Mittwoch, 31. Mai 2006

Oh, Happy Day


Ich weiß, eigentlich paßt die Titelzeile nicht zu »Die Welt ist böse.« Und eigentlich mag ich keine Reklame, wer tut das schon. Doch einen Spot kann ich immer wieder gucken. Genau, das »Dress for the Moment«-Ding von dieser Modefirma. Echt, Blondi schlägt sogar die Baywatch-Mädels um Längen. Komisch, ich habe völlig vergessen welchen Film ich danach im Kino gesehen habe...

Dienstag, 30. Mai 2006

Preisträger gesucht

Hmmm, habe gerade bei spiegel.de gelesen, daß man Peter Handke den Heine-Preis wieder aberkennen will. Über das Für und Wider will ich mich jetzt mal nicht auslassen. Nur eine Stelle hat mich stutzig gemacht: So steht am Schluß des Artikel, daß man dieses Jahr den Heinepreis an keinen anderen Autor vergeben will, damit der sich nicht als »zweite Wahl« fühlt. Also MIR wäre das egal, liebes Kommitee. Ich würde die 50.000 Euro gern nehmen, und käme mir keineswegs zweitklassig vor. Echt, ich habe durchaus Preiswürdiges geschrieben. Vielleicht mein Test zu Black & White, der seinerzeit die Gemüter so erregt hat. Oder einige meiner sensationellen Kurztipps zu Darkstar One. Oder vielleicht der eine oder andere Artikel in diesem Blog. »Die Waffen der Frauen« und »Hilfe nach durchwachter Nacht« ständen zur Auswahl. Also liebe SPD- und Grünen-Ratsfraktion in Düsseldorf, gebt Eurem Herz einen Ruck und mir das Geld... ähh den Preis. Mein Dank wäre Euch gewiss.

P.S. Kleiner Nachtrag zu meinem Brötchen-Posting: Auf Anregung von Bayern-München-Fan Frau D. aus P. , die zeitweilig am Ch-See residiert, füge ich ergänzend hinzu: In einigen verschroben entlegenen Gebieten Bayerns bezeichnet man Brötchen auch als »Semmi«. (Nicht, daß ich diesen Ausdruck jemals benutzen würde.)

Sonntag, 28. Mai 2006

Schleichende Ver-Bayerung

Es gibt kaum einen Begriff in der deutschen Sprache der von Ort zu Ort derart stark variiert wie "Brötchen". Was habe ich da nicht schon alles gehört: Wecken, Weckle, Kipf, Schrippen, Semmel, Eckstück... die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Trotzdem habe ich es stets geschafft immer nur einfach "Brötchen" zu sagen. Und das in all den Jahren in München und diversen Anfeindungen in den Geschäften. "Des heißt Semmel, heißt des."
Und jetzt das: Ich stehe in Berlin am Kurfüstendamm, Hunger bis in die Kniekehlen und sehe leckere Brötchen belegt mit Käse und Salami. Dann passiert es, ich sage "Grüß Gott, zwei Salamisemmeln, wenn's recht ist." AAAAAARRRRRRGGGGGHHHH, ich weiß bis jetzt nicht, welcher bayerische Teufel mich da geritten hat. Lag es an der Unterzuckerung, die mein Hirn lahmgelegt hat? War es die Gier auf belegte Brötchen? Oder, was mich sehr nachdenklich stimmt, verbajuwarisiere ich schleichend und merke es nicht mal. Könnte es sein, daß ich in ein paar Jahren tatsächlich dieses eklige Weißbier trinke und mit Genuß an süßem Senf nuckle? Immerhin, die Verkäuferin hat es mit Humor genommen "Zwee Salamischrippen, jeht klar. Und Jlückwunsch zu de Meesterschaft." Echt, wenn das jemand erfährt. Berliner gratuliert Schalke Fan zu Meisterschaft der Bayern. DAS ist noch ekliger als süßer Senf.

Freitag, 26. Mai 2006

Hilfe nach durchwachter Nacht

I get so tired when I have to explain
When you're so far away from me
See you been in the sun and I've been in the rain
And you're so far away from me.

vielen Dank an Mark Knopfler für diesen schönen Text.

Donnerstag, 25. Mai 2006

Annett, die ewige Zweite

Hiiilllffeeeeee! Ich weiß nicht, wer genau dahinter steckt. Wahrscheinlich ist es eine unheilige Allianz von Apple und der Musikindustrie. Ich habe (leichtsinnigerweise, wie ich gern eingestehe) ein paar Lieder von Annett Louisan auf meinen iPod gepackt. Das allein wäre ja nichts Böses (irgendwie ist deren Stimme ganz niedlich). NUR: Wenn ich jetzt in den Shuffle-Modus schalte (was ich meist mache, um nen schönen Musikmix zu kriegen) ist Frollein Louisan mit jedem ZWEITEN Lied vertreten. Ich werde sie nicht mehr los. Ganz egal, was ich mache: Jeder zweite Track, den der iPod aussucht ist eins der vier Lieder. Ich werde noch wahnsinnig. "Das Spiel" kenne ich mittlerweile sogar rückwärts auswendig. Rausnehmen will ich die Sachen aber auch nicht. Mhhhm, ich werde dem Herrn Apple wohl eine gepfefferte Beschwerdemail schicken. Wahrscheinlich werden die Lieder alle von der Apple-Weltzentrale aus gesteuert und Steven Jobs persönlich sucht aus, was gerade weltweit läuft und was nicht. Vielleicht hatte es ihm die gute Annett ja irgendwie angetan. Ich werde jedenfalls den Rest des Tages damit verbringen, meinem iPod Manieren beizubringen. Bin morgen in und um Berlin viel unterwegs, und da brauche ich eine funktionierende Musikberieselung.

Mittwoch, 24. Mai 2006

Galaga und die Folgen


Daß man alt wird, merkt man immer nur durch Zufall. Heute habe ich (rein beruflich natürlich) Galaga gespielt. In diesen Automaten hatte ich seinerzeit (also in den frühen Achtzigern) so ungefählr die Hälfte meines Bafögs gesteckt und den Großteil meienr Zeit. Der stand bei uns in ner Kneipe, in der es regelmäßig die Altbierstunde gab. Jedes Alt für eine Mark. Nach drei bis vier davon war ich dann stets Galaga-bereit. Will heißen, hatte die nötige »Ruhe«, um der Alienscharen Herr zu werden. Damals war ich echt gut. Sozusagen der Galaga-Eric-Clapton von Hagen-Vorhalle. Slowhand-Schnelle, wie ich gern genannt wurde. Und heute: Man sieht's an dem Bild: die Punkzahl ist lausig, die Trefferquote grauenhaft. Irgendwie bin ich zu langsam geworden. Oder liegt's daran, daß ich mich noch nicht Galaga-reif gesoffen habe? Clapton hatte seinerzeit ja auch Probleme ohne Alk zur alten Form zu finden. Dann schaffe ich das auch. Weil: Ich trinke ja nix Alkoholisches mehr. Doch ich werde auch mit Cola light zum Erfolg kommen. Das Wochenende trainiere ich fleißig. Wäre doch gelacht...

Dienstag, 23. Mai 2006

Ameisen ante Portas

Heute morgen war es soweit: Das erste Ungeziefer des Jahres hat sich in meiner Wohnung blicken lassen. War eine Ameise. Zuerst wollte ich sie ja gleich erschlagen. Doch dann fielen mir die mahnenden Worte meiner Grundschullehrerin Fräullein Cassandra wieder ein. »Die erste Ameise ist nur ein Späher. Kommt der nicht zurück, werden einfach weitere nachgeschickt«. Hmmm, das ist offensichtlich wie in schlechten Echtzeitstrategiespielen. Also habe ich den kleinen Kerl leben lassen und ihm gaanz langweilige Sachen in den Weg gestellt. Also für Ameisen langweilige Sachen. Meine Xbox, ein kompletter Jahrgang Maddrax, uralte Ausgaben der Happy Computer. Jetzt hoffe ich, dass die Ameisen-Inspektion so ereignislos verläuft, daß das Völkchen bei mir einfach vorbeizieht und ich nicht heute Abend mit ner Krabbelparty bei mir zu Hause rechnen muss. Hmmm, mögen Ameisen Mundwasser? Ich glaube, das habe ich offen stehen lassen...
Und überhaupt: Hieß meine Grundschullehrerin überhaupt Fräullein Cassandra oder war das die von Biene Maja? Keine Ahnung, das ist schon so lange her.

Montag, 22. Mai 2006

Leben nach Level 60


Ich wusste doch schon immer, dass ein Level 60 Charakter in WoW zu irgendwas Nutze sein muss. Seit Samstag weiß ich auch wozu: Um den Eurovisions Grand Prix zu gewinnen. Echt super, gestern sitzt man noch in seinem düsteren Keller im trüben Finnland. Und am nächsten Tag hat man Europas Musikelite abgehängt und selbst Cowboy Dittrich auf die Plätze verwiesen. Oder diese scharfe Militärmaus aus der Ukraine (glaube, da war sie her). Jetzt habe ich endlich eine Perspektive. Mein Elfenmagier bereitet sich schon darauf vor, die Charts zu stürmen.
Ach ja: Auf Anraten von Kollege F. schreibe ich noch "Janine Reinhardt nackt" und "Christina Stürmer ganz nackt" hier rein. Das soll mich angeblich ganz nach oben im Ranking katapultieren. Schaun mer mal.

Sonntag, 21. Mai 2006

Die Waffen der Frauen

"Eine Frau, die backen kann, sollte man heiraten". Diese Lebensweisheit eines ostdeutschen CvDs sollte man beherzigen. Liebe geht schließlich durch den Magen. Aber ist das tatsächlich alles? Was macht die Faszination an Frauen aus? Das Aussehen? Nö, es gibt genug hübsche, aber extrem unsympathische Ziegen. Dann Charisma? Trifft es auch nicht. Es gibt jede Menge extrem sympathischer Damen, die mich trotzdem nicht faszinieren. Ich glaube, es sind die kleinen Dinge, die man kaum bemerkt. Ich finde es zum Beispiel immer wieder erstaunlich, wie man sich mit jemandem unterhält, die sich während des Gesprächs komplett verwandelt. Die schafft es irgendwie während der Unterhaltung sich einen Zopf zu flechten und danach irgendwie anders auszusehen, ohne daß ich es mitbekomme. Das finde ich echt faszinierend. Oder wenn sie bei einem miesen Italiener beim Essen sitzt, der Ober kommt und fragt ob es geschmeckt hat. Und sie mit einem hinreissenden Lächeln sagt: "Nein, aber da können Sie ja nichts für." Allein das blöde Gesicht des Kerls war den gesamten Abend wert. Oder wenn man im Biergarten sitzt, es plötzlich an zu regnen fängt und sie binnen Sekunden aus den Tiefen ihrer Handtasche einen Schirm hervorzaubert. Oder sie durch steten Wechsel der Sitzposition Kinobesuche zu aufregenden Exkursionen macht. Das sind die Dinge, die wirklich zählen. Komisch, das wird mir erst bewusst, wie ich diese Zeilen schreibe. Tja, dann hat sich dieser Eintrag, den außer mir eh keiner liest, ja echt gelohnt.

Freitag, 19. Mai 2006

Berge des Wahnsinns

Nach dem etwas düsteren Erstpost, nun mal zu was erfreulicherem Wer mich kennt, kennt auch meine Vorliebe für Stielmus. Stiel... was? Keine Panik, das ist nichts Böses. Nur ein schmackhaftes Gemüse, das bei uns im heimischen Westfalen recht bekannt ist. Macht sich sehr gut als Eintopf mit Kartoffeln und Fleisch, gern auch Frikadellen. (laut Wikipedia ist es auch bekannt als Rübstiel oder Stängelmus). Im Zeitalter des Zentraleinkaufs deutscher Supermarktketten scheint diese Spezialität aber mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten. Diese dämliche Weißwurst und den ekligen Süßsenf gibt's mittlerweile überall, Stielmus dafür so gut wie gar nicht mehr.
Doch das wird sich bald ändern. Ich habe heute Lotto gespielt und hoffe auf den Jackpot. Wenn ich dann da gewinne (so rund 20 Millionen müssten reichen) werde ich meine eigene Stielmusproduktion starten und einen Welthandel für Stielmus aufziehen. Als Anbaugebiet hatte ich mir das ehemalige Deutsch-Südwestafrika ausgesucht (weiß jemand, wie das heute heißt?) Dort werde ich meine Stielmusplantagen im ganz großen Stil anlegen. "Micks Stielmusberge" werden schnell weltweit bekannt werden. Weiterhin geplant ist natürlich eine "Line-Extension". Warum Stielmus nur als Gemüse essen? Wie wärs mit Stielmusbier, Stielmusschokolade und
Stielmusschnaps. Denkbar wären auch Häuser komplett aus Stielmus errichtet (herrliches Aroma den ganzen Tag), Autos, die mit Stielmusbenzin fahren, Stielmustapeten, Stielmuskosmetik. Man könnte sogar über Stielmus als Straßenbelag nachdenken.
Ich werde auf jeden Fall damit reich und berühmt, werde abends durch meine Stielmusberge reiten und suche nur noch die passende Begleitung dafür. Weil allein wäre es bei aller Liebe zum Stielmus doch ein wenig langweilig. Wer sich dazu berufen fühlt und weiblich ist, bewerbe sich unter mick@gamestar.de. Ab Ende August steche ich in See. Jetzt muss ich nur noch im Lotto gewinnen, aber das schaffe ich bis dahin ganz sicher.

Aller Anfang...

... ist normalerweise schwer. Und einen eigenen Blog wollte ich nie haben. Dann könnte ich ja gleich den bei GameStar nutzen, was ich zwei Jahre lang erfolgreich vermieden habe. Andererseits: Hier bin ich König, hier muss ich keine Rücksichten nehmen. Hmmm, sehr verlockend. Und außerdem: Wahrscheinlich liest eh kein Schwein mit. Werde es einfach niemandem sagen. Mal gucken, ob das auch so einer merkt.
Falls sich doch jemand hierher verirrt hat: Willkommen Fremder, hier erwartet Dich die Wahrheit. Darüber, daß die Welt eben böse ist. Hier wird nichts schön geredet, hier scheint die Sonne nicht. Hier ist Düsterland. Ich bin kein sonderlich positiver Mensch. Gläser sind immer halb leer, nie halb voll. Wenn's mir schlecht geht, geht's mir gut. Man hüte sich vor den Tagen, an denen ich nicht mürrisch gucke, sondern mit einem Lächeln im Gesicht über die Gänge watschle. Davor habe sogar ich selbst Angst. Apropos Angst: Wer hier was postet muss keine Angst haben. Wer nett ist, wird auch nett behandelt. Klugscheißer mache ich gnadenlos fertig. So, falls tatsächlich noch jemand bis hierher gelesen hat, noch ein kostenloser Rat: Die Welt ist böse.

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