FHM-Lesern und die kennen sich ja bekanntlich aus. Zumindest mit Frauen, also solchen auf Hochglanzpapier. Mhhhm, nun gut, »Die Welt it böse« reagiert prompt. Auf dem Weg zum »Top 100 Blog« in der Schwanzvergleichsliste ist mir kein Mittel zu schäbig. Deshalb schreibe ich jetzt: Jeanette Biedermann ganz nackt!. Und für alle Legasteniker ergänze ich es um: Jaenette Beidermann ganz nackt. Unseren Freunden aus dem Osten ist Jonette Biedormann gonz naggisch gewidmet.

Eine Weile warten

Ist Warten eigentlich eine richtige Tätigkeit oder nur Zeitverschwendung? Also etwas, das nur zwischen zwei Tätigkeiten liegt? Ich bin mir nicht sicher. Denn wenn Warten eine richtige Tätigkeit ist, dann kann man sich ja auch darauf freuen und ... genau, darauf warten... Man wartet also auf das Warten. Das wäre dann ja (wenn man das Warten als Tätigkeit mag) die doppelte Freude und fast so etwas wie eine selbsterfüllende Prophezeihung. Ich freue mich auf die Freude wäre in etwa ähnlich. Hoppla, wo kommen denn diese »tiefgründigen« Gedankengänge her. Zu so was bin ich doch eigentlich gar nicht in der Lage. Schon gar nicht so früh am morgen. Hmmm... egal, warten wir es ab, wohin die mich führen. Und darauf freue ich mich.

Mittwoch, 7. Juni 2006

Wo warst Du als die WM losging?

Diese »Wo warst Du als...«-Fragen sind ja nach wie vor sehr beliebt. »Wo warst Du als Kennedy ermordet wurde?« Noch nicht geboren. »... als das Farbfernsehen eingeschaltet wurde?« Im Sandkasten. »... als John Lennon erschossen wurde?« Beim Badminton-Training. »... als Andrea Corr mal wieder mitten im Konzert den Text vergessen hat?« In Block C, Platz 87. Auf die Frage »Wo warst Du als die WM 2006 begonnen hat?« kann ich mit Sicherheit antworten: »Nicht vor dem Fernseher.« Weil mich die WM echt nicht die Bohne interessiert. Bundesliga-Fußball immer gerne. Allein schon weil man wundervolle Diskussionen mit Kollege H. darüber führen kann, warum Wolfsburg niemals Deutscher Meister wird. Oder sich zum zigsten Mal über die Ungerechtigkeit der ewigen Bayern-Meisterschaft ärgern kann. Aber WM? Nö. Spaß hätte ich eventuell, wenn (wie Kollege M. und ich hoffen) die Ränge halbleer bleiben und Deutschland schon in der Vorrunde rausfliegt. Weil dann wäre ich auf die Kommentare der Beckenbauers und Dellings dieser Welt sehr gespannt. Aber wahrscheinlich mogeln sie sich nach einem mäßigen Eröffnungsspiel mit Unentschieden wieder ins Achtelfinale, um dann eine Runde später wenig elegant rauszufliegen. Oder die anderen sind (wie beim letzten Mal) auch nicht viel besser und die Deutschen stehen aus Versehen mal wieder im Finale. Egal, ändern kann ich es ja nicht. Nur, was mache ich am Fußballfreien Freitag? Hat jemand nen Vorschlag?

Dienstag, 6. Juni 2006

Von Mäusen und Menschen


In München kennt jeder diese merkwürdige Imagekampagne der Stadtwerke alles irgendwie mit dem Buchstaben »M« zu versehen. Soll wohl ne Art Markenzeichen sein. M-Strom, M-Wasser, M-Schwimmbad, eben all sowas. Tja, und in all ihrer Gründlichkeit mit der deutsche Ämter alles durchziehen, haben diese Deppen auch ihre Ausbildungssparte mit dem M-Dings verziert. Seitdem heißt die Lehre in München bei den Stadtwerken »M-Ausbildung«! Arrgghhhh, wie blöd muss man sein um sich so einen Schnitzer zu leisten? Oder wollen die in München Mäuse statt Männer? Das würde vielleicht erklären, warum sich so viele Spitzohren zwischen den Gleisen rumtreiben. Das ist kein Ungeziefer, sondern das sind MVV-Mitarbeiter, die die Schienen in Ordnung halten. Ob denen jemand vor der »M-Ausbildung« gesagt hat, dass der Begriff wörtlich zu nehmen ist? Und was passiert, wenn die auf die deutlich größeren Ratten treffen? Dann ist es alles wohl schnell M-aus.

April im Juni


Seufz, jetzt heißt es Abschied nehmen. Seit gestern abend ist es vorbei. Mit meiner Freundin April Ryan habe ich spannende Abenteuer erlebt. Habe das futuristische Venice erforscht, das Gleichgewicht der Welt wieder hergestellt und (das ist das Beste) meine wahre Bestimmung erkannt. Na ja, gut IHRE wahre Bestimmung. Dabei ist mir die gute April ziemlich ans Herz gewachsen. Tschüß, meine Schöne, bis denne. Obwohl: Hurra, ich habe ja Dreamfall. Da werde ich Dich wiedertreffen. Aber erst am nächsten Wochehende, vorher habe ich keine Zeit. Die Stunden bis dahin zähle ich...

Montag, 5. Juni 2006

Versuchung

Das kommt davon, wenn man aufräumt: Habe gerade ne uralte Visitenkarte von Jorgen Tharaldsen gefunden. Wie, wer das ist? Der ist (oder war zumindest) Produktmanager bei Funcom und für die Entwicklung von The Longest Journey verantwortlich. Genau das Longest Journey, das derzeit bei mir im Zehn-Minuten-Takt erratisch abstürzt. Ich hätte große Lust bei dem anzurufen. Allerdings weiß ich nicht was Ferngespräche nach Norwegen kosten. Feiertag dürften die da heute ja wohl nicht haben. Mhhhm, mal sehen, vielleicht mache ich das ja auch morgen vom Büro aus. Ist billiger...

Die Top 100 und die nackte Wahrheit

Ein bisschen komme ich mir wie bei der Dankesrede für den Oscar vor. Räusper. Weil: Täterätäää: Gestern ist es passiert: Mein bescheidener Blog hat mit Macht die magische 100er-Grenze durchbrochen. Urplötzlich und auf einmal. Ich bin zu Tränen gerührt. Endlich habe ich eins meiner Lebensziele erreicht. Besonders bedanken möchte ich mich bei Kollege F., der mir mit Abstand die meisten Besucher rübergeschanzt hat. Aber gestern war es vor allem das Posting der reizenden Frau Scully das mich ganz nach vorn gebracht hat. Besonderer Dank gebühren natürlich Christina Stürmer und Janin Reinhardt, ohne deren Nackheit kaum jemand von google rübergehuscht wäre. Was mich allerdings stutzig macht: Auch über "Bayerische Lieder" und vor allem "Mick Schnelle nackt" sind Leute hier gelandet. Häää, wie krank muss man denn sein? Doch egal, Feste muss man feiern wie sie fallen, meine 100er Party lasse ich davon nicht stören. So, der eigentliche Teil des Postings ist jetzt vorbei, jetzt folgt nur noch etwas Werbung, damit ich irgendwann auch mal die 200er-Grenze überschreite und damit dem bildblog wieder ein Stückchen näher komme. Jessica Alba nackt, Britney Spears richtig nackt, Amy Smart tatsächlich nackt, Jennifer Aniston wahrlich nackt, Andrea Corr wirklich nackt, Biene Maja nackt, Praktikantin nackt... Okay, okay, ich höre ja schon auf.

Sonntag, 4. Juni 2006

WoW ade´

»Das war jetzt ein Satz zuviel« hat man mir neulich in einem Gespräche an den Kopf geworfen. Keine Ahnung was ich genau zuviel gesagt habe, aber Kommunikation war ja eh nie meine Stärke. Doch dafür weiß ich genau wann ich den berühmten Schritt zuviel gemacht habe. Letzte Woche war es so weit. Und zwar in World of WarCraft: Ich laufe auf dem Weg zu ner Quest irgendwo in Durotar und plötzlich... ja da überlege ich, wieso tust Du das? Von jetzt auf gleich hatte ich absolut keine Lust mehr. Nach der langen Zeit kenne ich die meisten Winkel von Azeroth. Außerdem geht mir die Simpel-Grafik langsam auf die Nerven. Andere Spiele wie Everquest 2 oder Guild Wars schaffen es ja auch die Engine mal zu verschönern. Und mal ein paar neue Questtypen könnten auch nicht schaden. Also habe ich meinen Account gekündigt, der jetzt bis Burning Crusade ruhen wird. Mal sehen, dann komme ich für einen Testlauf sicher zurück. Bis dahin mache ich ein paar Schritte im echten Leben. Heute zum Beispiel werde ich mal ins Museum gehen. Immerhin ist da die Gefahr einen Satz zuviel gesagt zu haben relativ gering.

Samstag, 3. Juni 2006

Nachricht aus der Gruft

Gestern flatterte uns ein Schreiben von Daimler-Crysler ins Haus. Darin wurde freudig mitgeteilt, daß sie sich sehr über die Anfrage zu einer Probefahrt mit dem neuen Dodge Caliber freuen. Komisch nur: Der Brief war an meinen Vater adressiert und der ist seit 14 Jahren tot! Jetzt frage ich mich, ob mein alter Herr aus dem Jenseits heraus vielleicht Probefahrten vereinbart hat. So nach dem Motto: »Hallo, ich habe jetzt sehr viel Zeit und würde gern mal wieder etwas Gas geben.« Allerdings warum ausgerechnet bei Dodge? Mit Amikarren hatte der es nie so. Und vor allem: Was treibt er noch so im Jenseits?

Freitag, 2. Juni 2006

Kopierschutz aus der Hölle


Jeder meckert immer über Starforce & Co. Aber DAS ist echt der Kopierschutz, den ich heute nicht mehr sehen will. Und morgen auch nicht. Oder am Sonntag, Montag, oder überhaupt...

Donnerstag, 1. Juni 2006

Sympatischer Minister


Alle reden über Hartz IV, dieser Mann nicht. Habe ich gerade bei spiegel.de gefunden. Finde ich echt klasse, dass der nordrheinwestfälische Bauminister lieber Panini-Sammelbildchen in sein Album klebt, statt sich im Landtag zu langweilen. Wahrscheinlich hat er in der aktuellen Gamestar endlich das lange vermisste Jens-Lehman-Bildchen ergattert und kann damit endlich sein geliebtes Sammelalbum mit der richtigen Nummer 1 vervollständigen. Echt, sowas ist mir sehr sympatisch. Ich würde den Mann auch als Kanzler wählen. Allein das seelige Lächeln ist doch super.

Ziemlich Alive statt Dead


Zugegeben, der X-Men-Film war nicht so der Bringer. Aber neben der bemerkenswerten New Yorker-Reklame habe ich auch noch was anderes gesehen, was den Kinobesuch voll und ganz gerechtfertigt hat: Den Trailer zum Dead or Alive-Film! Jeder erzählt mir jetzt zwar schon, daß das ganz großer Müll werden wird. Aber, hey: Mädchen, Gewalt, Beach Volleyball und knappe Bikinis: Was kann daran falsch sein? Ich freue mich auf jeden Fall auf einen wahrscheinlich völlig sinnentlehrten, aber gerade deshalb hochgradig spaßigen Streifen. Die Kritik wird ihn zerreißen, die Fans des Videospiels werden ihn haßen (irgendeinen Grund finden diese Typen immer) und ich werde ihn lieben. Das weiß ich jetzt schon, ganz sicher. Auch wenn ich wie beim brillanten Street-Fighter-Film wahrscheinlich weltweit wohl wieder der einzige sein werde. Guter Geschmack macht eben einsam...

kostenloser Counter